29 Oktober 2010

Ab Montag nachmittag: EICMA live bei Twitter unter Hashtag #eicma10

EICMA: Ducati, Honda, BMW, Triumph – was bisher schon bekannt ist ...

Nach der Intermot – ist vor der EICMA. Die große italienische Messe beginnt offiziell am kommenden Dienstag mit dem Presstag, doch einige Modelle, die in Mailand präsentiert werden, sind inzwischen schon bekannt.

Was bisher bekannt ist, haben wir heute schon mal zusammen gestellt. Ab nächste Woche berichten wir für euch hier bei ridexperience.de dann live aus Milano – der Auftakt ist die Ducati-Pressekonferenz, die am Montag Nachmittag statt findet.

Hier schon einmal die bekannten Novitäten und die ....Nein. Wir haben zwar noch was im Kasten, das super aussieht, aber das darf ich noch nicht zeigen...

Ducati kommt auf seiner Hausmesse mit einem neuen Power-Cruiser – der Diavel. Mit ABS, Traktionskontrolle und den elektronisch gesteuerten Riding Modes sollte der Donnerstuhl eigentlich zu meistern sein. Verbaut wird der Testastretta 11°-Motor, der bereits in der neuen Multistrada Dienst tut – über das Gewicht wird noch spekuliert. Mehr dazu am Montag aus Mailand.

Honda hat auf der Intermot nur Farbvarianten der 2011er Modelle vorgestellt und konzentriert sich in diesem Jahr völlig auf Mailand. Schon angekündigt: Sportlichkeit in der Viertelliterklasse mit der neuen CBR250R. In dem Modell für Einsteiger und 125-er Aufsteiger werkelt ein flüssigkeitsgekühlte Einzylindermotor, der bei 8.500 Touren 26 PS leistet.

Von Honda auch schon angekündigt: eine 800er V4 “Crossover”. Kombiniert werden soll die praktische Vielseitigkeit und Dynamik eines Performance-Naked-Bikes mit der entspannt aufrechten Sitzposition und dem robusten Auftritt eines Adventure-Bikes. Mal sehen, wie das bei den Kunden ankommt, soll aber knackig aussehen.

BMW hat ein Highlight für 2011 – den neuen Supertourer K 1600 GT/GTL – schon in Köln präsentiert; für Mailand haben die Bayern Modellpflege angekündigt und teilweise schon publik gemacht. Mit der neuen G 650 GS wird optisch die GS-Familie nach unten erweitert. Technisch hat sich nicht sonderlich viel getan; man vertraut weiter dem bewährten Einzylinder-Antrieb mit einer Leistung von 35 Kilowatt bei 6500 Touren.

Zweite Vorab-Information: Mit der neuen BMW R 1200 R und R 1200 R Classic renoviert BMW die Roadster-Linie und präsentiert die überarbeiteten Nachfolgemodelle der erfolgreichen R 1200 R.

Im Zentrum der Aufmerksamkeit wird auf jeden Fall Triumph stehen. Nach Monaten der Spekulation und der gezielten Veröffentlichung von “Spyshots” gibt es ab Dienstag die neue Tiger 800 and Tiger 800 XC live zu sehen. Auf jeden Fall ein Dreizylinder-Motor – sonst hätte ich gesagt: XC und F 800 GS – Zwillinge, bei der Geburt getrennt.

Mal sehen, wie der Presstag am Dienstag eingeschätzt wird - ich glaube, eher positiv, nach dem, was ich schon hier auf der Harddisk liegen habe. Aber die Überraschungen sind ja oft bei den kleineren Herstellern versteckt – und vor allem: Was machen die Italiener? Benelli feiert seine langjährige Geschichte mit einem Sondermodell. Was macht die Piaggio-Gruppe unter der Moto Guzzi-Fahne? Was macht MV Agusta? Kommt die neue F3?

Stay tuned! Ab Montag gibt es hier jedenfalls regelmäßige Updates… und gleichzeitig werden die Updates nach ridexperience.de von Metzeler gespiegelt. Dort könnt ihr auch reinschauen. Hab mir jedenfalls schon mal den Vodafone USB stick und ein internationales WebSessions-Paket besorgt.

Posted via email from moto1203 - daily roadkill

28 Oktober 2010

Winterreifen für Moppeds - Fällt die neue Verordnung mangels Masse?

Die "Winterreifen"-Novelle und neue Verordnung, die das Verkehrsmisterium am 5. November beschließen lassen will und entweder sofort oder im Lauf des Novembers in Kraft treten soll, sorgt weiter für Verwirrung.

Klar ist, dass "Winterreifen" nach dem neuen Gesetzestext wie folgt in die Definition einfließen sollen: "Bei Schneeglätte, Schneematsch, Reifglätte oder Glatteis darf ein Kraftfahrzeug nur mit Reifen gefahren werden, deren Laufflächenprofil, Laufflächenmischung oder Aufbau für die genannten winterlichen Wetterverhältnisse ausgelegt sind (Winterreifen)."



Was allerdings Winterreifen sind, ist strittig. Bei PKWs gilt: "Winterreifen sind auf Grund ihrer Gummimischung und Profilierung auf die Witterungsbedingungen der kälteren Jahreszeiten spezialisiert." Zu erkennen sind sie an der Reifenflanke am Kürzel M+S sowie am Symbol einer Schneeflocke.

Bei Motorradreifen? Keine Ahnung. Bei Heidenau gibt es spezielle Winterreifen, bei Metzeler auch - für Roller. Aber beide Hersteller haben z.B. keine 180er oder 190er Hinterradreifen im Angebot - ein Minenfeld also, wer bei Schneematsch losfährt, so oder so. Entweder droht Schlittern oder die Kontrolle durch die Rennleitung.

Vielleicht kommt aber auch alles ganz anders. Deutliche Signale aus der Reifenbranche lassen vermuten, dass nicht nur Fahrer, sondern auch die Reifenhersteller von der Neuordnung, ausgelöst durch ein sommerliches Gerichtsurteil, völlig auf dem falschen Fuß erwischt wurden. Fakt ist: Es gibt zur Zeit wohl nicht genügend Winterreifen, um die gestetzlich verordnete Nachfrage zu befriedigen. Nicht jedes Fahrzeug kann mit Winterreifen ausgerüstet werden, wenn die Lager leer sind.

Das wiederum wirft zwei interessante juristische Fragen auf: Darf jemand bestraft werden (mit einem erhöhten Betrag übrigens), wenn er die geseztlichen Vorgaben selbst bei bestem Willen nicht erfüllen kann? Und darf eine Verordnung das Recht auf Mobilität und frei Wahl des Transportmittels untergraben? Mein Tipp: Ramsauer macht einen Rückzieher...

27 Oktober 2010

EICMA 2010: Honda launcht neue CBR250R

Honda Thailand war vorgeprescht. Schon knapp eine Woche vor dem offiziellen EICMA-Start am 2. November hatte Honda in Thailand mit der neuen CBR250R die hubraumstärkste Honda vorgestellt, die von Thai Honda Manufacturing Co. produziert wird.

Das neue Viertelliter-Modell soll den Verlautbarungen nach unter dem Slogan "Sport Quarter for One World, CBR250R" auch für den Export gebaut werden - für ASEAN-Staaten, Japan, Europa, Nordamerika and Australien. Der Verkauf soll im Frühjahr 2011 starten - die Mschine wird somit auch in Deutschland zu haben sein.

Die CBR250R ist mit einem neu entwickelten flüssigkeitsgekühlten 250 Kubik-Viertakter ausgerüstet und für Euro 3-Standards vorbereitet. Sie kommt in vollem zeitgenössischem Ornat wie Combined ABS. Fehlt nur noch die Tranktionskontrolle ...

UPDATE: Inzwischen sind die offiziellen Honda-Daten dazu veröffentlicht. "Das laufruhige Single-Herz leistet 26 PS (19,42 kW) bei 8.500 Touren und wurde sorgfältig auf effizienten Benzinverbrauch optimiert. Eine Füllung des 13 Liter-Tanks ermöglicht über 350 Kilometer Fahrvergnügen.

Die Kraft wird über ein Sechsganggetriebe und eine O-Ring-Kette zum Hinterrad transferiert. Das Chassis der CBR250R ist eine moderne Brückenkonstruktion aus Stahl, die vorne mit einer Telegabel bestückt ist. Der Standrohrdurchmesser beträgt stattliche 37 mm."


Weiter wird das Modell eine Markt-spezifische Farbgebung erhalten - das rote Modell weiter unten ist für den thailändischen Markt und den Amerikanischen Markt gedacht, wo es auch eine schwarze Ausführung gibt. In Deutschland sieht die Lackierung so aus (Ob später weitere Farben kommen, ist noch unklar):





Für die EICMA kann das heissen: Da geht was bei Honda. Die Jpaner denken an den Nachwuchs. So wie die Maschine aussieht - böse Gedanken von Inzest zwischen Buckelwal und Fireblade ziehen einem durch den Kopf - dürfen wir dort eine interessante VFR-Optik am Honda-Stand erwarten: Eine 800er "Crosser"-Studie, eine Weiterentwicklung der aktuellen VFR womöglich, und nun diese 250er ... Da würde auch ein 125er Motor für den deutschen Markt reinpassen.

(c) Fotos: Honda

26 Oktober 2010

Schon "Winterreifen" auf dem Mopped? Muss ab 5.11.2010, aber es droht irgendwie Fahrverbot.

Die Sache ist inzwischen ziemlich konkret - das Verkehrsmisterium will die "Winterreifen"-Novelle am 5. November beschließen lassen und entweder sofort oder im Lauf des Novembers in Kraft treten lassen. Die Novelle kommt, weil im Sommer ein Gericht entschieden hatte, dass die seit 2006 gültige Vorschrift zur "geeigneten Bereifung" wegen rechtlicher Unbestimmtheit nicht der Verfassung entspricht.

Der neue Satz: “Bei Schneeglätte, Schneematsch, Reifglätte oder Glatteis darf ein Kraftfahrzeug nur mit Reifen gefahren werden, deren Laufflächenprofil, Laufflächenmischung oder Aufbau für die genannten winterlichen Wetterverhältnisse ausgelegt sind (Winterreifen).” soll die bisherige Formulierung in § 2 Absatz 3a StVO ersetzen, in der es lediglich heisst: ""Bei Kraftfahrzeugen ist die Ausrüstung an die Wetterverhältnisse anzupassen."

Wer ohne "Winterreifen" unterwegs ist, soll künftig doppelt so viel Bußgeld zahlen wie bisher. Demnächst werden bei einem Verstoß 40 Euro fällig.

Aber was heisst "Winterreifen" für Bikes? Grobstollig? Mindeste Profiltiefe? Nur besonders gekennzeichnete Pneus? Welche Hersteller haben "Winterreifen" im Sortiment? Ist jetzt für die Winterfahrer Schluß mit Lustig? Gilt das auch für Gespanne? Was ist Schneematsch? Muss er die gesamte Fahrbahn liegen, darf er gehäuft am Rand liegen? Bisher konnte mir noch niemand diese Fragen beantworten...

Nicht nur kalte, auch spannende Zeiten kommen auf uns zu.

Posted via email from moto1203 - daily roadkill

21 Oktober 2010

Harley-Zahlen im ersten Dreivierteljahr - zu Hause pfui, im Libanon hui

Während andere Motorradhersteller wie BMW oder ducati mit guten oder vielversprechenden Quartalszahlen glänzen - und auf der EICMA noch weitere Neuerungen vorstellen wollen, sieht die Lage bei den amerikanischen Bike-Bauern weiter nicht rosig aus. Nach den aktuellen Bilanzen aus Milwaukee wurden in den ersten neun Monaten 2010 weltweit 9,8 Prozent weniger Motorräder verkauft als im gleichen Zeitraum 2009 - dem eigentlichen "Krisenjahr".

In den USA selbst, traditionell dem stärksten Harley-Markt, sank der Abverkauf um 13,4 Prozent; international gab es eine leichte Delle mit nur 1,9 Prozent Minus. Allein im dritten Quartal sank der US-Umsatz gegenüber dem schon schlechten Vorjahreszeitraum weiter leicht auf knapp 1,1 Mrd. Dollar.

Harley erwartet nun, dass 2010 insgesamt etwa 201.000 bis 212.000 Maschinen abverkauft werden - vor einigen Jahren lag die jährliche Projektion noch über 300.000 Stück. Nichts desto trotz hat die Firma in den ersten drei Quartalen 2010 einen Gewinn von 89 Millionen Dollar einfahren - mit massivem Sparkurs, eisernen Verhandlungen über die Tarifverträge der Beschäftigten und dem Verkauf von MV Agusta nach Italien.

Aber es gibt auch gute Nachrichten. Ende September wurde im Libanon der erste offizielle Harley-Stützpunkt eröffnet - Beirut soll als Stützpunkt dienen, um die Harley-Fans der Region mit chicen Modellen zu versorgen.

Mehr Eindrücke und Harley-Babes im Bericht über die Eröffnung des Outlets in Downtown Beirut unter http://tiny.cc/hd-beirut


19 Oktober 2010

Honda fährt im Jahr 2011 "Cross-Over" mit V4-Motor

Der Design-Skizze, die wir kürzlich gezeigt und wie alle Kommentatoren der VFR 1200 zugeordnet hatten, folgen nun einige Fakten: Honda lässt für das kommende Modelljahr ein neues „Crossover“-Konzept Realität werden. Kombiniert werden die Charakteristika eines Naked-Bikes mit der aufrechten Sitzposition und dem Auftritt einer Adventure-Maschine.

Das neue Bike der mittleren Hubraumklasse mit V4-Motor, das ein neuartiges „Crossover“-Konzept realisiert, wird am 02. November 2010 auf der EICMA-Messe in Mailand Weltpremiere feiern.

O-Ton Honda dazu: "Dieses neue „Crossover“-Motorrad der mittleren Hubraumklasse wird eine niedrigere Sitzhöhe als andere Zweiräder mit Abenteuer-Flair aufweisen und kann bequem von unterschiedlich großen Personen genutzt werden. Die günstige Schwerpunktlage eines Performance-Naked-Bikes in Verbindung mit einem breiten Lenker wird für eine aufrechte Sitzposition, bestes Handling sowie leichte Manövrierbarkeit sorgen.

Die vorab von Honda zur Veröffentlichung freigegebenen Designskizzen zeigen das neue „Crossover“-Motorrad in einem frühen Entwicklungsstadium, um einen ersten Eindruck zu vermitteln. Die Honda Neuheit, deren Gestaltung im Honda Design Center in Rom erfolgte, wird in seiner endgültigen Serien-Spezifikation erstmals in Mailand der Weltöffentlichkeit vorgestellt."

Weiter hat Honda für die EICMA ein neues Konzeptbike mit dem aus der VFR1200F bekannten 1200er V4-Motor angekündigt.

Posted via email from moto1203 - daily roadkill

18 Oktober 2010

BMW R 1200 GS Triple Black: schwarz wie die Nacht ...

Eigentlich hätte dieses Motorrad eine spezielle Präsentation verdient gehabt: Ganz weit weg, in Neuseeland, auf einem Trainingsplatz der dortigen Rugby-Nationalmanschaft. Den berühmten "All Blacks". Hat nicht sollen sein, ist ja auch bisschen weit, so sind die Infos zur neuen rabenschwarzen BMW halt über E-Mail gekommen:

"Tankcover und Vorderradkotflügel in Saphirschwarz metallic, sowie Gabel und Motor in Schwarz uni (...) eine betont maskuline Anmutung. Schwinge, Heckrahmen und Zylinderkopfhauben in Asphaltgrau metallic setzen technische Akzente.

Das Sondermodell ist ausgestattet mit von der R 1200 GS Adventure bekannten und bis dato als Sonderausstattung erhältlichen Kreuzspeichenrädern mit schwarz glänzendem Felgenbett. Eine neue schwarze Sitzbank mit auffälliger GS Prägung an den Seiten rundet das Angebot ab.
Das Sondermodell BMW R 1200 GS Triple Black ist ab sofort im Handel bestellbar. Der Preis in Deutschland beträgt 13.460,- Euro inkl. 19 % MwSt.

(...) mit dem aus der BMW HP2 Sport bekannte DOHC Boxermotor. Für den Einsatz in der R 1200 GS und der R 1200 GS Adventure wurde er gezielt überarbeitet und optimiert - (...) mit 110 PS Leistung bei 7.750 rpm sowie einem maximalen Drehmoment von 120 Nm bei 6.000 rpm."

Posted via email from moto1203 - daily roadkill

15 Oktober 2010

Honda 2011: Erste Skizze einer eventuell weiteren VFR 1200 durchgesickert

So isse halt mit dem Internet: Es ist für die Hersteller immer schwieriger, das Wasser zu halten. Oder sich zurückzuhalten. Man will ja doch mit den großen Hunden pissen.

Nachdem die ersten Bilder der Ducati Diavel in Umlauf waren (oder gezielt gebracht wurden), ist gestern aus Richtung Japan - dem Hause Honda - ein Screenshot aufgetaucht - mit Blick auf die EICMA 2010, die quasi ab dem 1. November, dem Vorabend des Pressetages, virtuell startet.

Was haben wir: eine Zeichnung, die Markt-strategisch erst mal Sinn macht. Nachdem die VFR 1200 F (ohne oder mit Doppelkupplungsgetriebe) in den letzten Monate doch auf gemischte Resonanz gestoßen ist (auch ich habe dem Buckelwal eine klare Rolle im Honda-Portfolio abgesprochen und rumgemäckelt, der Sport-Tourer sei weder Fisch noch Fleisch), deutet die grafische Linie (siehe unten) an, dass die VFR 1200-Linie ausgeweitet wird - also reduziert auf ein Model in richtig Naked und möglicherweise einen echten Tourer mit allem Reise-Schmackes.

Aber mal im Ernst? Naked - mit zackigem GS/Multistrada-Entenschnabel und Kardan? Muss ich erst mal drüber schlafen .... und dann abwarten, was in Mailand wirklich auf dem Drehteller steht.

Posted via email from moto1203 - daily roadkill

13 Oktober 2010

Ducati Diavel - die erste offiziellen Werks-Schnappschüsse

Einige lancierte Photos und zufällige Spysots sind bereits durch das Netz gewandert und auf der Intermot in Köln wurde über das Design der neuen Ducati Diavel heftig debattiert - jetzt hat die Presseabteilung in Borgo Panigale nachgelegt und der Zeitplan ist klar:

Der neue Heavy Metal-Cruiser aus Bologna wird auf der Mailänder Motorradmesse EICMA vom 2. bis 7. November zum ersten der Öffentlichkeit vorgestellt.

Photomontage: Hell for Leather

Was entnehmen wir den Photos: Spyshots geben selten die spätere Sereinreife wieder. Was auf den verwackelten Autobahnaufnahmen oder Schüssen an der Ampel noch klobig wirkt, wird im Showroom meist eleganter. Und basiert auf bewährter Technik: "ABS, Ducati Traktionskontrolle und die Ducati Riding Modes sorgen für ein sicheres Fahrverhalten und Fahrgefühl. Der aus den Ducati Superbikes stammende Testastretta 11°-Motor und ein Trockengewicht von nur 207 Kilogramm für die in dieser Fahrzeugklasse bisher unbekannten Fahrdynamik."

Wir hier in Deutschland werden mit dem Modell - falls es mit diesem Heck auch hier kommt - gelinde gesagt - ein kleines Problem haben: Wie quetsche ich das typisch deutsche Kuchenblech zwischen die beiden LED-Reihen? Wir werden sehen. In Mailand.

Foto: Ducati

Posted via email from moto1203 - daily roadkill

12 Oktober 2010

BMW: WSBK-Teamspitze wird für 2011 völlig umgekrempelt

Der König ist tot, es lebe der König. Nachdem man sich in München vor zwei Wochen mit Davide Tardozzi, dem Team Manager beim Superbike-Weltmeisterschaft-Einsatz einvernehmlich auf die Beendigung der Zusammenarbeit geeinigt hatte, wird nun auch Berthold Hauser als BMW Motorrad Motorsport Direktor abgelöst. Neuer Mann an der Spitze ist der langjährige BMW-Mann Bernhard Gobmeier.

Mit der Trennung von Tardozzi, der Personalentscheidung für Gobmeier - und gegen das in der Vergangenheit erfolgreiche Urgestein Berti Hauser - sowie einer neuen Struktur für die Motorradsport-Aktivitäten signalisiert BMW, dass es mit der bisherigen Entwicklung und den Ergebnissen des kostspieligen WSBK-Engagements unterm Strich nicht zufrieden sein kann.

Gobmeier gilt als ausgewiesener Technikfachmann. Er arbeitet seit mehr als 16 Jahren in verschiedenen Funktionen bei BMW. Er wechselte 2008 zu BMW Motorrad und übernahm die Leitung der Fahrwerksentwicklung. Hendrik von Kuenheim, Leiter von BMW Motorrad, zu der Personalentscheidung: "Gobmeier bringt Erfahrung im Motorsport mit. Ich bin überzeugt, dass er BMW Motorrad Motorsport mit seiner analytischen und strukturierten Herangehensweise weiter vorwärts bringen wird. Er wird sich schnellstmöglich ein Bild von der Situation machen und die notwendigen Maßnahmen einleiten."

Die Maßnahmen waren offensichtlich notwendig, nachdem das SBK-Team in der aktuellen Saison 2010 die zum Teil hoch gesteckten Erwartungen mit den beiden Fahrern Troy Corser und Ruben Xaus nicht voll erfüllen konnte. Im nächsten Jahr sollen Corser und der Brite Leon Haslam - der eigene Leute mitbringt - mit der S 1000 RR an den Start gehen - unter einem neuen Team Manager. Der steht öffentlich noch nicht fest.

Der bisherige Manager Italiener Tardozzi und sein italienisches Team hatten erst Anfang des Jahres 2010 bei BMW angeheuert, aber die Chemie und die Heransgehensweise an ein Team Mamagement zwischen den Partnern waren offensichtlich zu verschieden. Am Ende sollen - so die Schweizer Speedbeek zum Abschied von Tardozzi - "die Wände gewackelt" haben.

Hier war die BMW-Welt noch halbwegs in Ordnung: im Mai in Monza. Das erste Podium für Corser und BMW. Aber der Blick geht bereits in die ungewisse Zukunft...

Posted via email from moto1203 - daily roadkill

11 Oktober 2010

Intermot 2010: Das Bild zu @SystemStigs Plädoyer in Sachen Elektroantriebe

Den Artikel von @Systemstig findet ihr unter http://bit.ly/cUVl4K

Ihr glaubt mir das nicht mit den dunkelhaarigen Fachberaterinnen? Bitte.

Victory Hammer S – Amerikanisches Schwereisen muss nicht Harley heißen

Victory Motorcycles haben in Deutschland eine kleine, aber wachsende Fan-Gemeinde, was nicht nur an der blonden Fachberaterinnen liegt (es gibt auch dunkelhaarige): Die Victorianer behaupten, ihre Victories seien die besseren amerikanischen Cruiser und Muscel-Bikes ...

Zumindest machen sie (also die Moppets ...) optisch ziemlich viel her, so wie die Hammer S für 2011. Aber auch technisch kann die Krafthutze aus dem Vollen punkten – 1731 Kubik, Durchzug schon ab 1500 Umdrehungen. Der gewaltige Motor soll den Rest der Veranstaltung richtig prächtig vorwärts bewegen. Ist schon mal für einen Test vorgemerkt.

Posted via email from moto1203 - daily roadkill

Intermot 2010: Moto Guzzi - Der V7 Racer weckt alten Glanz

Kein Motorradhersteller kann allein von alten Meriten leben - aber den Liebhabern alter italienischer Sportmaschinen wurde in Köln bei der Betrachtung der Moto Guzzi V7 Racer doch extrem warm ums Herz: ein Einsitzer in bester Tradition des Cafe Racers, hochwertigste Handarbeiten, ein Methusalem von Motor mit launigen 49 PS. Die Prognose: Kaum ein V7 Racer wird je die Straße sehen, das wird ein Sammlerstück.

Am Kölner Stand von Guzzi wurden Angstphantasien diskutiert: Sind auch die im letzten Jahr bei der EICMA vorgestellten Prototypen inzwischen auch schon Sammlerware, der Aufbruch der Mareke in die Moderne schon wieder Makulatur? Mal sehen was Mailand in vier Wochen dazu sagt.

Posted via email from moto1203 - daily roadkill

Road Blog 2010: Nachschlag 1 in bewegten Bildern - bei den Bonanza-Rad-Freunden-und-Freundinnen

An jenem Wochenende vor vier Wochen, als die acht Road Blog-Teamster in der Republik unterwegs waren und nachgerade Motorrad-Geschichte geschrieben haben, war der Kollege @vjstephan, der derzeit schon wieder in der Sahara weilt, nicht der Einzige, der eine Kamera mitlaufen ließ...

Auch Zweiradfreund @ErnieTroelf hat uns eingefangen - bei einem anderen denkwürdigen Ereignis: dem Treffen der Bonanzrad-Freunde und Freundinnen. Wir haben uns getroffen, an den Fischauktionshallen... und wir durften in seinen Film. Danke Ernie!



(Warum der Video hier in so bescheidener Qualität abgespielt wird, kann ich nicht sagen. So richtig gut kommt er bei @ErnieTroelf selbst unter http://www.ernie-troelf.de/blog/?p=2419)

06 Oktober 2010

Intermot 2010: Triumph Speed Triple 2011 - nein, das ist kein Photoshop-Problem ...

Triumph hat seine hauseigene Ikone, die Speed Triple, für 2011 überarbeitet und schickt sie modifiziert in drei Farben rot, schwarz, weiß ins Rennen. Dazu einige Anmerkungen:

1. Nein, ich habe keinen Fehler bei der Fotobearbeitung gemacht. Das Bild ist in der Breite nicht falsch berechnet. Das Fahrzeug hatte keinen Auffahrunfall und ist nicht gestaucht. Die Speed Triple wirkt nur so durch den unglaublich buckeligen roten Hubbel in der Mitte.

2. Nein, auch die Frontpartie für sich ist keiner Kaltverformung unterlegen. Die Speed Triple-typische Doppellampen-Formation musste der italienischen Einheitsbeleuchtung von Ducati, MV Agusta und Co. weichen. Irgendein britischer Design- oder Marketing-Fuzzi wird sich schon was dabei gedacht haben.

3. Nein, trotz dieser abnormen Modifikationen bleibt die Speed Triple immer noch technisch ein Spitzenbike.

Posted via email from moto1203 - daily roadkill

Intermot 2010: Yamaha Worldcrosser - wird leider nicht gebaut ...

Yamaha glänzt in Köln nicht durch große Enthüllungen - und das einzige Bike, welches die Besucher zum Träumen bringt, ist leider nur eine Studie, die so nie in die Produktion geht: ein Umbau, bzw. ein Update der 2010er Super Tenere. Gold und Carbon, Akrapovic-Auspuffanlage.

Scharf gemacht für den groben Einsatz auch in sandigeren oder feuchten Geläufen abseits der BAB, reduziert auf das Wesentliche. Wunderlich oder Touratech, übernehmen Sie!

Posted via email from moto1203 - daily roadkill

Intermot 2010: Kawasaki W800 - ein Herz für uns Retro-Fans

Ok, eigentlich müsste man jetzt Kawasakis scharfe neue 2011er Ninja ZX-10R, eine massive PS-Granate, zeigen, die angeblich über 200 Pferde bringen soll - BMWs Sportlermarkt-Attacke mit der S 1000 RR, dem definitiven Fahrzeug des Jahres 2010, hat die Japaner dann wohl doch aus ihrer Schockstarre geweckt.

Aber 200 PS, muss man das haben? Ich nicht. Da ist mir die W800 von Kawa schon lieber. Ein gemütliches Retro-Bike, welches der Triumph Bonneville gehörig Dampf machen wird. Oder sagen wir mal könnte: Das Zeug dazu hatte auch die vor ein paar Jahren entschlafene W650, die sich in Deutschland wohl auch deshalb nicht besonders gut verkaufte, weil sie klassisch untermotorisiert war. Die W800 hat mehr Power - mal sehen, ob Kawasaki diesmal durchhält.

Posted via email from moto1203 - daily roadkill

Intermot 2010: MV-Premiumware von Schlitzohr Castiglioni kommt später ...

MV Agusta-Chef Claudio Castiglioni hat die italienische Edel-Marke 2008 an Harley-Davidson versilbert und vor drei Monaten zurückgekauft – unterm Strich mit einem satten Gewinn.

Jetzt will er die jahrelang am Horizont glitzernde kleine MV, das F3-Modell, endlich auf den Markt bringen – zu einem erschwinglichen Preis; das Standardmodell mit 750 Kubik soll nur 9.000 Euro kosten. Und wie es sich für Italiener geziemt: In Köln wird vertröstet, nur einige Spyshots sind nach Außen gedrungen. Die echten Novitäten zeigt man zuhause, im November auf der EICMA in Mailand.

Posted via email from moto1203 - daily roadkill

Intermot 2010: Suzuki – der Kampf um das Mittelfeld

Seit 2009 läuft es weltweit schlecht für die japanischen Hersteller – da macht Suzuki keine Ausnahme. Um den weg gebrochenen Markt für sportliche Maschinen der Mittelklasse neu zu beleben, soll die GSR750 als stylisches Naked Bike die Kunden bei Konkurrenten wie der Kawasaki Z750 und der Triumph Speed Triple abholen.

In dieser Mittelklasse wurden die großen Stückzahlen verkauft – damals, vor der Krise, die allerdings immer noch anhält und noch lange nicht ausgestanden ist.

Posted via email from moto1203 - daily roadkill

Intermot 2010: Brammo – Vorreiter für Elektrozukunft

Die Intermot-Ausrichter haben die Zeichen der Zeit erkannt – in der zentralen Halle 5.2 wird die Elektrobranche mit Motorrädern, E-Rollern, Hybrid-Fahrzeugen, Pedelecs und weiteren Fahrzeugkonzepten gebündelt dargestellt. Vieles wird noch Zukunftsmusik sein – in den USA ist man da schon weiter.

E-Bikes wie Brammo und ZERO gibt es inzwischen im Großhandel – und staatlich gefördert. Der US-Hersteller Brammo hat die Empulse vorgestellt, das es ab 2011 in drei Ausführungen geben wird. Die drei Varianten der 160 km/h schnellen Empulse haben Wasserkühlung, Permanentmagnet-Synchronmotor und sollen je 55 PS bei einem Drehmoment von 80 Nm leisten. Und sehen aus wie ein richtiges Motorrad.

Posted via email from moto1203 - daily roadkill

Intermot 2010: Horex - Spaßmobil für die Betuchten

Im Spätjahr 2011 soll der Paukenschlag zu kaufen sein: ein zweiter deutscher Roadster neben BMW, mit einem bisher nicht in Serie gebauten 1,3-Liter-VR-Sechszylindermotor, mit breitem Drehmomentband und zusätzlicher Aufladung durch einen Radialkompressor. Von 190 PS und 250 km/h ist die Rede.

Die neue Horex, erstmals der breiten Öffentlichkeit gezeigt, ist ein neuer Herausforderer im Luxus-Segment – unter 20.000 Euro wird das Gefährt allerdings nicht zu haben sein, wenn das gewagte, aber zumindest die Investoren überzeugende Business-Konzept die lange Investitionsphase durch steht.

Posted via email from moto1203 - daily roadkill

Intermot 2010: Piaggio Gruppe - Aprilia Dorsoduro 1200 gab es schon vorab

Piaggio hat einen ersten Blick auf die Motorrad-Modelle 2011 der Gruppe schon vorab gestattet: Die Aprilia Dorsoduro 1200 und die elegante Moto Guzzi V7 Racer wurden bei der Eröffnung der neuen Mailänder Dependance des Herstellers schon kurz gezeigt.

Die Dorsoduro 1200 glänzt mit einem wassergekühlten V2-Motor, einer Leistung von 130 PS bei 8700/min und einem Drehmoment von 115 Nm – das sind absolute Spitzenwerte in dieser Kategorie.

Posted via email from moto1203 - daily roadkill

Intermot 2010: BMW Motorrad bekommt Konkurrenz – aus dem eigenen Haus

Im Juni waren die ersten Amateur-Aufnahmen von Straßentests in Kalifornien im Umlauf – jetzt werden zwei neue Super-Tourer von BMW auf der Intermot vorgestellt. Sechszylinder, 1600 Kubik, etwas sportlicher gehalten oder voll verkleidet als Langstrecken-Sänfte, die man in Sachen Ausstattung kaum noch von der Automobilen aus dem gleichen Haus unterscheiden kann – hier wächst eine komplett neue Modell-Linie heran.

Was man von der Partner-Firma Mini übrigens auch behaupten kann: Die BMW-Tochter hat ihre Studien von Elektrorollern auf dem Pariser Automobilsalon gezeigt. Das kann man noch verstehen. Aber dass BMW Motorrad mit keinem Wort erwähnt wurde, hat doch stark verwundert.

Posted via email from moto1203 - daily roadkill

Intermot 2010: KTM will den Nachwuchs bedienen

Für die österreichischen Modellbauer aus Mattighofen ist der italienische Markt mindestens genauso wichtig wie Deutschland. KTM splittet also seine 2011er Modellpräsentation. In Köln auf der Intermot wird der Markt der Nachwuchsfahrer bedient – mit einer 125er Supermoto, der Mini-Duke.

Für Milano hat KTM Modellpflege im Superbike-Bereich und ein Novität im Sportbereich angekündigt. Außerdem: Mattighofen baut noch an den den Elektro-Geräten – den beiden Freeride-Modellen. Die sollen auch 2011 kommen.

Posted via email from moto1203 - daily roadkill

Intermot 2010: Honda – Dreifarbige Modellpflege und „Knaller“ in Mailand

Warum sind die Japaner nicht gleich darauf gekommen? Schon für dieses Jahr wurde die VT 750S vorgestellt, allerdings in langweiliger Einfarb-Lackierung. 2011 kommt der kleine Chopper endlich so, wie er sein sollte: Blau-weiß-rot. Ein kleines Schmuckstück.

Knackige 2011er Crosser hat Honda bereits im Lauf des Jahres raus gebracht; die eigentlichen Novitäten außer der komplett neuen Farbpalette hat man sich aber für die Messe in Mailand aufgespart.

Für den 2. November sind zwei echte Kracher angekündigt. Vielleicht sind die Benzin-Strom-Hybride mit 200 bis 1000 ccm, die japanische Fachzeitungen bereits angekündigt haben, endlich vorzeigbar.

Posted via email from moto1203 - daily roadkill

Intermot 2010: Ducati - Superbikes und Diavel - Geht das unter einem Hut?

Widersprüchlicher könnten die Modelle aus Bologna nicht sein: Die Ducati 1198 SP und die 848 EVO glänzen mit niedrigem Gewicht, Testastretta-Motoren und einem atemberaubenden Fahrwerk – die Ingredienzien, aus denen Mythen gestrickt werden.

Anders die Diavel, die in Mailand gezeigt werden wird. Mit 150 PS soll der massige Heavyweight-Supercruiser der Konkurrenz das Fürchten lehren – aber der „Teufel“ im Bologneser Dialekt ist zugleich der Abschied von der reinen Leichtbaulehre und der Abschied aus Ducatis sicheren Superbike-Verkaufswelt. Riskant.

Posted via email from moto1203 - daily roadkill

Intermot 2010: Köln kämpft tapfer gegen Konkurrenz aus Mailand

Der Veranstalter trommelt: Über tausend Aussteller geben sich auf der Motorradmesse Intermot 2010 zwischen dem 6. und 10. Oktober in Köln die Ehre. Doch bereits vier Wochen später beginnt die EICMA in Mailand. Viele Hersteller halten wichtige Novitäten bis dahin zurück - sofern sie überhaupt welche haben.

Auf den ersten Blick läuft es gut für die Intermot 2010: Wieder werden über eine Viertelmillion Besucher auf der größten deutschen Motorradschau erwartet. Alle wichtigen Hersteller sind vertreten. Auch der Branchenprimus Honda, der 2009 die Konkurrenzmesse EICMA in Mailand abgesagt hatte, stellt aus. Über 110.000 Quadratmeter Messefläche sind belegt, das Beiprogramm inklusive Sonderareal für Elektromobilität ist beeindruckend. Neuheiten und eine riesige Freifläche mit Shows und spektakulären Stunts - alles wieder im Lot in der Motorrad-, Roller- und Leichtkraftradbranche? Mitnichten.

Bis auf einige Premium-Hersteller wie etwa BMW, Harley-Davidson und Ducati leidet die Branche auch 2010 unter deprimierenden Zulassungszahlen auf dem deutschen Markt. Ein Minus bei den Verkaufszahlen von rund einem Viertel im Vergleich zum Krisenjahr 2009 ist die Regel; in manchen Segmenten, etwa bei den teuren Supersportlern, liegt es bei manchen Produzenten bei fast 35 Prozent. Den Japanern ist zudem der Mittelbau weg gebrochen - die Brot- und Butter-Maschinen zwischen 6000 und 8000 Euro gehen nicht mehr wie gewohnt. Auch der Rollermarkt stagniert.

Doch mit einer antizyklischen Modelloffensive war in Köln nicht zu rechnen - nur wenige Hersteller haben große Würfe angekündigt. BMW hat zwei brandneue Touring-Modelle mit dem 1600er Sechszylinder-Motor präsentieren, der vergangenes Jahr in der Concept 6-Studie zu sehen war. Triumph hat eine neue Groß-Enduro - die Tiger 800 - im Gepäck - zeigt sie aber nicht in Köln.
Die Piaggio-Gruppe hat die Aprilia Dorsoduro mit V2-Motor auf 1200 Kubik aufgebohrt und einen super schönen Moto Guzzi Cafe Racer im Programm. Neu ist das aber alles nicht. Was völlig fehlt: Die großen Stände von Mini und Smart - auch im Sonderbereich Elektromobilität in Halle 5.

KTM expandiert in den Newcomer-Bereich und zeigt eine Duke mit 125 Kubik. Erstmals der breiten Öffentlichkeit vorgestellt wird auch das Experiment Horex - die Reanimation einer deutschen Mythos-Marke mit VR-Sechszylindermotor. Der Rest sind Facelifts wie bei Suzuki und neue Farbgebung und Feinabstimmung wie bei Honda. Nur Kawasaki versprüht Agilität - mit der neuen Ninja ZX-10R und der Retro-W800.

Mögliche Knaller für das Modelljahr 2011 haben sich die Hersteller für die Konkurrenzmesse EICMA in Mailand aufgespart. Italiener zeigen ihre Neuheiten ohnehin lieber zu Hause: In Köln wurde von Ducati die 1198 SP vorgeschoben, von neuen Heavyweight-Supercruiser unter dem Codenamen Diavel sind erst einige Spionagefotos im Umlauf. MV Agusta, nach dem Rückkauf aus der Harley-Davidson-Hand erst seit wenigen Wochen wieder in italienischem Besitz, soll eine Mittelklasse-Maschine, die neue F3 mit 750 Kubik, auf das Publikum loslassen.

Bleiben noch die Japaner: Auch sie setzen auf den italienischen Auftritt und haben wie etwa Honda "zwei völlig neue Konzepte" angekündigt, die den Blick in die "Zukunft der Honda- Motorräder" erlauben sollen. Auch Kawasakis neue 2011er Ninja ZX-10R, eine massive PS-Granate, wird nach Köln in Mailand zu sehen sein - BMWs Sportlermarkt-Attacke mit der S 1000 RR, dem definitiven Fahrzeug des Jahres 2010, hat die Japaner dann wohl doch aus ihrer Schockstarre geweckt.

Zum Modell-Karussel von der Intermot 2010 bei Spiegel Online. -> http://www.spiegel.de/flash/flash-24460.html

Posted via email from moto1203 - daily roadkill