Alle vier Fahrzeuge der Modell-Reihe sind jetzt mit einem verbesserten Fahrwerk, präziseren Ladeanzeigen, neuen leistungsfähigeren Bremsen und standardisierter Hardware ausgestattet.
Außerdem ist jedes Modell nun „schnellladefähig“ – d.h. die Ladezeit wird um nahezu fünfzig Prozent reduziert. „Diese Modellreihe setzt neue Maßstäbe für elektrische Mobilität auf zwei Rädern“, sagt Edwin Belonje, Managing Director Europe bei Zero Motorcycles. „Wir sind sicher: Wer einmal eine Zero auf der Straße oder im Gelände ausprobiert, ist sehr schnell von den Eigenschaften des Bikes begeistert. Die klaren Pluspunkte der Maschinen bei Optik, Handling und Leistung werden daher auch den bereits guten Verkaufszahlen in Europa einen weiteren Schub verschaffen.“ Die Zero S und der Zero DS sind nach Zero-Angaben die weltweit ersten Elektromotorräder mit einem wartungsfreien Riemenantriebssystem. Zero konnte außerdem eine Steigerung der Batteriekapazität um 12,5 Prozent erreichen und so die Reichweite des Motorrads verbessern. Welche Reichweite damit in der Praxis zu erreichen ist, wird nicht genannt. Weitere Aktualisierungen sind u.a. stärkere Felgen, Reifen mit besserem Grip und ein HB Performance Bremssystem. Erstmals bietet Zero Motorcycles für den Straßenbetrieb zulassungsfähige Versionen der Trail- und Motocross-Bikes Zero X und Zero MX an. Auch diese Fahrzeuge haben haben im Vergleich zu den Vorjahrmodellen technische Verbesserungen wie stärkere Felgen und Performance Bremssysteme. Der wesentliche Unterschied im Chassis und beim Antrieb: Ihre Motoren werden mit Hilfe eines Akkus angetrieben, der in weniger als 60 Sekunden austauschbar ist. Als einziges 2011er Modell nutzt die Zero MX einen energiestärkeren Agni Motor. Die MX ist damit das leistungsfähigste Dirt Bike, das Zero Motorcycles seinen Kunden anbietet. Die Zero S, Zero DS, Zero X und Zero MX sind ab sofort über die Website von Zero Motorcycles (www.zeromotorcycles.com) erhältlich und werden - falls sie gekauft werden - ab April in Europa ausgeliefert.08 Februar 2011
Zero Motorräder 2011: Adretter und noch leiser mit Riemenantrieb
In der Auktion: 1955er Vincent Black Prince, läuft trotz über 1 Mio. Kilometer auf dem Tacho
Stuart and Vinnylonglegs in 1955 and the pair together in 2010
Northumbrian born Vincent enthusiast Stuart Jenkinson bought his new 998cc Black Prince from St. Andrew’s Motors in Newcastle-upon-Tyne in 1955. Since then he is the only person who has ever ridden it – with the sole exception, presumably, of the original works tester. Of the three Vincents he has owned it is undoubtedly his favourite.
07 Februar 2011
BMW Spy Shots: Ist ein wassergekühlter Boxer für die R 1200 GS im Anmarsch?
Das spanische Online-Magazin solomoto.es (http://bit.ly/fCrSAp) hat zwei Handy-Photos des Lesers Gérard Llauradó, selbst Besitzer einer R 1200 GS, veröffentlicht, die er auf einer Autobahn bei Tarragona geschossen hat. Er schreibt dazu: "Zwei Fahrzeuge habe ich überholt, möglicherweise zwei neue Adventure-Modelle."
Die Bilder sind schlecht und verwackelt, aber solomoto.es interpretiert sie so: Kardanantrieb und Endtopf haben die Seiten gewechselt, die Zylinderköpfe sind völlig neu geformt, es gibt eine neue, obere Position für die Einspritzung und den Auslass unten, der Kühler ist nicht zu sehen - für solomoto.es dennoch genügend Indizien für eine Wasserkühlung. Meine Einschätzung: Das kann man so interpretieren - muss es aber nicht. Obwohl ein wassergekühlter Boxer Verkaufs- und Marketing-technisch Sinn machen würde. Wenn es dann so ist - mal schauen, ob BMW die News bis zu den Herbstmessen zurück halten kann.03 Februar 2011
BMW: Simo Kirssi steigt um und muss gewinnen - aus Blau-Weiß wird rot
An sich wirklich eine Randnotiz - doch dahinter versteckt sich eine strategische Entscheidung und ein massiver Kurswechsel bei BMW Motorrad.
Wer ist Simi Kirssi? Der Finne steht seit Jahren als Fahrer bei BMW unter Vertrag; er hat mit diversen Sport-Werksmaschinen auf Basis der HP2 und der G 450 X Rennserien bestritten. Die GNCC-Serie - die Can-Am Grand National Cross Country - in den USA hat er quasi geprägt.
Sein Umstieg auf Husqvarna - wie bereits bei der "Roof of Africa"-Rallye - bestätigt nun einen tiefen, aber konsequenten Einschnitt: BMW hat die Nase voll, hinterher zu fahren. Zweite oder fünfte Plätze sind nicht das Ziel der Bayern und schon gar nicht nach dem Geschmack von Lenker Hendrik von Kuenheim.
Dass von Kuenheim bei mangelndem Erfolg ungeduldig werden kann, hat er schon beim massiven Umbau des SBK-Rennstalls in den letzten Monaten bewiesen. Davide Tardozzi und Berti Hauser mußten gehen; Fahrer Ruben Xaus gleich mit. Der neue Mann an der Spitze von BMW-Motorsport, Bernhard Gobmeier, steht unter hohem Druck.
Doch der Einschnitt und der Umbau hört nicht beim Racing-Personal auf; er greift tief in die Produktion ein.
Wagen wir einige Prognosen: Das Einzylinder-Offroad-Experiment von BMW wird zu Grab getragen. Das gesamte G 450-Abenteuer wird in wenigen Monaten aus der Modell-Palette verschwunden sein, weil der Motor komplett nach Varese zu Husqvarna, der Italo-Tochter der Bayern, wandert. BMW Offroad wird in Zukunft rot und italienisch; nicht umsonst gibt es dort eine 60 Mio Euro-Investition, eine neue Werkshalle und einen neuen Leiter.
Und: Bei der nächsten Dakar 2012 wird BMW nicht mehr vertreten sein - nicht mehr direkt. Aber Husqvarna wird die orangen Platzhirsche aus Mattighofen frontal angehen. Mit Macht. Und Geld. Und mit Druck von Hendrik von Kuenheim. Das wird brutal lustig.
01 Februar 2011
Designer Pierre Terblanche wechselt zu Norton Motorcycles: "Er will doch nur zeichnen."
Die Motorradszene kennt im Moment ein großes Thema: Der Designer Pierre Terblanche wechselt zum britischen Hersteller Norton. Der Transfer ist in etwa so Aufsehen erregend wie wenn der brasilianische Fußballstar Kaka zum russischen Rekordmeister Spartak Moskau wechseln würde - oder die Opernsängerin Anna Netrebko zur Rockgruppe Guns N'Roses. Da trifft ein Filigrantechniker auf Schwergewichtler. Womit nicht unbedingt gesagt ist, dass Norton als schwerer Brocken in der Motorradwelt bekannt wäre. Die Briten haben zwar Design-Klassiker wie die Commando oder die bullige 650 SS Dominator hervorgebracht und hatten bei den legendären TT Rennen auf der Isle of Man einst Siege in Serie eingefahren. Doch erst seit zwei Jahren, 35 Jahre nach dem Konkurs, produzieren sie wieder unter dem alten Namen Norton Maschinen - in traditioneller Optik und in Handarbeit.
Und so ergibt sich ein durchaus reizvolles Spannungsfeld: Während Norton in den Siebzigern stehengeblieben zu sein scheint, kommt Terblanche aus dem Jetzt. Mehr noch: Bislang eckte er regelmäßig an, weil er seiner Zeit zu weit vorauseilte. Auf diese Weise katapultierte er nicht nur Ducati, sondern auch Piaggio und Moto Guzzi in die Neuzeit und belegte ganz nebenbei, dass er bei allem Drang in die Moderne Traditionen bewahren kann.
Was bei Ducati geklappt hat, soll nun auch bei den Briten funktionieren. Stuart Garner, dem Besitzer von Norton, erwartet von Terblanche entscheidende Impulse für die Modellpalette - die im Grunde aus einem soliden Zweizylinder besteht, der drei Motorräder mit unterschiedlichem Charakter antreibt: "Wir wollen Pierres Erfahrung, Geschmack und Flair nutzen, um die Tradition zu wahren und Norton trotzdem neu zu erfinden", erklärt Garner. Artdirektor für die Visionen In der Tat hat Terblanche, der als Designer bei Volkswagen angefangen und beim MV Agusta-Übervater Massimo Tamburini gelernt hat, einiges vorzuweisen: Bei Ducati geht die Ikone MH900e - der schickste Retro-Sportler aller Zeiten - auf sein Konto; für viele Biker ist die MH900e Motorrad-Design in seiner reinsten Form. Auch die nahezu perfekte Ducati Multistrada entstand auf seinem Skizzenblock; die Sporttourer-Linie hat dem Hersteller aus Bologna in den vergangenen sechs Jahren völlig neue Kundenkreise erschlossen. Die einhellige Meinung: Terblanche hat bei Ducati das italienische Motorrad neu erfunden.Sein energischer Vorwärtsdrang hat jedoch auch eine Schattenseite: Der gebürtige Südafrikaner ist eigensinnig und weitgehend beratungsresistent. 2002 peitschte er bei Ducati den futuristischen Supersportler 999 als Nachfolger des Verkaufsschlagers 916 durch und bekam prompt die Quittung. Denn anders als seine Mannschaft, die sich unter Schmerzen seinem Diktat beugte, wollten die Kunden nicht folgen. Es hagelte Proteste, die Verkäufe gingen massiv zurück. Terblanche musste Kompetenzen abgeben und verließ 2007 schließlich das Unternehmen. Er selbst erinnert sich ein wenig anders: Er wolle weniger Management-Jobs und wieder zurück ans Zeichenbrett.
Auch bei Moto Guzzi griff Terblanche weit in die Zukunft. Auf der Mailänder Motorradmesse EICMA 2009 stellt der Designer, der wie ein klassischer Artdirektor standesgemäß dunkel gekleidet erscheint, für Guzzi die V12 LM, Strada und X vor, drei puristische Prototypen.Keine Branche für Experimente
Terblanches EICMA-Entwürfe bewiesen, dass auch ein uraltes Motorenkonzept mit V2-Motor und längs liegender Kurbelwelle Raum für zukunftsweisendes Design lässt. Guzzi-Fans beteten, dass der Firmenvorstand grünes Licht für eine Serienproduktion geben möge: vergeblich. Zu schade - für die Besucher, denen es ob der drei Schönheiten den Atem verschlug, und leider auch für Terblanche. Das Drama illustriert ein Grundproblem der Branche. Während die großen japanischen Hersteller auf weichgespültes Teletubby-Konsens-Design für den Massenmarkt setzen, können die Innovatoren ihre Ideen mangels Geld in der Kasse nicht umsetzen. Deshalb gibt es zwar viele zuverlässige Maschinen auf der Straßen, doch nur wenige besitzen wirklich Ausstrahlung und Herzblut.In Birmingham dürfte Terblanche wohl wieder mit dem gleichen Problemen zu kämpfen haben wie bei Moto Guzzi: Norton-Besitzer Garner ist ein Self-Made-Millionär und ein Motorrad-Verrückter, der sein Vermögen mit dem Verkauf von Feuerwerkskörpern gemacht hat. Doch für die Entwicklung einer völlig neuen Produkt- und Designlinie braucht man einen langen Atem. Von potenten weiteren Investoren ist bisher nichts bekannt; ob genug Geld für einen Relaunch vorhanden ist, bleibt fraglich. Aber Terblanche will es offensichtlich noch einmal wissen und zeigen, was mit dem ultimativen Gefühl für Bike-Design alles möglich ist. Auch wenn es wieder nur Entwürfe werden. Denn jetzt, mit Mitte 50, da will er eigentlich nur noch zeichnen.






