Nach einer Studie der amerikanischen Armee sind im Jahr 2007 mehr Marines bei Motorradunfällen gestorben als im Einsatz im Irak. 25 Soldaten starben in 2007 auf amerikanischen Straßen, während im gleichen Zeitraum im Irak 20 Marines bei Schusswechseln oder Selbstmordanschlägen ihr Leben verloren.
General James Amos, der stellvertretende Kommandeur des Marine Corps, sagte CNN: "Anscheinend müssen wir unseren Leuten auf diesen Motorrädern ebenso helfen zu überleben wie im Einsatz." Etwa ein Zehntel der rund 200.000 Marines besitzen Motorräder. Um der Unfallseuche Herr zu werden, muss jeder Motorrad fahrende Marine an einem Grund- und Einführungskurs bei der California Superbike School (CSS) - vergleichbar einem ADAC-Sicherheitstraining - teilnehmen. Für Fahrern von Sportbikes ist ein zweiter Kurs obligatorisch. Wer ohne Zertifikat erwischt wird, hat mit disziplinarischen Folgen zu rechnen. Um dem Markt - und der aktuellen Maschinen-Power - gerecht zu werden, setzt CSS inzwischen S 1000 RR bei den Schulungen ein. Das Marine Corps ist nicht allein von der steigenden Unfallzahl betroffen. Die Navy berichtet von 35 toten Bikern - eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr 2006 von 65 Prozent. Warum die Zahlen seit zwölf Monaten ansteigen, dafür gibt es keine stimmige Erklärung. Die Militärbehörden hatten zunächst auf sehr junge Fahrer ab 18 Jahren getippt, doch die Statistik zeigt, dass das durchschnittliche Alter der tödlich Verunglückten bei 25 liegt. Ob BMW Deutschland dem Beispiel der amerikanischen Tochter folgt und sich mit mobilen Anreizen in die aktuelle von Guttenbergsche Debatte über die Wehrpflicht und Truppenstärke einmischt - eher unwahrscheinlich.






