Den Artikel über die Irbit Bike Show hat die russische Online-Agentur "INOPRESSA" ins Russiche übersetzt.
Siehe: http://www.inopressa.ru/spiegel/2008/05/27/14:08:34/vodka
Ich habe kein Wort verstanden, nur einzelne Wort erkannt. Warum also das ganze nicht mit Babelfish ins Englische zurück übersetzen, und die englische Babelfish-Version gleich wieder für die Übersetzung ins Deutsche verwenden?
Gesagt, getan. Hier der Artikel nach der lange Reise ins Russische, Englische und wieder zurück ins Deutsche. Genau das wollte ich sagen, die Schriftleitung
Wenn Behälterblutgeschwür vom Wodka [Yokhen] von [forfelder]
Sie [smerdyat], sie [tarakhtyat] und [khripyat]: die Reise zum sibirischen Motorrad des Erscheinens zu Irbit ist der Reise in der Zeit ähnlich. [Baykery] werden „mit Kraftstoff“ in den nicht kleineren Volumen, als ihre schäbigen flannelettes geladen. Die [irbitskiy] Motorradanlage kämpft für das Überleben - und versucht zur kompletten Spule
[Stiks] Felsen und wird dann begies$t. Trotz der brennenden Sonne auf diesen Russen wird auf woolen Kappe, auf den Füßen gesetzt - schwere Armeeaufladungen und Lederweste wird mit Fettpunkten bedeckt. Wiederholt, vorbei gasend [kikstarterom] vom Motorrad, verlängert es um sich den Geruch des Wodkas, der durch Liter aufgesogen wird. Alles vergeblich: seine „Urals“, das schwarze Monster von 1990 der Freigabe, hysterisch [khripit], aber es wird nicht begonnen. Anna, seine attraktive Freundin, die im Motorradwagen geordnet wurde, studieren still ihre Nägel, bedeckt mit Japan.
Russen [baykery], das diese Paare und neuen Freund Deutschen umgab, werden unangenehm geschlagen. [Stiks] geht die Verein des Schwarzen von knifes voran, und sein anwesender Name ist vergessen sehr langes. Mitglieder [baykerskogo] der Vereins von Ekaterinburg begleitet den Ruhm der Gefährten mit der besonders steilen Einteilung. [Stiks] wird für sein spritzt von der Wut gemerkt. Oh, jetzt ist etwas. Ruhm zum Gott, im Kurs geht nur der neue Teil des Wodkas. [Stiks] dehnt zu mir Flasche aus, wieder gast sie und durch das Gelächter bricht den Fluss von Wörtern aus. Ich verstehe nicht Wort auf russisch, aber hier verstandenes alles: Monster, Wodka, Freundschaft!
„Sie das, gingen balmy?“ - fragte meine gestörten Freunde, als ich zu ihnen beschrieb, dass ich mit dem Zelt und dem Schlafsack für Irbit gehen möchte. Irbit wird in 300 Kilometern zum Osten von den Ural Bergen gefunden. 363 Tage im Jahr dort etwas, von der Langeweile zu bilden - etwas fährt nur 48 Stunden jährlich fort. Aber so! Hier bereits 10 Jahre innen als alles nicht wahrnehmbares provinzielles Platzdurchlauf Motorrad des Erscheinens, „Flug“ von [baykerov], über den viele Gerüchte gehen. Sie zeigen an, dass im Vergleich mit dem [irbitskim] Erscheinen, das der deutsche Kongreß von [baykerov] von elefantentreffen, schneller dem Treffen der rechtschaffenen Nonnen ähnelt. Teilnehmer an das Erscheinen - ununterbrochen reist die nicht meisten beachtlichen Bürger, Majoritäten von ihnen sein Zeitraum auf der Regelung ab.
Jedoch ist nicht alles so dunkel.
Am Erscheinen kamen fast 5 tausend [baykerov] mit seinem vorbei Eigentum an und errichteten gesamtes Zeltlager auf dem ungleichen Ufer von kleinem See. Feuer schieden sich, shashlik Fischrogen, bewegliche Stereolithographieinstallation und Automobildonnern Radiotonbandgeräte von überall. Ural schweres Schicksal: die Rutschen, von denen sie die Musik in der Art von schwerem des Metalls und des Festivalabfalls beschäftigen, werden zusammen von den gleichen feuchten Brettern wie Toilettenkabinen gehammert, vor denen werden den Umdrehungen aufgebaut. Der Geruch von Spiritus, gebraten auf dem Feuer von Fleisch- und Abgase Straight-away es Fall über der Zeltstadt; aufwärts in den blauen Himmel wird nur der enormen Szene geregelt, auf der unterschiedliches Schicksal - Gruppe und die Metallarbeiter, ändernd, Versuch, um mehr Dezibel ein wenig zu produzieren. Die Anarchieherrschaften vor der Szene; Motorräder mit 7-8 Mitfahrern hetzen unter der Masse der Zuschauer. In diesem Fall werden alle friedlich und freundlich abgeschafft.
Ohne den Feiertag in der Stadt würde das Problem entstehen
Nachdem dem Ankommen von entferntem Moskau am Erscheinen traf [baykery] von allen Ecken von Russland als z.B. sprödes Ludmila, das 1800 Kilometer führte. Oder Sergey und Spaltung von der Verein MC-R19 des Kazakh [baykerskogo] - sie gingen die Straßen mit solchen Gruben entlang und Stösse, der die Kleinversetzung Kraftfahrzeuge verschwinden einfach in ihnen.
Ihre Motorräder würden Markierung im roten Sektor vom deutschen Prüfer der technischen Überwachung erhalten: das prähistorische, schlecht zusammengebaut in ein vollständige „Urals“ und „[Dnepry]“; Majorität von ihnen - die Kopie BMW von r71, ihr produziert wenn today' s [sedoki] noch erschien nicht zum Licht. Rauchen „[Izh] - 58“ auf der technischen Unterseite deutschen DKW NZ 350 und des Antediluvian „von Java“. Viele alten Motorräder solcher Unternehmen wie Honda und Yamaha, die mit dem Brüllenspielraum auf dem Lager, nicht mehr ersetzt einem Inhaber und ihnen nicht von einem technischen Gesichtspunkt sicher aussehen. An den zeitgenössischeren Motorrädern z.B. Honda von fireblade, betrachten sie zu etwas das exotische: im Allgemeinen hier ist dieses ein exotischer Buchstabe.
„Für Irbit dieses Erscheinen und Motorräder - als Segen. Stadt, kann gesagt werden, es lebt passend zu diesem. Obgleich wir nicht vorführen, leben wir“, sagen Vladimir [Kurmachev], das offiziell Festival öffnete. [Kurmachev] nicht nur ist der Gönner des Festivals, aber auch der Direktor der [irbitskogo] Anlage. In Irbit, da 1942 dem Wesen produziert, das in den Leuten der schlechte Ruhm benutzt wird und russische Motorräder lieben werden.
Von als [Kurmachev] 35 Jahren vor anfing, an dem Fließband zu arbeiten, pflanzen Sie war durch ruhiger sowjetischer Zustand einheitliches enteprise und es sollte Sorge über den Verkauf der Motorräder nicht haben. Es ruft zurück: „Am Ende 1980 - X von Jahren bearbeitete fast 7 tausend Kollegen und jährlich vom Förderwerk stieg 140 tausend Motorräder ab. Praktisch alle zerstreuten in die Armee, in die kolkhozes und in private Hände“. Die Abnahme fing an, nachdem Glasnost Gorbachev proklamierte. „Wir waren nicht zur Marktwirtschaft, sagen bereit [Kurmachev]. - Das Verkaufsvolumen mit jedes Jahr fing an zu fallen“.
Hoffnung für den traditionellen Stempel Unterdessen überquerten Ural Anlagen wiederholt die Hände der russischen Investoren, nach werdenen bedeutungslosen Geweben. Von 7 tausend Kameraden die noch 1990 „die Urals“ produzierten, in den Buchhaltunglisten werden sie heute nur als 600 geregistriert. In 2007 produzierten sie ungefähr 2 tausend Motorräder, und mehr als 90% von ihnen reisen zu den Anbetern des Stempels in den USA und im Europa ab. Sein eigener russischer Markt ist tot. „In 2007 verkauften wir nur 100 Motorräder“, sagen [Kurmachev]. Etwas Ruinen blieben vom Stolz der sowjetischen Motorradindustrie. In der gigantischen leeren Anlage kauft der Produktionsbetriebsrost; neue Modelle werden auf den Winkeln eigenhändig gesammelt. „Zustand ständig wird“, herstellt verringert [Kurmachev].
Hoffnung bleibt dennoch. Motorräder sind nicht mehr nicht und in ihrer zuverlässigen Masse so rau. Viele Ersatzteile holen aus Italien, Japan und Taiwan. Modellnummer wurde durch eine Reihe elegante retro- Motorräder für Europa und solche Modelle wie „Urals“ des Zahnrades-Oben im Tarnungfarbton vergrößert, der zu bitte zum amerikanischen Geschmack benannt wurde. Europäischer Importeur in österreichischem Linz mit dem Hilfsmittel der technischen Infusionen interessierte sich, dass die Motorräder schließlich mit funktionellbremsen und zuverlässiger Elektronik ausgerüstet würden, und sie entsprachen auch den europäischen Standards von euro3.
Begabte Bewunderer auf der Szene Aber modellieren Sie „Wüste“ wurde dieser Frühling der Führer von Verkäufen: das Geschenk, das vom Metall mit einem Gewicht schwer ist, ist mehr, als kgf 380, durch Unterstützungskanister und durch Erste-Hilfeinstallationssatz das gleiche Vertrauen verursacht wird, das Schweizer Gebirgshund. Kompletter Antrieb und Rückwärtsbewegung machen es möglich, für die Tatsache zu hoffen, dass oben zu rollen ist möglich, vom asphaltierten Weg in den swampy niedrigen Platz. Alle Kopien von diesem begrenzte Partei - 35 Stücke - wurden für einige Tage aufgekauft. Zum Herbst von 2008 wird der Produktion des Modells durch die Namens„Arktis“ geplant.
„Wir wurden wieder“, hartnäckige Rufe [Kurmachev] konkurrierend, aber weiter sein Wort, das sie in das Universalpoltern sinken. Auf der Szene bereits heraus kommt das aufeinander folgende Rockband, dessen junger Sänger mit der geschmückten Schwarzweiss-Farbe durch Gesicht und das lange Haar unter Cooper' mäht; s [Elisa].
Die begabte Bewundererabdeckung [baykerov], die in ihrer Intoxikation nicht nur in der absoluten Begeisterung sind, aber benehmen auch sich als die erhaltenen frechen selbst Kinder, durch den Teppich der untragbaren Töne. Die musikalischen Echos 1970 - X von Jahren werden in der Abbildung des Festivals also gut, als Wodka eingeführt, den sie „den Urals“ sich nähert. Die Reise zum Motorrad des Erscheinens zu Irbit wird Reise in der Zeit und bildet sie notwendig, die ersten Jahre des deutschen ökonomischen Wunders zu erinnern an: dann ergaben sich Motorräder aus der Notwendigkeit, in der Tat deutsche Jugendliche dennoch konnten anwesendes Automobil nicht sich erlauben.
In Wirklichkeit waren nicht Schlechtes dort Zeiten!
27 Mai 2008
26 Mai 2008
Irbit Bike Show: Wodka im Tank der Ural

Reichen drei Räder für eine bessere Zukunft? Das marode Ural-Motorradwerk in Sibirien kämpft um sein Überleben. Die Fans allerdings feiern die glorreiche Vergangenheit der Komsomolzen-Marke. Ich habe auf der letzten wodka-geschwängerten Irbit Bike Show recherchiert.
Stix schwankt und schwitzt. Der Russe trägt trotz der prallen Sonne eine geringelte Wollmütze, schwere Springerstiefel und eine speckige Lederweste. Nach einem Dutzend Tritte auf den Kickstarter dünstet er den konsumierten Wodka literweise aus. Vergeblich: Seine Ural, ein schwarzes Boxer-Ungetüm Baujahr 1990, röchelt schwer, aber springt nicht an. Anna, seine hochattraktive Freundin im Seitenwagen, begutachtet mucksmäuschen-still ihre schwarzen Fingernägel.
Auch die russischen Bikeri, die das Pärchen und ihren neu adoptierten deutschen Freund umringen, sind peinlich berührt. Stix, dessen richtiger Namen längst vergessen ist, ist der Präsident des Black Knifes. Dem Motorradclubs aus Yekaterinburg eilt der Ruf der ganz bösen Buben voraus. Stix ist für seinen Jähzorn bekannt; was kommt jetzt? Gott sei Dank nur neuer Wodka. Stix reicht mir die Flasche, tritt gegen den Zylinder der Ural und lässt lachend einen Wortschwall los. Ich spreche kein Wort Russisch, aber verstehe: Monster. Wodka. Und Druschba. Freundschaft.
Bist Du des Wahnsinns, hatten mich wohlmeinende Freunde gefragt, als ich ihnen erzählte, dass ich mit Zelt und Schlafsack zum Camping nach Irbit wollte.
Irbit liegt gut 300 Kilometer östlich des Urals. An 363 Tagen im Jahr ist dort tote Hose, nur während der restlichen 48 Stunden geht die Post voll ab. Seit zehn Jahren wird in dem unbedeutenden Provinznest die Irbit Motorcycle Show ausgerichtet, ein Biker-Meeting, über das viel gemunkelt wird. Gegen Irbit sei das Elefantentreffen eine Versammlung frommer Betschwestern; die Teilnehmer allesamt üble Zeitgenossen und meist nur auf Freigang.
Freunde, es kam ganz anders.
Fast 5.000 russische Motorradfahrer sind gekommen, mit Sack und Pack, und haben aus einem holprigen Acker an einem kleinen See eine improvisierte Zeltstadt gemacht. Feuer und Grills kokeln, überall quäken tragbare Stereoanlagen und Autoradios. Wacken meets Ural: Die Verkaufstände von Heavy Metal-Aufnähern und Festival-Devotionalien sind aus den gleichen rohen Planken zusammengehauen wie die Toilettenhäuschen, vor denen sich lange Schlangen bilden.
Alle Fotos aus Irbit >
Ein Dunst aus Alkohol, Grillfleisch und Abgasen liegt über dem Gelände; heraus in den blauen Himmel ragt nur die riesige Bühne, auf der Rock- und Metal-Band sich abwechselnd um den Dezibel-Preis bemühen. Vor der Bühne herrscht Anarchie; Gespanne mit sieben oder acht Beifahrern karriolen wild durch die Zuhörer.
Doch Freunde, alles bleibt freundlich und friedlich.
Gekommen sind die Biker aus allen Ecken der Föderation, wie die zarte Ludmilla nach einem langen Ritt aus dem 1800 Kilometer entfernten Moskau. Oder Sergej und Kolja vom der wilden MC R19-Horde aus Kasachstan - auf Straßen mit Schlaglöchern so groß, dass Kleinwagen unversehens darin verschwinden. Ihre Maschinen hätten bei einem deutschen TÜV-Inspektor den Puls in den roten Bereich getrieben: uralte und notdürftig zusammengeflickte Ural- oder Dnepr-Gespanne; als Replikas der BMW R71 meist gebaut, als ihre Fahrer noch nicht auf der Welt waren. Qualmende Izh-58-Zweitakter auf den technischen Stand der DKW NZ 350, und vorsintflutliche Jawas.
Die vielen alten Hondas und Yamahas, die über den Festival-Platz toben, sind alle aus dritter oder vierter Hand und keinesfalls verkehrssicher. Die neueren Maschinen, darunter eine Fireblade, werden bestaunt als die Exoten, die sie sind.
„Für Irbit sind die Show und die Motorräder ein Segen. Die Stadt lebt davon. Zwar nicht mehr gut, aber wir leben noch,“ sagt Vladimir Kurmatchev, der das Festival offiziell eröffnet hat. Kurmatchev ist nicht nur Schirmherr der Veranstaltung, sondern auch Leitender Direktor der lokalen Ural-Werke. In Irbit werden seit 1942 die berühmt-berüchtigten russischen Gespanne hergestellt. Als Kurmatchev vor 35 Jahren am Montageband angefangen hat, war die Marke noch ein sowjetischer Staatsbetrieb und musste sich um den Absatz der Maschinen nicht sorgen.
Er rekapituliert: „Ende der Achtziger hatten wir noch fast 7.000 Beschäftigte und haben jährlich 140.000 Stück produziert. Fast alle für das Militär, für den Einsatz in den Kolchosen und den großen russischen Privatmarkt.“ Der Niedergang nahm mit Gorbatschows Glasnost seinen Lauf. Kurmatchev: „Auf die Marktwirtschaft waren wir nicht vorbereitet. Die Verkäufe gingen Jahr für Jahr zurück.“
Inzwischen sind die Ural-Werke mehrfach durch die Hände von russischen Investoren gegangen und zu einer unbedeutenden Manufaktur geschrumpft. Von den 7.000 Genossen und Genossinnen, die 1990 die Urals bauten, stehen heute noch 600 auf der Gehaltsliste. Sie fertigten 2007 rund 2.000 Maschinen; über 90 Prozent davon für Liebhaber der Gespanne in Europa und den USA.
Der russische Markt selbst ist tot: „2007 haben wir nur noch 100 Maschinen verkauft.“ Vom Stolz der sowjetischen Motorradproduktion sind nur Ruinen übrig. In den riesigen leeren Werkshallen rosten die alten Fertigungsanlagen; die neuen Modelle werden in kleinen, abgetrennten Ecken in Handarbeit montiert. „Konsequentes Downsizing“, nennt Vladimir Kurmatchev den traurigen Abgesang.
Doch eine Resthoffnung besteht. Die Maschinen sind weniger grob geschnitzt und in Maßen zuverlässiger. Viele Anbauteile werden nicht mehr selbst gefertigt, sondern in Italien, Japan und Taiwan zugekauft. Mit einer Baureihe von eleganten Retro-Maschinen für Europa und Modellen wie der Gear-up, die mit Desert-Storm-Camouflage den amerikanischen Geschmack treffen soll, ist die Palette clever erweitert worden. Der europäische Importeur im österreichischen Linz hat mit technischen Infusionen dafür gesorgt, dass die Maschinen endlich mit funktionierenden Bremsen und zuverlässiger Elektronik ausgestattet werden und die Euro3-Norm-Hürde schaffen.
Und mit der Pustinja war in diesem Frühjahr wieder ein Verkaufsschlager zu den Händlern kommen: mit über 380 kg Leergewicht echt Heavy Metal, aber mit Reservekanister und Verbandskasten so Vertrauen erweckend wie ein Schweizer Lawinenhund. Allradantrieb und Rückwärtsgang wecken den Wunsch, den Asphalt sofort in Richtung schlammige Niederungen zu verlassen. Die limitierte Auflage von 35 Stück war vergriffen – innerhalb von Tagen. Für Herbst 2008 ist das Modell „Arctic“ geplant.
„Wir sind wieder konkurrenzfähig“, schreit Kurmatchev noch trotzig, doch seine weiteren Ausführungen gehen im Getöse unter. Auf der Bühne spielt inzwischen eine Band, deren blutjunger Sänger mit wehendem Haar und schwarz-weiß bemaltem Gesicht den Skandalrocker Alice Cooper imitiert.
Die begnadeten Dilettanten legen einen brachialen Klangteppich über die Bikeri, die in ihrem Rausch nicht nur restlos begeistert, sondern ausgelassen wie kleine Kinder sind. Die musikalische Reminiszenz an die Siebziger Jahre passt zu dem Festival wie der Wodka zum Ural. Ein Trip zur Irbit Motorcycle Show ist wie eine Zeitreise in die ersten Jahre des deutschen Wirtschaftwunders: ein Ritt durch die Tage, als Motorradfahren noch aus der Not geboren war, und deutsche Halbstarke sich noch kein Auto leisten konnten.
Freunde, eigentlich waren das doch schöne Zeiten.
(c) Jochen Vorfelder
Die Irbit Motorcycle Show findet jedes Jahr Ende Juli statt. Eine einwöchige Motorradreise mit Festival-Camping, Werksbesichtigung und viertägiger Rundfahrt mit Ural-Leihmaschinen organisiert der europäische Importeur der Ural im österreichischen Linz. Mehr Infos und Kontakt unter www.ural.cc
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22 Mai 2008
Düsenantrieb II: mehr Wahnsinnige unterwegs
Mr. Maddox hat mir keine Ruhe gelassen - und die Ergebnisse einer kurzen Recherche bei Youtube sind erschütternd: Es sind viele Düsentrieb-Wahnsinnige auf unseren Straßen unterwegs.
Hier eine kurze Auswahl: Umgebaute Fahrräder sind auch in Deutschland en vogue. Das beweist der kurze Schwenk von der Bundesstraße hin zum Ortsschild...
Nano-Jetantrieb ist noch Zukunftsmusik - bzw. Krach. Aber ein Klappfahrrad geht schon in die Richtung.
Gute Testpiloten sind ein rarer Gut. Da wird auch schon mal das eine oder andere Kind rekrutiert.
Was der Düsenantrieb bringen kann, beweisen Tests auf Rennstrecke. Hier ein Video mit gemessenen 236 Stundenkilometer - auf dem Fahrrad natürlich.
Gelegentliche technische Schwierigkeiten sind während der Testphase ziemlich normal.
Zukunft hat Düsenantrieb umso mehr, als es prominente Fürsprecher gibt. Hier hinter dem Lenker der amerikanische Late-Night-Talker Jay Leno...die Turbine stammt aus einem Hubschrauber.
Der Videowart
Hier eine kurze Auswahl: Umgebaute Fahrräder sind auch in Deutschland en vogue. Das beweist der kurze Schwenk von der Bundesstraße hin zum Ortsschild...
Nano-Jetantrieb ist noch Zukunftsmusik - bzw. Krach. Aber ein Klappfahrrad geht schon in die Richtung.
Gute Testpiloten sind ein rarer Gut. Da wird auch schon mal das eine oder andere Kind rekrutiert.
Was der Düsenantrieb bringen kann, beweisen Tests auf Rennstrecke. Hier ein Video mit gemessenen 236 Stundenkilometer - auf dem Fahrrad natürlich.
Gelegentliche technische Schwierigkeiten sind während der Testphase ziemlich normal.
Zukunft hat Düsenantrieb umso mehr, als es prominente Fürsprecher gibt. Hier hinter dem Lenker der amerikanische Late-Night-Talker Jay Leno...die Turbine stammt aus einem Hubschrauber.
Der Videowart
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Düsen(an)trieb: Fahrrad für die private Rennstrecke
Das Fahrwerk als solch - offensichtlich ein marken übliches Fahrrad - würde beim TÜV wohl noch zugelassen werden. Doch der Antrieb, den Freund Bob angeschraubt hat, hält dem kritischen Auge der Zulasser kaum Stand: eine Turbine, die mit Kerosin betrieben, eher in einem Kleinflugzeug oder einer V1 aus dem Zweiten Weltkrieg seinen Platz hat.
Seis drum, das Vehikel läuft, wie ein Video bei YouTube beweist. Ach ja, hier noch ein zweites Video mit MotoCross-Elementen.
Bob bietet das Düsentrieb-Fahrrad bei E-Bay an. Mit folgender - wohl dem amerikanischen Versicherungsrecht geschuldeten - Warnung: "JET ENGINES ARE DANGEROUS!! BUY AT YOUR OWN RISK. THIS ENGINES RUNS AT 140 DECIBELS AND GLOWS RED-COOL!!"
Viel Spaß in der Fußgänger-Zone und mit der Rennleitung. (Das Fahrzeug wird übrigens mit Ohrpfropfen geliefert..)
Der Videowart
19 Mai 2008
North West 200 Race Irland: Sohn gewinnt 48 Stunden nach Todessturz des Vaters
Es gibt Rennstrecken und Rennstrecken. Pisten wie den Lausitzring oder Oschersleben, bei denen ein Fahrfehler unausweichlich in Materialzerschrottung führt, dem Fahrer aber Dank Auslaufzonen und Kiesbett eine statistisch sehr hohe Chance gibt, aus dem Schlammassel heil heraus zu kommen.
Oder Strecken wie die nordirischen Landstrassen, auf denen jedes Jahr Wahnsinnläufe wie die Rennen der North West 200 ausgetragen werden. Am Wochenende fanden in Irland die Rennen wieder einmal statt - und wie jedes Jahr gibt es zumindest einen Toten zu beklagen.
Dieses Jahr, am späten Donnerstag Abend während der Trainingsläufe, stürzte Robert Dunlop, ein lokaler Champion, der das Rennen der 250er-Klasse in den vergangenen zwei Dekaden über ein Dutzend Mal gewonnen hatte. Am Donnerstag verließ ihn sein Glück: Die Ambulanz konnte nur noch seinen Tod feststellen.
Zwei Tage später gewann sein Sohn Michael Dunlop das Rennen der 250er-Klasse. Der zweite Sohn des Toten, William Dunlop, war ebenfalls gestartet, aber mußte das Rennen wegen eines Maschinenschadens beenden.
Iren sind seltsame Zeitgenossen. Sportminister Edwin Poots: "Everything that is good about Northern Ireland was on display here. We had more people here than were at the FA Cup Final at Wembley."
Und Liam Beckett, der Ex-Mechaniker des verstorbenen Robert Dunlop, kommentierte: "The boys decided they wanted to race for their dad and once the decision was taken, everyone involved was 100% behind them. I went down the road and watched from among the crowd and it took me back 25 years. What an emotionally charged race that was."
Der Rennwart
IDM-Läufe 2008: Bauer führt, Prinz holt Punkte, Schumi stürzt
Das IDM-Wochenende in Oschersleben hat bei den Superbikes wenig Überraschungen gebracht.
Der Österreicher Martin Bauer erkämpfte sich sowohl beim dritten als auch dem vierten von 16 Läufen zur Deutschen Meisterschaft jeweils den Sieg; zweiter wurde in beiden Läufen wie beim Saison-Auftakt am Lausitzring der Yamaha-Pilot Jörg Teuchert.
Nina Prinz, die moto1203 vor zwei Wochen beim Saisonauftakt begleitete - zumindest in der Box, natürlich nicht auf der Strecke - lag wieder im Mittelfeld. Platz 16 im ersten Lauf, Platz 14 im zweiten Durchgang - das ergibt zwei weitere Pünktchen und Achtungserfolge.
Der Gaststarter Michael Schumacher, 28er im ersten Lauf, stürzte im zweiten Rennen in der 12. Runde bei einem Angriff auf den Vordermann. Doch außer einer zerschrammten Verkleidung und Kratzern auf der Kombi entstand kein Schaden – auch Schumacher blieb unverletzt.
„Wahrscheinlich gab es einige gute Bilder für die Fotografen an der Stelle da. Schade zwar, dass ich das Rennen nicht beenden konnte, aber insgesamt war das doch ein großer Spaß! Ein Rennen ist eben doch etwas anderes als ein Test, und es war echt klasse, sich hier im Feld zu behaupten. Besonders freut es mich natürlich für Martin Bauer. Glückwunsch!", so Michael Schumacher auf seiner offiziellen Homepage.
Der Rennwart
Der Österreicher Martin Bauer erkämpfte sich sowohl beim dritten als auch dem vierten von 16 Läufen zur Deutschen Meisterschaft jeweils den Sieg; zweiter wurde in beiden Läufen wie beim Saison-Auftakt am Lausitzring der Yamaha-Pilot Jörg Teuchert.
Nina Prinz, die moto1203 vor zwei Wochen beim Saisonauftakt begleitete - zumindest in der Box, natürlich nicht auf der Strecke - lag wieder im Mittelfeld. Platz 16 im ersten Lauf, Platz 14 im zweiten Durchgang - das ergibt zwei weitere Pünktchen und Achtungserfolge.
Der Gaststarter Michael Schumacher, 28er im ersten Lauf, stürzte im zweiten Rennen in der 12. Runde bei einem Angriff auf den Vordermann. Doch außer einer zerschrammten Verkleidung und Kratzern auf der Kombi entstand kein Schaden – auch Schumacher blieb unverletzt.
„Wahrscheinlich gab es einige gute Bilder für die Fotografen an der Stelle da. Schade zwar, dass ich das Rennen nicht beenden konnte, aber insgesamt war das doch ein großer Spaß! Ein Rennen ist eben doch etwas anderes als ein Test, und es war echt klasse, sich hier im Feld zu behaupten. Besonders freut es mich natürlich für Martin Bauer. Glückwunsch!", so Michael Schumacher auf seiner offiziellen Homepage.
Der Rennwart
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16 Mai 2008
IDM-Läufe 2008 - Prinz-Porträt: Nina allein Zuhaus

Diese Wochenende finden weitere Läufe der IDM statt. Michael Schumacher startet in Oschersleben. Es gibt noch andere interessante Starter bei den Superbikes. Ein Porträt der einzigen Starterin. Ich habe sie beim ersten Lauf vor zwei Wochen am Lausitzring beobachtet.
Das leicht abfallende Asphaltband, das von der Startlinie im EuroSpeedway-Kurs Lausitz zur ersten Linkskurve führt, sind höllische 580 Meter. Besonders auf einem Motorrad der Superbike-Klasse. Diese Maschinen leisten über 180 PS. Wenn das Signal oben an der Ampelbrücke auf Grün springt, werden dicht gepacktes Aluminium, Titan und Carbon binnen sechs Sekunden auf zweihundert Stundenkilometer katapultiert. Jeder Schaltvorgang reißt das Vorderrad in die Höhe; der hintere Reifen bringt den brachialen Vortrieb kaum noch auf die Strecke. Die Hondas, Yamahas Ducatis und andere Renner singen schrille Drehzahllieder und blasen dazu eine infernalische Kakophonie aus dem Auspuff.
In Sichtweite der ersten Kurve gehen die Piloten vom Gas und voll in die Bremseisen. Der Kampf beginnt. Die geordnete Schlachtformation löst sich blitzartig auf. Was bis zum Bremspunkt noch an das Vorrücken römischer Gladiatoren in geschlossenen Viererreihen erinnert, geht nahtlos über in einen Guerillakampf Mann gegen Mann. Es gibt nur eine Ideallinie und jeder will sie fahren. Mit dem Messer zwischen den Zähnen wird gerungen, abgedrängt und eingefädelt, bis der Pulk in voller Schräglage durch die Kurve fliegt.
Ein solches Rennen ist nichts für ein wankelmütiges Gemüt. Im Fahrerlager sagen sie dazu im Macho-Jargon: „In Kurve eins brauchst Du auf dem Superbike echt Eier in der Hose.“ Der erste
Superbike-Lauf der Internationalen Deutschen Motorrad-Meisterschaft IDM findet traditionell im April in der Lausitz statt. Dieses Jahr halten 43 Kerle, randvoll gepumpt mit Testosteron unter der Lederkluft, auf Kurve eins zu.
Und eine Frau: Nina Prinz. Startnummer 21.
Kurz vor dem Rennen sieht Prinz erschreckend schmal und blass aus. Sie sitzt in voller Montur in der Box; starrt auf den Boden und scharrt mit ihren Stiefelspitzen. Am Tag zuvor lief die Qualifikation für die Startaufstellung nicht gut. Es gab Probleme mit der Fahrwerksabstimmung an ihrer Maschine: „Ich hatte in den ersten Runden überhaupt kein Gefühl für den Vorderradreifen und keine Rückmeldung von der Gabel.“ Solche subjektiven Wahrnehmungen entscheiden bei Rennen auf Superbike-Niveau über Hundertstel von Sekunden und teilen das Feld erbarmungslos in Spreu und Weizen.
Prinz ist mit Rundenzeiten über 1:42 Minuten und knapp zweieinhalb Sekunden Rückstand auf die Führenden auf dem 24. Startplatz gelandet. Auf dem Lausitz-Rundkurs mit 4255 Meter Länge sind das Welten. Prinz ist gefrustet. Daniel Rauh, ihr Mechaniker, betrachtet die Situation aus seiner Sicht: „Abgerechnet wird nach dem Rennen. Und eh, du hast immerhin 20 Mann hinter dir gelassen.“
Prinz antwortet: „Aber 23 waren besser.“ Auch wenn es keiner offen zugibt im Fahrerlager: Die einzige Frau im Feld auszubremsen, gilt in der Männerdomäne Superbike als eigene Trophäe. Prinz fährt unter besonderer Beobachtung; auf Bewährung. Das zerrt an ihren Nerven. Sie lächelt gequält, bindet ihre langen blonden Haare mit zwei Gummis zu einem Pferdeschwanz und zerrt den Reißverschluss ihres Rennkombis hoch. Das Leder schützt bei Stürzen, aber auch mental, und auf ihr Gesicht legt sich ein leichter Anflug von Trotz. Die 25-Jährige ist immerhin amtierende Superstock-Europameisterin der Frauen. In den Vorjahrsrennen hat sie ihre Konkurrentinnen in Grund und Boden gefahren. Sie wird den Titel wohl verteidigen.
Jetzt Platz 24 bei den Männern – das ist für den Anfang objektiv nicht schlecht, aber irgendwie auch nichts. Nichts, was ihr Ego zufrieden stellen könnte. Prinz sucht Erklärungen: „Ich muss mich an das neue Motorrad gewöhnen. Die Yamaha fährt sich völlig anders als eine Ducati. Agiler, irgendwie auch nervöser, und der Motor will dauernd unter Dampf gehalten werden. Aber das wird schon“, spricht sich die Allgäuerin selbst Mut zu.
Dass Prinz diese Saison in der IDM für Yamaha fährt, weiß sie erst seit wenigen Wochen. Um die begrenzten Startplätze in der deutschen Königsklasse prügeln sich mehrere Dutzend Fahrer. Wer gar aufsteigt vom privaten Team in einen professionellen Rennstall, der mit der Unterstützung eines Marken-Herstellers rechnen kann, zählt zu den Glücklichen – oder den ganz Schnellen. „Es sind in den letzten Jahren eigentlich immer die Gleichen, die an der Spitze fahren und sich um das Podium balgen. Bauer auf der Honda, Meklau bei Suzuki, Guiseppetti mit der Ducati und ich - wir geben es uns jedes Rennwochenende bis zum Anschlag“, sagt Jörg Teuchert und lacht. Teuchert und der Pole Andrzej Pawelec sind die Teamkollegen von Prinz bei Yamaha Motor Deutschland.
Bis letzten Dezember fuhr Prinz noch für das italienische Ducati-Team. „Das war ein echter Schock – eine kurze E-Mail aus Bologna und vom einen Tag auf den andern stand ich ohne Rennstall da“, erzählt Nina Prinz betont sachlich. Die Wut über die ehemaligen Partner hat sie inzwischen tief runtergeschluckt. Ducati hatte beschlossen, sich 2008 ganz auf die Titelverteidigung in der Königsklasse MotoGP und den Markt in den USA zu konzentrieren. Die Controller fanden periphere Budgets für den Frauenrennsport und setzten knallhart den Rotstift an. „So ist das Geschäft halt“, sagt Nina Prinz, die im Januar lange grübelte, ob sie sich das Fahren noch leisten konnte.
Prinz und Fahrer wie Teuchert, der schon fast 20 Jahre im Rennzirkus tingelt, sind kein Vollprofis. Zwischen den Tests und den Rennen arbeitet Teuchert noch im Fahrradgeschäft der Familie – im Winter sind die Piloten ohnehin auf zusätzliche Einnahmen angewiesen. Prinz käme seit 1995, als sie mit fünfzehn ihre ersten Rennen fuhr, ohne Mäzene nicht über die Runden. Ein Unternehmer aus Mannheim hat sie zur Zeit als Bürokauffrau auf der Lohnliste. Er stellt sie während der Saison ohne wenn und aber frei: „Ohne ihn ginge gar nichts.“
Im Februar rief Michael Galinski bei Prinz an. Galinski ist ein Veteran im Zweirad-Renngeschäft. Seine Firma MGM organisiert im Auftrag von Yamaha den IDM-Rennstall der Japaner: Er stellt die Boxen-Mannschaft, ein Dutzend Mechaniker und Betreuer, die von April bis Oktober durch Deutschland touren. Galinski gehört der riesige Sattelschlepper, mit dem ein halbes Dutzend Maschinen, Werkzeuge und Ersatzteile für eine Rennsaison von Kurs zu Kurs wandern. In Galinskis Tuningfirma werden die Renn-Yamahas für die IDM betreut und optimiert. „Der Anruf und das Angebot kamen völlig überraschend“, erinnert sich Nina Prinz, „wie ein Geschenk aus heiterem Himmel.“
Geschenke gibt es keine im Zweirad-Rennsport. Eine IDM-Saison mit drei Startern verschlingt an laufenden Kosten mindestens 350.000 Euro. Was Yamaha tatsächlich an Galinski zahlt, bleibt ein Geheimnis. Doch welchen Betrag auch immer: Yamaha will dafür Erfolge sehen und hat strategische Ziele. Dass der in seinem Heimatland populäre Andrzej Pawelec eine der drei dunkelblauen Yamaha YZF-R1 pilotiert, ist dem osteuropäischen Markt geschuldet. Jörg Teichert, IDM-Superbike-Meister von 2006, bedient die deutschen Fans. Mit ihm rechnet sich Yamaha gute Chancen auf die Meisterschaft aus.
Und warum zusätzlich die einzige Frau weit und breit? „Nina kann unsere Botschafterin für alle potenziellen Motorradkäuferinnen werden“, sagt Andreas Bronnen von Yamaha Motor Middle Europe. Bronnen ist ein alter Fuchs. Er weiß, dass man heutzutage Marken nicht allein über Technik positionieren kann. Der Abverkauf lebt von Träumen; von positiver Identifikation. Deshalb wollen die Japaner aus einer Prinzessin die Yamaha-Queen machen. „Wenn sie sich gut schlägt in der Männerriege, ist sie die Heldin all der Frauen, die wir gerne auf unseren Bikes sähen“, sagt Bronnen. Yamaha Europe hat Prinz zunächst für eine Saison eingekauft: „Wie gesagt, sie muss sich gut schlagen.“
Nina Prinz will sich in der IDM nicht behaupten, sondern gewinnen. Doch dafür müssen sie und ihre Maschine noch um einiges schneller werden. „Der Speed auf den Geraden ist ok. Und meist bin ich auch bei der Einfahrt in die Kurven ziemlich schnell, wenn nicht sogar schneller als die Männer. Es fällt mir aber schwer, die Maschine sofort wieder aufzustellen und voll raus zu beschleunigen“, analysiert sie ihr Problem. Gibt es denn Tipps von den Teamkollegen? „Mit Andrzej ist es schwierig, weil er nur polnisch spricht. Aber Jörg ist sehr kollegial und hilft mir mit seiner Erfahrung schon weiter.“ Doch Prinz weiß, dass sie darauf nur bauen kann, solange sie die klare Hackordnung im Rennstall nicht antastet und Teuchert hinterher fährt. Ob Frau oder Mann, sei dabei egal: „Wenn’s aus der Boxengasse raus geht, gibt’s so oder so keine Freunde mehr.“
Draußen brennt die Sonne auf die Strecke; 12.500 Zuschauer, die sich im weiten Rund des ehemaligen DDR-Tagebaus verlieren, wollen ein Spektakel sehen. Daniel Rauh zieht die Heizelemente von den Rennreifen und schiebt die Maschine aus der blauen Box. Prinz schwingt sich in den Sattel und klappt das Visier runter. Der Druck ist noch da, aber jetzt sind 58 Kilo geballte Entschlossenheit in ihrem Element. Nina Prinz legt den Gang ein und fährt los. Raus auf die Piste, dorthin, wo sie sich sicher fühlt.
Der erste IDM-Lauf 2008 wird nach 17 turbulenten Runden abgewinkt. Jörg Teuchert kommt exakt 3,992 Sekunden hinter dem Sieger Martin Bauer ins Ziel: ein zweiter Platz. Michael Galinski, der Teamchef, ist mit dem Saison-Auftakt zufrieden. Die Sektdusche bei der Siegerehrung ist ein erster warmer Regen für die zarten Hoffnungen, die Galinski und Yamaha sich diese Saison machen. Andrzej Pawelec ist in der fünften Kurve gestürzt, nachdem sich ein Konkurrent verbremst hat und ihm ins Hinterrad gefahren ist. Nicht sein Fehler. Und Nina Prinz? Prinz hat über die Distanz von 72 Kilometer hart gefightet und sich von Startposition 24 bis auf den 15. Platz vorgekämpft. Damit hat sie ihren ersten Meisterschaftspunkt eingefahren.
Galinski gratuliert ihr. Prinz glüht und strahlt: „War nicht schlecht fürs erste Rennen, oder?“ Kann man so sagen. Neunundzwanzig Kerle, die sie liebend gerne abgehängt hätten, haben nur das Hinterrad und das fröhliche Winken ihres blonden Pferdeschwanzes gesehen.
(c) Jochen Vorfelder
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14 Mai 2008
Derbi DH 2.0: Immer eine Idee besser?
Jetzt haben die Macher der Roten Kugeln nachgelegt. Sie präsentierten auf einer Show in Barcelona die DH 2.0 - eine spannende Mischung aus Mountainbike und Trialmotorrad. Hundert Kubik - wenig PS - aber voraussichtlich jede Menge Fahrspaß verpackt in technisch feines Gelöt: Tank und Öl im Rahmen, Upside-down-Gabel und weiterer feine Komponenten. Der hintere Monoshock an der Schwinge erinnert an die gute alte XT 550, die in den Achtzigern auch eine bahnbrechende Innovation war.
Beeindruckend sind allerdings nicht unbedingt die technischen Details, sondern die Tatsache, dass es offensichtlich eines Spanischen Herstellers bedarf, um den so wichtigen Markt der Zweirad-Newcomer stilistisch anzusprechen.
Die Kids ab sechszehn würden drauf abfahren - wie gesagt, würden. Nach Auskunft des deutschen Derbi-Generalimporteurs ist leider nicht damit zu rechnen, dass die DH 2.0 auf den deutschen Markt kommt. Da hilft nur eins - Grauimporte...
Der Technikwart
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08 Mai 2008
Schräglage: SDSDS - Suzuki Deutschland sucht den Superstar

Kommt bald Dieter Bohlen für Suzuki zum Einsatz? Prügelt er sich bei Dmax (verbal) mit Jürgen Vogel? Und kann ein Motorrad noch hässlicher sein als die B-King?
Solche und ähnliche Fragen beleuchtet moto1203 in "Schräglage", der neuen regelmäßigen Rubrik bei Spiegel Online.
Der Blogwart
07 Mai 2008
Guzzi Falcone: Kaufen oder nicht kaufen?
Freund Gerd aus Berlin steht vor einer schwierigen Entscheidung. Er fährt eine BMW, eine ältere R 100 R, im Grunde keine schlechte Mopete. Doch irgendwie hat die Gummikuh in letzer Zeit erhebliche Kreislaufprobleme und da und dort quälende Zipperlein.Als er letzte Woche in der Werkstatt seines Vertrauens die vordere Bremsanlage überprüfen ließ, kam ihm der Monteur mit einem Vorschlag, der ihm seit dem 1. Mai schlaflose Nächte bereitet: Warum die BMW nicht gegen einen astreinen Oldtimer tauschen, den die Schrauberbude gerade im Angebot hat.
Eine 1971er Moto Guzzi Nuovo Falcone 500, die letzte Guzzi mit dem liegenden Zylinderkopf, der Abgesang auf die große Ära der italienischen Einzylinder. Ein Schmuckstück, gut restauriert und schön aufgebaut.
Das Angebot: Tausche doch die BMW einfach gegen die Falcone...
Ich habe ihm abgeraten. Liebend gerne wünschte ich ihm die 500er Guzzi im Schatzkästchen; aber die Konsequenzen wären verheerend. Schon die BMW ist nicht unbedingt für ihre flotte Fahrweise bekannt, aber der Umstieg auf die Falcone wäre ein untragbarer Zustand. Das Gewicht der beiden Maschinen ist mit knapp 215 Kilo fast gleich - nur: Die Falcone hat mit 27 PS nur halb soviel Power. Das frustriert schon auf den ersten Metern.
Und ob die Italo-Perle für die langen Touren, die wir für den Sommer planen, die richtige Maschine ist, erscheint doch gelinde gesagt fraglich.
Also: keine Falcone. Oder vielleicht doch? Als Zweitfahrzeug für den TT-Einsatz? Wobei TT in diesem Falle nicht für Tourist Trophy steht, sondern für Trinkhalle zu Trinkhalle.
Der Maschinenwart
05 Mai 2008
Mopeten.tv: Sondersendung zum Saisonstart
Stefan und das Team von Mopeten.tv haben sich auf das Phänomen des "Saisonstarts" gestürzt und mit der Kamera vor Ort recherchiert:Endlich wieder fahren ohne nasse Klamotten und kalte Extremitäten (Weicheier?), auf den Strassen rollen wieder genug Zweiräder, und auch bei den Motorradtreffs weicht die gähnende Leere blitzendem Chrom und tuckernden Motoren.
"Wir waren für Euch beim Saisonauftakt im Neandertal und haben am Cafe Schräglage das volle Programm mitgenommen: Benzingespräche, Probefahrten und etliche Informationen unter anderem über das Videoüberwachungsmotorrad der Kreispolizeibehörde Mettmann. Wir wünschen gute Unterhaltung bei mopeten.tv Lieferung No. 29."
Der Videowart auch.
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