Ja, das wars jetzt erst mal wieder für ein paar Tage.
moto1203 ist bis 14. März incommunicado weil im Süden Äthiopiens unterwegs - in der Privinz Kaffa, wo in einigen weniger erhaltenen Regenwaldfetzen der Kaffee noch im Wald statt auf Plantagen wächst ...
Aber auch da müssen die Leute mobil sein, mal schauen welche witzigen Zweiräder mir so unterkommen.
Avanti dilettanti.
29 Februar 2008
28 Februar 2008
Beirut: Mit welcher Maschine fahrn wir heut? Honda oder Simson?

Die ersten Frühlingssonnenstrahlen lassen nicht nur hier in Hamburg und weiterer Umgebung die Herzen schneller schlagen und die Gashand etwas unruhig werden.
Folgende Geschichte erreichte mich von einem Bike-Bruder aus dem Libanon: "Yeah, ich habe meine CB 750er Honda wieder. Habe sie bei exakt dem Typen gefunden, der sie von mir 1981 in Beirut gekauft hatte. Sieht natürlich frustrierend aus...
Aber als Bonus hat er noch seine 70er Simpson draufgepackt ... alles für schlappe 1350 Euro, inkl. neue Reifen, Taschen für die Honda und eine Kiste voll sonstiger Teile …

Die Zonen-Simpson, Baujahr 1983, hat nur 600 km auf dem Tacho; sie wird schnell wieder auf Trab gebracht sein, schätze ich ...
Die Honda, Baujahr 1977, wird etwas länger brauchen, bis sie wieder fahrbereit ist. Sie hat zwar nur 40.000 Km auf dem Tacho, ist aber seit 1997 nicht gefahren worden ...
Basteln ist also angesagt. Aber wenn die CB wieder fliegt, wird es nur noch voran gehen, auch wenn das Land jede Minute auseinander fliegen kann."
Good luck, F. Ich komm dann vorbei für die Tour runter ins Bekaa-Tal ... und die gute DDR-Simson nicht verwechseln mit den Simpsons ausm Fernsehn...
27 Februar 2008
Vietnam: zu Fuß durch den Norden

Dreißig. Zwanzig. Zehn. Geschafft. Nächster Anstieg. Noch dreißig, noch zwanzig, noch zehn Schritte, wieder geschafft. Pause. Der Schweiß läuft von der Stirn; der Rucksack klebt an Hemd und Rücken. Es ist ein diesiger Wintertag und die Sonne strahlt nur verborgen hinter dichten Wolken, doch der Trekk heizt gewaltig ein. Seit zwei Tagen sind wir zu Fuß im äußersten Norden Vietnams unterwegs und seit zwei Tagen geht es bergauf, bergab.
Noch einmal dreißig Schritte, noch ein Anstieg; wir hangeln uns zur nächsten Rast. Der steile Hohlweg durch den Bambushain öffnet sich und gibt den Blick auf das Tal frei. Grandios. "Dort hinten liegt Ban Ho, dort wollen wir bis heut nachmittag hin. Kein Problem", erklärt Tranh, unser Führer, und deutet in die Ferne, wo der Moung Hoa-Fluss sich durch die Reisterrassen windet und im Dunst verschwindet.
Zu Beginn hatte sich das viertägige Wanderabenteuer, spontan gebucht in Hanoi, noch bequem angelassen. Eine kurzweilige Nacht hatte die Fahrt im Schlafwagen nach Lao Cai gedauert; von dem öden Endbahnhof war es nach der Ankunft am frühen Morgen nur noch ein Katzensprung nach Sapa. Rund zwölf Stunden - doch zwischen den beiden Orten liegen Welten.
Dort das Herz Vietnams mit der pulsierenden Altstadt um die 36 Gassen der Handwerkszünfte - volle Märkte für über drei Millionen Einwohner, kokelnde Feuer am Straßenrand, Garküchen und Motorrad-Werkstätten, fliegende Händler und schicke Kunstgalerien. Hier die verschlafene, von den Franzosen vor einem Jahrhundert gegründete Sommerfrische. Die kleine Stadt an den Flanken der Hoang Lien-Berge dient als Marktflecken für die umliegenden Dörfer der Hmong-, Dzao- und Tay-Tribes. Seit ein paar Jahren ist sie auch das Ziel aller Trekking-Touristen im Norden Vietnams.

Ban Ho. Auf der Terrasse des Gästehauses ist die Anstrengung des Sechs-Stunden-Marschs längst vergessen. Tranh ist mit dem Hausherren in der Küche verschwunden; das Söhnchen lukt mit großen Augen um die Ecke. Das Dorf, das ausschließlich von Tay-Montagnards bewohnt wird, liegt schläfrig im späten Nachmittagslicht. Wasserbüffel suhlen sich im Schlamm; Enten schnattern vorbei.
Autos gibt es hier keine. Gelegentlich knattert ein Moped. Doch die staubige Hauptstraße gehört den Kindern und den vagabundierenden Hängebauchschweinen. Vor dem Kiosk halten die Dorfältesten und die Parteikader Hof; eine Gruppe von amerikanischen Touristen kommt vom Bad am Wasserfall zurück und deckt sich mit Marlboros ein. Die Amis spendieren eine Runde: Geredet wird mit Händen und Füßen, gelacht aus vollem Hals.
Vor Jahrzehnten wäre die Eintracht zwischen Amerikanern und vietnamesischen Berglern noch Hochverrrat gewesen. Die ethnischen Minderheiten lebten abgeschottet in dem politisch sensiblen Grenzgebiet zu China; von der kommunistischen Partei in Hanoi misstrauisch beäugt. Die Hill-tribes bauten Opium zum Eigenbedarf an und darbten an den kargen Erträgen, die ihre Reisfelder hergaben.
Sapa und Umgebung war vergessenes Land. Erst "Doi Moi" - die große wirtschaftliche Neuorientierung gen Westen zu Anfang der Neunziger Jahre - öffnete Vietnam. In den Jahren darauf versöhnten sich die Reformer an der Spitze der Sozialistischen Republik mit den kapitalistischen Nachbarn wie Japan und Thailand; 2000 folgte ein Handelsabkommen mit den USA.
Binnen kurzer Frist ist so aus dem vom Krieg geschundenen Land einer der erfolgreichen asiatischen Tiger-Staaten geworden - mit enormer Anziehungskraft auch für westliche Touristen. Der Aufschwung gab auch den Bergstämmen eine Perspektive. Ausländische Entwicklungshilfe floss in die abgelegenen Hochtäler; Geld für die Wasserleitungen wurden genauso begierig angenommen wie Kochkurse für westliche Homestay-Gäste. Die Kinder der Hmong und Tay gingen zur Schule, lernten jede erdenkliche Sprache, die mit den Besuchern ins Dorf kam, und sind heute die cleversten Guides der Gegend für die steigenden Zahl der weißen Wanderer und Mountainbiker.

"Das Geld kommt durch Trekks, die Übernachtungen und den Verkauf von Souvenirs", sagt Thranh beim Abendessen, das wir gemeinsam mit der Gastfamilie im Schneidersitz einnehmen. "Ja, es geht in riesigen Schritten vorwärts", bestätigt Hausherr Herr Van Minh und schenkt noch eine Runde Reisschnaps nach. "Unglaublich, was sich hier bei uns in den letzten Jahren getan hat."

Die Hill-tribes - allen voran die Hmong-Frauen, die den Trekkern gelegentlich im Dutzend auflauern - haben den lukrativen Färberei- und Webdecken-Markt fest im Griff. Sie seien die geborenen Entrepreneurs, sagen anerkennend sogar die Tieflandvietnamesen, die selbst ob ihrer Geschäftstüchtigkeit gefürchtet sind.
Nach einer zweiten Homestay-Nacht - von November bis März kann es in Sapa und den umliegenden "tonkinesischen Alpen" unangenehm kalt werden - machen wir uns auf den Rückweg. Die bisherigen Tagesetappen waren fast dreimal so lang; die letzten zwei Stunden Aufstieg können jetzt nicht mehr schrecken. An der Asphalt-Straße wartet der ausrangierte Militärjeep, der uns wieder in die Stadt zurückbringt.
Und siehe da, nach den zwei Tagen in den abgelegenen, friedlichen Dörfern wirkt Sapa, dieser kleine Flecken, plötzlich so geschäftig wie Hanoi. Markttag: Vor den überquellenden Gemüseständen drängeln die Einheimischen. Wildes Palaver. Alte Dzao-Damen mit hochrasierter Stirn unter dem roten Turban feilschen um einige hundert Dong Nachlass. Das sind Cent, aber es geht um die Ehre.
Am Stand der Motorrad-Taxen unter der roten Fahne mit dem gelben Stern werden die Maschinen mit Einkäufen vollgepackt. Junge Hmong-Mädchen mit schwarzen Hüten und strammen Wadenwickeln flanieren untergehakt die Hauptstraße entlang und signalisieren, dass es Zeit für Brautschau und Heirat wird.
Ihre Mütter haben derweil einige arglosen Rucksacktouristen umzingelt und handeln sie routiniert in Grund und Boden: "You buy me, I give you special price." Zehn. Zwanzig. Dreißig. Dollar. Die erste Decke ist verkauft. Zehn. Zwanzig. Wieder Dreißig. Das nächste Andenken wechselt flottt den Besitzer - ein wunderbares Schauspiel.
Schade, dass der Nachtzug nach Hanoi schon gebucht ist.
(c) Jochen Vorfelder
20 Februar 2008
Andorra: US State Departement zahlt neues Motorrad für jeden Andorraner
Gute Nachricht für alle Andorraner und Andorranerinnen: Die beiden Staatsoberhäupter Co-Fürst Joan Enric Vives i Sicília und Co-Fürst Nicolas Sarkozy haben gestern bekannt gegeben, daß noch dieses Jahr jeder Einwohner des Zwergstaates ein kostenloses Motorrad der eigenen Wahl aus dem wohlgefüllten Staatssäckel finanziert wird. Der Ansturm der insgesamt etwa 82.000 Anwohner (Stand 2007) auf die beiden Roller- und Bikeshops im Lande ist enorm.
Die finanziellen Mittel für die überraschende Aktion stammen aus einem unerwarteten Spendensegen in Höhe von 3 Milliarden US-Dollar allein für das Jahr 2007, der durch ein Versehen im US-amerikanischen State Department (Außenministerium) zu Stande kam.
Die Behörde in Washington hatte versehentlich angenommen, dass Andorra - eine begüterte politische Enklave in einem Hochtal der Pyrenäen vergleichbar mit Liechtenstein - irgendwo im Süden Afrikas liege. Das State Department in einer ersten Stellungnahme: "Der Name klang afrikanisch, und wir nahmen an, dass das Land furchbar arm sei. Da wollten wir helfen."
Amerikanische Medien haben den Geldtransfer und die Verwendung des Geldes inzwischen scharf kritisiert. Siehe CNN:
Nation Of Andorra Not In Africa, Shocked U.S. State Dept. Reports
Daß die unerwartetn Einnahmen dafür verwendet werden, die Andorraner noch mobiler zu machen, steht im Zusammenhang mit dem Hobby von Fürst Joan Enric Vives i Sicília, der das Land gemeinsam mit dem französischen Amtskollegen Nicolas Sarkozy führt:
Vives ist passionierter Harley-Fahrer und ein begeisterter Fan des italienischen MotoGP-Piloten Valentino Rossi. Fürst Vives soll Rossi für den Fall von weiterer Verfolgung durch die italienischen Finanzbehörden bereits eine der seltenen Ehren-Staatsbürgerschaften Andorras angeboten haben. Zuletzt hatte die Staatsbürgerschaft der Schweizer Dramatiker Max Frisch für sein Stück "Andorra", durch welches das Fürstentums überhaupt der breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde, erhalten.
Der Nachrichtenwart
Die finanziellen Mittel für die überraschende Aktion stammen aus einem unerwarteten Spendensegen in Höhe von 3 Milliarden US-Dollar allein für das Jahr 2007, der durch ein Versehen im US-amerikanischen State Department (Außenministerium) zu Stande kam.
Die Behörde in Washington hatte versehentlich angenommen, dass Andorra - eine begüterte politische Enklave in einem Hochtal der Pyrenäen vergleichbar mit Liechtenstein - irgendwo im Süden Afrikas liege. Das State Department in einer ersten Stellungnahme: "Der Name klang afrikanisch, und wir nahmen an, dass das Land furchbar arm sei. Da wollten wir helfen."
Amerikanische Medien haben den Geldtransfer und die Verwendung des Geldes inzwischen scharf kritisiert. Siehe CNN:
Nation Of Andorra Not In Africa, Shocked U.S. State Dept. Reports
Daß die unerwartetn Einnahmen dafür verwendet werden, die Andorraner noch mobiler zu machen, steht im Zusammenhang mit dem Hobby von Fürst Joan Enric Vives i Sicília, der das Land gemeinsam mit dem französischen Amtskollegen Nicolas Sarkozy führt:
Vives ist passionierter Harley-Fahrer und ein begeisterter Fan des italienischen MotoGP-Piloten Valentino Rossi. Fürst Vives soll Rossi für den Fall von weiterer Verfolgung durch die italienischen Finanzbehörden bereits eine der seltenen Ehren-Staatsbürgerschaften Andorras angeboten haben. Zuletzt hatte die Staatsbürgerschaft der Schweizer Dramatiker Max Frisch für sein Stück "Andorra", durch welches das Fürstentums überhaupt der breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde, erhalten.
Der Nachrichtenwart
15 Februar 2008
Perth & Fremantle: Australiens ungleiche Schwestern
Während das geschäftige Perth den Ruf der steifen Metropole loswerden will, lockt das quirlige Fremantle mit Laissez-Fair und Nightlife.

In Perth gehen die Uhren anders. Die Millionen-Metropole von Western Australia ist bar jeder geografischen Logik an der Zeitzone des weit westlicher liegenden Singapur andockt. Den Sinn erschließt erst ein Spaziergang durch den zentralen Business-Distrikt – in Perth denken die Locals derzeit nur an Geschäfte. An der Hay Street schießen die neuen Wolkenkratzer von internationalen Banken und asiatischen Konzernen in den Himmel. Der Laden Perth brummt.
Die Folge: Die Nadelstreifen- und Krawattenträger-Dichte ist die höchste in Western Australia. Das verbreitet Downtown in den Fußgängerzonen und Coffee Shops eine gewisse Hektik. Gut, dass es den pieksauberen Kings Park, die relaxten Stadtquartiere wie Northbridge und Subiaco sowie die sportlichen Strandvororte am Indischen Ozean gibt.
Dort liegt auch Fremantle, das - wenn man Einheimische aus „Freo“ befragt - weitaus bessere Perth. Seit 1983 die Yacht Australia II in den Gewässern vor Fremantle den America’s Cup gewann, boomt das Städtchen an der Mündung des Swan Rivers. Außer dem imposanten Maritime Museum gibt es einiges zu sehen und erleben: Die alteingesessen Hippies gehen mit der Zeit und haben schicke Designer-Läden eröffnet.
Die University of Notre Dame sorgt für junges lustiges Volk und interessantes Programm. Und die Brauereien, Restaurants und Pubs rund um den Hafen und auf dem „Cappuccino-Strip“ an der South Terrace sind längst auf dem Trend-Radar der internationalen Party- und Club-Szene.

Was tun vor Ort? Wir haben fünf Tipps.
Natur und Staat en Miniature
Seit 1901 wurden 400 Hektar im Herzen von Perth zu einer wunderbaren Parklandschaft und einem Spiegelbild von Western Australia, seiner Bewohner und ihrer wechselhaften Geschichte kultiviert.
Die Gärtner haben ein Refugium für 2500 Baum-, Blumen- und Pflanzenarten geschaffen. Die ranken rund um das moderne Design- und Kulturzentrum und die Memorials für die australische Expeditions-Korps vom Ersten Weltkrieg bis aktuell in den Irak; die Palmen an den Alleen wurden von den Müttern der toten Soldaten gestiftet. Der grandiose Federation Walkway aus Glas und Stahl schwebt durch die Baumwipfel und gibt den Blick auf Innenstadt und Swan River frei.
Kings Park, Fraser Avenue, Perth
Tel: +61 8 9480 3600
www.bgpa.wa.gov.au/kingspark
Wo das Herz schlägt
Nach Büroschluß ist das Zentrum von Perth – mit Regierungsviertel, Shopping-Malls und Financial Centre - ziemlich ausgestorben. Der Puls der Stadt schlägt weiter in den Stadtteilen Subiaco und vor allem im begehrten Wohnquartier Northbridge rund um die Francis Street.
Trödler, Straßenkünstler und Musikanten vor und in Designer-Boutiquen, hippen Restaurants, coolen Bars und Nachtclubs – wenn etwas trendy ist in Perth, liegt es meist nördlich der Innenstadt in dem Viertel mit dem leicht verruchten Ruf. Was in den angesagten Läden läuft, listet das wöchentlich erscheinende Xpress-Magazin auf.
www.xpressmag.com.au
Neues Wahrzeichen am historischen Landepunkt
Näher können Tradition und Gegenwart nicht zusammen rücken. Nur wenige Fußminuten vom ältesten Gebäude West Australiens, dem „Round House“, ragen an der Mündung des Swan Rivers die strahlend weißen Stehlen des Western Australian Maritime Museums in den Himmel.

Das Gebäude macht architektonisch der Sydney Oper locker Konkurrenz und auch seine Exponate haben viel zu bieten. Hier erfährt man alles über die maritime Vergangenheit des Fünften Kontinent, die alten Kontakt zu Asien, die Geschichte der modernen Handels- und Containerschiffahrt und die verrückte Liebe der Australier zur See.
The Maritime Museum, Victoria Quay, Fremantle
Tel: +61 8 9431 8334
www.museum.wa.gov.au/maritime
Designer-Bier aus der Blechgarage
Auf so eine Idee muss man erst mal kommen: Auf ein Grundstück am Hafenrand eine Billig-Blechhalle hochziehen, eine komplett transparente Brauerei und einen riesigen Pizza-Ofen installieren, und das Ensemble als Designer-Ambiente mit dem verwirrendem Namen „Little Creatures“ vermarkten.
Die Szene von Perth und Fremantle hat es begeistert angenommen; der Laden mit ellenlanger Bar und wechselnden Fotoausstellungen ist jeden Tag brechend voll und kann neben Italo-Küche und preisgekrönten Bieren eine großartige Stimmung bieten.
Little Creatures
40 Mews Rd, Fremantle, Tel. +61 8 9430 5155
www.littlecreatures.com.au
Früher Gefängnis, heute Wochenendparadies
Als die holländischen Entdecker 1696 auf dem Eiland 12 Seemeilen von Fremantle landeten, verwechselten sie die kleinen Quokkas – nachtaktive Beuteltiere – mit Ratten; daher der Name „Rattennest“. Bis weit ins 19. Jahrhundert wurden verurteilte Aborigines nach Rottnest Island deportiert.
Heute ist die Insel mit den langen Sandstränden ein autofreies Paradies für Surfer, Segler und Taucher. Am Wochenende und in den Schulferien sollte man den Besuch tunlichst meiden; unter der Woche dagegen sind die Bungalows und Pensionen selten ausgebucht.
Tägliche Fährverbindung nach Rottnest Island, Returnticket ab 53 A$: Rottnest Express, C' Shed, Victoria Quay, Fremantle
www.rottnestexpress.com.au
Wo kann man bleiben?
Hotel Northbridge
Grand Hotel von 1912 im Herz von Northbridge, etwas verblichen, aber mit viel Charme. DZ ab 149 A$.
210 Lake Street, Northbridge, Perth, Tel: +61 8 9328 5254
www.hotelnorthbridge.com.au
Norfolk Hotel
Absolut zentral gelegen auf der Party-Meile von Fremantle, mit beliebtem Biergarten, funktionale DZ ab 82 A$.
47 South Terrace, Fremantle, Tel: +61 8 9335 5405 www.norfolkhotel.com.au
Esplanade Hotel Fremantle
Vier-Sterne-Komfort, 2006 renoviert, 300 Zimmern, aber überraschend familär. Zentral und ruhig. DZ ab 235 A$.
44-54 Marine Terrace, Fremantle, Tel: +61 8 9432 4000
www.esplanadehotelfremantle.com.au
Wo gibts was auf den Teller?
The Cappucino-Strip
Die heiße Meile von Fremantle, besteht aus Market Street und South Terrace mit Cafes, Snackbars, Restaurants und Nachtclubs. Hier tobt das Leben.
Sail & Anchor Pub Brewery
Eine Aussie-Institution. Sports-Pub, feines Restaurant, eigene Biersorten.
64 South Terrace, Fremantle
Tel. +61 8 9335 8433
www.sailandanchor.com.au
Thai Elephant
Wenn Asiaten in Perth Essen gehen, dann in den thailändischen Gourmet-Tempel.
3/323 William Street, Northbridge, Perth, Tel. +61 8 9227 5738
Wo kann ich mein Geld loswerden?
Fremantle Markets
Souvenirs, Krimskrams und erlesene Antiquitäten in historischen Markhallen.
Henderson Street Ecke South Terrace, Fremantle, geöffnet Fr. (9-21 Uhr), Sa. (9-17 Uhr) und So. (10-17 Uhr)
www.fremantlemarkets.com.au
Weiter Infos zur Güte:
Western Australian Visitor Centre
Albert Facey House, Wellington Street, Perth, Tel: +61 8 9483 1111 www.experienceperth.com
Fremantle Visitor Centre
Kings Square, High Street, Fremantle, Tel: +61 8 9431 7878 www.fremantlewesternaustralia.com
(c) Jochen Vorfelder

In Perth gehen die Uhren anders. Die Millionen-Metropole von Western Australia ist bar jeder geografischen Logik an der Zeitzone des weit westlicher liegenden Singapur andockt. Den Sinn erschließt erst ein Spaziergang durch den zentralen Business-Distrikt – in Perth denken die Locals derzeit nur an Geschäfte. An der Hay Street schießen die neuen Wolkenkratzer von internationalen Banken und asiatischen Konzernen in den Himmel. Der Laden Perth brummt.
Die Folge: Die Nadelstreifen- und Krawattenträger-Dichte ist die höchste in Western Australia. Das verbreitet Downtown in den Fußgängerzonen und Coffee Shops eine gewisse Hektik. Gut, dass es den pieksauberen Kings Park, die relaxten Stadtquartiere wie Northbridge und Subiaco sowie die sportlichen Strandvororte am Indischen Ozean gibt.
Dort liegt auch Fremantle, das - wenn man Einheimische aus „Freo“ befragt - weitaus bessere Perth. Seit 1983 die Yacht Australia II in den Gewässern vor Fremantle den America’s Cup gewann, boomt das Städtchen an der Mündung des Swan Rivers. Außer dem imposanten Maritime Museum gibt es einiges zu sehen und erleben: Die alteingesessen Hippies gehen mit der Zeit und haben schicke Designer-Läden eröffnet.
Die University of Notre Dame sorgt für junges lustiges Volk und interessantes Programm. Und die Brauereien, Restaurants und Pubs rund um den Hafen und auf dem „Cappuccino-Strip“ an der South Terrace sind längst auf dem Trend-Radar der internationalen Party- und Club-Szene.

Was tun vor Ort? Wir haben fünf Tipps.
Natur und Staat en Miniature
Seit 1901 wurden 400 Hektar im Herzen von Perth zu einer wunderbaren Parklandschaft und einem Spiegelbild von Western Australia, seiner Bewohner und ihrer wechselhaften Geschichte kultiviert.
Die Gärtner haben ein Refugium für 2500 Baum-, Blumen- und Pflanzenarten geschaffen. Die ranken rund um das moderne Design- und Kulturzentrum und die Memorials für die australische Expeditions-Korps vom Ersten Weltkrieg bis aktuell in den Irak; die Palmen an den Alleen wurden von den Müttern der toten Soldaten gestiftet. Der grandiose Federation Walkway aus Glas und Stahl schwebt durch die Baumwipfel und gibt den Blick auf Innenstadt und Swan River frei.
Kings Park, Fraser Avenue, Perth
Tel: +61 8 9480 3600
www.bgpa.wa.gov.au/kingspark
Wo das Herz schlägt
Nach Büroschluß ist das Zentrum von Perth – mit Regierungsviertel, Shopping-Malls und Financial Centre - ziemlich ausgestorben. Der Puls der Stadt schlägt weiter in den Stadtteilen Subiaco und vor allem im begehrten Wohnquartier Northbridge rund um die Francis Street.
Trödler, Straßenkünstler und Musikanten vor und in Designer-Boutiquen, hippen Restaurants, coolen Bars und Nachtclubs – wenn etwas trendy ist in Perth, liegt es meist nördlich der Innenstadt in dem Viertel mit dem leicht verruchten Ruf. Was in den angesagten Läden läuft, listet das wöchentlich erscheinende Xpress-Magazin auf.
www.xpressmag.com.au
Neues Wahrzeichen am historischen Landepunkt
Näher können Tradition und Gegenwart nicht zusammen rücken. Nur wenige Fußminuten vom ältesten Gebäude West Australiens, dem „Round House“, ragen an der Mündung des Swan Rivers die strahlend weißen Stehlen des Western Australian Maritime Museums in den Himmel.

Das Gebäude macht architektonisch der Sydney Oper locker Konkurrenz und auch seine Exponate haben viel zu bieten. Hier erfährt man alles über die maritime Vergangenheit des Fünften Kontinent, die alten Kontakt zu Asien, die Geschichte der modernen Handels- und Containerschiffahrt und die verrückte Liebe der Australier zur See.
The Maritime Museum, Victoria Quay, Fremantle
Tel: +61 8 9431 8334
www.museum.wa.gov.au/maritime
Designer-Bier aus der Blechgarage
Auf so eine Idee muss man erst mal kommen: Auf ein Grundstück am Hafenrand eine Billig-Blechhalle hochziehen, eine komplett transparente Brauerei und einen riesigen Pizza-Ofen installieren, und das Ensemble als Designer-Ambiente mit dem verwirrendem Namen „Little Creatures“ vermarkten.
Die Szene von Perth und Fremantle hat es begeistert angenommen; der Laden mit ellenlanger Bar und wechselnden Fotoausstellungen ist jeden Tag brechend voll und kann neben Italo-Küche und preisgekrönten Bieren eine großartige Stimmung bieten.
Little Creatures
40 Mews Rd, Fremantle, Tel. +61 8 9430 5155
www.littlecreatures.com.au
Früher Gefängnis, heute Wochenendparadies
Als die holländischen Entdecker 1696 auf dem Eiland 12 Seemeilen von Fremantle landeten, verwechselten sie die kleinen Quokkas – nachtaktive Beuteltiere – mit Ratten; daher der Name „Rattennest“. Bis weit ins 19. Jahrhundert wurden verurteilte Aborigines nach Rottnest Island deportiert.
Heute ist die Insel mit den langen Sandstränden ein autofreies Paradies für Surfer, Segler und Taucher. Am Wochenende und in den Schulferien sollte man den Besuch tunlichst meiden; unter der Woche dagegen sind die Bungalows und Pensionen selten ausgebucht.
Tägliche Fährverbindung nach Rottnest Island, Returnticket ab 53 A$: Rottnest Express, C' Shed, Victoria Quay, Fremantle
www.rottnestexpress.com.au
Wo kann man bleiben?
Hotel Northbridge
Grand Hotel von 1912 im Herz von Northbridge, etwas verblichen, aber mit viel Charme. DZ ab 149 A$.
210 Lake Street, Northbridge, Perth, Tel: +61 8 9328 5254
www.hotelnorthbridge.com.au
Norfolk Hotel
Absolut zentral gelegen auf der Party-Meile von Fremantle, mit beliebtem Biergarten, funktionale DZ ab 82 A$.
47 South Terrace, Fremantle, Tel: +61 8 9335 5405 www.norfolkhotel.com.au
Esplanade Hotel Fremantle
Vier-Sterne-Komfort, 2006 renoviert, 300 Zimmern, aber überraschend familär. Zentral und ruhig. DZ ab 235 A$.
44-54 Marine Terrace, Fremantle, Tel: +61 8 9432 4000
www.esplanadehotelfremantle.com.au
Wo gibts was auf den Teller?
The Cappucino-Strip
Die heiße Meile von Fremantle, besteht aus Market Street und South Terrace mit Cafes, Snackbars, Restaurants und Nachtclubs. Hier tobt das Leben.
Sail & Anchor Pub Brewery
Eine Aussie-Institution. Sports-Pub, feines Restaurant, eigene Biersorten.
64 South Terrace, Fremantle
Tel. +61 8 9335 8433
www.sailandanchor.com.au
Thai Elephant
Wenn Asiaten in Perth Essen gehen, dann in den thailändischen Gourmet-Tempel.
3/323 William Street, Northbridge, Perth, Tel. +61 8 9227 5738
Wo kann ich mein Geld loswerden?
Fremantle Markets
Souvenirs, Krimskrams und erlesene Antiquitäten in historischen Markhallen.
Henderson Street Ecke South Terrace, Fremantle, geöffnet Fr. (9-21 Uhr), Sa. (9-17 Uhr) und So. (10-17 Uhr)
www.fremantlemarkets.com.au
Weiter Infos zur Güte:
Western Australian Visitor Centre
Albert Facey House, Wellington Street, Perth, Tel: +61 8 9483 1111 www.experienceperth.com
Fremantle Visitor Centre
Kings Square, High Street, Fremantle, Tel: +61 8 9431 7878 www.fremantlewesternaustralia.com
(c) Jochen Vorfelder
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