24 Januar 2007

Hightech: Was mit dem iPhone alles geht ...

Nachdem nun der offiziöse Apple-Werbspot zum neuen iPhone in den USA läuft, bin ich zu 99 Prozent überzeugt, dass ich so ein Ding möglichst bald haben muss.



Der Platzwart

22 Januar 2007

BMW: Abholstation Ärmelkanal

Das Containerschiff "MSC Napoli", das während des Orkans "Kyrill" steuermannslos im Ärmelkanal vor der englischen Küste trieb und von der Küstenwache nach der Evakuierung der Mannschaft vor der englischen Küste auf Grund gesetzt wurde, spuckt inzwischen seine Schätze aus - über 200 der fast 2500 Container sind über Bord gegangen. Und nach kurzem Treiben am Strand nahe Sidmouth an der Küste der Grafschaft Devon an Land gegangen.

Für einige der zahlreichen Plünderer war die Anlandung fette Beute: Brandneue silberne BMWs F800 ST, wohl auf dem Weg zu den Händlern in Asien oder Australien, wurden im Dutzend abgeholt - unter den Augen der Polizei.

Denn offensichtlich waren in den zerborstene Umverpackungen nicht nur die Schlüssel der Maschinen, sondern auch die nötigen Besitzpapier - ob es sich also um eine Plünderung handelt, wird zu gegebener Zeit gerichtlich festgestellt. Derweil kann man ja mal testfahren.

Gute Bilder dazu bei SPIEGEL Online

Der Platzwart

19 Januar 2007

Video: Jeder kriegt den Talkmaster, den er verdient

Achtung, in diesem Internet verlassen wir heute mit folgenden Fragen die Ebene der Realität.

Statt dessen begeben wir uns in den Äther des Spekulativen: Welche Obsessionen verfolgt eigentlich der allseits bekannte und meistseitig beliebte Harald Schmidt? Oder sollte man besser fragen, welche Obsessionen verfolgen ihn?

Na, nachgedacht? Sicher, die regelmäßigen Seitenhiebe in Richtung Herrn Andrack und desses obsessives 1. FC-Köln-Fantum haben schon einen leicht pathologischen Zug und leicht erkennbar zwanghaften Charakter - auch die erstaunlich ähnlichen Mimiken des Großmoderators und des Trainers der Geisböcke, des Drogengeläuterte Christoph Daum, lassen auf eine gewisse Seelenverwandtschaft bzw. ähnliches Krankheitsbild schließen.

Doch von flüchtigen Drogen reden wir hier und heute nicht, sondern von Fahrzeugen. Harald Schmidt fährt - so spekuliere ich mal - als bekennender Hyperchonder zwangsgesteuert einen Wagen mit hochaktivem Pollenfilter und doppeltem Seitenaufprallschutz in der Preisklasse Volvo, VW Touareg oder Porsche Cayenne.

Jedes andere Fahrzeug kommt für das lauteste Sprachrohr der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Sendeanstalten nicht in Frage. Weil es typisch deutsch und kleinkariert und eben ARD-konsensfähig ist.

Das es auch anders geht, beweist Schmidts amerikanische Kollege Jay Leno. Der Moderator von NBC's "The Tonight Show" hat einen privaten Fuhrpark, für den man hierzulande einen Waffenschein bräuchte und der nachgerade nach einen ARD-Brennpunkt rufen würde. Die veritable Sammlung von Preziosen fängt bei einigen historischen Stingrays und Chevies an, geht über diverse Hummer und glänzt mit einigen abstrusen Eigenbauten.

Letzte Errungenschaft in letzterer Abteilung ist nun Lenos "Tank Car" - der Einbau eines Panzermotors in ein Sportchassis mit Daten, die einem doch einen etwas trockenen Mund machen: Die Maschine stammt aus einem M47-Patton-Panzer aus dem Korea-Krieg mit zwölf Zylindern, 18 Litern Verbrennungsraum und ursprünglich 810 PS. Nach einer geringfügigen Überholung und gezielten Überarbeitung mit speziellen Tricks wie mehreren Turboladern leistet das Monster inzwischen knapp 1600 PS, also ziemlich genau das, was man auf amerikanischen Fernstraßen bei einem Speedlimit von 130 kmh mindestens braucht. Da kommt jedenfalls der Passat von Herrn Andrack nicht mit.

Und wenn wir schon bei Leno sind: Es müssen nicht unbedingt vier Räder in Übergröße sein, auch in Sachen Moppeds kann der manische Sammler etwas Außergewöhnliches vorweisen. Er nennt eine der wenigen fahrbereiten "MTT Turbine Superbike" sein eigen - eine Sportmaschine mit rund 300 PS, die von einer Rolls Royce Allison-Gasturbine angetrieben wird, und auf Bestellung produziert um die 200.000 USD kostet.

Wie verrückt Leno tatsächlich ist, erkennt man unschwer daran, dass er diese Schweinteile nicht nur sammelt, sondern auf amerikanischen Straßen regelmäßig ausführt. Hier der Beweis. Leno auf seiner MTT an einer kalifornischen Tankstelle:



"Bei Leno kann man sicher sein, dass seine Fahrzeuge zwei Dinge haben," sagt ein Bekannter des Showmasters: "Eine laute Hupe und genug Pferdestärken." Bei Harald Schmidt dagegen ist man mit der Vermutung, dass er nie, nie ohne Navigationshilfe vom Hof fährt, auf der sicheren Seite.

© Jochen Vorfelder

05 Januar 2007

2007: mehr lange Wege ...

Alles fing mit einem Sofa und einer Landkarte in einem britischen Magazin an.

Ewan McGregor - Schauspieler und bekennender Motorradabhängiger - sagt, er habe eines Nachmittags auf besagtem Sofa gelegen und einen Reisebericht gelesen. Er fuhr dabei mit dem Finger über die Landkarte und bemerkte, daß eine Fahrt um die Welt über Festland nur zweimal unterbrochen werden mußte - kurz an der Beringstraße zwischen Sibirien und Alaska und etwas länger natürlich am Nordatlantik zwischen der amerikanischen Ostküste und Großbritannien.

Da stand er auf, griff sich das Telefon und rief seinen Freund Charley Boorman an: "Charley", sagte er, "du solltest vielleicht mal zum Essen vorbei kommen. Wir haben da was zu besprechen."

Das Essen hatte Folgen: Ewan und Charley besorgten sich bei BMW als Sponsor mehrere R 1150 GS Adventure und fuhren ab April 2004 in 115 Tagen rund 36.000 Kilometer durch Europa, die Ukraine, Russland, Kazachstan, die Mongolei, Sibirien, Alaska, Kanada und die Vereinigten Staaten, bevor sie wieder britischen Boden betraten.

Die beiden Freunde - erstaunlicherweise sind sie das auch noch nach der Fahrt - sind nicht nur erfolgreiche Schauspieler (McGregor etwa ist bekannt aus "Trainspotting" und als Obi-Wan Kenobi in "Star Wars"), sondern auch absolute Medienprofis. Kein Meter ihrer Fahrt verging unbeobachtet, undokumentiert und ungeplant. Auf ihren Helmen und Maschinen waren Kameras montiert; ihre medialen und technischen Begleitteams waren perfekt vorbereitet und ausgerüstet.

Ihre Fahrt wird seit seit zwei Jahren unter dem Label "Long Way Round" perfekt vermarktet. Entstanden ist ein Buch (siehe Titel oben), eine Fernsehserie in der englischen BBC, eine DVD-Version aller zehn Folgen und ein Soundtrack ("Was wir unterwegs am liebsten gehört haben.")

Seit Mitte 2006 ist das 3-DVD-Set mit allen zehn Episoden auch auf Deutsch erhältlich. 2 Freunde, 2 Bikes, 115 Tage und 36.000 Kilometer - das reicht nach einer langen Nacht vor der Glotze.

Bald kommt Nachschub. McGregor und Boorman haben ihre weiteren Reisepläne bekanntgegeben: zwei Trips - zwei Fernsehserien, wahrscheinlich zwei Bücher - als Fortsetzung der Long Way Round-Saga unter den bezeichnenden Labels "Long Way Down" und "Long Way Up".

Für 2007 ist zunächst der Trip von London nach Kapstadt - Long Way Down - geplant, während Lond Way Up die Jungs von Argentinien in die USA führen soll. Neid.

© Jochen Vorfelder