Er liebte die See, obwohl er das Licht der Welt weitab jeglicher Küste erblickte - in einem Ort in einem Land, das zu seiner Geburt im 19. Jahrhundert unter russischer Verwaltung stand und heute zu einer politischen Renaissance der Farbe Orange geführt hat. traveller wuchs, nachdem beide Eltern an Tuberkulose gestorben waren, bei einem Onkel auf. Der schlug ihm eine feste Anstellung als Magistratsschreiberanwärter vor, doch traveller reiste mit 17 Jahren nach Marseille und heuerte dort an Bord eines französischen Handelsschiffes mit Destination "West-Indien" an.
Die nächsten 20 Jahre fuhr er zur See: An Bord von Frachtseglern, Opiumklippern und Schmuggelbarken lernte traveller die sieben Meere kennen, geriet in politische Ränkespiele und überlebte nur knapp eine Schusswunde in der Brust. In Asien segelte er den Mahakam hinauf, ging lange Zeit von Bord und versuchte sich als Pflanzer. Doch seine Liebe zur offenen See ließ ihn an Land nicht ruhen - er trat Passagen nach Australien, in den Pazifik, nach Südamerika und Afrika an. 1890 folgte traveller dem Kongo bis zum Oberlauf.
In all den Jahren, in denen er sich durchs Leben und die Häfen treiben ließ, hatte er angefangen zu schreiben und dabei eine außergewöhnliche Beobachtungsgabe geschärft, die er später in unzähligen Kurzgeschichten und in Romanen unter Beweis stellte. Er schrieb: "Mit der Macht des geschriebenen Wortes möchte ich dich hören und fühlen machen. Doch vor allem sollst du sehen."
Im Alter von 36 Jahren heuerte traveller ab, um Schriftsteller zu werden. Er schrieb auf Englisch, obwohl seine zweite Sprache nach seiner Muttersprache Französisch war. Er heiratete und ließ sich in Südengland in der Grafschaft Kent nieder.
Bereits eines der ersten seiner gut zwei Dutzend Werke machte ihn berühmt: Der Roman aus dem Jahr 1899 verarbeitete literarisch Erinnerungen von travellers Fahrt den Kongo hoch; das Buch inspirierte Francis Ford Coppola später zu einem Film, in dem ein Hauptdarsteller aus "Easy Rider" einen Fotografen spielt.
traveller starb 1924 an einem Herzinfarkt und liegt in Canterbury begraben. Die Stadt Danzig hat ihm zu Ehren ein Denkmal errichtet.
Wer war da unterwegs?
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© Jochen Vorfelder




