31 März 2010

Plant Brüssel eine 100-PS-Beschränkung für Motorrädern europaweit?



Seit einigen Tagen sind Spekulationen im Umlauf, dass in einer Entscheidungsvorlage für das EU-Parlament die PS-Zahl für Motorräder in der EU auf maximal 100 reguliert werden soll.


Ivar Kvardsheim hat für Hell for Leather die aktuellen Fakten zusammengestellt. (klick oben)

Sein Fazit: Bürokraten in Brüssel haben noch jede auch so absonderliche Gesetzesidee verfolgt - es kann durchaus bitter werden für die Freunde des Superbikes ... wenn die Zweiradlobby und der Herstellerverband versagen.

Update:  ACEM, die europaweite Vereinigung von Hersteller von Zweiradfahrzeugen, hat in einer aktuellen Presseerklärung die EU-Kommission dazu aufgefordert, bei der Neuregulierung, die im zweiten Halbjahr 2010 als Entwurf vorliegen soll, "Realismus" vor dem Hintergrund der Branchenkrise walten zu lassen.

Das kann zwei Dinge bedeuten:

Die Kommission besitzt ebensolchen Realismus und stürzt die Hersteller nicht noch weiter in den Malstrom durch ein de facto-Verbot der aktuellen Sportbikes und Supersportler.

Oder aber die Bürokraten in Brüssel sind schon so weit in ihrer Meinungsfindung, dass der Wunsch nach "Realismus" ein Winseln nach Gnade ist ....

Update


 

Jetzt bewerben! - Mit der neuen Super Tenere nach Marokko als Support für Riders for Health

Endlich mal eine sinnvolle Motorrad-Präsentation: Yamaha läßt die neue Super Tenere im Mai von der Leine und verbindet die Vorstellung mit einem speziellen 5-Tage-Trip von Lissabon nach Marrakesh im Süden von Marokko. Der Kick dabei: Die Maschinen werden auf diesen letzten fünf Tagen der Tour nicht von Fachjournalisten pilotiert, sondern von fünf ausgewählten Privat-Fahrern, die sich auf einer speziellen Website ( http://www.super-tenere.com/ride-for-life/the-raid.shtml ) dafür bewerben können.

Was mir besonders gefällt: Die fünf Maschinen werden nach der Ankunft in Marrakesh an Riders for Health ( http://www.riders.org, siehe Banner hier auf der Site) übergeben. Yamaha unterstützt mit der Schenkung die Arbeit der englischen Organisation, die in Afrika Zweirad-Transport für Ärzte, Krankenpfleger und Hebammen organisiert.

Also: Bewerben! Einsendenschluß ist der 14. April 2010, ausgewählt werden die Teilnehmer bis zum 21. April. Der Start der Tour ist dann am 13. Mai in Lisabon.

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30 März 2010

VW-Bully-Scooteristen: die unbekannte Spezies

Twitter und intelligente Suchmaschinen schleudern einem ja diverse Meldungen aus unbekannten Sphären auf den Desktop. Und man wird gewahr, dass es Szenen gibt, die man nur am Rande streift: z.B. die Scooterfahrer. Man ignoriert sie gerne an der Ampel, diese schwachbrüstigen Zeitgenossen.

Aber dann und wann können sie mit Kreaktionen aufwarten, die doch gehörig Respekt verdienen. Als Beweis sei hier der Brite Jason Dyer von Resto-Tec angeführt, der dieses wunderbare Gespann basierend auf einem Lambretta-Roller gebaut hat. Als Belohnung durfte er auf das Cover des englischen Fachblatts "Scootering". Well done, Jason.

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Buena Vista Social Club - Wim Wenders und Ry Cooder mit der Ural in Havanna


Zum heutigen 65. Geburtstag von Eric Clapton - "Clapton is God", aber Wim Wenders (re.) und Ry Cooder sind die Boten. Hier mit einer alten Ural bei der Rundfahrt durch das historische Havanna (ab 1:36).

29 März 2010

Eigenbauten: Der Sound ist schon mal Super ...

... nur die Testrunden stehen noch aus. Siehe den Link zu somalilandpress.com

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Toyota Rückruf-Aktion: Sie foltern uns mit Sendern.

It may not lessen Toyota's woes to hear that the problems the company has been having with faulty gas pedals could be blamed on cosmic rays from space. Sound unbelievable? The concept is actually a lot more plausible than you might think. 
Das Internet wirkt ja wie eine Zeitmaschine - manche Meldungen werfen mich in längst vergangene Zeiten zurück und wecken Erinnerungsfetzen, die ansonsten sinnlos im Gehirnkästelchen ablagern würden.


Nehmen wir Toyotas Rückruf-Aktion und die ernsthaft vorgebrachte These, kosmische Strahlen hätten Einfluß auf die Funktion von Gaspedalen.

Das spült Bilderfetzen aus der Zeit nach oben, als ich vor gefühlten Hundertzwanzig Jahren in Berlin wohnte. Damals konnte man eine U-Bahn nicht betreten, ohne mit der einzigen, aber umso klareren Message des geheimnisvollen "Sendermanns" konfrontiert zu werden: "Sie foltern uns mit Sendern".

Die Putztrupps der BVG hatten reichlich zu tun, bevor eines schönen Tages die gesprayten Nachrichten schlagartig abbrachen.

Bisher hat niemand genauer recherchiert, was aus dem guten Sendermann geworden ist. Fristet er sein Dasein in einer Heilanstalt? Haben ihn "Sie" zu sich genommen? Oder hat er sich mit "Sie" verbrüdert und quält jetzt nur noch Toyota-Besitzer und -Besitzerinnen in den USA?

Fragen über Fragen, aber mit gutem Hintergrund für Verschwörungstheoretiker ... Siehe
http://www.dalank.de/ongoing/senderm.html
http://www.fosar-bludorf.com/Tempelhof/index.htm

26 März 2010

Bike-Meetings Germany 2010 - the 15 biggest events - die 15 Bringer ...

In einem ganz anderen Zusammenhang haben wir völlig subjektiv eine Liste von 15 Bike-Events zusammen gestellt - auf Rennen (MotoGP, IDM etc.) dabei aber ganz bewußt verzichtet. Dachten, das könnte euch interessieren. Weitere Vorschläge -> einfach kommentieren.

Travelling to Germany this year? Ride a bike? Looking for fun? Due to a request from overseas, we compiled this list of 15 biker events in Germany and Austria. Plan your itinary accordingly ...



1. Harley goes Nürburgring
Nürburgring, Germany
Fri, 02.04. - Mon, 05.04.2010
4 days of party with Live-bands und guided tours, demo rides, visited by other brand riders too.
+/- 10.000 visitors
http://www.nuerburgring.de/gucken-event-kalendar/harleyr-goes-nuerburgring/pr...

2. 10. Motorradsternfahrt
Sat, 24.04. - Sun, 25.04.2010
Kulmbach, Oberfranken
Two days of party and meetings, biggest spring touring event in South Germany
+/- 45.000 bikes, 100.000 visitors
http://www.motorradsternfahrt.de

3. Fischereihafenrennen 2010
Bremerhaven, Germany
Su, 23.05. - Mon, 24.05.2010
Biggest German downtown road racing event
+/- 10.000 bikers
http://www.fischereihafen-rennen.de

4. Alpen Biker Days
Seefeld / Tirol, Austria
Thu, 27.05.2010 - Sun, 30.05.2010
Biggest season opening event, many brands, more for the seasoned South German riders
+/- 5.000 bikers
http://alpenbikerdays.de

5. Erzbergrodeo XVI
Erzberg, Austria
Thu, 03.06. - Sun, 06.06.2010
Biggest offroad-event in Germany/Austria, a must for offroad fans
+/- 130 riders, +20.000 visitors
http://www.erzbergrodeo.at

6. Hamburg Harley Days
Hamburg, Germany
Fri, 25.06. - Sun, 27.06.2010
The German Mega-Event, 3 days of party and show rides
+/- 50.000 bikes, 300.000 visitors
http://www.hamburg-harley-days.de

7. 10. BMW Meeting Garmisch
Garmisch-Partenkirchen, Germany
Fri, 02.07. - Sun, 04.07.2010
Biggest beemer and overall tourer event in Germany, a must for touring riders, more for the seasoned rider, but good parties and and freestyle events
+/- 30.000 visitors
http://tiny.cc/bmwdays2010

8. 11. Edersee Meeting
Hermfurth-Edersee, Germany
Thu, 1.07. - Sun, 4.07.2010
Harley-Meeting, this year special broadcasting and big screens for Soccer World Championship
+/- 10.000 bikes
Web site: http://edersee-meeting.de

9. Harley Legends
Schloss Bensberg Castle, Gertmany
Fri, 09.07. - Sun, 11.07.2010
Very exclusive event, high-end visitors, guided tours throughout the Bergisch Land area, Champagne instead of Jim Beam
+/- 100 bikes
http://tiny.cc/hdbensberg

10. 2. Berlin Harley Days
Berlin, Germany
Fri, 30.07. - Sun, 01.08.2010
Growing event, many other brands as well
+/- 30.000 bikes, 250.000 visitors
http://www.berlin-harley-days.de

11. Bike and Music Weekend
Geiselwind, Germany
Thu, 05.08. - Sun , 08.08.2010
Biggest Music & Bike event in Germany, major bands
+/- 15.000 visitors
http://bike-and-music-weekend.de

12. European Bike Week
Faakersee, Austria
Tue, 07.09. - Sun, 12.09.2010
One of the biggest events on the European calendar, HD and other brands
+/- 75.000 bikes / 100.000 visitors
http://www.europeanbikeweek.com

13. 1000 Wikinger & Meer
Harlesiel, Germany
Sat, 11.09. - Sun, 12.09.2010
A local North Germany special, but highly growing event, all brands
+/- 2000 bikes, 20.000 visitors / spectators
http://www.1000-wikinger-und-meer.de

14. Kölner Motorradgottesdienst
Cologne, Germany
Sun, 09.10.2010
There will be a church service in the famous Kölner Dom during Intermot 2010, the organizers expect + 5.000 bikes. They had 4.000 in 2008.
There will be similar events all over Germany, for example in Hamburg in June with 25.000 bikes.
http://intermot.de.koelnmesse.info/diemesse/motorrad_gottesdienst.php
http://www.mogo.de

15. Elefantentreffen
Thurmansbang, Bayerischen Wald, Germany
Fri, 28.01. - Sun, 30.01.2011
The German winter event, a must for serious winter riders
+/- 5.000 visitors
http://www.bvdm.de/et.html


25 März 2010

Honda 2010: neuer freundlicher V-Twin VT 750 S

Kurz vor Toresschluß kommt jetzt noch die neue Honda V-Twin VT 750 S rein - verschieben wir hier bei moto1203 die Probefahrt doch auf Mitte April und beschränken uns im Moment auf einige Text-Ersatzteile aus der Honda-Schreibwerkstatt (Die überflüssigen Füllworte habe ich rausgenommen...):

"Das (..) Allroundbike rundet die Shadow-Baureihe (...) (...) nach unten ab. Die mit 6.990 Euro* (...) preisgünstige Maschine kombiniert eine (...) V-Twin-Antriebsquelle (...) mit funktioneller Fahrwerktechnik auf (...) Speichenrädern sowie rustikaler Optik. Das Styling der VT750S vereint ursprüngliche Formensprache und Roadster-Elemente.

Für Vortrieb sorgt in der VT750S der (...) V-Twin der Shadow-Modelle. Der Zweizylinder mit 52 Grad Zylinderwinkel ist flüssigkeitsgekühlt und bewerkstelligt den Gaswechsel über drei Ventile pro Zylinder sowie elektronische Kraftstoffeinspritzung. Die Abgasreinigung erfolgt über geregelte Katalysatoren. Ein (...) Leerlaufluftventil steuert die Leerlaufdrehzahl in kaltem wie warmem Betriebszustand (...). Das Triebwerk gefällt durch (...) (...) Laufkultur, bassigen Sound aus (...) Shotgun-Auspuffrohren sowie - dank (...) überarbeiteter Abstimmung - mit (...) günstigem Benzinverbrauch.

Der 32,2 kW (44 PS) starke Motor entfaltet seine Leistung gutmütig wie ein Schiffsdiesel. Die maximale Leistung wird bei (...) 5 500 Touren erreicht. Das maximale Drehmoment liegt bereits bei 3 250 Umdrehungen pro Minute an. Zusätzlich wurde die Getriebeübersetzung der 5-Gang-Schaltbox modifiziert.
Spurtstarke Sprints sind somit jederzeit (...) möglich. Die Kraft wird über eine (...) O-Ring-Kette zum 16-Zoll großen Hinterrad transferiert. Das Chassis der VT750S ist eine Stahlkonstruktion und weckt Vertrauen wie in alten Zeiten."

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KTM wagt sich ins wilde Elektro-Gelände

Zu früh, zu unsicher, zu marginal – bisher scheuen die etablierten Hersteller den Einstieg in den Markt mit Elektro-Motorrädern. Jetzt preschen die Österreicher von KTM vor und stellen in Tokyo zwei sportliche „Freeride“-Modelle vor. moto1203 hat die ersten Bilder.

Als der Motorradhersteller KTM im Oktober 2008 einen Crosser mit Elektro-Antrieb zeigte, hielten die meisten Betrachter die Maschine für eine witzige Fingerübung der Ingenieure aus dem österreichischen Mattighofen.


Weit gefehlt: KTM, bekannt für seine Sportmotorräder, stellt heuer auf der Tokyo Motorcycle Show zwei serienreife „Freeride“-Modelle vor. Sowohl die Supermoto- als auch die Enduro-Version laufen mit einer exklusiven, zum Patent angemeldeten gekapselten Batterie-Motor-Einheit. Beide „Zero-Emission“-Motorräder sollen im Frühjahr 2011 käuflich zu erwerben sein.



Dass KTM den Eintritt in den unerforschten Markt mit Elektromotorrädern wagt und dabei keinen Pendler-Roller präsentiert, kommt nicht von ungefähr. Die Firma ist auf die Bereiche Offroad, Supermoto und Sportsbike spezialisiert, wirbt mit dem Slogan „Ready to Race“ und lebt vom Image des Zweirad-Seriengewinners bei der Rallye Dakar.

Die Geschäfte laufen zur Zeit allerdings wie bei allen anderen Herstellern suboptimal; Zeit also für Diversifizierung und neue Käuferschichten.

Stefan Pierer, der Vorstandsvorsitzender von KTM: „Emissionsfreie Fortbewegung mit dem Motorrad bringt kurzfristig vor allem für den Offroad-Sport neue Impulse und eröffnet völlig frische Perspektiven, deshalb sind wir hier in doppelter Hinsicht gefragt.“ Pierer erhofft sich von der E-Strategie – und der deutlichen reduzierten Geräuschkulisse bei Elektro-Rennen – neue Rennklassen und eine bessere Akzeptanz für stadtnahe Enduro- und Motocross-Strecken: „Wenn die Anwendung des Sportgerätes lautlos näher an ‚zu Hause’ rückt, können neue Zielgruppen erschlossen werden.“

Laut KTM werden sowohl die Supermoto, für die eine Straßenzulassung möglich ist, als auch die Gelände-Version von einem Block aus Lithium-Ionen-Batterien angetrieben, die für ein Drehmoment von 45 Nm schon bei 500 Umdrehungen pro Minute sorgen. Für die Steuerung sorgt ein Drive-by-Wire-System in Verbindung mit einem eigens entwickelten Controller.



Die erstmal verwendete Kopplung von Akkus und elektrischem Synchronmotor in einem Paket sollen die bei Cross-Maschinen üblichen Verschleiß-, Schmutz- und Wasser-Probleme auffangen. Bei einem Gewicht im 90 Kilogramm seien die Spitzengeschwindigkeit von 70 km/h und die Leistung von umgerechnet bis zu 30 PS mit der einer herkömmlichen 125 ccm-Zweitakt-Maschine zu vergleichen. Die Fahrzeit auf der 21-Zoll-Bereifung liegt bei etwa einer Stunde. Danach muss der Akku 90 Minuten lang geladen werden. Bis zur Serienmaschine soll sich jedoch im Batteriebereich noch viel tun: Der derzeit verwendetet Typ reicht für ca. 500 Ladungen, was nach Aussage von KTM dem normalen „Lebenszyklus“ eines Enduro-Motorrades entspricht.

Mit den sportlichen „Freeride“-Modellen positioniert sich KTM abseits der großen japanischen Herstellern, die eher den Roller-Markt dominieren werden, und BMW, wo über ein eigenes, langfristiges „Elektro-Konzept für die urbane Mobilität“ nachgedacht wird.



Konkurrenten für die „Freeride“-Modelle sind deshalb eher erfolgreiche Newcomer wie Zero Motorcycles, denen KTM zumindest an einem Punkt Paroli bieten kann: dem Preis. Unter 10.000 Euro soll der Käufer ab Frühjahr oder Sommer 2011 zahlen – nicht mehr als für eine konventionelle Sport-Enduro aus dem gleichen Haus.

Grandiose Site: Google Earth Hacks - Boeings Neuer Super Jumbo

Boeings new Super Jumbo

Get File:
Google Earth Logo  Google Earth
Google Maps Logo  Google Maps
Virtual Earth Logo  Virtual Earth
Yahoo Maps Logo  Yahoo Maps
Google Earth Plug-in  New! GE Plug-in

Ein Schatzkästlein für alle Verschwörungstheoretiker, Ufo-Forscher und Verfechter der These, dass die Erde eine Scheibe sei ...

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Motorrad-Airconditioning - jetzt mit Adapter für Dumpfbacken

Yo, so weit ich das ersehen kann, suchen die (natürlich!) amerikanischen Hersteller des kombinierten Heiz- und Kühlsystems noch einen deutschen Importeur...

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Neue KTM Freeride - die offiziellen technischen Daten vorab

Wie schon im Bericht (siehe unten) angedeutet, werden die beiden Freeride-Modelle mit der konkurrenz auf dem Markt in Sachen Fahrzeugkonzept, Design, Leistung und Preis durchaus mithalten können.

Hier die offiziellen Daten, wie sie morgen in Tokyo vorgestellt werden, sowie einige Kennzahlen zur Konkurrenz ZERO S.

Rahmen
Leichtbau-Deltaboxrahmen mit Aluminium-Schmiedekomponenten, selbsttragender Heckausleger in Monocoque-Ausführung

Federung
Upside-Down-Gabel und Mono-Federbein, progressives Dämpfungssystem, Setting variabel

Bereifung
21 Zoll Trial-Enduro Bereifung, bzw. 17 Zoll Supermoto

Bremssystem
Hydraulische Bremsanlage mit Handbetätigung für Vorder- und Hinterrad,
Radial-Bremssystem mit Rekuperationsunterstützung durch Bremsenergie

Motorgehäuse
Kombiniertes Antriebsgehäuse in Leichtbauweise und gesamtheitlicher Systemintegration

Antriebsmotor
Permanenter Synchronmotor in Scheibenläufer-Bauweise

Motorsteuerung
Modulares Hochleistungspowermodul mit integriertem System- und Sicherheitsmanagement, Drive by Wire

Kraftübertragung
Direktantrieb ohne Kupplung mit Zahnradgetriebe und Kette

Traktionsbatterie
Plug-In Batterie in Li-Ionen Technologie

Motor- Nennleistung
7,4 (10) / 6000 kW (PS) / Umin

Motor Spitzenleitung
22 (30) / 6000 kW (PS) / Umin

Motor Drehmoment
43 / 500 Nm / Umin-1

Maximale Motordrehzahl
6600 Umin-1

Maximale Batteriespannung
300 V

Maximaler Energieinhalt
2,5 kWh (ZERO = 4 kWh)

Geschwindigkeit
70 km/h (ZERO DS = 105 km/h)

Gesamtübersetzung
(Primär / Sekundärstufe) 10,5 (2,4 / 4,5)

Ladezeit
1,5 h (ZERO = weniger alt vier Stunden)

Fahrzeug Gesamtgewicht, inklusive abnehmbarer Traktionsbatterie
90 kg (ZERO = 123,8 kg)

Preis:
unter 10.000 Euro (ZERO = 9.995,00 Euro)

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22 März 2010

Selbsthilfe: russischer Reifenwechsel in 3:03 Minuten

Weihnachten soll ja bald wieder kommen ... und Geburtstage sowieso ...

Endlich mal geschmackvolle Motorrad-Kunst, limitiert, exklusiv, aber dafür nicht billig ...

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MV Agusta - kauft sich die Berlusconi-Sippe ein?

Neues aus der italienischen Gerüchteküche: Nach Recherchen - bzw. Vermutungen - von Motociclismo.it steht die Unternehmensgruppe von Paolo Berlusconi, dem Bruder von Silvio B., in Verhandlungen mit Harley-Davidson, dem derzeitigen Besitzer der italienischen Edel-Bike-Schmiede MV.

Paolo Berlusconi hält bereits Anteile an einem anderen italienischen Zweirad-Unternehmen - Garelli, das unter dem alten reputierlichen Markennamen Roller in China produzieren läßt.

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Felix Baumgartner versus Joe Kittinger - ein Sprung aus 36 Kilometer Höhe

Alte Moto Guzzi - Felix Baumgartner - klingelt da was? Ja, das ist der Österreicher, der von der Christus-Statue in Rio sprang und sich mit einem Ski-Dive-Anzug über den Ärmelkanal blasen ließ.

Jetzt hat er ein neues Projekt mit Red Bull als Sponsor: Baumgartner will noch in diesem Jahr in 36 Kilometer Höhe in der Stratosphäre aus einem Heliumballon springen und damit den Rekord knacken, den der alte Joe Kittinger anno 1960 aufgestellt hat.

Kittinger, damals ein 32jähriger Airforce-Pilot, stellt den seither ungeschlagenen Rekord im freien Fall auf - 31,333 Kilometer. Siehe: http://www.youtube.com/watch?v=9MkB6NkQscI

Kittinger, inzwischen 81 Jahre alt und auf Rente in Florida, ist von dem Red Bull-Baumgartner-Projekt übrigens so angetan, dass er sich als Berater anheuern ließ.

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Spyshot des neuen BMW C1 Prototyps ....

21 März 2010

Sonntag - Sonne - Sofalektüre ...

Liege auf der Liege und schmöckere in Geschäftsberichten.

Zahlen über Zahlen, unnötige Fakten, die man da rauslesen kann ...

Hier ein paar Beispiele.

Harley-Davidson hat im 4. Quartal 2009 einen Verlust von 218,7 Mio USD zu vermelden, den ersten Quartalsverlust seit 16 Jahren.

Harleys neuer Chef, CEO Keith Wandell, hat am 1. Mai 2009 angefangen.

Sein Gehalt beträgt 650.025 USD, plus ein Bonus in Höhe von 780.030 USD, plus Aktien-Optionen in Höhe von 4, 9 Mio USD. Also ein Gesamt-Paket von 6,4 Mio. USD für acht Monate. Gut gepokert, Keith.

Was fängt man bloß mit solchen Zahlen an? Ich glaube, ich lese jetzt lieber weiter in "Wem die Stunde schlägt".

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20 März 2010

READY TO RACE ... Kommt mir das irgendwie bekannt vor? Woher hat Erik bloß den genialen Claim?



Ready to race - hab ich doch schon mal irgendwo gelesen... Ob die bisherigen User den Slogan geschützt haben?

Wenigsten sind die Maschinen nicht Kürbis-gelb.

19 März 2010

Neue Runde Ratespiel: Hollywood goes Erfurt. Wer war da unterwegs?

Im August 1961 hatte der Kalte Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion einen Höhepunkt erreicht: West-Berlin wurde zunächst mit Stacheldraht und in den Folgemonaten mit der ersten Mauer abgeriegelt.

Die DDR war innerhalb weniger Monate für Westdeutsche - und vor allem Amerikaner - kaum mehr zu erreichen: Reisen waren nicht möglich. You are leaving the American Sector: Feindesland.

In diesem Klima des Misstrauens begeisterte 1963 ein Schauspieler drei seiner Kumpel für ein provokantes Vorhaben: eine Goodwill-Tour nach Ostdeutschland, um den Sternenbanner in friedlicher Absicht hinter dem "Eisernen Vorhang" wehen zu lassen.

Nachdem zwei von ihnen im Sommer 1963 in Südbayern an der Produktion eines Filmes waren, hatten sie den passenden Anlaß für ihr Vorhaben gefunden: ein sportlicher Wettbewerb mit Motorrädern.

Nach der Rückkehr in die Staaten begann eine Odysee: Zunächst Auszeit von den Filmsets, um in der kalifornischen Mojave-Wüste zu trainieren. Dann der Kampf mit Wettkampfregularien im Sportbürokraten-Dschungel, bevor die Mannschaft schließlich mit dem Schiff über den Atlantik setzte, um in England die Wettkampfgeräte in Empfang zu nehmen. Nach ausgiebigem Training in Schottland der Sprung über den Kanal und die Fahrt mit dem Team-Bus in Richtung Osten.

Weit in den Osten: Denn die 39. Auflage des Wettkampfs fand im September 1964 in der DDR statt - im Thüringer Hinterland bei Erfurt, mit Tagesetappen in den Wäldern um Zella Mehlis und Suhl.
Am Sonntag, den 6. September 1964, waren die vier Amerikaner am Ziel ihrer Mission - die ersten amerikanischen Sportler, die hinter dem "anti-imperialistischen Schutzwall" aufmarschierten. Die Truppe trug den Sternenbanner in die Erfurter Ernst-Thälmann-Halle und pflanzt die Flagge unter das Bild des DDR-Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht.

An der Strecke wurde das Quartett mit den Stars and Stripes am Helm von den Zuschauern begeistert aufgenommen; auf dem Parcours selbst hatten sie kein Glück. Der Erste gab nach mehreren Stürzen und Schäden an der Maschine am zweiten Tag auf. Ein Team-Kollege brach sich den Fuß. Die US-Mannschaft schied aus; es gewann das DDR-Team vor den Tschechen.

Der gesuchte Traveller starb 16 Jahre später und hinterließ eine Sammlung von über 200 Motorrädern.

Wer war da unterwegs? Viel Spaß beim Googlen.

UPDATE: Yes, Steve McQueen.

18 März 2010

Paul Teutul Sr. gegen Paul Teutul Jr. - Pack schlägt sich, Pack verträgt sich

Der Richter gibt den beiden Streithähnen noch sechzig Tage, um sich außergerichtlich über den Wert von Orange County Choppers zu einigen.

Ja, bevor die beiden Dumpfbacken die letzten Kröten an ihre Rechtsanwälte verfüttern, sollen sie doch ihren Streit beilegen und wieder den Schraubenschlüssel in die Hand nehmen...

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17 März 2010

Jahresbericht 2009: BMW Motorrad schlägt sich tapfer in der Krise

BMW Motorrad steuert tapfer durch die Absatzkrise bei Motorrädern: Während 2009 weltweit der Verkauf von großvolumigen Maschinen über 500 Kubik um satte 30,3 Prozent zurück ging, hat BMW nur ein Minus von 14,1 Prozent zu beklagen. Die realen Auslieferungen sanken von rund 101.700 (2008) auf 87.300 (2009). Sie liegen damit auf einem Zahlenwert, der in ungefähr dem Jahr 2001 entspricht.

Die größten europäischen Absatzverluste mußte BMW dabei in Spanien (Minus 36,4 Prozent - wo der Markt insgesamt um 55,2 Prozent verlor), Deutschland (Minus 17,2 Prozent) und Italien (Minus 12,5 Prozent) hinnehmen. Auch in den USA, wo der Markt um 40,9 Prozent zu 2008 schrumpfte, halten sich die BMW-Prozentverluste mit 20,9 Prozent in Grenzen.

Der Umsatzerlös von BMW Motorrad fiel zwangsläufig - von 1,23 Mrd. Euro (2008) auf nunmehr 1,06 Mrd. Euro in 2009. Daran sind die Modelle der R-Baureihe zu 45,9, die F-Reihe zu 38,4 und die K-Baureihe zu 15,7 Prozent beteiligt. Der große Bringer des vergangenen Herbstes und der ersten beiden Monate 2010, die bestellten S1000RR (siehe Foto), sind in dieser Statistik noch nicht erfasst.

Um sich dem schrumpfenden Markt anzupassen, wurden in 2009 auch weniger Motorräder produziert - nur 82.631 (- 20,7 Prozent) wurden insgesamt von Band gelassen. Auch für 2010 rechnet man in München und Spandau nicht mit einer echten Trendwende: Nach Einschätzung von BMW wird sich der Markt "nur sehr moderat erholen" und leicht über dem Niveau des Jahres 2009 konsolidieren.

Konsolidieren. Komisches Wort. Bedeutet es doch eigentlich nach den Erfahrungen 2009, dass Hersteller Konkurs anmelden, am Rande des Existenzminimums produzieren, und Dutzende von Händlern und Zubehörherstellern das Licht ausmachen. Aber eben nicht BMW.

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Ducati Multistrada 1200 S: Eine Ducati bestellen - vier Motorräder bekommen


Noch ein guter Test der neuen Multistrada 1200 vom Kollegen Walter Wille - "Ducati steht bisher vor allem für Feuer und Rauch und Spezialistentum nah am Rennsport, jetzt will man mit einer einzigen Wollmilchsau ein Einsatzspektrum abdecken, das von Sport über Langstreckenreise, städtischen Berufsverkehr bis zu Ausflügen ins leichte Gelände reicht." Willes Fazit: Experiment geglückt.

Bombardier-Rotax-Angebot für Buell abgelehnt - Warum versemmelte Harley-Davidson die Choose?

Zeitgleich zu den Übernahmegerüchten durch die knallharten Investoren KKR, die angeblich den Not leidenden amerikanischen Motorradbauer in ihr "Heuschrecken"-Portfolio einreihen wollen, steht Harley-Davidson weiteres Ungemach und ein Kollatoralschaden fürs Image ins Haus.

Der in der Regel bestens informierte englische Journalist Alan Cathcart berichtet in der Branchenzeitschrift American Motorcycle Dealer http://www.dealer-world.com/issues/amd128 (Klick Dich auf Seite 50....), dass das Management von H-D zwei Angebote des Motorenherstellers Bombardier-Rotax abgelehnt habe, die HD-Tochter Buell Motorcycles vor der endgültigen Schließung zu übernehmen.

Cathcart beschreibt minutiös und in Berufung auf österreichische Informanten (Rotax), wie Bombardier versuchte, zunächst "the design, manufacturing rights and production tooling of the two Buell-Rotax models" von Milwakee zu erwerben. Ein solches Angebot hätte Sinn gemacht: für Bombardier, weil in den Buell 1125R-Modellen ein eigens entwickelter Rotax-Motor läuft, und die Neuentwicklung vor drei Jahren ein lukratives Prestige-Projekt für Rotax war.

Sinn aber auch für Harley-Davidson: Statt rund 125 Mio. USD Abwicklungskosten für Buell zu zu zahlen, hätte ein Verkauf an Bombardier zumindest eine moderaten Summe in die klamme H-D-Kasse gespült. H-D lehnte das Angebot Cathcart zufolge dennoch ab.

Auch als Bombardier daraufhin sein Angebot erweiterte, und erwägte, das Werk und die gesamte Weiter-Produktion der 1125-Linie zu übernehmen, soll Harley-Davidson abgelehnt haben.
Hier kommt nicht nur der finanzielle Verzicht, sondern auch der Image-Schaden ins Spiel: Dass Harley einen ernsthaften Kaufinteressenten für das Werk mit einem plausiblem Business-Plan aus der Tür schickte, wird zumindest in East Troy, Wisconsin, wo über 180 Buell-Arbeitsplätze verloren gingen, mit Sicherheit nicht gut aufgenommen werden.

Die ersten Kommentare zu der Meldung in den einschlägigen Blogs sind entsprechend negativ mit dem Tenor: Die H-D-Bosse haben Buell geopfert, weil sie Angst hatten. Angst, dass Bombardier mittelfristig mit einer Rotax-Buell einen respektablen Marktanteil im Sportlerbereich einfährt - etwas, was H-D nie geschafft hat.

Auch der Verkauf von MV Agusta durch Harley-Davidson läuft übrigens seeeehr schleppend ....

16 März 2010

Hell For Leather meldet: Take-over-Gerüchte bei Harley-Davidson


Zur Zeit schießen die Spekulationen in der amerikanischen Blogger-Szene ins Kraut: An der Wall Street werden Harley-Davidson-Aktien gehandelt wie blöd, der kurs ist inzwischen um 5 % nach oben geschossen.
Der Grund für die Spekulaten: Ein Bericht der Nachrichten-Agentur Reuters. Es wird gemunkelt, dass die amerikanische Investitions-Gesellschaft KKR die Aktienmehrheit und H-D übernehmen will. Mal sehen, was sich da in den nächsten Tagen tut.

MZ fährt 2010 in der Moto2-Klasse

MZ And Ant West Now An Official Moto2 Entry via motomatters.com
Weitere Wendung in der MZ-Saga mit Wimmer & Waldmann in der Hauptrolle: Durch den Rückzug eines fest eingebuchten Teams (Kino Racing) wird ein Startplatz in der neuen Moto2-GP-Klasse frei. Es startet nun das MZ-Team mit dem Australier Anthony West als Fahrer.
Ist schon irgendwie schräg: In Zschopau gehen mangels Bankkrediten wohl die Lichter aus, auf dem internationalen Parkett - bzw. Asphalt - ist MZ (mit Honda-Motor) ist man noch präsent.

Da ihr Ratespiele offensichtlich liebt - hier noch eins: Wer war da unterwegs?

Hundert Jahre Neugierde
 
Geboren in Paris, erzogen in Paris, verzogen nach San Remo, vorgedrungen in die letzten „Weissen Flecken“ auf den Karten Persiens und der saudi-arabischen Halbinsel – unser/e Forschungsreisende/r hat in hundert Lebensjahren viel erlebt und ein erfülltes Traveller-Leben geführt.

Gleichwohl waren die Kosten hoch: Die Person laborierte seit ihrer Jugend „an schwacher Gesundheit“ und zog sich Masern, Malaria und Denguefieber zu. Auf ihren Reisen erlitt sie mehrere Herzattacken.

Schuld an der unstillbaren Reise- und Entdeckungslust war ein italienischer Kapuzinermönch, den Traveller in San Remo kennenlernte, und von dem er Arabisch lernte. 1927 begann die erste Reise nach Osten; in den Libanon, ins Land der Drusen. Nach sieben Monaten war klar: “Ich werde meine Zukunft neu planen müssen.“

Zwei Jahren später kehrt er in die Levante zurück – und taucht als Kostgänger einer Schumacherfamilie tief in das arabischen Leben ein. Traveller lernt neben Arabisch auch fließend Persisch, organisiert vor Ort zwei sensationelle archäologische Ausgrabungen am Kaspische Meer und schreibt sein erstes Buch mit dem Titel „S...................h“.

Als er in den Dreißiger Jahren nach England zurückkehrte, wurde er von der Royal Geographic Society hoch dekoriert. Von einer anderen Royal ..... Society erhielt Traveller die Burton-Medaille und den Auftrag zu zwei neuen Expeditionen in das „leere Viertel“ des südliche Arabiens, um frühe Zentren des „Gewürz- und Weihrauchhandels“ zu erforschen.

Wie viele britische Traveller seiner Zeit arbeitet unsere gesuchte Person im Zweiten Weltkrieg für den britischen Geheimdienst – sie ist an der Gründung der „Brüder und Schwestern der Freiheit“, einer clandestinen pro-britischen Organisation, in Ägypten beteiligt.

Auch in den Sechziger, Siebziger und Achziger Jahren ist die Wanderlust ungebrochen: Türkei, Syrien und immer wieder Persien. Traveller ist Ende Siebzig, als die BBC ihn zu einer großen Euphrat-Expedition einlädt. Ihre eigenen Reisepläne führen sie gar noch weiter – bis Afghanistan und Nepal.

Traveller ist sechsundachtzig, als er auf dem Rücken eines Pferdes das Annapurna-Basecamp erreicht.

Kurz vor dem Tod 1993 – wieder in den Bergen nahe San Remo - schreibt der hundertjährige Traveller: „Die Natur des Entdeckens ist noch immer einer der inspirierendsten Leitsterne des menschlichen Geistes.“

Eigene Motorrad-Trips der gesuchten Person sind nicht dokumentiert, aber da sie öfter Thomas Edward Lawrence traf, darf man annehmen, dass sie zumindest als Sozius mitfuhr.

Wer war hier unterwegs, ihre Spezialisten? Viel Spaß beim Googlen ...

UPDATE: Die Reisende war die britische Lady Freya Stark.

Das kollektive Netz-Twitter-Facebook-Hirn ist einfach zu schnell ... Ja, es ist Steve Jobs.

Preisfrage: Kommt euch dieser Mann auf der BMW nicht irgendwie bekannt vor? Vorschläge?

Ein Tipp: Der Hippie handelt heute mit Malus.

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15 März 2010

BMW S1000 RR-Rekord: über 1.750.000 Klicks für YouTube-Spot in knapp über einer Woche

Mit aktuell über 1,75 Millionen Clicks wurde der S1000RR-Dinner Spot in wenig mehr als einer Woche auf YouTube zum bis dato erfolgreichsten BMW Film aller Zeiten.

Im Zentrum des Spots steht der alt bekannte Zaubertrick, bei dem ein Magier blitzartig das Tischtuch eines eingedeckten Tisches entfernt, wobei weder Geschirr noch Gläser zu Bruch gehen.

In „Dinner for RR“ beherrscht die S1000RR diesen Trick aber noch weitaus besser: Dank ihrer Beschleunigung vermag sie die Tischdecke von einer langen, imposanten Bankett-Tafel zu ziehen, ohne dass das Porzellan zu Bruch geht.

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14 März 2010

Test Ducati Multistrada 1200 S - Scharfes Schweizer Offiziersmesser aus Italien

Die alte Multistrada von Ducati hatte etliche innige Liebhaber, war aber kein echter Verkaufsschlager. Am 2010er Modell haben die Italiener nun zwei Jahre lang gefeilt; sie soll als Allrounder gleich auf mehreren Märkte reüssieren. moto1203 fuhr die neue Allzweckwaffe in Lanzarote.

Ducati teilt das Los aller kleineren Motorrad-Hersteller: Jedes neue Modell muss sich auf dem Markt behaupten. Ein echter Looser, völlig am Käufer vorbei gebaut, kann eine Firma tief in die roten Zahlen stürzen. Darum braucht man gelegentlich einen echten Gewinner.

Der neue Hoffnungsträger der Kulthersteller aus Bolognias Vorort Borge Panigale heißt Multistrada 1200 S. Zwei Jahre Hirnschmalz haben die Ducati-Ingenieure investiert; 110 Prototypen wurden dabei verschlissen. Jetzt sind die Ambitionen hoch geschraubt: Die weltweit erste 4-in1-Maschine – ein Sportler mit der typischen Ducati-DNA, der zugleich ein guter und bequemer Tourer ist, in der Stadt leicht fahrbar sein soll, und auch als Enduro noch eine gute Figur macht. Also eine Eier legende Wollmilchsau – damit will man dem Platzhirsch in diesem lukrativen Segement, der BMW R 1200 GS, den Kampf ansagen.

Ducatis Marketing-Direktor Diego Sgorbati wiegelt sofort ab: „Die neue Maschine ist kein fauler Kompromiss. Kein glatt gebügeltes Allerlei, sondern eine echte Ducati: ein Kraftpaket mit Charakter, vital, agil, wendig. Aber eben auch geeignet für Fernfahrten mit zwei Leuten, und ein Fahrzeug, das man auf Knopfdruck zum Sportgerät für Schotten und Feldwege macht.“ Wie das gehen soll? Mit jeder Menge Hightech. Die 2010er Multistrada ist ein rollender Elektronik-Supermarkt, voll gepackt mit der Traktionskontrolle DTC, mit einem komplexen Ride-by-Wire-System, mit der digitalen Steuerung der Federelemente DES und natürlich ABS. Die Multistrada 1200 S ginge ohne Zögern als die erste E-Ducati durch; selbst der Zündschlüssel kommuniziert per Funk aus der Tasche des Fahrers im Umkreis von zwei Metern.

Schiere Power auf Befehl der Stellmotoren

Trotz aller Elektronik: Alle fünf Ingredienzien, die aus einem Motorrad eine Ducati machen, sind bei der Multi 1200 S vorhanden – unverkennbar italienischer Stil, der klassische 90°-V-Motor, die desmodromische Ventilsteuerung, der Trellis-Gitterrohrrahmen und der Sound. Das Design mit dem unten liegenden Schalldämpfer, der knappen Tourenverkleidung und der Rabenschnabel-Frontpartie, die das Zyklopengesicht der alten Multistrada ersetzt, ist tropffrisch.

Das Testastretta-Aggregat stammt aus dem Superbike 1198. 150 PS leistet der Zweizylinder-Dampfkessel in der etwas zivileren Multistrada-Version „11°“, bei der ein verändertes Ventilzusammenspiel für niedrigeren Verbrauch und Gutmütigkeit und Durchzug im unteren Drehzahlbereich sorgt.

Richtig neumodisch wird es erst im digitalen Cockpit und am linken Lenkerende, wo die elektronischen Helfer angesteuert werden. Voraussetzung für das versprochene 4-in-1-Krad ist das Ride-by-Wire-System. Der Gas-Impuls wird nicht mehr direkt per Bowserzug an die Einspritzanlage, sondern an eine elektronische Steuereinheit weitergegeben, die wiederum die Drosselklappen per Stellmotoren justiert.

Aus dieser Elektronikeinheit werden auch die Fahrmodi Sport, Touring, Urban und Enduro und die entsprechenden Motor-Mappings abgerufen: Für den Einsatz im Stadtverkehr und im Gelände wird dabei die maximale Leistung der Multistrada von 150 auf 100 PS reduziert. In der Praxis lässt sich das System nach etwas Übung auch während der Fahrt leicht bedienen.

Sport-Modus: Ducati-Gene jubeln

Also raus auf die Straße mit diesen vier Motorrädern, über die wenigen Geraden, die Lanzerote zu bieten hat, und rein in das Kurven-Geschlängel durch den Nationalpark Timanfaya: als Sportler mit direkter Gasannahme geht die Multistrada ab geht wie Nachbars Lumpi und wieselt ohne Probleme durch jede noch so haarige Kehre.

Die Sitzposition auf dem breiten Polster ist angenehm Ducati-unhaft: aufrecht, entspannt, leicht nach vorne gebeugt mit idealem Kniewinkel. Der Motor hängt wie ein Lenkdrachen an der Gashand und zieht ohne Mucken auch aus untersten Drehzahlen kräftig durch; das Sechs-Gang-Getriebe mit der Trockenkupplung lässt sich exakt schalten.

Touring–Modus: Bequem wie eine BMW

Knopfdruck während der Fahrt, Test Motorrad Nummer zwei. Auch im Touring-Modus, bei dem die 150 PS etwas softer ausgeliefert werden, macht die Multi einen guten Eindruck. Das Fahrwerk mit den langen Federwegen ist dabei etwas weicher eingestellt, doch mit einem weiteren Klick kann das korrigiert werden – die Feinjustierung der einzelnen Modi optional nach Fahrer, Fahrer mit Gepäck, zwei Reisende oder Reisende mit Gepäck kann individuell verändert oder in Werkseinstellung resetet werden.

Platz für Fahrer und Sozius ist auf der Multistrada reichlich vorhanden, und Touring-Ausrüstung findet sich in reichhaltigen Zubehör-Katalog. Käufer können die S-Ausführung schon ab Werk als Tourer ordern; Koffer und Topcase fassen 130 Liter. In den Tank passen 20 Liter Super – genug für fast 400 Kilometer Reisedistanz.

Urban-Modus: Zuckeln dank Elektronik

„Der Testastretta-Motor hat so viel Power und Drehmoment, da fällt es kaum auf, dass wir ihn im Urban-Modus auf 100 PS gedrosselt haben,“ sagt Diego Sgorbati. Die Kraft-Reduzierung ist allerdings nur eine Stellschraube bei der elektronischen Voreinstellung der Maschine auf den Stadtverkehr: Zusätzlich wird über die scharf eingestellte Traktionskontrolle ein Durchdrehen des Hinterrads verhindert und die Dämpfer an Vorder- und Hinterrad gering vorgespannt – mit dem Effekt, dass die Sitzhöhe mit 85 cm an den unteren Anschlag fährt.

Nach dem Wechsel in den Urban-Modus ist die Multistrada ein anderes Motorrad als noch Sekunden davor: Gutmütig zuckelt der PS-Protz selbst im dritten Gang bei 2000 U/min dahin, vom klassischen Rucken und Stocken eines großvolumigen Zweizylinder-Motors im Drehzahlkeller ist nichts mehr zu spüren. Zugute kommt diesem Kunstgriff der Ducati-Ingenieure ein weiteres Plus: das niedrige Gewicht unter 200 Kilogramm.

Enduro-Modus: drecktauglicher Dampfer

Am Ende der Lanzarote-Rundfahrt kommt auf einer üblen Natur-Piste mit Schotten, Querrillen und Schlaglöchern die Multistrada Nummer vier in Einsatz: der Geländegänger, ebenballs mit 100 PS. Und auch dieses Motorrad überrascht durch den vereinten Einsatz von Traktionskontrolle DTC, der elektronischen Steuerung der Federelemente und vor allem des Ducati-ABS. Im Enduro-Modus hat die Maschine durch eine erhöhte Vorspann knapp drei Zentimeter Bodenfreiheit zusätzlich und das DTC lässt den Spin des Hinterrads zu.

Das Gefühl der absoluten Wendigkeit und Sicherheit wird von den eigens entwickelten Pirelli Scorpion Trail-Reifen unterstützt, aber eindeutig vom ABS erzeugt: Selbst Vollbremsungen im Schotter sind möglich, das Ducati/Bosch-ABS pulsiert zwar heftig am Hebel, aber stottert kaum und verzögert die Maschine optimal.

Mehr als ein Allrounder

Am Ende des Tages hat die neue Multistrada nicht nur mich, sondern ganz andere Kaliber von Testern überrascht und in Verwirrung gestürzt: Was zum Teufel soll man an diesem Motorrad kritisieren? Kleine Kinken wie ein mickriger Hauptständer, die gibt es allemal. Und eine reinrassige Cross-Maschine ist sie ebenso wenig wie ein wendiges, billiges Stadtschwein für den Vorort-Pendler.

Aber Ducatis neues Vielzweckwerkzeug ist Dank ihrer Elektronik auch kein minderer Kompromiss – mit Supersportlern der Spitzenklasse kann sie ebenso locker mithalten wie mit dem Krösus der Reise-Enduros, der bayrischen GS. Die erste 4-in-1 könnte ein Durchbruch für Ducati werden – wenn da nicht der unberechenbare Kunde wäre.

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Ducati Multistrada 1200 Road Test on Lanzarote Island


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11 März 2010

Harley-Davidson, Inc. - lohnt die Flucht in die Sachwerte?

Meine Frau sagt ja immer: "Bargeld ist nichts wert. Wir müssen in die Sachwerte."

Wenn man das oft genug hört, kann man auf schräge Ideen kommen: Wie wäre es zum Beispiel mit dem Ankauf eines echt harten, voll verchromten Sachwerts, einer Harley Davidson etwa, oder dem Erwerb der einen oder anderen Aktie besagter Firma?

Kurze Recherche bei HD Investor Relations.

Mmmmh, Aktien? Sollte man lieber lassen. Wer 2004 Hundert Dollar und seitdem die Zinsen jährlich weiter investiert hat, hat jetzt noch 49 USD übrig. Der Markt-Leitwert S&P 500 liegt dagegen bei etwa 104 USD.

Und wenn wir schon mal auf der HD-Website sind, werfen wir doch einen Blick in den HD-Jahresbericht 2009 - am besten in das Kapitel "Pläne 2010". Das sieht auch nicht besonders vertrauenserweckend aus:

• The manufacturing facility in Wauwatosa, Wisconsin will be closed and operations consolidated into the manufacturing facility in Menomonee Falls, Wisconsin by mid-2010.

• The distribution facility in Franklin, Wisconsin will be closed and distribution operations consolidated through a third-party provider. The transition is expected to be finalized in 2010.

• The manufacturing campus at York, Pennsylvania will be consolidated into one facility and focused on the core areas of motorcycle assembly, metal fabrication and paint. In addition, certain areas of the York campus plus the materials velocity center in Manchester, Pennsylvania are expected to be sold to thirdparties with the sale agreements effective in 2011.

• As part of the Company’s 2009 announcement to divest MV, the Company will vacate the following locations upon completion of the sale: the offices in Wesseling, Germany and Lugano, Switzerland, and the leased portion of the product development center in San Marino, Italy.

The following facilities are expected to be sold in conjunction with the divestiture of MV: the manufacturing and office facilities in Varese, Italy; the warehouse in Morazzone, Italy; and the owned portion of the product development center in San Marino, Italy.

Wer richtig in das Zahlenwerk einsteigen will, hier der Link. http://investor.harley-davidson.com/sec.cfm , Stichwort 10-K, Annual Report

Ich habe daraus gelernt: "Ach komm, vergiss die Harley. Verjuxen wir doch die Kohle anderweitig!"

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Kommentar: MZ am Ende - kein Geld von den Banken

Es war abzusehen: Das MZ-Werk im sächsischen Zschopau, in das Anfang 2009 von Martin Wimmer, dessen Frau Dr. Martina Häger und Ralf Waldmann zur Rettung von Produktion und Arbeitsplätzen eingestiegen waren, erhält keine Bankkredite.

Nach Angaben von MZ hat ein ungenanntes Bankenkonsortium, das weitere Investitionen in Millionenhöhe geprüft habe, die Finanzierung endgültig abgelehnt.

Ohne Bankkredite wiederum hat das sächsische Finanzministerium keine Grundlage, eine Landesbürgschaft zu gewähren. Aus für das Trio, Aus für MZ. Zuletzt hatten in Zschopau noch rund zwei Dutzend Angestellte gewerkelt.

Was im ersten Moment als eine weitere grausame Entscheidung von herzlosen Bankern erscheint, ist bei näherer Betrachtung das zwangsweise Scheitern einer spinnerten Idee. Hier einige Facts:

- Als Wimmer, Häger und Waldmann sich im Frühjahr 2009 als Retter von MZ präsentierten, war MZ schon ein schwerer Sanierungsfall ohne Perspektive und Produktpalette. Ein klassischer Fall entweder für einen erfahrenen Firmenlenker, einen knallharten Insolvenzverwalter oder einen cleveren Betriebswirtschaftler - als solche waren das Trio allerdings in der Vergangenheit nicht aufgefallen. Ganz im Gegenteil ...

- Um eine marode Firma wieder hoch zu fahren, braucht man einen stimmigen Plan - ein klares Konzept und präzise Vorstellungen über Produkte, Märkte und Timelines. Vor allem Martin Wimmer ist in den ersten Monaten dadurch aufgefallen, dass er fast stündlich neue Produkte ausrief, die eingeschlagene Richtung beliebig änderte und potentielle Partner eher vor den Kopf stieß.

- Die sächsische Landespolitik vor den MZ-Karren zu spannen und in Wahlkampf-Zeiten zu Schlagzeilen-trächtigen Meeting einzuladen, war kontraproduktiv. Glaube nie einem Politiker, wenn er Dir Unterstützung verspricht.

- Wenn man trotzdem auf die Politik hofft und bei verschiedene Ministerien zwecks Unterstützung und Landesbürgschaft vorstellig wird, muss man dieses Projekt professionell angehen und sich an die Spielregeln halten.

- Mitte August sagte der damalige sächsische Finanzminister in Zschopau zu, einen Antrag auf Landesbürgschaft - also Absicherung eines Kredits durch eine Bank - nach Eingang der Unterlagen durch die Unternehmensberater PriceWaterhouseCooper prüfen zu lassen. Es war klar: Ohne Landesbürgschaft kein Kredit - ohne Prüfung keine Landesbürgschaft.

- Ende November teilte mir das sächsische Finanzministerium mit, dass PriceWaterhouseCooper bisher noch nicht mit der Prüfung begonnen habe. Der Grund: Die nötigen Unterlagen seien von MZ bisher nicht eingereicht worden - kann das angehen?

Ein Not leidendes Unternehmen schafft es in drei Monaten nicht, alle Unterlagen für den dringend benötigten Prüfungsprozess zusammen zu raffen?

- So richtig realisiert haben die drei Unternehmenslenker von MZ mit ihrer Rumpfmannschaft die Wahrheit noch nicht. Wir "werden unsere bewährten Produkte, den Elektroroller Charly, die elektrisch angetriebenen Motorroller der Emmely-Baureihe sowie das patentierte Mountainbike, weiter am Standort produzieren." Hallo? Bewährte Produkte?

Der Elektroroller Charly, den keiner kauft? Die bewährte Emmely-Baureihe, von der bis letzten Herbst nur ein wild zusammengebauter Prototyp existierte? Das patentierte Mountainbike? Wozu brauche ich da eine Motorradfabrik mit mehreren tausend Quadratmetern Fläche?

Es ist Zeit, das Licht auszuknipsen bei MZ. Und mal ehrlich und ganz realistisch gerechnet: Unter den letzten MZ-Getreuen, die nach dem letzten Akt des Trauerspiels in die Arbeitslosigkeit rutschen, sind mindestens 50 Prozent hoch qualifizierte und vermittelbare Spezialisten. Der Rest kriegt eine Qualifizierungsmaßnahme der ARGE.

Unterm Strich ist das allemal billiger, als wie in den Neunziger Subventions-Jahren Millionen in ein Fass ohne Boden zu werfen. R.I.P, MZ.

Und Wimmer & Waldi? Ach, die werden schon wieder auftauchen. Am Rande einer Boxengasse, mit einer neuen grandiosen Idee.

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10 März 2010

Jetzt ist erwiesen - der Frühling kommt!

In September, 1948, Roland "Rollie" Free -- wearing a helmet, bathing suit, and sneakers -- rode a Vincent V-Twin at 150 miles an hour across the Bonneville Speed Flats while stretched out across the bike's back fender to reduce his wind resistance, and established a new land speed record for unstreamlined motorcycles.

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moto1203 im Libanon: Biken bei den Beiruter Bagaluten - ein Lagebericht

Acht Tage Libanon. Drei alte Hondas, drei Freunde. Sie scheitern an verschneiten Pässen, baden mit den Beiruter Strand-Babes und unternehmen Vorstöße ins Gebiet der Hisbollah. Eine Motorrad-Tour durch das vom Bürgerkrieg vernarbte Land ist eine Achterbahn der Eindrücke.

Zur Google Map mit ausführlichem Fotomaterial : http://tiny.cc/libanon

Lebenmüde?

Der Ritt runter nach Saida mit dem Biker Club von Beirut ist der schiere Wahnsinn. Nach über zwanzig Jahren Bürgerkrieg sind die Libanesen müde geworden sind, sich mit Kalaschnikows zu meucheln. Sie leben ihre Aggressionen jetzt im Straßenverkehr aus. Die schiitischen Taxifahrer, fundamentalistischen Trucker und christlichen Familienväter mit sechs Kindern auf der Rückbank – sobald sie hinterm Steuer ihrer Schrottkarren sitzen, werden die liebenswürdigsten Zeitgenossen der Levante zu potentiellen Selbstmordattentätern. Die Insassen der motorisierten Irrenanstalt schießen wie Querschläger durch die acht Kolonnen, die sie auf der vierspurigen Autobahn entlang des Mittelmeers eröffnet haben. Allah sei Dank halten sich alle an die einzige Verkehrsregel, die im Libanon strikt befolgt wird: Wenn einer vor Dir fährt, muss er überholt werden.

„Klasse Tour heute, fast nix los auf den Straßen, echt relaxt,“ sagt Fouad und grinst über beide Ohren unter seinen Jet-Helm. Die sonntägliche Ausfahrt durch den Dieselruß ist das Hightlight im Vereinsleben des Beirut Biker Clubs. Rony auf seiner Bol D’Or, Mimo mit den Bandscheibenproblemen auf seiner Goldwing, Alain mit der fetten Harley, der Nighthawk-Pilot Fadi und eben Genosse Fouad auf der Honda CB 750 K6: Heute lassen sie es mal gemütlich angehen. Die zwei „Alemani“-Besucher auf den geliehenen Transalps, sie sollen die besseren Seiten des Libanons sehen.

Vor Saida geht es über ruhige Seitenstraßen und Serpentinen, die mit Alpenstrecken konkurrieren können, hoch in das Chouf-Gebirge. Der Weg durch die schmucken Dörfer ist mit Blumen gesäumt; alte Emirs-Paläste laden zum Verweilen ein. Neunzig Kilometer nach dem Aufbruch im Beiruter Sporting Club stehen wir auf 1200 Metern Höhe in einem verwunschenen Nationalpark; ein letztes Fleckchen Zedernwald, dessen Bäume über tausend Jahre alt sind. Ihr Harz riecht und wirkt wie eine wärmende Droge unter dem strahlend blauer Himmel.

Zigarettenpause. Englisch ist die Amtssprache, wenn’s mit dem Arabisch hapert. Die Gang erzählt Geschichten und gestikuliert runter zu der Smogwolke, in der sich ein Moloch von Stadt verbirgt. Über drei Millionen wohnen in Beirut, einer Metropole mit mondänen westlichen Flaniermeilen und einem brodelnden Nachtleben. Aber eben auch arabischen Vierteln mit palästinensische Flüchtlingslager, diverse Waffendepots der Hisbollah und Müllhalden an der Straße. Dahinter lässt sich das Mittelmeer erahnen, auf dem die Bundesmarine patroulliert.

Die deutschen Seesoldaten sollen ein Land der Gegensätze schützen. An seinen Stränden wird die höchste Konzentration von Silikon-Implantaten im Nahen Osten zur Begutachtung ausgeführt, im Hinterland herrscht oft beißende Armut. In West Beirut blüht an liberalen Universitäten die freie Lehre; in den südlichen Vororten unterrichten fanatische Hassprediger. Die Strecken über die Gebirge und durch die fruchtbare Bekaa-Ebene sind für Motorräder genial – aber sie werden auch zum Schmuggel von Drogen und Katyusha-Raketen benutzt. Für die Beirut Biker ist dieses Chaos Alltag. Sie freuen sich über Abwechslung und unseren Besuch: „Welcome to Libanon!“ Ja, willkommen in der Anstalt.

Zum St. Moritz des Ostens

In Byblos, am zweiten Tag unserer Rundfahrt, war die Welt noch in Ordnung. Fouad, Stefan und ich besichtigten die mit EU-Geldern aufgebrezelte Altstadt und die arabischen Ruinen. Am Fischereihafen auf einer schattigen Veranda bestellten wir bei einem stoischen Oberkellner frischen Mittelmeerfang mit gemischten Spezereien.

Auch die Fahrt über Chekka und Amioun ins heilige Kadischa-Tal der Maroniten war sensationell. Fouads K6 und unsere beiden Transalps schnurrten wie japanische Nähmaschinen. Im Tal machten wir Stopp an einem christlichen Kloster, das die Priester des Heiligen Maron wie ein Schwalbennest in die Steilwand geklebt hatten. Zum Spaß flirten wir mit einer Gruppe kichernder Studentinnen.

Vor der Dämmerung kam Bcharre in Sicht. Wir checkten in einem Hotel mit grandiosem Weitblick auf die Schneegipfel des Libanon-Gebirges ein. Fouad fuhr die K6 in die Rezeption; der kleine Vollbetonbau beherbergte außer uns keine Gäste. Das störte nicht weiter, weil das Personal innerhalb Kürze die gesamte Maschinerie anwarf und uns ein opulentes Abendmahl mit scharfen Spießen und selbst gebranntem Schnaps servierte.

Warum Bcharre einer der beliebtesten Wintersportort im Nahen Osten ist, erfuhren wir am nächsten strahlenden Mai-Morgen: Der 2300 Meter hohe Pass hinüber zur Bekaa-Ebene war noch dicht. Der staatliche Straßendienst hockte auf dem Räumgerät. Doch statt die Fräsen in Einsatz zu bringen, boten die Jungs Skidoo-Trips auf der verschneiten Straße an und verdienten sich bei den einheimischen Touristen ein schönes Zubrot.

Na super. Fouad schäumte, nachdem er Erkundigungen eingezogen hatte: „Keine Chance. Die Straße ist auf sechs Kilometern zu. Sie räumen nicht, weil auf der Bekaa-Seite und Baalbek ohnehin nur Schiiten und Hisbollah hocken. Sie sagen, da will eh keiner hin, soll der Schnee doch selber schmelzen.“

Tribes with Colours

Einen Tag später, nach einem kleinen Umweg von 200 Kilometern, waren wir wieder auf dem Weg nach Baalbek. Auch die Route über Bhamdoun, Chtaura und Zahle hat Charme, Patina und Geschichte, wie jeder Meter Asphalt im Libanon: 1976 rumpelte über diese Trasse die Armee des syrischen Nachbarn ins Land; gefeiert als Befreier oder gehasst als Invasoren, je nach Coleur. Noch heute ist die Strecke schwer gezeichnet von den tiefen Riefen der Panzerketten, von gemeinen Ölspuren aus lecken russischen Militär-Trucks und von Betonflicken, mit denen die Krater der Artillerietreffer notdürftig gefüllt wurden.

Es bleiben unübersehbare Narben in Straßen und Herzen, wenn eine Gesellschaft mit über einem Dutzend paranoider Konfessionen, mit unzähligen paranoiden Sekten, mit falschen Freunden wie Syrien und echten Feinden wie Israel implodiert. Verlässt man den Großraum Beirut, ist die Republik Libanon ein buntes Flickwerk aus feindlichen Fürstentümern. Maroniten und Drusen in den Bergen, Schiiten und Sunniten überall dazwischen, Hisbollah im Norden, in der Beekaa-Ebene und südlich des Awali-Flusses halten ihre Farben hoch und melden Gebietsansprüche an. Es geht um Geld, Drogen, Einfluss, Ehre und ums Prinzip. Kommt uns das bekannt vor? Unter den Beirut Bikern ist man sich sicher: „Hells Angels und Bandidos würden sich hier sofort zuhause fühlen.“

In Baalbek zeigt die Hisbollah-Bruderschaft Flagge: grün-gelb, mit roter Schrift. Ihre Banner zetern mit kämpferischen Parolen gegen Zionisten, amerikanische Ungläubige und Feinde des Islams allerorten. Parolen, Patches und Photos von Katyusha-Raketen werden gegen kleines Geld von Straßenhändlern angepriesen, wenn Touristenbusse mit Besuchern aus aller Welt (ausgenommen Israel) eintreffen. Ihr Ziel: „die Stadt des Lichts“, die einzigartigen römischen Jupiter-Tempelanlage. Sie wurde auf den Grundmauern der Siedlung Colonia Heliopolis gebaut, die im Jahr 15 v. Chr. gegründet wurde.

Die Ruinen sind Weltkulturerbe und liegt inzwischen im Stadtzentrum von Baalbek, wo die Hisbollah-Bewegung von knapp drei Jahrzehnten initiiert wurde. Inzwischen sitzt die radikale Kadertruppe in der Regierung und hat sich zu einem Staat im Staat gemausert. Doch ihr Anführer Hassan Nasrallah kann sich nicht aus der Deckung wagen: Israels Geheimdienst hat den Bartträger ganz oben auf seiner Most Wanted-Liste.

Der alte Mustafah Sadik interessiert sich nicht für Politik. Er arbeitet seit über fünfzig Jahren als Portier und Barmann im Hotel Palmyra und gewährt uns einen Blick ins Gästebuch. Das Etablissement hat viele Führer und Prominente kommen und gehen sehen. Die Krimi-Autorin Agatha Christie, der Künstler Jean Cocteau und ein hoch gestellter Deutscher waren da: Kaiser Wilhelm II ließ 1894 im Palmyra logieren, als deutsche Archäologen mit den Ausgrabungen begannen. Inzwischen ist das Kult-Hotel ziemlich runter gewohnt. Es wirkt, als sei seit der Visite des Kaisers nicht mehr viel gefeudelt worden. Aber Sadik hat definitiv Stil und ein Herz für deutsche Biker: „Stellen sie die Motorräder doch bitte in unsere Garage, sicher ist sicher. Zu viele Diebe in der Nacht.“

On the road again

Es durftet nach gebratenem Fisch. „1980, da waren wir alle noch echte Heißsporne. Mädels und Milizen, alles voll mitgenommen,“ erzählt Foaud, der zur Zeit für eine Menschenrechts-Stiftung in Beirut arbeitet. Auch in Sachen Motorrad war er damals ganz an der Sitze der Bewegung: “Die K6 war das non plus ultra, ich hab sie gebraucht von einem Deutschen gekauft. Eh, 1980, geiles Bike, geile Zeit. Trotz Bürgerkrieg.“

Wir sitzen bequem in einem Ausflugslokal am Qaraaoun-See auf dem Weg in den Süden. Während den letzten zwei Stunden haben wir vier Kontrollpunkte der libanesischen Armee passiert: Panzersperren, Schnellfeuerwaffen und verspiegelte Sonnenbrillen. Hauptstädter und Motorradfahrer im Besonderen - die Hisbollah hat eigene Kradmelder - werden nervös beäugt; erst unsere zwei deutschen Pässe haben die Lage sichtlich entspannt. „Ende 1981 habe ich die Honda dann an Samir verkauft und bin nach Deutschland gezogen,“ erinnert Fouad sich und spuckt eine Fischgräte aus.

Als er vor zwei Jahren nach Beirut zurück kehrte, forschte er nach seiner Maschine und fand sie beim damaligen Käufer Samir. Die Honda war 27 Jahre lang nicht gelaufen und in einem feuchten Keller verrottet. Fouad beschloss eine Komplettrenovierung. „Die Teile hab ich so ziemlich alle über eBay in Deutschland günstig geschossen und im Handgepäck mit nach Beirut gebracht.“ Den richtigen Monteur fand Fouad auch wieder: Jamal, der den Vierzylinder schon 1980 flott gemacht hatte. Im November 2008 war der Oldtimer wieder fahrbereit und wird nun fast täglich durch die Beiruter Innenstadt bewegt: „Alte Liebe rostet nicht, Bruder!“

Bomben und Bratwurst

Beiruts Strandpromenade führt über mehrere Kilometer vom Industriehafen entlang der inneren Regierungs- und Business-Quartiere, windet sich längs der Hotelmeile im laizistischen Westen der Stadt und mündet im Süden am Flughafen in die schiitischen Vororte: Hisbollah-Country. Wer die „Corniche“ mit offenem Visier entlang fährt, dem springt die Zerrissenheit des Libanons zwangsläufig ins Auge.

Fouad ist unser Guide. „Mindestens 500 Dollar die Nacht,“ sagt er und deutet rüber zu den Betonblocks, hinter dem das Hotel Phoenicia verschanzt liegt. In dem prachtvoll renovierten Schmuckbau steigen die internationalen Delegationen und UN-Abgesandten ab, die sich um Entwaffnung und den Wiederaufbau des Landes verdient machen sollen. Im Phoenica nehmen die Schönen und Reichen Beiruts ihren Nachmittagstee. Im Foyer mit der Blattgold-Tapete lümmeln die unternehmungslüsternen Scheichs aus den prüden Golfstaaten und radebrechen mit ukrainischen Hostessen. Einen Steinwurf dahinter ragt das Holiday Inn wie ein mahnender Zweigefinger in die Höhe. Eine 27 Stockwerke hohe Ruine, die im Krieg von Heckenschützen bevölkert war. Ein Sturmangriff 1976 hat dem wahllosen Treiben der Snipers ein Ende gemacht; seitdem ruht der Hotelbetrieb.

Wir stehen vor dem traditionsreichen St. George. Es ist ebenfalls dicht. Als 2005 der libanesische Ex-Premier Rafiq al-Hariri, ein einflussreicher Gegner Syriens und der Hisbollah, mit seinem Tross hier vorbeifuhr, detonierte eine Autobombe. Die Sprengkraft von rund einer Tonne hinterließ von al-Hariris Wagenpark nur noch einen riesigen Krater, tötete über zwanzig Menschen, und zerfetzte nebenbei die Fassade des alt gedienten St. George.

Der mörderische Kleinlaster kam entlang McDonalds, Starbucks und der Marlboro-Verkäufer, die an Beiruts Promenade rund im die Uhr eine wahrlich explosive Mischung versorgen: bettelnde Flüchtlingskinder mit Rotznasen, schwarzgewandete maronitische Priester, Liebespaare mit Baggy Jeans und Stringtops, Christen mit Zorn in den Augen über den ewigen Stau, dunkle Schatten mit Augenschlitzen, deren Zwei-Meter-Abstand zum Ehemann sie als Frau ausweist. Ein surrealer Film läuft ab und gelegentlich springen uns die Komparsen direkt vor die Transalps. Auf Höhe der Amerikanischen Universität legt Stefan eine Vollbremsung hin; ein bärtiger Irrer in Badeschlappen hat bei einem Wrack, geparkt in zweiter Reihe, die Tür aufgestoßen. Bei näherer Ansicht entpuppt sich der Peugeot-Kombi als fahrbare Wurst-Braterei; der Chef de Cuisine hat auf dem Rücksitz an den zwei Gasflaschen hantiert.

Wir beschließen: Jetzt reicht es, Zeit für den Sporting Club auf ein letztes Bierchen mit den Bikern. Das Hauptquartier unserer Beiruter Motorradkumpels ist ein privates Freibad direkt am Meer, hart an der Grenze zum Verfall, aber erhalten genug für die Hedonisten und Unkonventionellen der Stadt, die hier ihre alltägliche Afterwork-Party und Brautschau zelebrieren: Banker, Punks und Beach Babes. Wenn an den Uferbefestigungen am westlichsten Punkt der Stadt die Sonne fällt, ist Goldwing-Mimo meist schon länger da; er macht seine Immobiliengeschäfte ohnehin per Telefon. Alain macht seine HNO-Praxis für heute dicht und Export-Import-Fadi hat sich auch angekündigt.

Na, also, fast alle da. Nun wird die wichtigste Frage des heutigen Vereinsabends diskutiert: „Na, Jungs, wie hat euch die Woche im Libanon gefallen?“ Na, wie wohl. Was kann geiler sein als Biken durch den rasenden Wahnsinn?

(c) Text & Foto Jochen Vorfelder, gedruckt erschienen in Motorrad News 04/2010

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