06 März 2010

Multistrada 1200 - erste Fahreindrücke und Foto-Shooting auf der Insel

Ducati setzt große Hoffnungen in die Multistrada 1200: Der neue 4in1-Leistungsträger muss sich verkaufen. Einen Looser oder Mitläufer kann sich ein kleinerer Hersteller nicht leisten. Vor allem nicht nach vier Jahren Entwicklungszeit.

Satte Werte: Rund 150 PS sind bei einem Trockengewicht unter 200 Kilogramm sensationell - und die Voraussetzung, dass der angekündigte Sportler, Tourer, Urbanist und Endurist die vier Rollen ausfüllen kann.

Geierschnabel: Wie bei der alten Multistrada spaltet das Front-Design die Gemeinde. Das Zyklopenauge der alten Modellreihe ist dem spitzen Lufteinlass gewichen, der schon bei der 1198 und der Streetfighter für Verwirrung sorgte.

Voll auf Tour: Mit der Verkleidung, der Frontscheibe und der Touren-Ausstattung ist die Maschine gerüstet, um den Platzhirschen wie der 1200 GS und der Tiger Paroli zu bieten.

Herzstück: Der Testastretta-Motor, der auch in den Superbike-Modellen Dienst tut, ist für die Multistrada auf 150 PS herunter modifiziert. Das sorgt für elastischen Lauf und Gutmütigkeit in den niedrigen Drehbereichen.

Multi 1 - der Tourer: Gemächliches Cruisen, bequeme Sitze, voller Windschutz, reichlich Platz für zwei Personen, mit allem Schnickschnack wie Navi und elektrische Heizgriffe.

Multi 2 - der Sportler: Der Bordcomputer regelt vier Modi. Im Sport-Modus bringt die Elektronik die volle Power ziemlich linear. Das Fahrwerk kann es locker vertragen.

Multi 3 - Urban Transporter: Wenn der Stadt-Modus angewählt wird, sinkt die Leistung am Hinterrad von 150 auf 100 PS. Immer noch genug für Stop-and-Go auf der Stadtautobahn ... wo ABS und Traktionskontrolle für Sicherheit sorgt.

Multi 4 - Enduro im Gelände: Viele waren skeptisch, aber das niedrige Gewicht in Verbindung mit dem ABS und der steuerbaren Traktionskontrolle machen das Schweizer Messer unter den Ducati-Modellen zu einem veritablen Geländegänger.

Erster Eindruck: Die Multistrada 1200 gibt alles her, was der gemeine Käufer sucht. Extremisten werden enttäuscht sein, aber einen gelungeneren Allrounder muss man lange suchen ... Könnte ein Durchbruch für Ducati werden.

Posted via email from m o t o 1 2 0 3 - road kill

2 Kommentare:

  1. Die Touring Zuwendung ist ein richtiger Weg. Man kann nicht nur Modelle für 20jährige entwicklen, aber die Kaufkundschaft in andern Gefilden vorfinden. Dieser Ruck an die Realität war überfällig.

    Renditefördernd wird auch eine breite Zubehörlandschaft von hochqualitativem Zubehör sein. Jede Ausrichtung soll hier seine Möglichkeiten finden können. Das Enddesign soll so direkt beim Kunden entstehen können.

    Es soll auch die Möglichkeit bestehen, diese Kunststoff-Billig-Anschraubungen gegen Metalllösungen zu ersetzen. Billigteile, die nur Optik widergeben, sollen so nur als Platzhalter fungieren, um gegen Hochwertigeres ausgetauscht zu werden.

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  2. ... aber es ist wohl nur eine Art Mode des heutigen Stils (und morgen vielleicht anders), dass die letzten 40cm der Sitzfläche um das Hinterrad aussehen, als säße man auf einem plattgeklopftem Stil.

    Diese Merkwürdigkeit ist im Autodesign glücklicherweise nicht gegeben.

    In der Optik wird so der Anblick auf eine Nutzungsperson geradezu in Beton gegossen.Da es eigentlich so "egoistisch" ist, ist es gleichzeitig zum Scheitern verurteilt.

    Kein Roller verkauft sich gut, wo optisch unterstrichen wird, dass nur eine Person darauf sitzen kann. Es bleibt eine Nische. Bei Motorrädern gilt es nicht ganz so krass ... aber es gilt auch doch etwas.

    Daher ist diese Optik vielleicht zum Aussterben verdammt (These) ... ?

    Ist der Markt für Supersportler so groß, dass man sich dieses Ein-Personen-Notsitz-Denken leisten kann ?

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