BMW Motorrad steuert tapfer durch die Absatzkrise bei Motorrädern: Während 2009 weltweit der Verkauf von großvolumigen Maschinen über 500 Kubik um satte 30,3 Prozent zurück ging, hat BMW nur ein Minus von 14,1 Prozent zu beklagen. Die realen Auslieferungen sanken von rund 101.700 (2008) auf 87.300 (2009). Sie liegen damit auf einem Zahlenwert, der in ungefähr dem Jahr 2001 entspricht.
Die größten europäischen Absatzverluste mußte BMW dabei in Spanien (Minus 36,4 Prozent - wo der Markt insgesamt um 55,2 Prozent verlor), Deutschland (Minus 17,2 Prozent) und Italien (Minus 12,5 Prozent) hinnehmen. Auch in den USA, wo der Markt um 40,9 Prozent zu 2008 schrumpfte, halten sich die BMW-Prozentverluste mit 20,9 Prozent in Grenzen. Der Umsatzerlös von BMW Motorrad fiel zwangsläufig - von 1,23 Mrd. Euro (2008) auf nunmehr 1,06 Mrd. Euro in 2009. Daran sind die Modelle der R-Baureihe zu 45,9, die F-Reihe zu 38,4 und die K-Baureihe zu 15,7 Prozent beteiligt. Der große Bringer des vergangenen Herbstes und der ersten beiden Monate 2010, die bestellten S1000RR (siehe Foto), sind in dieser Statistik noch nicht erfasst. Um sich dem schrumpfenden Markt anzupassen, wurden in 2009 auch weniger Motorräder produziert - nur 82.631 (- 20,7 Prozent) wurden insgesamt von Band gelassen. Auch für 2010 rechnet man in München und Spandau nicht mit einer echten Trendwende: Nach Einschätzung von BMW wird sich der Markt "nur sehr moderat erholen" und leicht über dem Niveau des Jahres 2009 konsolidieren. Konsolidieren. Komisches Wort. Bedeutet es doch eigentlich nach den Erfahrungen 2009, dass Hersteller Konkurs anmelden, am Rande des Existenzminimums produzieren, und Dutzende von Händlern und Zubehörherstellern das Licht ausmachen. Aber eben nicht BMW.
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