28 Januar 2011

Elektrobike-Studie "Gauss Concept": "Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen."

Die Kollegen von ridexperience.de haben mich gebeten, etwas zum 125jährigen Jubiläum der Mutter aller Mobile, des “Fahrzeugs mit Gasmotorenantriebs” von Carl Benz, zu sagen. Voila.


Ein inzwischen auf Rente rauchender Bundeskanzler hat einmal gesagt: “Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen.”

Andererseits beweist das 125jährige Jubiläum der Erfindung des “Fahrzeugs mit Gasmotorenantriebs” durch den schwäbischen Tüftler Carl Benz, dass Visionäre langfristig Weichen stellen. Ohne Carl Benz und seine Hartnäckigkeit hätte auch die Geschichte des motorisierten Zweirads einen anderen Verlauf genommen.



Damit wären wir bei Attila Kiss und seiner Vision des Elektroantriebs bei Motorrädern. Zero, Brammo in den USA, Elmoto und Quanta, Elektroroller aus dem Baumarkt; es gibt auch hier zu Lande erfolgversprechende Ansätze, Motorräder aus der Zwei- und Viertakterecke in die Zukunft zu befördern. Doch so konsequent wie der Designer Kiss haben bisher wenige die Weiterentwicklung unseres Lieblingsfortbewegungsmittel weiter gesponnen.

Das Gauss-Konzept von Attila Kiss ist eine reine Studie, steckt aber voller spannender Ideen – im Benzschen Sinne.

Kiss schreibt: “Das Hauptkonzept der Gauss ist die variable Fahrwerksgeometrie, welche sich dynamisch der Situation anpasst. Ein konventionelles Fahrwerk bedeutet immer einen Kompromiss.

Diesen Kompromiss wollte ich mit Hilfe einer künstlichen Muskulatur umgehen und so die Fahrdynamik des Motorrades verbessern.

Namensgeber für das Motorrad war übrigens Johann Carl Friedrich Gauß, ein deutscher Mathematiker und Physiker, da er auf dem Gebiet des Magnetismus forschte.





Angedacht als Antrieb beim Gauss-Konzept ist ein Permantmagnetsynchronmotor mit 110 KW, er sollte Luft gekühlt und per Hydraulik mit dem Hinterrad angebunden sein. Ein Kühlkörper aus Aluminium ist mit dem Motor verbunden und mit einem Kühlschacht umkleidet. Ein modular aufgebautes Akkukonzept besteht aus zwei Basisformen. Geschaltet werden die Akkus über steckbare Metallpins und den Connectoren an den Enden.

Die künstliche Muskulatur – also Fahrwerk und Federelemente – erlaubt eine variable Geometrie, welche sich der Fahrbahn und dem Fahrer anpasst. Wendigkeit, Beschleunigungs- / Bremsstabilität, Sicherheit und vor allem der Fahrspaß sollten gesteigert werden. Der Verbundrahmen vereint die kostengünstige Fertigung eines Aluminiumrahmens und die Vorteile von Karbon. Durch das Aufschäumen des Aluminiums an den Nahtstellen kann sich das Harz bei der Karbonverarbeitung mit dem Aluminiumrahmen verbinden.

Ein Cockpit im jetzigen Sinne hat das futuristische Konzept nicht mehr. Es wird mittels einer speziellen Brille, welche mit einer Kombination der Headsup-und der Motiontracking-Technologie ausgestattet ist, sichtbar. Die Brille dient gleichzeitig als Schlüssel.

Auch Fahrwerks- und sicherheitsrelevante Daten, wie z.B. Reifendruck, können auf diesem Wege dargestellt werden. Das Heads Up Display (HUD) der Gauss ist interaktiv. Fahrwerkeinstellungen können mittels Brille schnell und ohne Werkzeug vorgenommen werden.



Ob das jemals verwirklicht wird? Ob das technisch geht? Keine Ahnung. Aber Carl Benz war von seiner Idee des “Fahrzeugs mit Gasmotorenantriebs” überzeugt, obwohl in den ersten zwei Jahren nach der ersten Fahrt niemand sein Automobil kaufen wollte, und es zum Patent angemeldet. Erfolgreich. Wie wir inzwischen wissen.

Mehr über das Gauss-Konzept unter http://www.gauss-concept.com

Fotos (c) Gauss Concept

27 Januar 2011

Video: Susan Carpenter / LA Times testet den Confederate P 120 Fighter

 

Video-Perle: "Riding September"

Zum Niederknien schön. Die Saison muss kommen. Jetzt.

MUSIC VIDEO RIDING SEPTEMBER from Hush on Vimeo.

25 Januar 2011

ZERO hat hohe Nachfrage und baut die Fertigungskapazitäten aus

Der Elektromotorradhersteller Zero Motorcycles verdoppelt seine Produktionskapazitäten mit einer zusätzlichen Fabrik am Firmenhauptsitz in Santa Cruz, Kalifornien und stellt bis Mitte 2011 25 neue Mitarbeiter ein.

Gemeinsam mit der Weiterentwicklung seiner Antriebstechnologie – ein Projekt, das mit insgesamt 1,84 Millionen US Dollar staatlichen Geldern gefördert wird – setzt das Unternehmen mit der neuen Produktionsstätte ein weiteres Zeichen für Wachstum. Ziel ist es auch, "grüne Jobs" für Kalifornien zur Verfügung zu stellen.

„Mit diesem Schritt bekräftigen wir erneut unser Engagement, hochwertige Elektromotorräder zu bauen und damit Arbeitsplätze in den USA zu schaffen“, sagt Steve Salyer, Vice President of Operations bei Zero Motorcycles.

Mit der Betriebserweiterung verfügt Zero insgesamt über eine Produktionskapazität von über 3.100 qm. Das Unternehmen will den zusätzlichen geplanten Raum nutzen, um eine höhere Nachfrage berücksichtigen zu können und seine Antriebstechnologie weiter zu entwickeln. Sobald die Motorräder vom Band kommen, werden sie verpackt und weltweit verschickt.

„Die zusätzlichen Produktionskapazitäten erlauben uns, die hohe Nachfrage in Europa zu befriedigen“, bekräftigt der Holländer Edwin Belonje, Managing Director Europe bei Zero Motorcycles. „Wir reagieren mit der neuen Fertigungsstraße auf eine wachsende weltweite Nachfrage unserer Motorräder.“ Die ersten, in der neuen Fabrik hergestellten Motorräder werden Ende Februar 2011 erwartet. Die Vorstellung der neuen Model-Linie ist ebenfalls für die nächsten Wochen geplant.

Erst vor zwei Wochen hatte Zero einen schlagzeilenträchtigen PR Coup gelandet: In Scotts Valley County, wo Zero in Santa Cruz beheimatet ist, rüstet die Polizei in einem Feldversuch einige Streifen mit ZERO DS-Maschinen aus. Zur Präsentation erschien auch der scheidende Gouverneur Arnold Schwarzenegger - im eher unklassischen Motorrad-Outfit.

(c) Courtesy ZERO Motorcycles

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24 Januar 2011

Video - Shinya Kimura: "This life suits me well."

Zen bedeutet, das Leben zu leben – in seiner ganzen Fülle. Der unmittelbare Zugang zu diesem Einfachsten von allem ist dem Verstandeswesen Mensch jedoch versperrt – es scheint so, als ob die niemals schweigende Stimme der Gedanken ihn durch hartnäckige Ideen und urteilende Vorstellungen blockiere.

Die permanente Beschäftigung mit sich selbst, die schützende Ich-Bezogenheit jedes Einzelnen verursacht immer wieder nur neues Leiden (Dukkha).

Zen kann diese Verwirrung lösen – zuletzt vermag man sogar zu essen, wenn man hungrig ist, zu schlafen, wenn man müde ist. Zen ist nichts Besonderes. Es hat kein Ziel. (Wikipedia)

19 Januar 2011

Macau 2010: "So ein Scheiss sollte man eigentlich gar nicht machen ...."

So ein Scheiss sollte man eigentlich gar nicht machen. Ist ein Zitat aus dem Trailer zu dem Film. Aber den Trailer sollte man sich anschauen.

TRAILER Epic // Macau HD720p from Cinemedia.at on Vimeo.

Honda und BMW feiern sich ins Jahr 2011 - aber aus verschiedenen Gründen

In München wurde am Dienstag vermeldet, dass BMW Motorrad auf eine vergleichsweise sensationelles Jahresergebnis 2010 zurückblicken kann. Den Zahlen zufolge wurden bis Ende Dezember weltweit 98.047 Motorräder ausgeliefert, was einem Plus von 12,3 Prozent zum Vorjahr entspricht.

Damit ist BMW gegen den allgemeinen Trend stark gewachsen. Die Bringer sind immer noch die GS-Modelle - allein in Deutschland wurden über 5.500 1200er und knapp 1.500 des Modells F 650 GS ausgeliefert. Die F 800 GS kam auf etwa die gleiche Stückzahl wie die 650er. Ein weiterer Verkaufsschlager ist die S 1000 RR. Mit diesen Modellen wurde bereits die 10.000er Schallgrenze geknackt.

In Deutschland, dem in 2011 erneut größten Einzelmarkt für BMW Motorrad, wurden insgesamt 17.816 BMW Motorräder zugelassen. Das entspricht einem lokalen Wachstum von 12,5 Prozent.

Honda hat solche positiven Zahlen im Moment nicht zu vermelden, hat aber trotzdem Grund zum Feiern: Der kleine japanische Außenposten, der am 2. Juni 1961 in Hamburg als „European Honda Motor Trading GmbH“ begann, firmiert heute in Offenbach auf einem weitläufigen Firmengelände unter „Honda Deutschland GmbH“.

Den deutschen Kunden bietet Honda zum 50jährigen Jubiläum einer fünf Modelle starken Sonderauflage an: Es werden CBF1000F, Varadero 1000, Deauville, Shadow VT750C2S und der Großroller SW-T600 in limitierter Auflage als Sondermodelle „50 Jahre Edition“ erhältlich sein. Die Modelle verfügen ohne Aufpreis über hochwertiges Zubehör sowie ein umfangreiches Servicepaket inklusive Garantie-Erweiterung.

Beispiele: Die CBF1000F der „50 Jahre Edition“ ist mit einem in Fahrzeugfarbe lackierten Verkleidungs-Unterteil veredelt, das den Wind- und Wetterschutz optimiert. Die Varadero 1000 „50 Jahre Edition“ präsentiert sich serienmäßig mit dem umfangreichen Travel-Paket inklusive Koffern mit Protektoren, Top Case mit Halterungen und Träger, Hauptständer sowie Heizgriffen.

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10 Januar 2011

Abendliches Träumen ...

CB 1100. Danke Honda.

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05 Januar 2011

Harley-Davidson macht 2011 auf Customization 2.0 - aber ohne Video ...

Harley-Davidson hat das neue Jahr mit einem Versprechen eingeläutet: Alles wird besser - nicht zuletzt mit dem neuen Customization-Programm H-D1, das ab 2. Februar 2011 starten soll.

H-D1 soll so laufen: Der Käufer ordert ein Bike, aber kann aus es nach einem auf 8.000 Teile ausufernden Zubehör-Katalog auf den individuellen Grad an Chrom-Abhängigkeit zuschneidern. Macht Sinn: Aftersales trägt zu einem nicht zu vernachlässigenden Teil zu den Erlösen bei HD bei.

Die Umrüstung gegen kleines oder großes Geld soll bei den Vertragshändlern geschehen, so die spezielle Website http://www.factorycustomization.com. "Design your motorcycle to your specifications from the comfort at home. Print it out, and bring it to your HD dealer to finalize the design."

Die Website zählt zwar die Zeit bis zum 2. Februar runter, nennt aber seltsam wenig Details. Ob das Programm auch für Deutschland gilt - bisher unklar.

In fact, die Fakten auf der Promo-Site werden täglich weniger: Bis Ende 2010 war dort auch ein spezieller - weil irgendwie schräger - Promo-Video im Angebot, der aber nach geharnischter Kritik in einigen Ami-Blogs von Harley wieder vom YouTube-Netz genommen wurde...

Allerdings zu spät: Kopien kursieren z.B. hier:

Ich hab mir den 32 Sekunden langen Video zweimal angesehen. Erinnert irgendwie an Amnesty International und Guantanamo. Wann wird diese American Icon übrigens aufgelöst oder vom Netz genommen?

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Rückrufe: BMW pfeift 20.000 K-Modelle in die Werkstatt; Kawasaki lieferte erst gar nicht aus ...

Neues von der Technikfront. BMW ruft die am Hinterrad nahezu baugleichen Vierzylinder-Modelle K 1200 S, K 1200 GT, K 1200 R, K 1300 S, K 1300 R und K 1300 GT in die Werkstätten zurück. Der Grund: ein Standardbautei an eben jenem Hinterrad.

Bei der K-Baureihe der Münchner ist ein Lager am Umlenkhebel, der das Zentralfederbein mit der Schwinge verbindet, stark von eindringender Feuchtigkeit beim Winterfahrbetrieb, starker Verschmutzung oder dem Reinigen des Fahrzeugs mit Dampfstrahlern und Hochdruckreinigern betroffen. Die mögliche Folge: Das Lager geht fest; der Umlenkhebel am Ende des Zentralfederbeins kann bei hoher Belastung möglicherweise brechen. Dann droht ein Sturz, weil das Hinterrad unter die Radabdeckung schlagen könnte und schlagartig abgebremst wird.

In Deutschland sind rund 20.000 Sportmotorräder und Tourenmaschinen betroffen. Der Umlenkhebel werde bei den betroffenen Modellen gegen ein verbessertes Bauteil ausgetauscht, erklärte ein Unternehmenssprecher. Die Umrüstung soll etwa eine halbe Stunde dauern und ist für die Kunden kostenlos.

Probleme mit dem korrodierenden Lager bei den K-Modellen sind in den einschlägigen Foren und bei BMW nicht unbekannt: Bereits 2007 war es bei den inzwischen nicht mehr gebauten 1200er-Modellen zu Korrosionsschäden am gleichen Bauteil gekommen. Unfälle mit Personenschäden habe es wegen gebrochener Umlenkhebel bisher aber nicht gegeben, versicherte BMW. Erfahrung mit dem Umtausch hat BMW bereits in den USA gesammelt: Dort lief die Rückrufaktion bereits im Oktober 2010 an.

Zumindest sind die BMWs schon auf der Straße - was man von der neuen Kawasaki ZX-10R nicht behaupten kann. Die neue Ninja wurde schon zurückgerufen, bevor die ersten Maschinen des BMW S1000RR-Jägers überhaupt beim Kunden ankamen: In den USA hat Kawasaki alle bei den Händlern befindlichen Exemplare des neuen Supersportlers wegen Problemen mit der Standfestigkeit wieder einkassiert.

Die offizielle Darstellung: "Wird die 2011er Ninja ZX-10R auf der Rennstrecke oder unter ähnlichen Einsatzbedingungen im oberen Drehzahlspektrum bewegt, kann es im Bereich der Einlassventile zu unerwünschten Schwingungen kommen. Dies kann dazu führen, dass die Einlassventile nicht vollständig am Ventilsitz anliegen und somit einen Leistungsabfall verursachen.

Die Nockenwelle, Ventilfedern und Federteller werden einlassseitig ersetzt, um die unerwünschten Schwingungen und den daraus resultierenden Leistungsabfall zu vermeiden. Kawasaki Deutschland rechnet damit, die 2011er Ninja ZX-10R ab Mitte Januar ausliefern zu können." Na ja, da liegt ja ohnehin noch Schnee und Winterreifen gibt es auch keine ...

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