Neues von der Technikfront. BMW ruft die am Hinterrad nahezu baugleichen Vierzylinder-Modelle K 1200 S, K 1200 GT, K 1200 R, K 1300 S, K 1300 R und K 1300 GT in die Werkstätten zurück. Der Grund: ein Standardbautei an eben jenem Hinterrad. Bei der K-Baureihe der Münchner ist ein Lager am Umlenkhebel, der das Zentralfederbein mit der Schwinge verbindet, stark von eindringender Feuchtigkeit beim Winterfahrbetrieb, starker Verschmutzung oder dem Reinigen des Fahrzeugs mit Dampfstrahlern und Hochdruckreinigern betroffen. Die mögliche Folge: Das Lager geht fest; der Umlenkhebel am Ende des Zentralfederbeins kann bei hoher Belastung möglicherweise brechen. Dann droht ein Sturz, weil das Hinterrad unter die Radabdeckung schlagen könnte und schlagartig abgebremst wird.
In Deutschland sind rund 20.000 Sportmotorräder und Tourenmaschinen betroffen. Der Umlenkhebel werde bei den betroffenen Modellen gegen ein verbessertes Bauteil ausgetauscht, erklärte ein Unternehmenssprecher. Die Umrüstung soll etwa eine halbe Stunde dauern und ist für die Kunden kostenlos.
Probleme mit dem korrodierenden Lager bei den K-Modellen sind in den einschlägigen Foren und bei BMW nicht unbekannt: Bereits 2007 war es bei den inzwischen nicht mehr gebauten 1200er-Modellen zu Korrosionsschäden am gleichen Bauteil gekommen. Unfälle mit Personenschäden habe es wegen gebrochener Umlenkhebel bisher aber nicht gegeben, versicherte BMW. Erfahrung mit dem Umtausch hat BMW bereits in den USA gesammelt: Dort lief die Rückrufaktion bereits im Oktober 2010 an. Zumindest sind die BMWs schon auf der Straße - was man von der neuen Kawasaki ZX-10R nicht behaupten kann. Die neue Ninja wurde schon zurückgerufen, bevor die ersten Maschinen des BMW S1000RR-Jägers überhaupt beim Kunden ankamen: In den USA hat Kawasaki alle bei den Händlern befindlichen Exemplare des neuen Supersportlers wegen Problemen mit der Standfestigkeit wieder einkassiert.Die offizielle Darstellung: "Wird die 2011er Ninja ZX-10R auf der Rennstrecke oder unter ähnlichen Einsatzbedingungen im oberen Drehzahlspektrum bewegt, kann es im Bereich der Einlassventile zu unerwünschten Schwingungen kommen. Dies kann dazu führen, dass die Einlassventile nicht vollständig am Ventilsitz anliegen und somit einen Leistungsabfall verursachen.
Die Nockenwelle, Ventilfedern und Federteller werden einlassseitig ersetzt, um die unerwünschten Schwingungen und den daraus resultierenden Leistungsabfall zu vermeiden. Kawasaki Deutschland rechnet damit, die 2011er Ninja ZX-10R ab Mitte Januar ausliefern zu können." Na ja, da liegt ja ohnehin noch Schnee und Winterreifen gibt es auch keine ...

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