Gute Nachricht für alle Andorraner und Andorranerinnen: Die beiden Staatsoberhäupter Co-Fürst Joan Enric Vives i Sicília und Co-Fürst Nicolas Sarkozy haben gestern bekannt gegeben, daß noch dieses Jahr jeder Einwohner des Zwergstaates ein kostenloses Motorrad der eigenen Wahl aus dem wohlgefüllten Staatssäckel finanziert wird. Der Ansturm der insgesamt etwa 82.000 Anwohner (Stand 2007) auf die beiden Roller- und Bikeshops im Lande ist enorm.
Die finanziellen Mittel für die überraschende Aktion stammen aus einem unerwarteten Spendensegen in Höhe von 3 Milliarden US-Dollar allein für das Jahr 2007, der durch ein Versehen im US-amerikanischen State Department (Außenministerium) zu Stande kam.
Die Behörde in Washington hatte versehentlich angenommen, dass Andorra - eine begüterte politische Enklave in einem Hochtal der Pyrenäen vergleichbar mit Liechtenstein - irgendwo im Süden Afrikas liege. Das State Department in einer ersten Stellungnahme: "Der Name klang afrikanisch, und wir nahmen an, dass das Land furchbar arm sei. Da wollten wir helfen."
Amerikanische Medien haben den Geldtransfer und die Verwendung des Geldes inzwischen scharf kritisiert. Siehe CNN:
Nation Of Andorra Not In Africa, Shocked U.S. State Dept. Reports
Daß die unerwartetn Einnahmen dafür verwendet werden, die Andorraner noch mobiler zu machen, steht im Zusammenhang mit dem Hobby von Fürst Joan Enric Vives i Sicília, der das Land gemeinsam mit dem französischen Amtskollegen Nicolas Sarkozy führt:
Vives ist passionierter Harley-Fahrer und ein begeisterter Fan des italienischen MotoGP-Piloten Valentino Rossi. Fürst Vives soll Rossi für den Fall von weiterer Verfolgung durch die italienischen Finanzbehörden bereits eine der seltenen Ehren-Staatsbürgerschaften Andorras angeboten haben. Zuletzt hatte die Staatsbürgerschaft der Schweizer Dramatiker Max Frisch für sein Stück "Andorra", durch welches das Fürstentums überhaupt der breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde, erhalten.
Der Nachrichtenwart