Suzuki Europe hat bestätigt, dass auf der diesjährigen Motorrad-Leitmesse EICMA im November in Mailand weitere "Überraschungen" präsentiert werden, obwohl die Marke die "Motorradneuheiten für 2010" bereits vorgezogen auf der IAA in Frankfurt gezeigt hat.
Dass einer der großen Motorrad-Hersteller sein Modellprogramm schon vorab auf einer Automesse zeigt, war von der Branche gelinde gesagt mit erhobenen Augenbrauen zur Kenntnis genommen worden.
Suzuki hat in Frankfurt eine überarbeitete GSF1250 Bandit, einen Sportstourer GSX1250F auf Bandit-Basis, einen M800-Cruiser, sowie die überarbeiteten Off-Raoder RM-Z250 und RM-Z450 sowie die neue RMX450Z für das Modelljahr 2010 angekündigt. Wirklich Neues ist da nicht dabei.
Nach Paul Rowney, General Manager Sales and Marketing Motorcycle bei SUZUKI INTERNATIONAL EUROPE, ist die frühzeitige Vorstellung nicht auf die angespannte Finanzlage der japanischen Bike-Bauer zurück zu führen, sondern lediglich einer Neuorientierung im Marketing geschuldet.
Rowney versicherte, dass Suzuki sehr wohl mit einem üblichen Stand in Mailand präsent sei und noch einige Joker im Ärmel habe.
Damit trotz Suzuki dem Trend: Die EICMA leidet in diesem Jahr schon vor Beginn unter dem Rückzug großer Hersteller; Honda und Yamaha haben bereits abgesagt. Die Moto-Show in Paris war für 2009 vollständig abgesagt und auf Herbst 2010 verschoben worden.
Posts mit dem Label Suzuki werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Suzuki werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
18 September 2009
21 Juli 2009
Statistik: schlechte Zahlen für japanische Bike-Hersteller

Wir haben ein wenig in den Statistiken gegraben, die JAMA regelmäßig veröffentlicht: Jama ist die Vereinigung der japanischen Fahrzeug-Hersteller und protokolliert zur Zeit der schlechten Lauf der vier Bike-Bauer Honda, Yamaha, Suzuki und Kawasaki.
Ist schon demoralisierend, wenn man sich die Zahlen der vier Großen anschaut:
Im Mai 2007 in Japan produzierte Fahrzeuge über 250 ccm -
Honda 12.793, Suzuki 20.154, Yamaha 15.972, Kawasaki 15.835, Gesamt 64.754
Im Mai 2008 in Japan produzierte Fahrzeuge über 250 ccm -
Honda 4.074, Suzuki 10.676, Yamaha 14.414, Kawasaki 9.425, Gesamt 38.591
Im Mai 2009 in Japan produzierte Fahrzeuge über 250 ccm -
Honda 4.482, Suzuki 5.889, Yamaha 7.006, Kawasaki 3.944, Gesamt 21.321
Zwei Drittel der Produktion in Japan ist weggebrochen, der Gürtel muss enger geschnallt werden ...
kein Wunder, dass Honda und Yamaha ihre Teilnahme an der EICMA 2009 im November angesagt haben.
07 April 2009
Branchenkrise: Suzuki geht auf Kurzarbeit
Suzuki Motor Corp. (SMC) in Japan reagiert auf die Krise: Der Konzern hat bekannt gegeben, dass zwei einheimische Werke im April für fünf respektive acht Tage geschlossen werden.
Während im Sagara-Autowerk in Makinohara, wo Motoren und fertige Fahrzeuge zusammen gebaut werden, die Bänder für fünf Tage still gelegt werden sollen, gehen die Angestellten im Toyokawa-Werk in der Aichi-Präfektur für mindestens acht Tage auf Kurzarbeit. Dort werden Suzuki-Motorräder und Außenborder für den Export gefertigt.
Suzuki hat nach Angaben der amerikanischen Dealernews die Kurzarbeit als direkte Folge auf die schlechten Exportzahlen in den beiden ersten Monaten 2009 beschlossen. Nach dem Fachblatt hat Suzuki im Februar 2009 insgesamt 17.519 Zweiräder produziert - im Vergleichmonat 2008 waren es noch 44.202 gewesen.
Während im Sagara-Autowerk in Makinohara, wo Motoren und fertige Fahrzeuge zusammen gebaut werden, die Bänder für fünf Tage still gelegt werden sollen, gehen die Angestellten im Toyokawa-Werk in der Aichi-Präfektur für mindestens acht Tage auf Kurzarbeit. Dort werden Suzuki-Motorräder und Außenborder für den Export gefertigt.
Suzuki hat nach Angaben der amerikanischen Dealernews die Kurzarbeit als direkte Folge auf die schlechten Exportzahlen in den beiden ersten Monaten 2009 beschlossen. Nach dem Fachblatt hat Suzuki im Februar 2009 insgesamt 17.519 Zweiräder produziert - im Vergleichmonat 2008 waren es noch 44.202 gewesen.
Labels:
Japan,
Krise,
Motorradmarkt,
Suzuki
06 April 2009
Branchenkrise: Nichts zu lachen für die japanischen Hersteller
Genaue Zahlen von der Insel (Nein, nicht die überm Kanal, sondern die in Fernost) waren bisher nicht zu kriegen - jetzt hat die JAMA, die Vereinigung der japanischen Automobilhersteller, die ersten präzisen Angaben zur Lage und Exportleistung der großen Motorradhersteller veröffentlicht. Fazit der Zahlen über den Februar 2009: Nicht nur Harley und KTM sind in Kredit- und Absatznot. (Wie geht es eigentlich BMW? Aber das ist eine andere Geschichte, zurück zu den Japanern.)
Bei den Maschinen über 125 ccm haben die vier Größen Honda, Suzuki, Kawasaki und Yamaha in 2/2009 einen Rückgang der Exportzahlen von 40,6 % im Vergleich zum Februar 2008 zu verzeichnen. In nackten Einnahmen - der Wert aller exportierten Maschinen und Ersatzteile liegt bei 540 Mio. USD - schlägt der Rückgang mit 339,23 USD im Vergleich zum Vorjahresmonat zu Buche.
Von den insgesamt 74.439 noch exportierten Motorrädern gingen 26.813 nach Europa - ein Minus von 53,3 Prozent. In amerikanischen Häfen gingen noch 28.455 Stück an Land - minus 63 Prozent im Vergleich zu Februar 2008.
Den größten Anteil an den schwindenden Export-Stückzahlen hat Honda zu tragen - schwindelerregende 88,3 Prozent. (Yamaha 50,6, Suzuki 53,3, Kawasaki 69,1 Prozent)
Auch auf dem heimischen Markt greift die Krise inzwischen Platz: Die Ertrag stärkste Klasse über 250 ccm hat in Japan ein Verkaufsrückgang von 56,7 Prozent erlitten.
Armes Nippon. Wetten werden angenommen: Welcher der vier Hersteller wirft in den nächsten 24 Monaten als erstes das Handtuch?
Der Statistikwart
03 Februar 2009
Neuzulassungen: nette Statistik Januar 2009
Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast - wird gerne im Labor gefeixt - doch unlauteres Ansinnen wollen wir dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg nicht unterstellen.
Außerdem: Zahlen lügen nicht. Und sind manchmal verheerend - wie bei den aktuellen Zulassungszahlen für den Januar 2009:
- Insgesamt 4.850 Krafträder wurden laut der Pressestelle des KBA in den ersten 31 Tages des Jahres zugelassen - kann diese Zahl bei über 80 Millionen Deutschen beeindrucken? Nein, aber es kommt noch schlimmer.
- 4.850 Units (Roller, Kleinkrafträder und echte Bikes) sind ein satter Rückgang gegenüber dem Vormonat Dezember von -34,5 Prozent. Na, ja, der Januar ist eisekalt... aber das Argument zählt nicht.
- 4.850 Krafträder im Monat Januar 2009 sind vor allem ein noch deutlicher Rückgang zum Januar 2008: -43,5 Prozent - manche würden sagen, der Markt hat sich aktuell halbiert.
Was heißt das für den Frühling? Händlersterben?
Zitieren wir doch einfach aus der aktuellen Motorradnews 2/2009 und lassen dazu andere Pressesprecher zu Wort kommen.
Rudolf Probst, BMW: "2009 wird sicher ein ganz spannendes Jahr."
Kai Swaton, Ducati: "Wir sehen uns gut gerüstet, um unsere Marktposition weiter auszubauen."
Berhard Gneithing, Harly-Davidson: "Wir rechnen für 2009 mit moderatem Wachstum."
Kerstin Martens, Honda: "Fest steht, dass Motorrad gefahren wird: Der Bestand nimmt weiter zu."
Rolf Wassmer, Suzuki: "Dennoch zeigen einige Signale, dass sich die Situation in den nächsten Monaten positiv verändern kann."
Ralf Keller, Yamaha: "Von daher steht einem erfolgreichen Jahr 2009 also nichts im Wege."
Na also, alles im Lot, hört sich doch ganz nett an.
Nett? Nett? Da fällt mir doch ein anderes Zitat aus der Frankfurter am Sonntag (FAS) wieder ein: "Nett? Was heißt hier nett? Nett ist der kleine Bruder von Scheisse!"
Der Statistikwart
Außerdem: Zahlen lügen nicht. Und sind manchmal verheerend - wie bei den aktuellen Zulassungszahlen für den Januar 2009:
- Insgesamt 4.850 Krafträder wurden laut der Pressestelle des KBA in den ersten 31 Tages des Jahres zugelassen - kann diese Zahl bei über 80 Millionen Deutschen beeindrucken? Nein, aber es kommt noch schlimmer.
- 4.850 Units (Roller, Kleinkrafträder und echte Bikes) sind ein satter Rückgang gegenüber dem Vormonat Dezember von -34,5 Prozent. Na, ja, der Januar ist eisekalt... aber das Argument zählt nicht.
- 4.850 Krafträder im Monat Januar 2009 sind vor allem ein noch deutlicher Rückgang zum Januar 2008: -43,5 Prozent - manche würden sagen, der Markt hat sich aktuell halbiert.
Was heißt das für den Frühling? Händlersterben?
Zitieren wir doch einfach aus der aktuellen Motorradnews 2/2009 und lassen dazu andere Pressesprecher zu Wort kommen.
Rudolf Probst, BMW: "2009 wird sicher ein ganz spannendes Jahr."
Kai Swaton, Ducati: "Wir sehen uns gut gerüstet, um unsere Marktposition weiter auszubauen."
Berhard Gneithing, Harly-Davidson: "Wir rechnen für 2009 mit moderatem Wachstum."
Kerstin Martens, Honda: "Fest steht, dass Motorrad gefahren wird: Der Bestand nimmt weiter zu."
Rolf Wassmer, Suzuki: "Dennoch zeigen einige Signale, dass sich die Situation in den nächsten Monaten positiv verändern kann."
Ralf Keller, Yamaha: "Von daher steht einem erfolgreichen Jahr 2009 also nichts im Wege."
Na also, alles im Lot, hört sich doch ganz nett an.
Nett? Nett? Da fällt mir doch ein anderes Zitat aus der Frankfurter am Sonntag (FAS) wieder ein: "Nett? Was heißt hier nett? Nett ist der kleine Bruder von Scheisse!"
Der Statistikwart
Labels:
BMW,
Ducati,
Harley-Davidson,
Suzuki,
Yamaha
09 Oktober 2008
Suzuki: Ende einer Ära

Bert Poensgen, der die Geschicke von Suzuki Deutschland über Jahrzehnte bestimmt geht, zieht sich zurück vom Gut. Aber hinterlässt einen gut bestellten Hof: Die jährlich steigenden Verkaufszahlen entgegen des Trends sollen das 2009er Superbike GSX-R 1000 und die neue Gladius 650 weiter nach oben treiben.
Die neue 1000er wirft gegen die japanischen und neuerdings bayrischen Konkurrentinnen knapp 190 PS bei einem Gewicht von 203 Kg in die Waagschale und gibt die Höchstgeschwindigkeit im Prospekt verschämt mit "über 200 Km/h" an.
Die Gladius (im Bild) mit etwas unter 70 PS ist ein anderes Kaliber. Als Nachfolgerin der in die Jahre gekommenen SV 650 glänzt das Naked Bike vor allem optisch: Der exzellente Design-Entwurf könnte aus einer italienischen Feder stammen. Die Gladius mit ihrer relativ niedrigen Sitzposition soll vor allem Frauen und Anfänger ansprechen.
intermot2008koeln
Labels:
Gladius,
Intermot 2008,
Köln,
Poensgen,
Suzuki
08 Mai 2008
Schräglage: SDSDS - Suzuki Deutschland sucht den Superstar

Kommt bald Dieter Bohlen für Suzuki zum Einsatz? Prügelt er sich bei Dmax (verbal) mit Jürgen Vogel? Und kann ein Motorrad noch hässlicher sein als die B-King?
Solche und ähnliche Fragen beleuchtet moto1203 in "Schräglage", der neuen regelmäßigen Rubrik bei Spiegel Online.
Der Blogwart
18 März 2008
Äthiopien: Die chinesischen Billigheimer reiten ein
An einer staubigen Ausfallstraßen von Addis Ababa: Der metastasenartig wuchernde Stadtverkehr schleppt sich vorbei. Überfüllte Minibusse liefern sich Stopp- and Go-Rennen um die Fahrgäste am Straßenrand. LKW-Fahrer, die ob der schieren Größe ihres Fahrzeugs immer Vorfahrt haben, hupen sich ihren Weg durchs Chaos.
Was fehlt, sind Motorräder. Sind Mopeds. Kein Vergleich mit Asien; mit Thailand, Indonesien oder Vietnam, wo er Erwerb eines Rollers oder Mopeds quasi das öffentliche Zeichnen für das persönliche Wohlergehen und ein ökonomischer Indikator für eine sich herausbildende Mittelschicht ist.
In Äthiopien gibt es keine Mittelschicht; keinen Markt für Mopeds und Scooter. Die wenigen Zweiräder, die auf dem Land unterwegs waren, stammten meist von Suzuki und Yamaha - am verbreitesten waren die TS 185 und die DT 175, zwei Maschinen, die so nicht mehr gebaut werden, aber auf dem Gebrauchtmarkt immer noch horrende Preise erzielen.


Gut erhaltene Exemplare kosten bei den Gebrauchthändler an der Bole Road bis zu 28.000 Birr - also bis zu 2.000 Euro: kompletter Wahnsinn bei den lokalen Löhnen. Eine Arbeiterin beim Sortieren und "Handpicking" von Kaffee geht nach acht Stunden Arbeit mit 14 Birr - einem Euro - nach Hause.
Die Mopeddichte wird sich jetzt ändern - glaubt jedenfalls der chinesische Massenhersteller Lifan. Er hat seit zwei Jahren einen Importeur draußen an der Bole Road und der hat nach eigenen Angaben in dieser Zeit 1800 Stück ausgeliefert. Ob die Käufer auf die Qualität schauen? Eher nicht. Schlagendes Argument ist eher der Kampfpreis von 10.500 Birr.

(c) Jochen Vorfelder
Was fehlt, sind Motorräder. Sind Mopeds. Kein Vergleich mit Asien; mit Thailand, Indonesien oder Vietnam, wo er Erwerb eines Rollers oder Mopeds quasi das öffentliche Zeichnen für das persönliche Wohlergehen und ein ökonomischer Indikator für eine sich herausbildende Mittelschicht ist.
In Äthiopien gibt es keine Mittelschicht; keinen Markt für Mopeds und Scooter. Die wenigen Zweiräder, die auf dem Land unterwegs waren, stammten meist von Suzuki und Yamaha - am verbreitesten waren die TS 185 und die DT 175, zwei Maschinen, die so nicht mehr gebaut werden, aber auf dem Gebrauchtmarkt immer noch horrende Preise erzielen.


Gut erhaltene Exemplare kosten bei den Gebrauchthändler an der Bole Road bis zu 28.000 Birr - also bis zu 2.000 Euro: kompletter Wahnsinn bei den lokalen Löhnen. Eine Arbeiterin beim Sortieren und "Handpicking" von Kaffee geht nach acht Stunden Arbeit mit 14 Birr - einem Euro - nach Hause.
Die Mopeddichte wird sich jetzt ändern - glaubt jedenfalls der chinesische Massenhersteller Lifan. Er hat seit zwei Jahren einen Importeur draußen an der Bole Road und der hat nach eigenen Angaben in dieser Zeit 1800 Stück ausgeliefert. Ob die Käufer auf die Qualität schauen? Eher nicht. Schlagendes Argument ist eher der Kampfpreis von 10.500 Birr.

(c) Jochen Vorfelder
13 November 2007
EICMA 2007: die hässliche B-King

Wenig zu bieten in Mailand hatten die kleineren Japaner: Kein wirkliches neues Modell bei Kawasaki, da und dort mehr Power bei Suzuki mit der überarbeiteten Hayabusa und der B-King. Dazu ein offenes Wort: Die B-King ist ein abstruses Schwergewicht mit Fledermausohren. Am Suzuki-Flagschiff mit dem runtergeregelten Hayabusa-Motor (immer noch 184 PS) scheiden sich die Geister: War der Zeichner von Star Wars am Werke oder stammt das Design aus der Tierwelt? Ich tendiere zu Zweiterem.
Der Messewart
Labels:
2007,
EICMA,
Mailand,
Motorradmesse,
Suzuki
Abonnieren
Posts (Atom)