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28 Oktober 2008

Flash-Spiele: ein neuer Player

Nehmen wir doch mal die bekannten Fotos von der Intermot 2008 - und experimentieren damit mit einem kostenlosen Flash-Player, den slide.com online anbietet.

Genial einfach: Bilder hochladen, Art der Darstellung aussuchen, Skin auswählen, Fotos beschriften, Musik unterlegen - alles ratz-fatz. Hier das Resultat:

(Achtung - ich habe den Player rausgenommen - weil er einen gravierenden Nachteil hat: Erläßt sich nur mit EINGESCHALTETEM Sound einbauen. Ganz übel....

Interessant wäre natürlich zu wissen, wieviele Anschläge der Textbereich schluckt. Reichts für eine anständige Bildunterschrift - könnt ihr ja mal ausprobieren...

Der Codewart

24 Oktober 2008

Rückblick Intermot 2008: Hersteller und Modelle

Eine Woche nach der Intermot - und nur noch zwei Wochen bis zum nächsten Messen-Showdown EICMA in Mailand - hier noch einmal die Highlight in Köln in geballter Flash-Form.





Der Bilderwart

10 Oktober 2008

Intermot 2008: Polo und Corsa auf zwei Rädern...


Ich bin kein Freund von langwierigen Debatten im Internet, darum klicke ich eingegangene Kommentare zu meinen Posting meist gleich weg.

Wegen meiner Intermot-Kommentierung wurde ich meist beschimpft - viel zu negativ, zu depressiv fandens die meisten gar.

Da freut es mich doch, dass einer der wichtigsten Branchendienste aus meiner Sicht, das autoreporter.net, in die gleiche Kerbe haut: "Wirklich Neues - und vor allem Innovatives - gibt es in Köln nicht zu sehen. Viele als Neuheiten präsentierte Maschinen sind nichts weiter als modellgepflegte Maschinen. Und die als Highlight auf dem Honda-Stand präsentierte Design-Studie hat weder Motor noch echte Räder."

Und am Ende schreibt: "Den höchsten Marktanteil haben Klein- und Kompaktwagen. Eine Yamaha Polo, Kawasaki Corsa oder Suzuki Fiesta sucht man in Köln hingegen vergebens. Und wo bleibt das Dieselmotorrad?"

Hier der ganze Kommentar.

09 Oktober 2008

Intermot 2008: Mörderische Zeiten


Übersicht: Alle Modelle - alle Hersteller

Rückfahrt von der Intermot - was für ein Resumee soll man ziehen? Im Zug zurück nach Hamburg kam mir schließlich der iPod und der große alte Mann Leonard Cohen zu Hilfe:

"Give me back the Berlin wall, give me Stalin and St Paul, I've seen the future, brother: it is murder." (Leonard Cohen, The Future)

Vor Ort scheint es, als habe sich nichts geändert auf der Nabelschau der Bikes und Biker-Branche. Die Veranstalter der Intermot 2008 prophezeien Rekorde und Business as usual: Über 200.000 Besucher sollen zwischen dem 8. Und 12. Oktober ins Kölner Messezentrum kommen, über 1100 Aussteller und 40 Ländern sind angetreten. Es wird Häppchen, Hostessen und Highlights geben. Und volle Papptaschen.

Doch wer genau hinschaut und hinhört, spürt, dass die Gemütsgelage bei den traditionell optimistischen Herstellern dieses Jahr eine andere ist. Der raue Alltag hat Einzug in die Veranstaltung gehalten, die von den Zweiradträumen lebt: „Auch wir können nicht verkennen, dass die aktuelle Finanz- und Bankenkrise spürbare Auswirkungen auf unseren Markt haben wird,“ sagt Hendrik von Kuenheim, Motorrad-Chef von BMW.

Kollegen von anderen Herstellern werden im Gespräch noch deutlicher: Die fetten Jahre sind vorbei, die Krise schlägt voll durch. Harley-Davidson hat Leute im Stammwerk entlassen müssen, Kawasaki den Rennsport-Support in Deutschland quasi dicht gemacht, weil die Umsätze im ersten Halbjahr 2008 gefallen sind.

Hinzu kommt, dass die Platzhirsche aus München, Japan und Italien die Weichenstellung für die Zukunft verschlafen haben. Technische Schmanckerl – hier eine neue Baureihe, dort ein ABS, coole Designs aller Orten. Doch alternative Antriebe zum Verbrennungsmotor, die bei wachsendem Kosten- und Umweltbewusstsein der Kunden das Gebot der Stunde wären, sind nicht in Sicht.

Die Biker werden kommen zur Schau, aber ob sie auch weiter den Geldbeutel öffnen? Angst macht die Runde in Köln – man munkelt, dass mancher Bike-Bauer und großer Japaner die nächsten Jahre nicht überstehen wird.

Der Abgesang von Vater Cohen lautet jedenfalls:

"And now the wheels of heaven stop, you feel the devil's riding crop, get ready for the future: it is murder."

(c) Jochen Vorfelder intermot2008koeln

BMW: Kampfansage aus München


Unbestrittener Star auf dem BMW-Stand ist das komplett neue entwickelte Superbike S 1000 RR (im Bild), mit dem die Bayern im kommenden Jahr in die Superbike-WM angreifen wollen.

Die Fahrer Ruben Xaus und Troy Corser sollen auf dem neuen Reihen-Vierzylinder mit 1000 Kubik, der um die 190 PS leistet, den japanischen und italienischen Platzhirschen Paroli bieten. BMW-Motorrad-Chef Hendrik von Kuenheim: "Unser mittelfristiges Ziel ist der WM-Titel." Eine Straßenversion des Renners mit elektronischer Traktionskontrolle und ABS wird wohl ab Sommer 2009 für knapp unter 20.000 Euro ausgeliefert.

Weiter im blau-weißen Schaufenster in Halle 6: drei völlig überarbeitete Modelle aus der K-Serie mit nunmehr 1300 Kubik , das Naked Bike K 1300 R, der Sportler K 1300 S sowie die verkleidete J 1300 GT.

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Honda: Ausgebremste Feuerstühle


Der Marktführer hat wieder den größten Stand, die meisten Hostessen und stellt in der breitesten Modellpalette von Mini-Roller bis Mega-Goldwing eine feine technische Raffinesse vor: das erste vollkommen elektronisch gesteuerte ABS-Bremssystem. Ausgerüstet mit dem neuen System ist der 2009er Jahrgang der Supersportler, die CBR 600 RR ABS und die 1000er Fireblade (im Bild).

Die Fireblade mit 178 PS glänzt zum 60sten Geburtstag von Honda in schillernden Farben - neben der weiß-blau-roten Variante sind Modelle in Schwarz, Blau und Repsol-Orange im Angebot.

Ansonsten: Innovation Fehlanzeige. Die Weiterentwicklung des Automatikkonzepts DN-01 wurde vergeblich erwartet. Die Benzin-Strom-Hybride mit 200 bis 1000 ccm, die japanische Fachzeitungen angekündigt hatten, stecken noch in den Kinderschuhen und sind noch nicht vorzeigbar.

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Harley-Davidson: Amerikanische Muskelspiele


Zur Pressekonferenz kam extra Michael van der Sande, der Vice-President der Bike-Bauer aus Milwaukee, eingeflogen - und stellte die aktuelle Version des Erfolgsmodells V-Rod vor: Die V-Rod VRSCF "Muscle" (im Bild) mit dem 1247 ccm-Zweizylinder-V-Motor bringt wassergekühlte 125 PS und 115 Nm Drehmoment auf den Prüfstand.

Der "Power Cruiser" sieht mit dem neuen Rahmen und flachen Design jetzt noch gemeiner aus. Der Rest der Palette von Softtail- bis Dyna-Baureihe wurde wie jedes Jahr geringfügig überarbeitet.

Erik Buell, der böse Bube in der Harley-Familie, hat mit dem von Rotax entwickelten Helicon V2-Aggregat im neuen "Cafe Racer" Buell R1225 CR endlich einen Antrieb, bei dem er aus dem Vollen schöpfen kann. 148 PS machen aus dem Buell-Konzept der konzentrierten Triebwerk-, Tank und Auspuff-Masse endlich ein stimmiges Oevre.

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Yamaha: Rückkehr des Kultbikes


Die im Jahr 1984 vorgestellte und zur Jahrtausendwende eingestellte Yamaha Vmax galt als ausgestorben - jetzt ist sie wieder da: auf völlig neue Beine gestellt, mit einem Fahrwerk, das diesmal nicht durch die schiere Leistung überfordert ist, jeder Menge Elektronik und doch optisch ziemlich nah am Original. Der neue Kraftprotz (im Bild) saugt 200 PS aus einem 4 Zylindermotor mit 1679 ccm bei einem Drehmoment von 166 Nm, leistet sich allerdings auch ein Kampfgewicht von 310 Kg.

Wie die Konkurrenz zittert auch Yamaha um die Mittelklasse mit den traditionell hohen Verkaufszahlen: Die neue XJ6 Diversion mit 16 Ventil-Einspritzmotor und ABS soll's richten.

Überschattet wird der Yamaha-Stand in Halle 6 von Gerüchten - einer der japanischen Hersteller soll von seinem Mutterkonzern verkauft werden.

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Suzuki: Ende einer Ära


Bert Poensgen, der die Geschicke von Suzuki Deutschland über Jahrzehnte bestimmt geht, zieht sich zurück vom Gut. Aber hinterlässt einen gut bestellten Hof: Die jährlich steigenden Verkaufszahlen entgegen des Trends sollen das 2009er Superbike GSX-R 1000 und die neue Gladius 650 weiter nach oben treiben.

Die neue 1000er wirft gegen die japanischen und neuerdings bayrischen Konkurrentinnen knapp 190 PS bei einem Gewicht von 203 Kg in die Waagschale und gibt die Höchstgeschwindigkeit im Prospekt verschämt mit "über 200 Km/h" an.

Die Gladius (im Bild) mit etwas unter 70 PS ist ein anderes Kaliber. Als Nachfolgerin der in die Jahre gekommenen SV 650 glänzt das Naked Bike vor allem optisch: Der exzellente Design-Entwurf könnte aus einer italienischen Feder stammen. Die Gladius mit ihrer relativ niedrigen Sitzposition soll vor allem Frauen und Anfänger ansprechen.

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Kawasaki: Farbspiele bei den Giftgrünen


Klar gibt es bei Kawasaki in Halle 8 mit der ZX-6R eine neue lime-grüne Ninja - die kommt jedes Jahr verfeinert; sprich leichter, schmaler und angeblich handlicher. Die Rahmendaten bleiben gleich: 599 Kubik, 16 Ventile im 4-Zylinder-Reihenmotor.

Interessanter dagegen die Fürsorge von Kawasaki Deutschland für die Masse der Motoristen: Die Brot und Butter-Modelle ER-6n (im Bild) und ER-6f wurden einer gehörigen Modellpflege unterzogen. Das neue n-Naked Bike wirkt wesentlich hochwertiger als das alte Modell, die verkleidete f soll einen besseren Windschutz bieten.

Beide Maschinen schöpfen 72 PS aus einem 650 Kubik-Parallel-Twin und haben serienmäßiges ABS.

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Triumph: Besinnung auf die Stärken


Eigentlich nichts wirklich Neues hat Triumph in Halle 9 zu bieten. Aber die Engländer machen aus der Not eine Tugend: Die erfolgreiche Daytona 675, die diese Saison auf deutschen und britischen Rennstrecken Triumphe eingefahren hat, leistet 2009 ein paar PS mehr und wurde im Detail überarbeitet.

Das Gleiche gilt für die neue Street Triple R (im Bild), die wie die bisherige Version ohne R auch 106 PS leistet, aber im Detail aufgerüstet wurde: geändertes Fahrwerk, hochwertigere Gabel, Federelemente und Bremsanlage - zum akzeptablen Preis von 8640 Euro.

Liebevoll hat sich Triumph auch um die 2009er Bonneville gekümmert. Sie hat nun wie die Novitäten der Siebziger Jahre Siebenspeichen-Gussfelgen und 17-Zoll-Räder.

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Ducati: Diven in Rot


Was schon vor Wochen in den einschlägigen Internet-Foren durchsickerte, in Köln war es zum ersten Mal live zu sehen: die neuen Monster 1100 und 1100 S (im Bild), die neuen Flagschiffe der Naked Bike-Familie aus Bologna. Gezeichnet wie die bereits im letzten Jahr vorgestellte 695, aber mit 95 PS und 103 Nm Drehmoment mit mehr Power als der Desmodromik-Zweizylinder-Basis-Motor der 695.

Weiter im Angebot am Stand in Halle 8: die Hypermotard 1100 in Perlmutt-weiß und eine optisch aufgepeppte Multistrada.

War's das schon? Ja. Wie alle Italiener steckt auch Ducati in Köln in einem Dilemma: Man muss dem deutschen Klientel etwas Wertiges zeigen, aber darf gleichzeitig das Publikum auf der Hausmesse, der Mailänder EICMA im November, nicht verprellen. Drum wird man auf die weiteren Novitäten aus Borgo Panigale noch bis nächsten Monat warten müssen. In der Gerüchteküche: eine neue Multistrada und womöglich eine völlig neue Motoren-Generation - vielleicht sogar ohne Desmodromik.

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MV Agusta: Dabei sein ist alles


Weitaus tiefer gehende Probleme als Ducati - Wo zeige ich bloß die neuen Knüller? - hat die Edelmarke MV Agusta. Seit das Baby der Casteliogni-Brüder von Harley-Davidson übernommen wurde, wird im Werk in Varese vom abgesandten Directing Manager Matt Levatich kräftig saniert.

Das hat im Verein mit dem finanziellen Bermuda-Dreieck, das zum Verkauf geführt hat, zur Folge, dass die Modellentwicklung stockt - weder auf der Intermot noch im November auf der EICMA darf man von MV Agusta etwas Neues erwarten. Das muss erst mal nichts Schlechtes heißen: Die ausgestellten Brutale und F4-Modelle sind erprobte und edle Modelle, die sich im teuren Nischenmarkt ihre Kundschaft erkämpfen. Und angeblich zeichnet die Design-Legende Tamborini an etwas ganz Neuem ...

Immerhin hat das Harley-Engagement wohl dazu geführt, dass man sich die horrenden Kölner Standkosten geleistet hat.

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Aprilia: Offensive der Piaggio-Kids


Aprilia, der flotte Spross der italienischen Roller-Dynastie Piaggio, will 2009 dem Establishment in der Superbike-Klasse und dem Newcomer, der BMW S 1000 RR, Paroli bieten. Dafür dient die RSV4 Factory (im Bild), die in Köln vorgestellt wird: Ein Superbike mit 65-Grad-V4-Triebwerk , für die Straße adaptiert von der Aprila-Rennversion, die in der Superbike-WM laufen wird.

Nach Deutschland sollen ab April 2009 etwa 150 Stück kommen; die PS-Zahl soll knapp unter 200 liegen, das Gewicht ebenso.

Ansonsten hat man fürs nächste Jahr in Sachen Modellpflege die Hausaufgaben gemacht - die drei Modell Mana, Shiver und Dorsoduro werden 2009 mit einem ABS ausgeliefert.

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Royal Enfield: Alte indische Werte


Neues in Halle 10.1 von einem der ältesten Hersteller auf dem Markt: Seit 76 Jahren werden Royal Enfield Bullets gebaut, erst in England und seit den 50er Jahren in Indien. Jetzt hat der Importeur ZMT mit R.L. Ravichandran, dem CEO
des Herstellers, einen komplett neuen 500 ccm-Bullet-Motor vorgestellt, der mit elektronischer Einspritzung arbeitet, und die EURO3-Norm schafft.

Gebündelt ist das neue 28 PS-Triebwerk, das sich äußerlich kaum von den klassischen Motoren unterscheidet, mit einem rasanten Retro-Design. Die Bullet Classic (im Bild) ist die Bollywood-Interpretation der Enfield-Nachkriegs-Ära: Einzelsitz, klassisch-grüner Lack, Lampenkopf aus Druckguss, der Tank mit der historischen Grafik. Gleichzeitig ziemlich State-of-the-art: E-Starter, Scheibenbremsen und moderne Teleskopgabel. Und geschaltet wird jetzt Links.

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Elektrobikes: Power aus der Steckdose


Es tut sich etwas auf dem Markt der Elektro-Roller, die in Halle 4.1 zu finden sind: Die Verkaufszahlen steigen, der Leidendruck durch hohe Spritpreise und quälendes Umweltbewusstsein nimmt zu. Kein Wunder also, dass selbst die Etablierten wie Honda und BMW die Möglichkeiten sondieren.

Beim Käufer sind bisher nur die Kleinen wie e-max oder Vectrix: e-max hat seit Juli rund 1500 Stück der Modellvarianten 90s und 110s ausgeliefert, die Händler berichten von steigender Nachfrage auch in Österreich: In der Alpenrepublik wird der Kauf eines E-Fahrzeugs mit 300 Euro staatlich subventioniert. Zur Saison 2009 sollen die beiden Modell auch mit Batterien kommen, die Reichweite und Leistung weiter erhöhen.

Beim Berliner Vertrieb des Vectrix (im Bild) backt man dagegen noch relativ kleine Brötchen: Weltweit 2000, aber nur 50 Stück in Deutschland hat man bisher in 2008 verkauft. Wahrscheinlich liegt es am illusorischen Preis, der bei 9.999 Euro schwebt.

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Hyosung: Malaise und Methanol


Dass Hyosung zu Anfang des Jahres den Besitzer gewechselt hat und nun zum koreanischen Mischkonzern S&T Motors gehört, hat der Marke bisher nicht gut getan. Neue, für 2008 avisierte Modelle wie ein 650er Sportbike mit elegantem Gitterrohr-Rahmen schweben in der Warteschleife, die Zukunft des erwarteten 1000er-Motors steht in den Sternen. Der Importeur übt sich in Modellpflege.

Und war genauso überrascht wie die Intermot-Besucher in Halle 8, als kurz vor Messebeginn ein unerwartetes Exponat auftauchte: die F.C.One.R, eine Studie, die mit einem „Direct Methanol“-Brennstoffzellen-Antrieb laboriert. Eingebaut in ein Aluminium-Chassis speist die Zelle einen Lithium-Polymer-Akku mit 32 Amperstunden. Höchstgeschwindigkeit um die 70 km/h, Reichweit angeblich 3 Stunden.

Vielleicht tut sich ja doch was in Korea bei S&T.

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Derbi: Rote Kugeln für den Nachwuchs


Die Spanier von Derbi, die mit dem Slogan „The Return of the Red Bullets“ werben, sind nicht zu beneiden. Da stellen sie in Halle 7 feine Maschinen wie die Adventure 125 oder die Mulhacén Café 125 (im Bild) aus, die hier zu Lande selten auf den Straßen zu sehen sind. In Spanien ist das anders, da sind sie Verkaufs-Renner.

Der Grund: In Spanien dürfen die Maschinen mit dem modernen 125 Kubik-Viertakt-Motor (15 PS, maximale Geschwindigkeit 110 km/h) mit dem PKW-Führerschein gefahren werden. Bleibt für die Branche zu hoffen, dass im Rahmen der kommenden EU-Führerschein-Vereinheitlichung auch die bundesdeutschen Führerschein-Klassen neu geregelt werden.

Derbi hätte sich etwas davon: Die Adventure wirkt wie eine GS 1200 für den Einsteiger, der Café Racer wie eine kleine Ducati. Könnte beim Fahrer-Nachwuchs kultig werden.

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Moto Morini: Schwarzer böser Bube


Um die Legende Moto Morini war es nach der überraschenden Wiedergeburt der Marke in 2004 wieder ziemlich ruhig geworden - der erste große Wurf, die Corsaro 1200, hatte mit Qualitätsproblemen zu kämpfen und Neues war nicht wirklich nachgekommen.

Inzwischen scheinen die Kinderkrankheiten des Moto Morini-Triebwerks ausgestanden und neben der aktuellen Granpasso 1200 zeigen die italienischen Kleinserien-Hersteller aus Casalecchio di Renpo in Halle 10.1 ein echtes Schmuckstück: die Scrambler 1200 (im Bild) zum Preis von 11.795 Euro.

116 PS und 105 Nm aus einem 1187 ccm-V-2-Motor, verbaut in einem Stahlrohrrahmen mit Aluschwinge und UpSideDown-Gabel, klassische Speichenräder und einem kühn geschwungenen Edelstahl-Schalldämpfer-Duo. Das gesamte Paket in Nachtschwarz rollt auf den für einen Scrambler passenden Stollenreifen.

Würde Steve McQueen noch fahren: Für dieses Schmuckstück würde er das Original von Triumph in die Ecke stellen.

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