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19 Mai 2011

Video: classic bikes and modern pop

Manchmal fallen die Dinge einfach wie magisch zusammen - oder mit Ex-Kanzler Willy Brandt zu sprechen: "Da wächst zusammen, was zusammen gehört...".

Man nehme z.B. den Song "New Slang" einer extrem relaxten Pop-Band aus Albuquerque, New Mexico namens "The Shins"und lege ihn unter die Video-Aufnahmen eines Veteranentreffens - in diesem Fall das Post Classic Race Meeting im australischen Eastern Creek vom Oktober 2007.

Herausgekommen ist eines der besten Rennvideos, das ich in der letzten Zeit gesehen habe.


Post Classic Race Meet - Eastern Creek Oct 2007 from Deus Cycles on Vimeo

Zum DEUS-Rennteam: DEUS ist eine Schrauber-Garage mit angeschlossenem Mode-Label aus New South Wales, an der der Gründer des Australien-Weiten Kult-Labels MAMBO beteiligt ist. Siehe www.deus.com.au

13 März 2009

One week: Ein Film über Tod, Glück und ein Motorrad

Das Jahr 2009 hat mir bisher fast nur Glück gebracht, Bekannten und Freunden von mir viel Pech. Daran musste ich denken, als ich mir den Trailer von "ONE WEEK - what would you do?" angeschaut habe, einem Film, der in Kanada gerade sehr erfolgreich in den Kinos läuft.

Eigentlich eine tot traurige Geschichte - ein junger Mann wird mit einer fatalen Diagnose konfrontiert - vielleicht hat er nur noch wenige Wochen oder Monate zu leben...und bricht auf, auf einem alten Motorrad durch Kanada zu fahren. Erst einmal ohne Ziel, aber das Land und seine Menschen kommen ihm so nahe, dass er sich daran aufrichtet.

Das Medium ist seine Maschine, sein Gesprächsstoff für den Kontakt zu seinen Mitmenschen und Labsal für seine Seele. Ob der Film jemals nach Deutschland kommt, steht noch nicht fest.

Die fiktive Geschichte erinnert mich jedenfalls an die reale von Neil Peart, dem Songschreiber und Drummer von RUSH. Er hat sich über den Verlust seiner Frau mit einer sechsmonatigen Motorrad-Fahrt durch Nord- und Mittelamerika hinweg gerettet und das Buch Ghost Rider über seinen "Healing Process" geschrieben.

22 Mai 2008

Düsenantrieb II: mehr Wahnsinnige unterwegs

Mr. Maddox hat mir keine Ruhe gelassen - und die Ergebnisse einer kurzen Recherche bei Youtube sind erschütternd: Es sind viele Düsentrieb-Wahnsinnige auf unseren Straßen unterwegs.

Hier eine kurze Auswahl: Umgebaute Fahrräder sind auch in Deutschland en vogue. Das beweist der kurze Schwenk von der Bundesstraße hin zum Ortsschild...

Nano-Jetantrieb ist noch Zukunftsmusik - bzw. Krach. Aber ein Klappfahrrad geht schon in die Richtung.

Gute Testpiloten sind ein rarer Gut. Da wird auch schon mal das eine oder andere Kind rekrutiert.

Was der Düsenantrieb bringen kann, beweisen Tests auf Rennstrecke. Hier ein Video mit gemessenen 236 Stundenkilometer - auf dem Fahrrad natürlich.

Gelegentliche technische Schwierigkeiten sind während der Testphase ziemlich normal.

Zukunft hat Düsenantrieb umso mehr, als es prominente Fürsprecher gibt. Hier hinter dem Lenker der amerikanische Late-Night-Talker Jay Leno...die Turbine stammt aus einem Hubschrauber.

Der Videowart

05 Mai 2008

Mopeten.tv: Sondersendung zum Saisonstart

Stefan und das Team von Mopeten.tv haben sich auf das Phänomen des "Saisonstarts" gestürzt und mit der Kamera vor Ort recherchiert:

Endlich wieder fahren ohne nasse Klamotten und kalte Extremitäten (Weicheier?), auf den Strassen rollen wieder genug Zweiräder, und auch bei den Motorradtreffs weicht die gähnende Leere blitzendem Chrom und tuckernden Motoren.

"Wir waren für Euch beim Saisonauftakt im Neandertal und haben am Cafe Schräglage das volle Programm mitgenommen: Benzingespräche, Probefahrten und etliche Informationen unter anderem über das Videoüberwachungsmotorrad der Kreispolizeibehörde Mettmann. Wir wünschen gute Unterhaltung bei mopeten.tv Lieferung No. 29."

Der Videowart auch.

31 März 2008

Video: Maradona eröffnet Fußballfilmfestival

Nachdem gestern die Übertragung des spanischen MotoGP-Laufs ganz großen Sport geboten hat - mein Ducati-Herz weint - wenden wir uns heute einer anderen Kultsportart zu: Fußball.

Da verhält es sich wie beim MotoGP-Lauf: Am besten ist die Angelegenheit vor Ort zu goutieren, und wer von der wochenendlichen Stadionbesuchen nicht genug bekommen kann, dem bietet sich nun am kommenden Wochenende in Berlin die Gelegenheit, das 5. Internationale Fußballfilmfestival "11mm" auf Großleinwand zu geniessen.

Lassen wir die Macher zu Wort kommen: "Besonders stolz sind wir, dass es uns auch in diesem Jahr gelungen ist, wieder Produktionen aus insgesamt 12 verschiedenen Ländern und diverse Deutschland-Premieren nach Berlin zu holen“. Wow, ganz schön staatstragender Text für ein Alternativ-Festival ...

Neben dem in Italien und Spanien gefeierten Maradona-Eröffnungsfilm gibt’s beispielsweise die Dokumentation "Once in a lifetime" über den amerikanischen Fußballverein New York Cosmos, der in den späten siebziger Jahren einen rasanten Aufstieg erlebte, als es gelang, Spieler wie Pelé und Beckenbauer nach New York zu holen.

Aus Argentinien kommt der Spielfilm „El camino de San Diego" über einen Fußballfan, der quer durch Argentinien reist, um Diego Maradona eine diesem ähnelnde Wurzel zu übergeben, die ihm helfen soll, seine gesundheitlichen Probleme in den Griff zu bekommen.

Außerdem im Programm der diesjährige Berlinale-Beitrag „Football Under Cover“ über eine Kreuzberger Frauenfußballmannschaft, die nach Teheran reist, um dort gegen die iranische Frauenfußball-Nationalmannschaft anzutreten.

„Ein weiteres Highlight wird sicherlich die Verleihung unseres Fußball-Kurzfilmpreises 11mm shortkicks“, so die Organisatoren. Filmemacher aus aller Welt waren seit vergangenem Jahr dazu aufgerufen, sich mit ihrem Beitrag um den Preis zu bewerben. „Bei der Kino-Endausscheidung wird eine prominent besetzte Jury gemeinsam mit dem Publikum die Gewinner bestimmen.“

Aber "11mm" ist nicht nur Kino. So zeigen die Festivalmacher erstmals in Deutschland außerhalb der letztjährigen Documenta die viel besprochene WM 2006-Installation „Deep Play“ des Berliner Künstlers und Filmemachers Harun Farocki im Kinofoyer.

Wo findet das Festival nun statt? wie gesagt in Berlin, im babylon, Berlin-Mitte, Rosa-Luxemburg-Str.30, 10178 Berlin, ab Freitag, 4.04.08, 20:00 Uhr.

Hier der offizielle Trailer von der Website www.11-mm.de



Der Videowart

04 Dezember 2007

Mopeten.tv: Gratulation zur 20. Sendung!


Die Freunde von Mopeten.tv sind wieder frisch auf Sendung: Diesmal mit der zwanzigsten Sendung. Gratulation!

Was gibt es diesmal im Angebot:
Anlässlich dieses kleinen Jubiläums zeigen wir euch die schönsten Szenen aus den Folgen 1-19.
Und natürlich gibt es zur 20. Folge auch etwas zu gewinnen:
Wir verlosen 5 exklusive mopeten.tv Fan-Pakete. Mehr Infos dazu in der Sendung.
Wir wünschen gute Unterhaltung.

Folgende Themen erwarten euch:
Unterwegs: Die schönsten Szenen aus Folge 1-19
Technik, die begeistert: Taschenlampe mit Handkurbel
Du und Dein Bike: Honni Rasant
Tipps mit Meffi: Sicherheitseinrichtungen
Schöner Motorradfahren in Holland: Beesels Broek, Kreisverkehr Rijskweg / Bussereindseweg

Also mal wieder ein rundes Paket... :-)

Der Videowart

11 August 2007

mopeten.tv : die Freu(n)de des bewegten Bildes

Sein Anfang des Jahres gibt es das Angebot einer ambitionierte Truppe von Bikern, die ihre berufliche Nähe zum Film auch zu ihrem Hobby machen: mopeten.tv.

Alle 14 Tage mindestens eine Viertelstunde über die Wonnen des Mopet-Fahrens, über Biker und ihre Maschinen, über Ausfahrten und Treffen. Dazu der eine oder andere sinnvolle Basteltipp - summa summarum der Versuch, Internet-TV mit all seinen Vor- und Nachteilen als Alternative zu den drögen Bike-Sendungen bei DSF zu etablieren.

Das Ganze steckt noch in den Kinderschuhen; die Sponsoren für spannende und abgelegene Themen und Reisen fehlen noch. Doch die Richtung stimmt.

Have a look auf die aktuelle Sendung No. 14.



Alle vorherigen Sendungen seit Januar sind bei mopeten.tv archiviert und jederzeit abrufbar.

Der Straßenwart

15 Februar 2007

Neue Filme: peinlich bis auf die Knochen ...

Neue Filme am Horizont: Am 22. Februar kommt der neue Fantasy-Actionstreifen „Ghost Rider“ ins Kino und Mitte April folgt die Roadmovie-Komödie „Born to be wild – Saumäßig unterwegs!“.

Beide Streifen sind zwei Vertreter des interessanten Phänomens "Product Placement", das bei öffentlich rechtlichen Sendeanstalten gelegentlich noch für Aufregung, Entlassung und ideologischen Zuckungen führt, im Filmgeschäft aber Gang und Gebe ist. James Bond fährt halt Ford Fiesta, wenn es in der Produktionskasse klingelt.

Ob allerdings Harley-Davidson sich mit diesen beiden Newcomern auf der Leinwand einen Gefallen getan hat, mag dahingestellt sein - aber selten ging die Adaption einer Idee in Form eines Drehbuchs so daneben wie bei diesen beiden Machwerken. Wer sich davon inspiriert fühlt, ins Lager der Harley-Fans zu wandern, muß schon ziemlich krank im Kopf sein.

Zitieren wir die HD-Presseabteilung: "Nicolas Cage und Easy-Rider-Urgestein Peter Fonda treffen in der Comic-Verfilmung „Ghost Rider“ aufeinander. Motorrad-Stuntfahrer Johnny Blaze (N. Cage) geht einen teuflischen Pakt mit Mephistopheles (P. Fonda) ein: Um seinen sterbenden Vater zu retten, verkauft er seine Seele und trennt sich von seiner großen Liebe Roxanne (Eva Mendes). Blaze ist gezwungen, Nacht für Nacht in Gestalt eines feurigen Dämons auf dem Hell Bike, einer finster gestylten Harley, das Böse zu vernichten. Als Blackheart, Sohn des Mephistopheles, seinen Vater entmachten will, bietet dieser Johnny Blaze die Aufhebung des Fluches an, wenn er Blackheart (Wes Bentley) zur Strecke bringt."

Ich habe den Trailer des Streifens, der derzeit in den USA mit 51 Mio. allein am letzten Wochenende eingespeilten USD an der Spitze der Kino-Charts steht, gesehen. So etwas Grottenschlechtes hätte ich Nicolas Cage - der in der Marvel-Comic-Adaption daher kommt wie ein Zombie aus der Stummfilmzeit - nicht zugetraut.

Goethe wird sich bei dieser Trivialisierung des Ur-Faust im Grabe umdrehen, aber wie heisst es so schön in Abwandlung eines alten Satzes: Sie waren alt und brauchten das Geld... (Im Fall von Cage wohl zur Renovierung des neuen Familienschlosses Neidstein bei Etzelwang in der Oberpfalz.)

Noch schlechter als der folgende Pressetext der Harley-Pressestelle , aber dafür "urkomisch" (Zitat) kommt der Streifen „Born to be wild – Saumäßig unterwegs!“ daher, der im Original "Wild Hogs" heisst.

"Born to be wild – dass das Biker-Credo zu ihrem Lebensmotto werden sollte, hätten sich Doug (Tim Allen), Woody (John Travolta), Bobby (Martin Lawrence) und Dudley (William H. Macy) in ihren wildesten Träumen nicht ausgemalt! Denn im spießigen Vorstadtleben der ungleichen Freunde geht alles seinen geregelten Gang, bis die vier Herren im besten Alter beschließen, den Fernsehsessel gegen coole Chopper von Harley-Davidson einzutauschen. Ihr Trip fordert eine Menge Glück und Geschick – besonders, als die Truppe auf eine echte Biker-Gang trifft, die die Freaks bald auf dem Kieker hat. Auf der Suche nach Abenteuer und Freiheit merken die Kumpels bald, worauf es im Leben eigentlich ankommt: auf echte Freunde und den Mut, etwas zu wagen – auch wenn das Leben scheinbar schon alle Weichen gestellt hat..."

Oh Herr, schmeiss Hirn vom Himmel, und laß diese Machwerke an deinen Schäfchen schnell vorüber gehen.

© Jochen Vorfelder

Bilder: © Sony Pictures und © Buena Vista / Touchstone Pictures

26 Oktober 2006

"Mit Herz und Hand" startet heute am 26.10.

Über den deutschen Verleih, der aus dem Originaltitel des Film "The World's Fastest Indian" den nichtssagenden und völlig bescheuerten deutschen Titel "Mit Herz und Hand" gemacht hat, habe ich bereits bei meiner Besprechung vom 5. Oktober rumgenölt. Der Film startet nun heute - warum er verschoben wurde, kann mir keiner bei Universal sagen. Egal.

Aber da wir schon mal beim Rumkritteln sind - wie die Publikumsansprache und die stategische Platzierung eines Films durch den Vorfilm funktioniert, zeigt der Vergleich zwischen dem amerikanischen Trailer, der auf wenige klare Claims, kurze fetzige Actionszenen und ein Stakkato von schnellen Schnitten setzt. Dagegen der deutsche Vorfilm - elegische Musik, Ausschnitte aus Dialogen und wachsweiche Farben. Ja, bin ich denn im gleichen Film?

Hier der amerikanische Trailer:


Und hier im Vergleich dazu der Link zum deutschen Vorfilm bei UCI-Kinowelt.

Der Platzwart