17 November 2010

#gst10 - GS Trophy Tag 5: Leiden bis zu den Löwen

Die Meinung unter den dreißig Fahrern ist einheitlich: Die nationalen GS Challenges, bei denen sie ihr Ticket zur Trophy gewonnen haben, waren technisch wesentlich anspruchsvoller - auch Navigationskenntnisse war gefragt und bei den Finalparcours gaben schließlich die individuelle Finesse, die Geschicklichkeit und nicht zuletzt ein gerüttelt Maß Glück den Ausschlag.

Hier in Afrika ist alles anders. Die Navigation auf den Tagesetappen übernehmen die fünf GS-Marshalls, die Teilnehmer fahren hinterher. Und je mehr Tage ins Land gehen, desto klarer wird: Die GS Trophy ist vor allem eine physische Herausforderung.

Morgens um fünf, spätestens um halb sechs, erwacht die Zeltstadt. Abfahrt knapp eineinhalb Stunden später, danach den ganzen Tag die knüppelharten Etappen, unterbrochen von Sonderprüfungen; das geht schon seit vier Tagen so - und das geht auf die Knochen.

Vor allem an Tagen wie heute: Bei den Abfahrt am Indischen Ozean regnet es noch - die Fahrer haben alle ein nasses Zelt und die Qual der Wahl: Nass werden im Nieselregen oder Schwitzen in den Regenklamotten? Und ins Schwitzen kommen die GS-Biker allemal - schon nach wenigen Kilometern, kurz vor der südafrikanischen Grenze, türmen sich Dünen auf, die bezwungen werden müssen. Während die erfahrenen Dünenfahrer wie mit einem Traktor und Powerslide durchziehen, müssen die Sand-Novizen schieben.

Auch das Material wird nicht geschont. Steine, Schlaglöcher, Baumstümpfe - die Federbeine und die Felgen müssen leiden. Der Karoo (T) hält die Luft und funktioniert unbeeindruckt, aber erneutes Auswuchten wäre in diesem Fall sicher angebracht.

Die erste Sonderprüfung des Tages heißt "Elephant Turn": Stell dir vor, ein wütender Elefant taucht vor Dir auf. Was machst Du? Klar, eine möglichst schnelle Kehrtwendung - hinter dem Pylon. Einige Fahrer waren davon so beeindruckt, dass sie es überzogen - wie hier Werner Modelmann von Team Deutschland.

Doch er ist in guter Gesellschaft - hier z.B. Christoph Muri aus der Schweiz, der ebenfalls Bekanntschaft mit dem roten afrikanischen Untergrund macht.

Bei anderen Fahrern geht der Bodenkontakt nicht so glimpflich aus. Von Team Japan erwischt es heute den zweiten Mann - wahrscheinlich ist ein Zeh gebrochen.

Glück dagegen hat der Berichterstatter - auch er legt sich flach. Schulter leicht geprellt. Kurze Auszeit, eine Handvoll Painkiller von Trophy-Doktor Axel, morgen geht es weiter.

Das heutige Ziel, das Phinda Game Reserve, entschädigt ohnehin für die Schinderei. Runter von der Maschine, Zeltstadt bauen, kurze Dusche - und schon beginnt die Safari. Antilopen, Giraffen und Löwen - und das Schönste: Man muss nicht selber fahren, sondern sitzt bequem im Land Rover.

Zumeist zumindest - wenn nicht gerade kollektives Schieben angesagt ist.

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16 November 2010

#gst10 - GS Trophy Tag 4: Wasser in Swasiland, Tiefsand in Mosambik

Die GS Trophy ist kein Rennen. Sondern ein Experiment in Gruppendynamik. Zehn Mannschaften; jeweils drei Fahrer, drei Einzelkönner, die sich innerhalb kürzester Zeit zu einen gut funktionierenden Team zusammenraufen müssen - unter Bedingungen, die alles andere als einfach und durchweg exotisch sind.

Südafrika hat immerhin die letzte Fußball-WM ausgerüstet; hier kann man auf eine einigermaßen funktionierende Infrastruktur zurück greifen.

Swasiland dagegen - hat einen König, dessen Hauptinteresse zu sein scheint, seine vierzehn Ehefrauen mit Kreditkarten und Oberklasse-Limousinen auszustatten. Schade eigentlich; das Land ist fruchtbar und vor allem unglaublich schön.

Die Leute strahlen vor Freundlichkeit. Doch damit hält sich der Tross hier nur kurz auf auf; auf der GS Trophy jagt eine Sonderprüfung die andere.

An Morgen steht "Abschleppen" auf dem Programm: eine Flussdurchquerung, durch ein Schlammloch, danach rund einen Kilometer den Berg hoch. Die Fahrzeuge sind mit einem Abschleppseil verbunden; wenn das hintere gestartet wird, drohen Strafpunkte. Sieger: Team Nordic mit schnellen 4:29; Team Deutschland braucht 45 Sekunden schneller für einen respektablen vierten Platz. Damit liegen die drei Deutschen gemeinsam mit Nordic auf dem zwiten Platz; es führt zur Zeit Großbritannien.

In Mosambik ändert sich die Landschaft auf einen Schlag. Die Hügelland verschwindet und geht in einen weiten Küstenstrich mit staubigen Hauptstraßen über. Doch nicht lange.

Die letzten dreißig Kilometer bis zum Zielort Punto do Ouro sind der reine Kampf mit dem Sand. Die Mini-Busse, die das Inland mit dem Küstenstreifen verbinden, haben die einzige Piste in tiefe Spurrillen verwandelt. Ausflüge in das Gras nutzen nichts, der Sand ist sofort knöcheltief. Die Karoos versinken, obwohl alle den Druck auf ein Bar gesorgt haben. Vergeblich; viele der Teilnehmer - wie aus Kanada oder Japan - haben noch nie eine Sandpiste gesehen.

Dafür ist die Freude größer bei denen, die Tortur ohne Blessuren überstanden haben. Doch auch die mit wüsteren Verletzungen sind immer noch mit Begeisterung dabei ... wie lange noch, ist allerdings ziemlich unsicher.

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15 November 2010

#gst10 - GS Trophy Tag 3: Feuchter Ausflug nach Swasiland

Nein, die GS Trophy ist fürwahr kein Zuckerschlecken. Der erste Tag hat Spuren hinterlassen; ein, zwei Stürze mit Gott sei Dank nur kleinen Blessuren, Mensch und Material werden nicht geschont. Noch vor der Abfahrt in aller Herrgottsfrühe werden die letzten Felgen in Form getrimmt, bevor es weiter Richtung Osten nach Swasiland geht.

Die ersten beiden Sonderprüfungen werden diesmal ohne Motorrad ausgetragen: Zwei Parcours für die Kräftigeren unter den zehn Teams – zuerst muss ein Reifen zwei Mal über fünfzig Meter befördert werden, bevor ein alter Porsche-Traktor in Einsatz kommt. Zug, Jungs, Zug! Das tut besonders weg in der prallen Sonne...

Von Südafrika sehen die Fahrer während der Trophy nicht viel; die grandiose Landschaft und die Eindrücke fliegen vorbei. Stopps sind nur an den Sonderprüfungen vorgesehen; Pausen gibt es nur an den Zapfsäulen. Kurz vor der Grenze zu Swasiland reicht es gerade für einen kurzen Einkauf in einem der Dorf-Shops, die seltsamerweise von einer chinesischen Familie betrieben wird: kaltes Wasser für den Camelbag, eine Packung Weingummi, viel Dank.

Zu einem längeren Aufenthalt kommt es erst an der Grenze; bis knapp sechzig Bikes aus Südafrika ausgecheckt sind, muss der eine oder andere Papierkrieg gewonnen werden. Wir vertreiben uns die Zeit mit einer kleinen Unterweisung im Gebrauch der F 800; Nachwuchsförderung ist ja eines der Zeichen der Zeit ...

Swaziland; schon die Grenzstation lässt vermuten, dass das Abenteuer jetzt richtig los geht. Von gemütlichen Asphaltstrecken, die ohnehin nur einen Bruchteil der bisherigen 550 Kilometer ausgemacht haben, können wir ab jetzt nur noch träumen. Swasiland ist Hügel- und Schotterland. Jetzt heißt es stehen ...

Für die dreißig Starter geht es jetzt richtig zur Sache. Die dritte Sonderprüfung am Montag ist ein fieses Sumpfloch: Eine schlammige Flussdurchquerung mit einer Rampe am Ende, auf denen die Maschinen mit dem Motorschutz aufsetzen. Die wenigsten Team-Fahrer schaffen es, ihre Maschine mit Schmackes solo durch zu wuchten – aber das ist ohnehin nicht Sinn der Sache: Der Team Spirit wird an den sieben Tagen groß geschrieben – man wirft sich erbarmungslos für den anderen ion den Sumpf. Und hat offensichtlich noch viel Spaß dabei, auch wenn man hinterher aus dem Helm tropft.

Ohnehin wird Swasiland den Fahrern als das Land der Wasserläufe in Erinnerung bleiben – Flussdurchfahrten lauern hinter jeder Kurve. Und Tomm Wolf, der Organisator der Route und Sonderprüfungen, hat das reichlich ausgenutzt. Auch an der vierten Sonderprüfung des Tagex bleibt kein Auge – und kein Stiefel – trocken. Diesmal sind unter der Wasseroberfläche glitschige Felsen versteckt, die seine Vorgabe für die Teams besonders fies machen: die Maschinen müssen laufen – aber Aufsteigen ist verboten. Laufen? Schieben? Das ist bitter für die GS-Künstler.

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14 November 2010

#gst10 - GS Trophy Tag 2: Nebel, Kälte, Schinderei

Tomm Wolf, der mit seinen Marshalls die GS Trophy 2010 vorbereitete, hat uns gewarnt: "Nehmt euer Regenzeug mit, ich sag es euch im Guten!" Aber innerlich haben wir gelacht: Am Sonntag morgen beim Start in Johannesburg brennt die Sonne vom Himmel - was soll da passieren?

Und tatsächlich: Die ersten zweihundert Kilometer raus auf Land, in Richtung Südosten, sind Easy Going. Blauer Himmel, kaum ein Wölkchen. Die Straßen sind bestens asphaltiert und schnurgerade; wir fahren durch hügeliges Farmland, rechts und links liegen kleine Siedlungen, die Kids an der Straße winken uns zu. Sonntagsausflug halt, bis zur ersten Sonderprüfung, die für den späten Nachmittag angesetzt ist.

Jeweils zwei Teams sind mit einem Marschall unterwegs, der die Gruppe führt. So wird es jetzt jeden Tag sein; die fünf Marshalls werden täglich durchgewechselt. Tomm sagt: "Wir wollen ja nicht, dass hier einer fraternisiert."

Wow, so einen Wetterumschwung habe ich selten erlebt. Kaum sind wir auf die ersten unbefestigten Straßen abgebogen, zieht sich der Himmel zu. Innerhalb von Minuten ist es fast dunkel und Nebel zieht auf, auf 1650 Metern Höhe sind Einige froh, dass die F 800 GS Griffheizung hat.

Auch bei Country Trax, die auf eigenem Gelände Offroad-Trainings anbieten und uns Hospiz für die zweite Zeltnacht bieten, hat sich das Wetter noch nicht beruhigt. Die Temperatur ist auf zwölf Grad gefallen, es nieselt; sei es drum, jetzt steht die erste Sonderprüfung für die Teams an.

Tomm Wolf erklärt die Aufgabe und das Reglement: "Country Trax hat rund 600 Hektar Gelände, aber die müßt ihr nicht alle erkunden. Wir haben relativ nah um die Farm sechs Waypoint definiert, die müsst ihr mit dem Navi finden, in beliebiger Reihenfolge passieren und eure Karten bei den Marshalls abstempeln lassen. Für jeden Waypoint gibt es zehn Punkte und ihr habt eine Stunde Zeit - ab jetzt!"

Hört sich einfach an - ist es aber nicht. Das merkt auch Team Deutschland, als es sich nach der Eingabe der Waypoints in das Navi auf den Weg macht: Es gibt keine Wege, hier geht es querfeldein.

Kleine Flüsse, sumpfige Niederungen, hohen Buschgras und saftig grüne Weiden. Und gibt doch mal einen Ffad: Spurrillen und tiefe Auswaschungen. Ausflüge lohnen auch nicht: Das Gelände ist quasi vermint. Hinter den Grasbüscheln verbergen sich riesige Löcher. Einer der Marshalls bemerkt lapidar: "Wenn Du das Loch siehst, ist es zu spät. Und wenn etwas aus dem Loch auftaucht und wegrennt, ist es mit Sicherheit kein Kaninchen. Sondern ein Erdferkel oder ein Esel."

Dass der Nebel sich weiter zuzieht und die Temperatur weiter fällt, erschwert die erste Sektion der GS Trophy zusätzlich. An einem der Waypoints müssen die Teams über einen tückischen Wasserlauf. Die braue Suppe ist kein Problem, aber die Böschungen sind fünf Meter hoch. Hier hilft nur Teamwork und Schieben; doch selbst für drei Mann ist es eine Tortur, eine 800er, die über 200 Kilo auf die Waage bringt, eine Steilwand hochzuwuchten.

Als die Teams wieder im Camp eindrudeln, sind die Spuren unübersehbar - was vor einer Stunde noch als Motorradanzug durchging, ist jetzt eine veritable Schlammpackung.

Doch alle Teams haben die erste Sonderprüfung erfolgreich absolviert - und die GS Trophy 2010 hat einen ersten Wertungsgewinner: Nach Tag 1 führt Südafrika vor Team Deutschland und den USA. Am Ende hat sich erst einmal Japan etabliert, doch das macht den Geist der GS Trophy aus: Beim gemeinsamen Abendessen ist der Applaus für das Schlusslicht riesig.

Ja, Boys just wanna have fun hier!

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13 November 2010

#gst10 GS Trophy Tag 1 - Das Südafrika-Abenteuer 2010 geht los ....

Kulturschock. Gestern noch im kalten Deutschland - heute in Johannesburg. 25 Grad im Schatten, die GS Trophy 20100 wird - schaut man auf die Temperaturen, die in den kommenden Wochen auf uns in Südafrika, Swasiland und Mosambik warten - mit Sicherheit kein Elefantentreffen. Aber mit Sicherheit eine Logistikschlacht.

Michael Trammer von BMW sagt, dass er und seinen Kollegen in München vor Ort hier in Johannesburg seit acht Monaten arbeiten: Zeitpläne, Ausrüstung und mögliche Routen. Die Scouts und die fünf Marshalls, die zehn Teams über 2.000 Kilometer führen und an den 20 Sonderprüfungen die Punkte nehmen, haben noch letzte Woche die gesamte Strecke angefahren.

Heute, am Samstag, sind die Teilnehmer und der Rest des Begleittrosses eingetroffen. Treffpunkt Touratech Johannesburg: Hier stehen fünfzig F 800 GS und zehn R 1200 GS, bei Touratech im Schwarzwald speziell für die Teilnehmer und die Marshalls aufgebaut und mit Metzeler Karoo (T) bereift.

Der Hof ist voll - sechzig Zelte, sechzig Taschen mit Ausrüstung, babylonisches Stimmengewirr. Fahrer aus Kanada und USA, aus Spanien und Italien, vom Team Skandinavien, aus Japan, dazwischen unzählige Helfer mit einem Slang, der zwischen Zulu, Afrikaans und Englisch beliebig hin und her springt.

Heute ist noch Vorbereitungstag: Bikes individuell einstellen, Papiere für Swasiland und Mozambik ausfüllen, und vor allem aus dem erstem Notfall das Beste machen: Sechs Mann, die mit Lufthansa aus Frankfurt gekommen sind, warten noch auf ihre Ausrüstung. Angeblich sollen die Packtaschen morgen kommen.

Auch Team Deutschland ist darunter. Werner Modelmann aus Unterschleißheim nimmt es mit Gelassenheit: "Morgen früh ist ja erst mal eine Asphaltstrecke, die kann man auch mit Jeans und Turnschuhen abreiten." Für die erste von zwanzig Sonderprüfungen am späten Sonntag Nachmittag sollen die Taschen mit den Cross-Stiefeln dann geliefert werden.

Ansonsten ist die Stimmung bombig; und bei der offiziellen Teamvorstellung, dem ersten Briefing und in den Gesprächen mit den Teams wird sofort klar: Die GS Trophy ist kein Rennen. Sondern ein Abenteuer-Event, bei dem vor allem die Team-Fähigkeit zählt. Dirk Remmel und Thomas Donnecker bringen es auf den Punkt: "Klar wollen wir gewinnen. Aber nur gemeinsam."

Sonntag geht es wirklich los. Zapfenstreich halb sieben, Abfahrt kurz nach acht. Africa, here we come!

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12 November 2010

#gst10 - GS Trophy 2010 - 2000 Kilometer unterwegs mit "Team Deutschland"

Bin auf dem Sprung - heute Flug nach Südafrika, morgen dann großes Tam-Tam in Johannesburg – und früh am Sonntag Morgen beginntdie GS Trophy 2010 mit der 1. Etappe – dem Prolog und einer Nachtprüfung.

Am Start sind insgesamt 30 Fahrer – aufgeteilt in 3er-Teams aus zehn Nationen: aus den USA, aus Kanada, Deutschland, Spanien, Italien, Japan, Nordic (Dänemark/Schweden/Norwegen/Finnland), Großbritannien/Nordirland, den Alpen (Schweiz, Österreich) und natürlich aus Südafrika.

Es erwartet uns an sechs Tagen und sechs Etappen in Südafrika, Swasiland und Mosambik plus großem Finale unterschiedlichste Kulturen, Klimata und Gelände – vom sandigen, schwierigen afrikanischen Busch über felsige Flussbetten bis hin zu feuchten Waldwegen.

Wir berichten ja nur, aber wer sind die deutschen Fahrer, die sich auf die 2.000 Kilometer und in die Sonderprüfungen wagen? Wer ist “Team Germany”?

Werner Modelmann aus Unterschleißheim, Dirk Remmel (Altomünster) und Thomas Donnecker (Bad Soden-Salmünster) haben sich im Sommer während der nationalen “GS Challenge” im Schwarzwald gegen rund 160 andere Offroad-Fahrer durchgesetzt und dadurch die Startplätze gewonnen. Die drei Starter sind in der Offroad- und GS-Szene keine Unbekannten und alle drei haben auch beruflich mit dem Thema Motorrad zu tun.

Werner Modelmann ist seit acht Jahren ADAC Motorrad & PKW-Fahrsicherheitstrainer und seit einigen Jahren auch selbständig in der Branche. Er verkauft u.a. Enduro-Spezialteile. Modelmann war schon bei den Endurance Days, dem Erzberg Rodeo und den Redbull Romaniacs am Start. Modelmann sagt: “Endurofahren ist Spaß pur. in den rumänischen Karparten mußte ich bei Regen in den Bergen ohne Zelt und Schlafsack übernachten und am nächsten Tag 25 Kilometer zu Fuß zurück laufen.”

Auch Dirk Remmel verdient sein Geld mit dem Motorrad, seit 2003 ist er selbständig im Dienstleistungsbereich (Fuhrpark, Training, Transport, Handel, Teileverkauf). Remmel ist ein dicker Kumpel von Modelmann und ist ebenfalls schon viel rum gekommen: algerische Sahara, Libyen, Marokko. Remmel ist auch privat auf BMW unterwegs und gefragt, was seine bisher brenzligste Situation war: “Der Bruch des Handgelenks meines Freundes in der libyischen. Sahara mitten in den Dünen ohne Piste ca. 100 km bis zum nächsten Ort mit einsetzendem Sandsturm.”

Thomas Donnecker, der letzte in Bunde, betreibt zusammen mit seinem Bruder eine KTM- und Suzuki-Vertretung in Bad Soden-Salmünster. Donnecker fährt seit seiner frühesten Jugend Moped und hat unzählige Rennen gefahren an verschiedenen Veranstaltungen wie Motocross, Enduro, Supermoto und German Cross Country. Sein womöglichst größter Erfolg bisher? “2007 das Erzberg-Rodeo in der Königsklasse und dabei ein 16. Platz”.

Das gemeinsame Ziel von “Team Germany”? Die drei Starter wollen natürlich den seit der GS Trophy 2008 in Tunesien amtierenden Weltmeister USA schlagen! Die besten Reifen für dieses Ziel haben sie schon mal auf ihren BMW F 800 GS aufgezogen: den Metzeler Karoo (T).

Wir sind gespannt, am Sonntag gehts los ... Verfolgen kann man die Rallye natürlich hier, aber auch bei www.gstrophy.com. Als Einstimmung hier schon einmal einige Eindrücke von der lokalen GS Challenge in Südafrika, bei der das “Team South Africa” ausgewählt wurde…

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