04 Mai 2010

Zulassungszahlen April 2010: Der Markt stagniert auf niedrigem Niveau

Das gute Wetter im April hat den erhofften Aufschwung nicht gebracht: Nach dem viel versprechenden Zahlen vom März sind die Zulassungszahlen im vierten Monat 2010 wieder um 12,8 Prozent gesunken - insgesamt 23.338 Stück Zweirad wurden verkauft.

Und 58.411 Verkäufe in den ersten vier Monaten des Jahres sind 11,3 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2009, behauptet jedenfalls das Kraftfahrbundesamt. Kann aber nicht stimmen: Nach den geprüften Zahlen wurden Jan. bis April 2009 insgesamt 59.814 Fahrzeuge verkauft - als ein minimaler Rückgang um die 2,5 Prozent.... Dabei sollte allerdings bedacht werden: 2009 war schon ein schlechteres Jahr.

Hier die Vergleichzahlen der letzten fünf Jahre für die ersten vier Monate:

58.411 (2010)
59.814 (2009)
62.492 (2008)
68.421 (2007)
63.082 (2006)

Nur Hamburg hats gebracht: Hier stiegen die Zulassungszahlen in den ersten vier Monaten dieses Jahres um 3,1 Prozent.

Posted via email from m o t o 1 2 0 3 - road kill

4 Kommentare:

  1. Die "Alten" kaufen zu wenig; die "Jungen" haben (noch) nicht die Mittel oder verlieren das Interesse. Der "Roller und Mofa-Markt" wird von vielen Herstellern des Motorradbereiches ignoriert. Frische, ganz neue Gedanken, hat hier nur PIAGGIO mit der MP3 Serie oder vielleicht noch SOLEX mit der E-Solex. BMW ist nocht gut -denkt aber aktuell nur in der alten Strategie = NEU = noch mehr PS & Antwort auf die Fragen der Zeit = noch mehr PS.Kreativität = noch mehr PS.

    Der Markt schrumpft bzw. stagniert. Alte Konzepte verkaufen sich nur mit Zusatzrabatten. Noch gut drauf sind Unternehmen mit starken Stammkundenpotentialen.

    Gefragt sind revolutionäre Konzepte in Technik und Design, aber auch eine Spreizung in mehr als "nur" Motorrad.

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  2. Wird Zeit, dass sich die Hersteller eine anständige Lobby für einen Zweirad-E-Gipfel im Kanzleramt verschaffen ...

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  3. Was ist eigentlich mit der leider immer noch viel zu hohen Anzahl an schwer verletzten und tödlich verunglückten Motorradfahrern? Warum wird dieser Aspekt als (ein weiterer) möglicher Grund für rückläufige Zulassungszahlen nie angeführt? Allein für 2009 waren dies 651 getötete und 9.690 schwer verletzte Motorradfahrer. Wenn man mal die letzten zehn Jahre zusammenrechnet...

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  4. Die Zahl der verunglückten und tödlich verletzten Fahrer ist sehr tragisch schmerzhaft; jeder Einzelne ist eine Person zu viel. Umsoviel tragischer ist es, dass die vielen Ingenieure zwar ABS u. Sonderkleidung entwickelten, aber "NULL" in sonstige Sicherheitssysteme, die Verletzungen besser verhindern, ohne dass die "Sportlichkeit" zu sehr leidet. Billig ist es sicher nicht, aber ein Anfang ist immer ein Anfang und auch ein neuer Markt.

    Für Hersteller ist es aber anscheinend (noch) lukrativer in "schneller" und "mehr PS" zu denken, als stattdessen auch andere Pfade zu bdienen. Auch neue kleine Wege müssen gepflegt werden; auch neue kleine Wege sind anfangs "Subventionswege"; auch neue kleine Wege müssen sich etwas mühselig neue Kunden erobern; auch neue kleine Wege können scheitern ... aber einige neue Wege kommen durch.

    Es heißt ja nicht, dass "Supersportler" eingestampft werden sollen; es heißt nur, dass es mehr als eine Pflicht für namhafte Hersteller ist, auch andere Wege zu gehen ... . Es ist nur mit ein Weg, auf vielen Gebieten anbieten zu können; der Kunde und die Kundin entscheiden, wo die Reise hingeht. Die Kundschaft muss aber die Wahl haben ... ohne Wahl kann nur "Verzicht" geäüßert werden und das Wegbrechen bestehender Marktstrukturen.

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