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23 September 2008

Ägypten: Wüstenfahrer verschleppt

Ich verfolge gerade mit Sorge die Verschleppung der fünfzehn Wüstenfahrer in Ägypten - in einer Region im Länderdreieck Ägypten, Lybien und Sudan, die bisher als sicher galt.

Ich war im März 2003 dort. Eine Expedition unter Leitung des Deutsch-Libanesen Samir Lama erkundete damals das Wüstenplateau Gilf Kebir, eine gottverlassene Stein- und Sandwüste. Und deshalb unwirklich schön.

Der Gilf Kebir und das Jebel Uweinat-Gebirge – zusammen so groß wie die Schweiz – wurden erst ab 1934 systematisch erforscht und kartografiert. Fast 70 Jahre später besuchten Samir Lama und der 77-jährige Peter Clayton, der Sohn des damaligen Landvermessers Patrick Clayton, das Gebiet auf den Spuren und mit den Originalkarten seines Vaters.

Der alte Clayton, Anfang der dreißiger Jahre oft mit dem legendären "Englischen Patienten" Graf Ladislaus Almásy unterwegs, inspirierte den Autor Michael Ondaatje zur Person des "Mason" in seinem verfilmten Bestseller.

Für Samir Lama, einen Kosmopoliten mit italienisch-libanesischen Wurzeln und deutschem Pass, wurde der Gilf Kebir zur letzten Fahrt: Der alte Wüstenfuchs starb im Frühjahr 2004.

Hier ein Eindruck von der Gegend.