Das spanische Online-Magazin solomoto.es (http://bit.ly/fCrSAp) hat zwei Handy-Photos des Lesers Gérard Llauradó, selbst Besitzer einer R 1200 GS, veröffentlicht, die er auf einer Autobahn bei Tarragona geschossen hat. Er schreibt dazu: "Zwei Fahrzeuge habe ich überholt, möglicherweise zwei neue Adventure-Modelle."
Die Bilder sind schlecht und verwackelt, aber solomoto.es interpretiert sie so: Kardanantrieb und Endtopf haben die Seiten gewechselt, die Zylinderköpfe sind völlig neu geformt, es gibt eine neue, obere Position für die Einspritzung und den Auslass unten, der Kühler ist nicht zu sehen - für solomoto.es dennoch genügend Indizien für eine Wasserkühlung. Meine Einschätzung: Das kann man so interpretieren - muss es aber nicht. Obwohl ein wassergekühlter Boxer Verkaufs- und Marketing-technisch Sinn machen würde. Wenn es dann so ist - mal schauen, ob BMW die News bis zu den Herbstmessen zurück halten kann.07 Februar 2011
BMW Spy Shots: Ist ein wassergekühlter Boxer für die R 1200 GS im Anmarsch?
03 Februar 2011
BMW: Simo Kirssi steigt um und muss gewinnen - aus Blau-Weiß wird rot
An sich wirklich eine Randnotiz - doch dahinter versteckt sich eine strategische Entscheidung und ein massiver Kurswechsel bei BMW Motorrad.
Wer ist Simi Kirssi? Der Finne steht seit Jahren als Fahrer bei BMW unter Vertrag; er hat mit diversen Sport-Werksmaschinen auf Basis der HP2 und der G 450 X Rennserien bestritten. Die GNCC-Serie - die Can-Am Grand National Cross Country - in den USA hat er quasi geprägt.
Sein Umstieg auf Husqvarna - wie bereits bei der "Roof of Africa"-Rallye - bestätigt nun einen tiefen, aber konsequenten Einschnitt: BMW hat die Nase voll, hinterher zu fahren. Zweite oder fünfte Plätze sind nicht das Ziel der Bayern und schon gar nicht nach dem Geschmack von Lenker Hendrik von Kuenheim.
Dass von Kuenheim bei mangelndem Erfolg ungeduldig werden kann, hat er schon beim massiven Umbau des SBK-Rennstalls in den letzten Monaten bewiesen. Davide Tardozzi und Berti Hauser mußten gehen; Fahrer Ruben Xaus gleich mit. Der neue Mann an der Spitze von BMW-Motorsport, Bernhard Gobmeier, steht unter hohem Druck.
Doch der Einschnitt und der Umbau hört nicht beim Racing-Personal auf; er greift tief in die Produktion ein.
Wagen wir einige Prognosen: Das Einzylinder-Offroad-Experiment von BMW wird zu Grab getragen. Das gesamte G 450-Abenteuer wird in wenigen Monaten aus der Modell-Palette verschwunden sein, weil der Motor komplett nach Varese zu Husqvarna, der Italo-Tochter der Bayern, wandert. BMW Offroad wird in Zukunft rot und italienisch; nicht umsonst gibt es dort eine 60 Mio Euro-Investition, eine neue Werkshalle und einen neuen Leiter.
Und: Bei der nächsten Dakar 2012 wird BMW nicht mehr vertreten sein - nicht mehr direkt. Aber Husqvarna wird die orangen Platzhirsche aus Mattighofen frontal angehen. Mit Macht. Und Geld. Und mit Druck von Hendrik von Kuenheim. Das wird brutal lustig.
01 Februar 2011
Designer Pierre Terblanche wechselt zu Norton Motorcycles: "Er will doch nur zeichnen."
Die Motorradszene kennt im Moment ein großes Thema: Der Designer Pierre Terblanche wechselt zum britischen Hersteller Norton. Der Transfer ist in etwa so Aufsehen erregend wie wenn der brasilianische Fußballstar Kaka zum russischen Rekordmeister Spartak Moskau wechseln würde - oder die Opernsängerin Anna Netrebko zur Rockgruppe Guns N'Roses. Da trifft ein Filigrantechniker auf Schwergewichtler. Womit nicht unbedingt gesagt ist, dass Norton als schwerer Brocken in der Motorradwelt bekannt wäre. Die Briten haben zwar Design-Klassiker wie die Commando oder die bullige 650 SS Dominator hervorgebracht und hatten bei den legendären TT Rennen auf der Isle of Man einst Siege in Serie eingefahren. Doch erst seit zwei Jahren, 35 Jahre nach dem Konkurs, produzieren sie wieder unter dem alten Namen Norton Maschinen - in traditioneller Optik und in Handarbeit.
Und so ergibt sich ein durchaus reizvolles Spannungsfeld: Während Norton in den Siebzigern stehengeblieben zu sein scheint, kommt Terblanche aus dem Jetzt. Mehr noch: Bislang eckte er regelmäßig an, weil er seiner Zeit zu weit vorauseilte. Auf diese Weise katapultierte er nicht nur Ducati, sondern auch Piaggio und Moto Guzzi in die Neuzeit und belegte ganz nebenbei, dass er bei allem Drang in die Moderne Traditionen bewahren kann.
Was bei Ducati geklappt hat, soll nun auch bei den Briten funktionieren. Stuart Garner, dem Besitzer von Norton, erwartet von Terblanche entscheidende Impulse für die Modellpalette - die im Grunde aus einem soliden Zweizylinder besteht, der drei Motorräder mit unterschiedlichem Charakter antreibt: "Wir wollen Pierres Erfahrung, Geschmack und Flair nutzen, um die Tradition zu wahren und Norton trotzdem neu zu erfinden", erklärt Garner. Artdirektor für die Visionen In der Tat hat Terblanche, der als Designer bei Volkswagen angefangen und beim MV Agusta-Übervater Massimo Tamburini gelernt hat, einiges vorzuweisen: Bei Ducati geht die Ikone MH900e - der schickste Retro-Sportler aller Zeiten - auf sein Konto; für viele Biker ist die MH900e Motorrad-Design in seiner reinsten Form. Auch die nahezu perfekte Ducati Multistrada entstand auf seinem Skizzenblock; die Sporttourer-Linie hat dem Hersteller aus Bologna in den vergangenen sechs Jahren völlig neue Kundenkreise erschlossen. Die einhellige Meinung: Terblanche hat bei Ducati das italienische Motorrad neu erfunden.Sein energischer Vorwärtsdrang hat jedoch auch eine Schattenseite: Der gebürtige Südafrikaner ist eigensinnig und weitgehend beratungsresistent. 2002 peitschte er bei Ducati den futuristischen Supersportler 999 als Nachfolger des Verkaufsschlagers 916 durch und bekam prompt die Quittung. Denn anders als seine Mannschaft, die sich unter Schmerzen seinem Diktat beugte, wollten die Kunden nicht folgen. Es hagelte Proteste, die Verkäufe gingen massiv zurück. Terblanche musste Kompetenzen abgeben und verließ 2007 schließlich das Unternehmen. Er selbst erinnert sich ein wenig anders: Er wolle weniger Management-Jobs und wieder zurück ans Zeichenbrett.
Auch bei Moto Guzzi griff Terblanche weit in die Zukunft. Auf der Mailänder Motorradmesse EICMA 2009 stellt der Designer, der wie ein klassischer Artdirektor standesgemäß dunkel gekleidet erscheint, für Guzzi die V12 LM, Strada und X vor, drei puristische Prototypen.Keine Branche für Experimente
Terblanches EICMA-Entwürfe bewiesen, dass auch ein uraltes Motorenkonzept mit V2-Motor und längs liegender Kurbelwelle Raum für zukunftsweisendes Design lässt. Guzzi-Fans beteten, dass der Firmenvorstand grünes Licht für eine Serienproduktion geben möge: vergeblich. Zu schade - für die Besucher, denen es ob der drei Schönheiten den Atem verschlug, und leider auch für Terblanche. Das Drama illustriert ein Grundproblem der Branche. Während die großen japanischen Hersteller auf weichgespültes Teletubby-Konsens-Design für den Massenmarkt setzen, können die Innovatoren ihre Ideen mangels Geld in der Kasse nicht umsetzen. Deshalb gibt es zwar viele zuverlässige Maschinen auf der Straßen, doch nur wenige besitzen wirklich Ausstrahlung und Herzblut.In Birmingham dürfte Terblanche wohl wieder mit dem gleichen Problemen zu kämpfen haben wie bei Moto Guzzi: Norton-Besitzer Garner ist ein Self-Made-Millionär und ein Motorrad-Verrückter, der sein Vermögen mit dem Verkauf von Feuerwerkskörpern gemacht hat. Doch für die Entwicklung einer völlig neuen Produkt- und Designlinie braucht man einen langen Atem. Von potenten weiteren Investoren ist bisher nichts bekannt; ob genug Geld für einen Relaunch vorhanden ist, bleibt fraglich. Aber Terblanche will es offensichtlich noch einmal wissen und zeigen, was mit dem ultimativen Gefühl für Bike-Design alles möglich ist. Auch wenn es wieder nur Entwürfe werden. Denn jetzt, mit Mitte 50, da will er eigentlich nur noch zeichnen.
Bandidos, Angels und Jürgen Habermas im soziologischen Diskurs ...
28 Januar 2011
Elektrobike-Studie "Gauss Concept": "Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen."
Ein inzwischen auf Rente rauchender Bundeskanzler hat einmal gesagt: “Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen.”
Andererseits beweist das 125jährige Jubiläum der Erfindung des “Fahrzeugs mit Gasmotorenantriebs” durch den schwäbischen Tüftler Carl Benz, dass Visionäre langfristig Weichen stellen. Ohne Carl Benz und seine Hartnäckigkeit hätte auch die Geschichte des motorisierten Zweirads einen anderen Verlauf genommen.
Damit wären wir bei Attila Kiss und seiner Vision des Elektroantriebs bei Motorrädern. Zero, Brammo in den USA, Elmoto und Quanta, Elektroroller aus dem Baumarkt; es gibt auch hier zu Lande erfolgversprechende Ansätze, Motorräder aus der Zwei- und Viertakterecke in die Zukunft zu befördern. Doch so konsequent wie der Designer Kiss haben bisher wenige die Weiterentwicklung unseres Lieblingsfortbewegungsmittel weiter gesponnen.
Das Gauss-Konzept von Attila Kiss ist eine reine Studie, steckt aber voller spannender Ideen – im Benzschen Sinne.
Kiss schreibt: “Das Hauptkonzept der Gauss ist die variable Fahrwerksgeometrie, welche sich dynamisch der Situation anpasst. Ein konventionelles Fahrwerk bedeutet immer einen Kompromiss.
Diesen Kompromiss wollte ich mit Hilfe einer künstlichen Muskulatur umgehen und so die Fahrdynamik des Motorrades verbessern.
Namensgeber für das Motorrad war übrigens Johann Carl Friedrich Gauß, ein deutscher Mathematiker und Physiker, da er auf dem Gebiet des Magnetismus forschte.“
Angedacht als Antrieb beim Gauss-Konzept ist ein Permantmagnetsynchronmotor mit 110 KW, er sollte Luft gekühlt und per Hydraulik mit dem Hinterrad angebunden sein. Ein Kühlkörper aus Aluminium ist mit dem Motor verbunden und mit einem Kühlschacht umkleidet. Ein modular aufgebautes Akkukonzept besteht aus zwei Basisformen. Geschaltet werden die Akkus über steckbare Metallpins und den Connectoren an den Enden.
Die künstliche Muskulatur – also Fahrwerk und Federelemente – erlaubt eine variable Geometrie, welche sich der Fahrbahn und dem Fahrer anpasst. Wendigkeit, Beschleunigungs- / Bremsstabilität, Sicherheit und vor allem der Fahrspaß sollten gesteigert werden. Der Verbundrahmen vereint die kostengünstige Fertigung eines Aluminiumrahmens und die Vorteile von Karbon. Durch das Aufschäumen des Aluminiums an den Nahtstellen kann sich das Harz bei der Karbonverarbeitung mit dem Aluminiumrahmen verbinden.
Ein Cockpit im jetzigen Sinne hat das futuristische Konzept nicht mehr. Es wird mittels einer speziellen Brille, welche mit einer Kombination der Headsup-und der Motiontracking-Technologie ausgestattet ist, sichtbar. Die Brille dient gleichzeitig als Schlüssel.
Auch Fahrwerks- und sicherheitsrelevante Daten, wie z.B. Reifendruck, können auf diesem Wege dargestellt werden. Das Heads Up Display (HUD) der Gauss ist interaktiv. Fahrwerkeinstellungen können mittels Brille schnell und ohne Werkzeug vorgenommen werden.
Ob das jemals verwirklicht wird? Ob das technisch geht? Keine Ahnung. Aber Carl Benz war von seiner Idee des “Fahrzeugs mit Gasmotorenantriebs” überzeugt, obwohl in den ersten zwei Jahren nach der ersten Fahrt niemand sein Automobil kaufen wollte, und es zum Patent angemeldet. Erfolgreich. Wie wir inzwischen wissen.
Mehr über das Gauss-Konzept unter http://www.gauss-concept.com
Fotos (c) Gauss Concept
27 Januar 2011
Video-Perle: "Riding September"
MUSIC VIDEO RIDING SEPTEMBER from Hush on Vimeo.
25 Januar 2011
ZERO hat hohe Nachfrage und baut die Fertigungskapazitäten aus
Gemeinsam mit der Weiterentwicklung seiner Antriebstechnologie – ein Projekt, das mit insgesamt 1,84 Millionen US Dollar staatlichen Geldern gefördert wird – setzt das Unternehmen mit der neuen Produktionsstätte ein weiteres Zeichen für Wachstum. Ziel ist es auch, "grüne Jobs" für Kalifornien zur Verfügung zu stellen.
„Mit diesem Schritt bekräftigen wir erneut unser Engagement, hochwertige Elektromotorräder zu bauen und damit Arbeitsplätze in den USA zu schaffen“, sagt Steve Salyer, Vice President of Operations bei Zero Motorcycles. Mit der Betriebserweiterung verfügt Zero insgesamt über eine Produktionskapazität von über 3.100 qm. Das Unternehmen will den zusätzlichen geplanten Raum nutzen, um eine höhere Nachfrage berücksichtigen zu können und seine Antriebstechnologie weiter zu entwickeln. Sobald die Motorräder vom Band kommen, werden sie verpackt und weltweit verschickt. „Die zusätzlichen Produktionskapazitäten erlauben uns, die hohe Nachfrage in Europa zu befriedigen“, bekräftigt der Holländer Edwin Belonje, Managing Director Europe bei Zero Motorcycles. „Wir reagieren mit der neuen Fertigungsstraße auf eine wachsende weltweite Nachfrage unserer Motorräder.“ Die ersten, in der neuen Fabrik hergestellten Motorräder werden Ende Februar 2011 erwartet. Die Vorstellung der neuen Model-Linie ist ebenfalls für die nächsten Wochen geplant. Erst vor zwei Wochen hatte Zero einen schlagzeilenträchtigen PR Coup gelandet: In Scotts Valley County, wo Zero in Santa Cruz beheimatet ist, rüstet die Polizei in einem Feldversuch einige Streifen mit ZERO DS-Maschinen aus. Zur Präsentation erschien auch der scheidende Gouverneur Arnold Schwarzenegger - im eher unklassischen Motorrad-Outfit.
(c) Courtesy ZERO Motorcycles
24 Januar 2011
Video - Shinya Kimura: "This life suits me well."
Die permanente Beschäftigung mit sich selbst, die schützende Ich-Bezogenheit jedes Einzelnen verursacht immer wieder nur neues Leiden (Dukkha).
Zen kann diese Verwirrung lösen – zuletzt vermag man sogar zu essen, wenn man hungrig ist, zu schlafen, wenn man müde ist. Zen ist nichts Besonderes. Es hat kein Ziel. (Wikipedia)
19 Januar 2011
Macau 2010: "So ein Scheiss sollte man eigentlich gar nicht machen ...."
Honda und BMW feiern sich ins Jahr 2011 - aber aus verschiedenen Gründen
In Deutschland, dem in 2011 erneut größten Einzelmarkt für BMW Motorrad, wurden insgesamt 17.816 BMW Motorräder zugelassen. Das entspricht einem lokalen Wachstum von 12,5 Prozent.
Honda hat solche positiven Zahlen im Moment nicht zu vermelden, hat aber trotzdem Grund zum Feiern: Der kleine japanische Außenposten, der am 2. Juni 1961 in Hamburg als „European Honda Motor Trading GmbH“ begann, firmiert heute in Offenbach auf einem weitläufigen Firmengelände unter „Honda Deutschland GmbH“. Den deutschen Kunden bietet Honda zum 50jährigen Jubiläum einer fünf Modelle starken Sonderauflage an: Es werden CBF1000F, Varadero 1000, Deauville, Shadow VT750C2S und der Großroller SW-T600 in limitierter Auflage als Sondermodelle „50 Jahre Edition“ erhältlich sein. Die Modelle verfügen ohne Aufpreis über hochwertiges Zubehör sowie ein umfangreiches Servicepaket inklusive Garantie-Erweiterung.
Beispiele: Die CBF1000F der „50 Jahre Edition“ ist mit einem in Fahrzeugfarbe lackierten Verkleidungs-Unterteil veredelt, das den Wind- und Wetterschutz optimiert. Die Varadero 1000 „50 Jahre Edition“ präsentiert sich serienmäßig mit dem umfangreichen Travel-Paket inklusive Koffern mit Protektoren, Top Case mit Halterungen und Träger, Hauptständer sowie Heizgriffen.
10 Januar 2011
05 Januar 2011
Harley-Davidson macht 2011 auf Customization 2.0 - aber ohne Video ...
Allerdings zu spät: Kopien kursieren z.B. hier:
Ich hab mir den 32 Sekunden langen Video zweimal angesehen. Erinnert irgendwie an Amnesty International und Guantanamo. Wann wird diese American Icon übrigens aufgelöst oder vom Netz genommen?Rückrufe: BMW pfeift 20.000 K-Modelle in die Werkstatt; Kawasaki lieferte erst gar nicht aus ...
In Deutschland sind rund 20.000 Sportmotorräder und Tourenmaschinen betroffen. Der Umlenkhebel werde bei den betroffenen Modellen gegen ein verbessertes Bauteil ausgetauscht, erklärte ein Unternehmenssprecher. Die Umrüstung soll etwa eine halbe Stunde dauern und ist für die Kunden kostenlos.
Probleme mit dem korrodierenden Lager bei den K-Modellen sind in den einschlägigen Foren und bei BMW nicht unbekannt: Bereits 2007 war es bei den inzwischen nicht mehr gebauten 1200er-Modellen zu Korrosionsschäden am gleichen Bauteil gekommen. Unfälle mit Personenschäden habe es wegen gebrochener Umlenkhebel bisher aber nicht gegeben, versicherte BMW. Erfahrung mit dem Umtausch hat BMW bereits in den USA gesammelt: Dort lief die Rückrufaktion bereits im Oktober 2010 an. Zumindest sind die BMWs schon auf der Straße - was man von der neuen Kawasaki ZX-10R nicht behaupten kann. Die neue Ninja wurde schon zurückgerufen, bevor die ersten Maschinen des BMW S1000RR-Jägers überhaupt beim Kunden ankamen: In den USA hat Kawasaki alle bei den Händlern befindlichen Exemplare des neuen Supersportlers wegen Problemen mit der Standfestigkeit wieder einkassiert.Die offizielle Darstellung: "Wird die 2011er Ninja ZX-10R auf der Rennstrecke oder unter ähnlichen Einsatzbedingungen im oberen Drehzahlspektrum bewegt, kann es im Bereich der Einlassventile zu unerwünschten Schwingungen kommen. Dies kann dazu führen, dass die Einlassventile nicht vollständig am Ventilsitz anliegen und somit einen Leistungsabfall verursachen.
Die Nockenwelle, Ventilfedern und Federteller werden einlassseitig ersetzt, um die unerwünschten Schwingungen und den daraus resultierenden Leistungsabfall zu vermeiden. Kawasaki Deutschland rechnet damit, die 2011er Ninja ZX-10R ab Mitte Januar ausliefern zu können." Na ja, da liegt ja ohnehin noch Schnee und Winterreifen gibt es auch keine ...














