Geboren in Paris, erzogen in Paris, verzogen nach San Remo, vorgedrungen in die letzten „Weissen Flecken“ auf den Karten Persiens und der saudi-arabischen Halbinsel – unser Forschungsreisende/r hat in erfüllten hundert Lebensjahren viel erlebt. Obwohl, ja, obwohl er seit seiner Jugend „an schwacher Gesundheit“ laborierte, sich Masern, Malaria und Denguefieber zuzog, und auf seinen Reisen mehrere Herzattacken erlitt.
Schuld an der unstillbaren Reise- und Entdeckungslust war ein italienischer Kapuzinermönch, den Traveller in San Remo kennenlernte, und von dem er Arabisch lernte. 1927 begann die erste Reise nach Osten; in den Libanon, ins Land der Drusen. Nach sieben Monaten war klar: “Ich werde meine Zukunft neu planen müssen.“
Zwei Jahren später kehrt er in die Levante zurück – und taucht als Kostgänger einer Schumacherfamilie tief in das arabischen Leben ein. Traveller lernt neben Arabisch auch fließend Persisch, organisiert vor Ort zwei sensationelle archäologische Ausgrabungen am Kaspische Meer und schreibt sein erstes Buch mit dem deutschen Titel „I...................r“.
Als er in den Dreißiger Jahren nach England zurückkehrte, wurde er von der Royal Geographic Society hoch dekoriert. Von einer anderen Royal ..... Society erhielt Traveller die Burton-Medaille und den Auftrag zu zwei neuen Expeditionen in das „leere Viertel“ des südliche Arabiens, um frühe Zentren des „Gewürz- und Weihrauchhandels“ zu erforschen.
Wie viele britische Traveller seiner Zeit arbeitet unsere gesuchte Person im Zweiten Weltkrieg für den britischen Geheimdienst – er ist an der Gründung der „Brüder und Schwestern der Freiheit“, einer clandestinen pro-britischen Organisation, in Ägypten beteiligt.
Auch in den Sechziger, Siebziger und Achziger Jahren ist die Wanderlust ungebrochen: Türkei, Syrien und immer wieder Persien. Traveller ist Ende Siebzig, als die BBC ihn zu einer großen Euphrat-Expedition einlädt. Ihre eigenen Reisepläne führen sie gar noch weiter – bis Afghanistan und Nepal. Traveller ist sechsundachtzig, als er auf dem Rücken eines Pferdes das Annapurna-Basecamp erreicht.
Kurz vor dem Tod 1993 – wieder in den Bergen nahe San Remo - schreibt der hundertjährige Traveller: „Die Natur des Entdeckens ist noch immer einer der inspirierendsten Leitsterne des menschlichen Geistes.“
Wer war da unterwegs?
Viel Spaß beim googlen.
© Jochen Vorfelder
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