16 Juni 2008

MZ: Belegschaft will weiter kämpfen

Die Belegschaft des maroden Motorradherstellers MZ, dessen malayische Investor Hong Leong die Schließung des Zschopauer Werkes für Ende 12008 angekündigt hat, will weiter um den Erhalt der Produktion und die 40 verbliebenen Arbeitsplätze kämpfen.

Steve Yap, der von Hong Leong eingesetzte Geschäftsführer von MZ, erklärte auch nach einem Besuch des sächsischen Wirtschaftsministers Thomas Jurk (SPD) im Unternehmen, sein Unternehmen halte an der beschlossenen Schließung fest. Allerdings sei der Konzern, der seit 1999 bei MZ das Sagen hat, an, weiter nach potentiellen Investoren für eine Übernahme Ausschau halten zu wollen. Die Tür sei offen, so Yap.

An die vage Perspektive einer Finanzspritze durch Übernahme klammert sich auch die Belegschaft. Sie demonstrierte am vergangenen Freitag in Dresden vor der Sächsischen Aufbaubank (SAB) und nutzte den Besuch des ministers im Werk, entschlossenheit zu zeigen. Ob das etwas nützt - und potentielle Geldgeber gar positiv stimmt - darf nach den einschlägigen Erfahrungen aus dem Bochumer Nokia-Werk eher negativ beurteilt werden.

Das Land Sachsen jedenfalls, so Wirtschaftsminister Jurk, sei nicht in der Lage, unterstützend einzugreifen. MZ ist bereits seit 1990 durch Zuschüsse in zweistelliger Millionenhöhe gefördert worden. Für Firmen, die bereits gefördert wurden, könne man nicht noch einmal Fördermittel ausschütten.

Der Markwart

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