Im Kampf gegen die so genannte "Rockerkriminalität" - sprich die massiven Feindseligkeiten zwischen Hells Angels und Bandidos - will Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm ein bundesweites Verbot durchsetzen. Ein länderübergreifendes Vereinsverbot muss der Bundesinnenminister auf gemeinsamen Antrag von betroffenen Bundesländer vollziehen. Er sei sich dabei mit seinem Berliner Amtskollegen Ehrhart Körting über ein gemeinsames Vorgehen einig, sagte Schönbohm am Montag. Brandenburgs Innenministerium hat am Montag Morgen den „Chicanos MC Barnim“, einen zu den «Bandidos» zählenden Verein, in Brandenburg verboten. Wegen Verwicklung der Mitglieder in Straftaten wurden im Zuge des Verbots das Vereinsheim und Wohnungen der Mitglieder von der Polizei durchsucht und zahlreiche Gegenstände sichergestellt.
Sieht ganz so aus, als ob nach der großen Abräum-Aktion auf der Reeperbahn durch die Hamburger Behörden in den 90er Jahren, die zu einem Patchverbot der Angels und einem Exodus in Richtung Bremen und Hannover führte, eine neue Welle auf die Clubs zurollt.
Selbst schuld, wenn man schon krumme oder zwielichtige Geschäfte im Milieu macht, sollte man den Ball flach halten, und das Hackebeil in der Öffentlichkeit eingepackt lassen.
Andererseits: Gewalt ist immer ein gefundenes Fressen für die Kollegen von den Knallblättern. Die Freunde von der TAZ haben sich den momentanen Medien-Hype um die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den zwei verfeindeten Milieus in einem Kommentar in der "Wahrheit" zu Brust genommen. Hauptsächlich in Berlin läßt sich zur Zeit keine Knallblatt aufschlagen, ohne dass einem das Wort "KRIEG" entgegen springt.
Wir zitieren: "... Über allem aber lag der beißende Gestank rauchenden Gummis, denn die brutalen Rocker hatten ganze Viertel mit Barrikaden aus brennenden Motorradreifen abgesperrt. Nicht einmal die tapferen Berliner Schupos trauten sich hinein in diese dunkle Todeszone...." Mehr von dem Stoff hier.
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