05 November 2008

Krieg auf zwei Rädern: Superbikes töten mehr Marines als Al-Quaida

Nach einer aktuellen Studie der amerikanischen Armee sind in den vergangenen zwölf Monaten mehr Marines bei Motorradunfällen gestorben als im Einsatz im Irak. 25 Soldaten starben auf amerikanischen Straßen - 24 davon mit Sportbikes - während im gleichen Zeitraum im Irak 20 Marines bei Schusswechseln oder Selbstmordanschlägen ihr Leben verloren.

General James Amos, der stellvertretende Kommandeur des Marine Corps, sagte CNN: "Anscheinend müssen wir unseren Leuten auf diesen Motorrädern ebenso helfen zu überleben wie im Einsatz." Etwa ein Zehntel der rund 200.000 Marines besitzen Motorräder.

Um der Unfallseuche Herr zu werden, muss nun jeder Motorrad-fahrende Marine an einem Grund- und Einführungskurs - vergleichbar einem ADAC-Sicherheitstraining - teilnehmen. Für Fahrern von Sportbike ist ein zweiter Kurs obligatorisch. Wer ohne Zertifikat erwischt wird, hat mit disziplinarischen Folgen zu rechnen.

Das Marine Corps ist nicht allein von der steigenden Unfallzahl betroffen. Die Navy berichtet von 35 toten Bikern - eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 65 Prozent. Warum die Zahlen seit zwölf Monaten ansteigen, dafür gibt es keine stimmige Erklärung. die Marines hatten zunächst auf sehr junge Fahrer ab 18 Jahren getippt, doch die Statistik zeigt, dass das durchschnittliche Alter der tödlich Verunglückten bei 25 liegt.

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