Im Radio kam gerade ein Bericht über die große Offensive der US-Streitkräfte im Süden von Afghanistan. Der Reporter verstieg sich in die Annahme, der großflächige Einsatz von Marines könnte die Lage beruhigen. Seit wann macht man sich mit Gewehrkugeln Freunde?
Mir kommt dabei eine andere Geschichte in den Sinn, über die ich kürzlich beim Googlen gestolpert bin. Gregory Warner ist Reporter beim öffentlichen Radio in New York und war vor geraumer Zeit in Afghanistan. Warner reist immer mit seinem Akkordeon - es öffnet Türen.
Als er bei einem Treffen ein Lied aus seiner/unserer Jugend - "Those were the days" von Mary Hopkins - spielte, fragte ihn sein Übersetzer: "Woher kennen sie afghanische Folklorelieder?"
Der Kick: Afghanistan - und vermutlich viele andere Länder auf der "Achse des Bösen" - haben eine lange Tradition, sich amerikanischer Kultur auf ihre Weise anzunähern. Schickt mehr Folksänger und Heavy Metal Bands statt Soldaten.
Hier Gregory Warner bei einem Konzert in Mazar-i-Sharif vor begeisterten Afghanen mit seiner Version von Johnny Cashs "Ring of Fire".
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