Gestern abend beim Blättern in einem alten WIRED von Ende letzten Jahres kam mir diese Anzeige unter.
T-Mobile wirbt in den USA mit dem gefallenen Engel Jesse James. Der (Noch)-Ehemann von Sanda Bullock, Besitzer von West Coast Choppers, und Liebhaber von Michelle "Bombshell" McGhee, dem so genannten Tattoo-Luder mit Hang zu Nazi-Fotos. So schnell kann es gehen: Gestern noch gut bezahlter Werbeträger; heute muss der Mann seine Habseligkeiten bei Ebay vertickern. Mmmmh. Normalerweise wird in der PR- und Werbebranche nichts dem Zufall überlassen. Die besten Markt-Scouts für die Wahl des Protagonisten, die besten Fotografen, die besten Beleuchter und Texter. Alles stimmt, alles passt. Aber was passiert eigentlich, wenn der Promi in Ungnade fällt, was, wenn sich Ballack kurz vor der WM verletzt? Seltsam, dass es dafür keinen Plan B gibt. Die nächste Firma nach T-Mobile, die in diese systemische Falle tappt, ist übrigens Solarworld. Ab Herbst 2010 will der deutsche Solar-Konzern sich auf dem amerikanischen Markt verstärkt positionieren. Ausgerechnet Larry Hagman, der Bösewicht aus der Öl-Soap "Dallas", soll das Image polieren. BP läßt grüßen, Solarworld, aus dem Golf von Mexiko!