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09 Juni 2010

Jesse James liebstes Handy - oder wie man mit PR daneben liegen kann.

Gestern abend beim Blättern in einem alten WIRED von Ende letzten Jahres kam mir diese Anzeige unter.

T-Mobile wirbt in den USA mit dem gefallenen Engel Jesse James. Der (Noch)-Ehemann von Sanda Bullock, Besitzer von West Coast Choppers, und Liebhaber von Michelle "Bombshell" McGhee, dem so genannten Tattoo-Luder mit Hang zu Nazi-Fotos.

So schnell kann es gehen: Gestern noch gut bezahlter Werbeträger; heute muss der Mann seine Habseligkeiten bei Ebay vertickern.

Mmmmh. Normalerweise wird in der PR- und Werbebranche nichts dem Zufall überlassen. Die besten Markt-Scouts für die Wahl des Protagonisten, die besten Fotografen, die besten Beleuchter und Texter. Alles stimmt, alles passt.

Aber was passiert eigentlich, wenn der Promi in Ungnade fällt, was, wenn sich Ballack kurz vor der WM verletzt? Seltsam, dass es dafür keinen Plan B gibt.

Die nächste Firma nach T-Mobile, die in diese systemische Falle tappt, ist übrigens Solarworld. Ab Herbst 2010 will der deutsche Solar-Konzern sich auf dem amerikanischen Markt verstärkt positionieren. Ausgerechnet Larry Hagman, der Bösewicht aus der Öl-Soap "Dallas", soll das Image polieren. BP läßt grüßen, Solarworld, aus dem Golf von Mexiko!


15 Dezember 2009

BMW S 1000 RR macht auf Manga-King

Schon wieder ein BMW-Posting? Sei es drum. Geht um Folgendes: Vor drei Wochen hatten wir darüber berichtet, dass BMW sich eine neue Kommunikationsagentur - Serviceplan - zugelegt hat. Die war mit großer Ankündigung in den Ring gestiegen: ""Es wird eine werbliche Revolution für BMW Motorrad in Deutschland stattfinden."

Wie die Handschrift der Werber - die schon in fortgeschrittenem Alter speziell für diesen Job den Motorradführerschein gemacht haben, kommt gut beim Kunden - aussieht, kann man in Ansätzen bei einer Kampagne sehen, die bei BMW Südafrika und auf der Website des Fotografen Rene Neumann aufgetaucht ist. Ob das revolutionär ist, wissen wir nicht.

Die S 1000 RR wagt sich dabei aber zumindest optisch auf ein Spielfeld, auf dem bisher die japanischen Konkurrenten Honda, Yamaha, Kawa und Co. einen Heimvorteil genossen haben: Manga. Die Bilder sind eine mediale Kriegserklärung: scharf, aggressiv, das tut weh - dem Konkurrenten jedenfalls.

Hier ein Eindruck in Kleinversion, die großen Bilder liegen bei BMW Südafrika auf page 2.

Posted via email from m o t o 1 2 0 3 - road kill