09 März 2010
Branchenkrise: Zweiradverband fordert "Motorradführerschein ändern!"
Im Kern fordern die Verbände des KfZ-Gewerbes zusammen mit der Fachzeitschrift Fachzeitschrift »bike und business«, dass Leichtkrafträder bis 125 ccm der Klasse A1 wieder in die Führerscheinklasse für Pkw eingebunden werden, das Mindestalter für den Kleinkraftrad-Führerschein und damit das Fahren bis 45 km/h auf 15 Jahre sinkt.
„Diese beiden Regelungen bergen ein großes wirtschaftliches Potential für den Zweiradhandel", sagte Nouvertné.
Komme der leichtere Zugang zu Roller und Motorrad nicht, sei zu befürchten, dass in den nächsten fünf Jahren „jeder zweite Motorradhändler in seinem Betrieb für immer die Lampen ausschalten muss.“ Im vergangenen Jahr rund 100.000 neue Motorräder weniger neu zugelassen als noch vor zehn Jahren.
»bike und business« hat dazu eine Online-Petition ins Netz gestellt.
Klick, klick, unterstützen.
08 März 2010
Polaris verteilt trotz schlechter Zeiten 10 Mio. USD an die Angestellten
Die Krise in der Branche ist noch lange nicht ausgestanden - wie man an den aktuellen Zahlen sieht: 45 % weniger Motorradzulassungen in den ersten beiden Monaten 2010 im Vergleich zu 2009 stehen zu Buche.
Da wird überall gespart und gezittert - ein Kenner aus der Händlerszene rechnet damit, dass bis Ende 2010 bis zu 10 % der Läden die Luft ausgeht.
Voll gegen den Trend allerdings verhält sich Polaris Industries Inc., die amerikanische Muttergesellschaft von Victory Motorcycles, und Herstellerin von ATV, Schneemobilen und Big-Bikes: Wie jedes Jahr seit 1982 werden die Angestellten (Fulltime und Teilzeit unbenommen) an der jährlichen Rendite beteiligt - für 2009 erhalten die Polaris-Leute im Schnitt etwa 15 Prozent ihres Jahresgehaltes zusätzlich.
Das hat Guido Ebert im Gespräch mit Scott Wine, Chief Executive Officer von Polaris recherchiert: "Unser Erfolg basiert auf auf der Hingabe, der Innovationsfreude und der harten Arbeit unserer Beschäftigten. wir sind stolz darauf, dass wir das jedes Jahr belohnen können."
Das ist doch mal eine andere und positive Art von Shareholder Value, der da ausgezahlt wird.
07 März 2010
What happens when you crash a Ducati Multistrada 1200 - from Hell For Leather...
Bei der Pressevorstellung der Multistrada 1200 in Lanzarote gab es einen Unfall - jetzt wird er diskutiert, drüben überm Teich. Tenor: Wenn man keine Ahnung hat, hilft zumindest ein gediegenes Vorurteil.
Hier mein Beitrag zur Diskussion:
Some kind of weird to that you take about the bike after an serious accident ... and not about the fate of the rider.
I was there when it happened.
Just two facts: It did not happen offroad. He slipped on a good clean road on a sudden sandy patch - in Lanzarote the sand is dark ... on a dark asphalt road.
The incident had nothing to do with the bike or Ducatis effort to build a 4in1 which is debatable - after riding the bike. So ride first then talk.
The German rider is still in hospital with a smashed ellbow, a broken wrist and a punctured lung from his broken ribs.He will have to remain in Lanzarote probably for a week or so.
Keep on discussing, experts.
Best regards Jochen
06 März 2010
Multistrada 1200 - erste Fahreindrücke und Foto-Shooting auf der Insel
Ducati setzt große Hoffnungen in die Multistrada 1200: Der neue 4in1-Leistungsträger muss sich verkaufen. Einen Looser oder Mitläufer kann sich ein kleinerer Hersteller nicht leisten. Vor allem nicht nach vier Jahren Entwicklungszeit.
Satte Werte: Rund 150 PS sind bei einem Trockengewicht unter 200 Kilogramm sensationell - und die Voraussetzung, dass der angekündigte Sportler, Tourer, Urbanist und Endurist die vier Rollen ausfüllen kann.
Geierschnabel: Wie bei der alten Multistrada spaltet das Front-Design die Gemeinde. Das Zyklopenauge der alten Modellreihe ist dem spitzen Lufteinlass gewichen, der schon bei der 1198 und der Streetfighter für Verwirrung sorgte.
Voll auf Tour: Mit der Verkleidung, der Frontscheibe und der Touren-Ausstattung ist die Maschine gerüstet, um den Platzhirschen wie der 1200 GS und der Tiger Paroli zu bieten.
Herzstück: Der Testastretta-Motor, der auch in den Superbike-Modellen Dienst tut, ist für die Multistrada auf 150 PS herunter modifiziert. Das sorgt für elastischen Lauf und Gutmütigkeit in den niedrigen Drehbereichen.
Multi 1 - der Tourer: Gemächliches Cruisen, bequeme Sitze, voller Windschutz, reichlich Platz für zwei Personen, mit allem Schnickschnack wie Navi und elektrische Heizgriffe.
Multi 2 - der Sportler: Der Bordcomputer regelt vier Modi. Im Sport-Modus bringt die Elektronik die volle Power ziemlich linear. Das Fahrwerk kann es locker vertragen.
Multi 3 - Urban Transporter: Wenn der Stadt-Modus angewählt wird, sinkt die Leistung am Hinterrad von 150 auf 100 PS. Immer noch genug für Stop-and-Go auf der Stadtautobahn ... wo ABS und Traktionskontrolle für Sicherheit sorgt.
Multi 4 - Enduro im Gelände: Viele waren skeptisch, aber das niedrige Gewicht in Verbindung mit dem ABS und der steuerbaren Traktionskontrolle machen das Schweizer Messer unter den Ducati-Modellen zu einem veritablen Geländegänger.
Erster Eindruck: Die Multistrada 1200 gibt alles her, was der gemeine Käufer sucht. Extremisten werden enttäuscht sein, aber einen gelungeneren Allrounder muss man lange suchen ... Könnte ein Durchbruch für Ducati werden.
Sport, Touring, Urban und Enduro? Geht das mit einem Motorrad?
Mit der neuen Multistrada 1200 und dem Slogan 4in1 hat sich Ducati einiges vorgenommen: Vier Motorräder, vier Charakteristika in einer Maschine. Ohne faule Kompromisse. Nach dem ersten Testtag sieht es so aus: Es geht. Mit einem Sack voll Elektronik.
Ohne Frage: Das Bike ist ein Knüller. Frage nur: Verkauft es sich auch? Mehr dazu nächste Woche ... Stay tuned.04 März 2010
03 März 2010
BMW kehrt 2010 auf die Isle of Man zurück
Lange ist es her, dass ein "offizielles" BMW-Team bei den traditionsreichen TT-Races auf der Isle of Man gefahren ist: Genauer gesagt seit Sommer 1938, wenige Wochen vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Das Rennen wurde bekannt als der "Nazi TT".
Jetzt hat BMW - mit dem S1000RR-Superbike - wieder eine würdige und konkurrenzfähige Maschine und hat sich für 2010 angemeldet: Rico Penzkofer, der schon im letzten Jahr beim Straßen Grand-Prix in Macau einen beachtlichen 5. Platz belegt hat, pilotiert eine S1000RR mit offizieller Unterstützung der Bayern.
Penzkofer ist im richtigen Leben, wenn er sich nicht auf Wahnsinnskurse wie Macau oder den Rundkurs auf der Isle of Man begibt, ehemaliger Endurance World Champion und einer der Testfahrer für das BMW-Werk.
Penzkofer soll die beachtlichen BMW-Resultate auf der Isle of Man weiter hochschrauben: Seit dem ersten Start einer blau-weißen Maschnie 1937 unter Helmut Dähne hat BMW 30 Rennen auf der Isle of Man gewonnen, die meisten in der Seitenwagen-Klasse.
Penzkofer, der 2009 bereits auf einer privaten Maschine fuhr: "Corser und Xaus haben in der World Superbike-Serie bewiesen, dass die Maschine konkurrenzfähig ist, das gleiche will ich auf der Isle of Man zeigen."
Die TT-Races 2010 werden also spannend: Bereits letzte Woche war bekannt geworden, dass KTM ein offizielles Renn-Team stellt.
"Bird" Jumps 394 feet on a Motorcycle
Und hier mein eigentlicher Weltmeister: Jason Bird am 21. Juni 2008 im Freiflug über 394 Feet - > über 120 Meter auf einer Outdoor-Bahn. Well done.
322ft! Robbie Maddison's world record jump
322ft! Robbie Maddison's world record jump
Das ist der erste Kandidat auf den Titel des aktuellen Rekordhalters: Robbie Madison springt 322 Feet in der Halle.
Weltrekord im Weitsprung? Doch eher ein PR-Coup.
Da kommt man aus dem Urlaub zurück und checkt die Lage und findet bei SPON den Video über einen spektakulären Weitsprung-Weltrekord mit einer modifizierten Harley-Davidson: 56 Meter. Wow.
Das Problem dabei: Der "Rekord" ist ein PR-Gag. 56 Meter sind unteres Mittelmaß. Auf YouTube finden sich diverse Videos von Flügen, die 56 Meter als einen lächerlichen Hopser erscheinen lassen.
Wer tatsächlich den Weltrekord hält, ist umstritten - es gibt aber nachweislich bereits zwei Stuntmen, die über 390 Feet, also über 120 Meter, weit gesprungen sind. See the Videos.... beide werden gleich gepostet.
28 Januar 2010
Darf das sein? Ja. Moto1203 macht Winterpause.
Bom Dia, werte Freunde des gepflegten Motorrad-Features,
moto1203 unternimmt eine Art digitales Heilfasten: keine Daten, keine Tastatur, kein Twittern, kein Bloggen .... Ab dem 23. Februar peilen wir die Lage dann wieder neu, entspannt und regelmäßig. Vielleicht ist dann auch der Schnee weg; das Mopett (und der Fahrer) scharren jedenfalls schon mit den Hufen.22 Januar 2010
Jahreszahlen 2009: Harley weiter unter Druck
20 Januar 2010
Werden fertige Harleys wieder auseinander gebaut - für den indischen Markt?
Harley Davidson setzt einen Fuß in die Tür des indischen Marktes - möglicherweise mit Motorrädern in Einzelteilen. Um die massiven Einfuhrsteuern für importierte Neufahrzeuge zu umgehen, wägt HD nach einem Bericht des Mint Report/Wallstreet Journals ab, ob in Zukunft in den USA fertig montierte Fahrzeuge für den Export in den perspektivischen Boom-Markt Indien wieder in Einzelteile zerlegt werden - so genannte "completely knocked down kits".
Die Kits sollen dann nach der Einfuhr nach Indien wieder zusammen gesetzt werden. Der Vorteil der komplizierten Prozedur: Man umgeht auf diesem Weg die zur Zeit fällige Importsteuer für Neufahrzeuge in Höhe von fast 30 Prozent.
Die aktuellen 12 (!) Modelle, die zur Zeit für den Verkauf in fünf indischen Dealerships fertig gemacht werden, sind von dem Rückbau noch nicht betroffen. HD ist nicht die einzige Firma mit der "completely knocked down kits"-Strategie: Auch Audi läßt die A4 und A6-Modelle in Skodas indischer Fertigungsstraße zusammenbauen.