08 Dezember 2005

Salzburg IV: Ein Leben für den Musikmeister

Der Name Köchel - und das Köchel-Verzeichnis - sind so untrennbar mit dem Namen Mozart verbunden wie Salzburg mit den Mozartkugeln. Was aber hat Jürgen Köchel aus Hamburg damit zu tun?

"Nein", sagt Jürgen Köchel und lacht dabei verschmitzt, "mit dem anderen Köchel, dem Bibliografen Ludwig Ritter von Köchel, bin ich weder verwandt noch verschwägert. Der hat schließlich noch zu Mozarts Zeiten gelebt und mit dem Köchel-Verzeichnis aller Mozart-Werke wirklich Zeitloses geschaffen."

Typisch Jürgen Köchel: Obwohl der 80-jährige Hamburger mit mehr als 5000 Büchern, Noten-Erstdrucken und Musik-Aufnahmen die weltweit bedeutendste private Mozart-Arien-Sammlung besitzt, bleibt er bescheiden und stellt sein Licht unter den Scheffel: "Ach, wissen Sie, ich sammle und arbeite zu Mozart, weil es mich jung hält."

Und sehr aktiv: Der Musikpädagoge, Oratoriensänger und ehemalige Verlagsdirektor im Musikverlag Sikorski ist heute Vorsitzender der Hamburger Mozart-Gesellschaft und bereitet gerade die Ausstellung "Mozart und Hamburg" vor, die pünktlich zum 250. Geburtstag am 27. Januar 2006 in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg eröffnet wird.

Ich habe mit Jürgen Köchel darüber gesprochen, warum er sich ausgerechnet für Mozart so begeistert, was das Geniale an dessen Kompositionen ist und wie es der Meister schafft, noch 250 Jahre nach seinem Tod die Herzen der Hörer zu betören.

Hören Sie rein in das Interview.

© Jochen Vorfelder

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