11 Februar 2009

Kids-Bikes: Aus auf dem amerikanischen Markt

Ein harter Schlag ins Kontor - Nach dem gestern in den USA in Kraft getretenen "Consumer Product Safety Improvement Act" (CPSIA) ist es im "Land of the Free" nicht mehr gestattet, Motorräder für Kinder unter 12 Jahren auf den Markt zu bringen und zu verkaufen.

Die neue Regelung, die bereits letztes Jahr von der Legislative im Senat und Repräsentenhaus verabschiedet wurde, betrifft sowohl Neumaschinen als auch gebrauchte Kids-Bikes; das Fahren bereits erworbener Maschinen ist weiterhin erlaubt, allerdings ist der Verkauf von Ersatzteilen unter Strafe gestellt.

Das Verbot, das für stolze Väter von Biker-Kids wie aus heiterem Himmel kommt, betrifft vor allem japanische Marken wie Honda, aber auch für den österreichischen Hersteller KTM, der wegen der Finanzkrise ohnehin schon über Hundert Mitarbeiter entlassen muss. Die KTM-Kidsbikes waren bisher ein Standbein im US-Geschäft.

Ausgenommen von der CPSIA-Regelung sind nur Produkte, die sich einem Test in einem dafür lizensierten US-Labor unterzogen haben - ein Vorgehen, dem sich die Hersteller von Kids-Bikes offensichtlich nicht unterzogen haben.

Frappierend ist die Begründung für das Verbot, das nicht etwa in der direkten Sturz- und Unfallgefahr begründet liegt: Das Aus für die Kids-Bikes kommt in Folge des letztjährigen US-Skandals mit Chemikalien-verseuchten Spielzeugimporten aus China und wird begründet mit dem hohen Blei-Anteil in den Batterien... Logisch wäre es daher, auch den Transport von Kleinkindern in der kommenden Generation Elektro-PKWs zu verbieten.

PS: Der folgende Sprung wurde NICHT mit einem Kids-Bike durchgeführt ...



(c) Jochen Vorfelder

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