Posts mit dem Label Kids-Bikes werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kids-Bikes werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

15 März 2009

Kids-Bikes: Amerikanischer Veteran plant Protest gegen geltendes Verbot

In der zweiten Februar-Woche hatten wir über eine besondere Variante des amerikanischen Heimatschutzes berichtet - den Verbot von Kids-Crossern im Rahmen des in den USA in Kraft getretenen Consumer Product Safety Improvement Act (CPSIA).

Die Geschichte um den angeblich Kinder- und Jugendlichen-schädlichen Bleigehalt in Motorrädern wächst sich inzwischen aus: Malcolm Smith, ein kalifornische Biker-Legende, 68-jähriger Händler von Outdoor-Motorräder, und Protagonist im 1963er-Epos "On any Sunday" von Steve McQueen, will das Verbot aus Protest missachten: "California motorcycle dealer and industry icon Malcolm Smith says he plans to sell kid’s ATVs and motorcycles to consumers next Thursday (6 am PST, March 19, 2009) in protest against a federal law that limits the amount of lead that can be contained in products made for children 12 and younger.

The sales could be expensive. The law calls for fines up to $100,000 per violation and a maximum of $15 million for a series of related violations.

And, according to one attorney who is very familiar with the law, there are also criminal penalties of up to five years in jail for a willful violation of the law."

Smith's Protest hat einen wirtschaftlich nicht unbedeutenden Hintergrund. Nach Schätzungen des amerikanischen Motorcycle Industry Council (MIC) könnte das geltende Verbot die Branche etwa eine Mrd. USD in diesem Jahr kosten. Das Branchen-Blatt Dealership Magazine beziffert allein den Wert der derzeit nach dem Verbot sinnlos auf Halde liegenden Maschinen, Ersatz- und Zubehörteile auf über 100 Millionen USD.

Mal sehen, ob Smith in den Knast geht... Mehr dazu bei Dealership Magazine und hell for leather

Hier Malcolm Smith und Steve McQueen in einem Ausschnitt von "On any Sunday", beim gemeinsamen Rennen in Elsinore, Kalifornien:

11 Februar 2009

Kids-Bikes: Aus auf dem amerikanischen Markt

Ein harter Schlag ins Kontor - Nach dem gestern in den USA in Kraft getretenen "Consumer Product Safety Improvement Act" (CPSIA) ist es im "Land of the Free" nicht mehr gestattet, Motorräder für Kinder unter 12 Jahren auf den Markt zu bringen und zu verkaufen.

Die neue Regelung, die bereits letztes Jahr von der Legislative im Senat und Repräsentenhaus verabschiedet wurde, betrifft sowohl Neumaschinen als auch gebrauchte Kids-Bikes; das Fahren bereits erworbener Maschinen ist weiterhin erlaubt, allerdings ist der Verkauf von Ersatzteilen unter Strafe gestellt.

Das Verbot, das für stolze Väter von Biker-Kids wie aus heiterem Himmel kommt, betrifft vor allem japanische Marken wie Honda, aber auch für den österreichischen Hersteller KTM, der wegen der Finanzkrise ohnehin schon über Hundert Mitarbeiter entlassen muss. Die KTM-Kidsbikes waren bisher ein Standbein im US-Geschäft.

Ausgenommen von der CPSIA-Regelung sind nur Produkte, die sich einem Test in einem dafür lizensierten US-Labor unterzogen haben - ein Vorgehen, dem sich die Hersteller von Kids-Bikes offensichtlich nicht unterzogen haben.

Frappierend ist die Begründung für das Verbot, das nicht etwa in der direkten Sturz- und Unfallgefahr begründet liegt: Das Aus für die Kids-Bikes kommt in Folge des letztjährigen US-Skandals mit Chemikalien-verseuchten Spielzeugimporten aus China und wird begründet mit dem hohen Blei-Anteil in den Batterien... Logisch wäre es daher, auch den Transport von Kleinkindern in der kommenden Generation Elektro-PKWs zu verbieten.

PS: Der folgende Sprung wurde NICHT mit einem Kids-Bike durchgeführt ...



(c) Jochen Vorfelder