Ducati bietet der Konkurrenz mit der 1199 Panigale Schachmatt
Stärker, schneller, schöner – am Vorabend der Motorrad-Show Eicma hat der italienische Hersteller Ducati die 1199 Panigale enthüllt. Das Superbike wird auf der Messe nur noch schwer zu übertrumpfen sein.
In der Rennserie MotoGP fahren Valentino Rossi und Ducati zur Zeit nur hinterher. Doch auf dem Markt ist der Hersteller aus Bologna weiter eine Macht: Bis Oktober 2011 wurden 36.000 Sportmotorräder weltweit verkauft; in Deutschland allein liegt Ducati gegenüber dem Vorjahr mit 31 Prozent im Plus. Mit dem neuen Supersportler, der gestern auf der Bühne des Teatro dal Verme in Mailand enthüllt wurde, wird die Erfolgsgeschichte weitergehen.
„Ein Sportmotorrad wie die 1199 Panigale haben wir noch nie gebaut,“ verkündete Claudio Domenicali, der CEO der Bologneser. „Das ist keine Evolution mehr, sondern eine Revolution.“
Herzstück der Panigale ist der brandneue Superquadro-Motor. Lediglich das Zweizylinder-Motorenkonzept mit 90 Grad Zylinderwinkel und die desmodromische Ventilsteuerung wurden von den vorhergehenden Ducati-Aggregaten übernommen. Die Panigale-Technik stammt zu großen Teilen aus der MotoGP und der Rennsportabteilung Ducati Corse; z.B. sorgt eine Pumpe für ein konstantes Vakuum im Kurbelgehäuse unterhalb der Kolben, wodurch der Widerstand gegenüber der Kolbenbewegung reduziert wird. Mit satten 195 PS bei 10.750 U/min liegt der weltweit kräftigste Zweizylinder-Serienmotor auf Augenhöhe mit der BMW S 1000 RR; das Trockengewicht von 164 kg liegt allerdings um fast 20 Kilogramm niedriger als bei dem Supersportler aus München.
Auch beim Monocoque-Chassis und Fahrwerk haben die Ducati-Entwickler Anleihen beim hauseigenen Rennstall und Abschied vom Ducati-typischen Trellis-Gitterrohrrahmen genommen. Der Aluminium- und Magnesium-Vorderbau und der Heckrahmen sind direkt an den Motor angeflanscht; die Auspuffanlage liegt kompakt unterhalb des Motorblocks. Scharfe Brembo-Bremsanlagen, leichte, filigrane Schmiedefelgen und Einarmschwinge sind inzwischen Ducati-Standard.
Die Rakete gibt Geschwindigkeiten jenseits von 270 km/h her. Um das Gerät fahrbar zu halten, wird alles, was der Elektronikbaukasten derzeit hergibt, in das Ducati-Flaggschiff verbaut. Je nach Ausführung – die Panigale gibt es in den drei Ausführungen 1199, 1199 S und 1199 Tricolore – sind an Bord: digitales Ride-by-Wire-System, Ducati-Bosch ABS, Traktionskontrolle DTC, und eine Quick Shift-Schaltanlage DQS.
Erstmals zum Einsatz kommt in einem Supersportler auch die Engine Brake Control EBC, mit dem die Spurstabilität bei harten Bremsmanövern erhöht werden soll, und die Ducati Electronic Suspension (DES). Mit diesem System wird bei der Auswahl aus den drei Fahrmodi Race, Road und Wet die Einstellung der Öhlins-Gabel und des Federbeins mit kleinen Elektro-Stellmotoren automatisch nachjustiert.
Auch im Cockpit geht es futuristisch zu: Die Kontrollarmaturen und -anzeigen liegen allesamt digital auf einem TFT-Farbbildschirm, dessen Darstellung sich je nach Fahrsituation, Modi und Zustand des Motors intelligent ändern: z.B. wandert der Beginn des kritischen „gelben“ Drehzahlbereich während der Einfahrperiode, der ersten Tausend Kilometer, herunter auf 6.000 U/min. Danach springt er automatisch zurück auf 10.500U/min.
Optisch ist die Panigale – benannt nach dem Bologneser Vorort, in dem das Ducati-Werk liegt – ganz auf Kontinuität getrimmt: enge Verkleidung mit scharf konturiertem Gesicht und LED-Scheinwerfern (S und S Tricolore), schmale Taille und leicht fliehendes Heck. Die Auspuffendrohre sind nach den Phase der Underseat-Anlagen wieder nach unten gewandert. Auch die Farbwahl ist ganz Ducati-Tradition: Rot und italienische Tricolore, was sonst?
Die Panigale soll ab März 2012 bei den Händlern stehen und in der Grundversion 19.490 Euro kosten. Deutlich teurer ist die S Version mit 24.490 Euro und die Tricolore (28.690 Euro).
Fahrzeugschein
Hersteller: Ducati
Typ: 1199 Panigale
Karosserie: Motorrad
Motor: Zweizylinder-L-Motor
Getriebe: Sechsganggetriebe
Hubraum: 1198 ccm
Leistung: 195 PS bei 10.750 U/min
Drehmoment: 132 Nm bei 9.000 U/min
Trockengewicht: 164 kg
Tankinhalt: 17 Liter
Höchstgeschw.: > 270 km/h
Mehr Infos: http://www.ducati.de
In der Rennserie MotoGP fahren Valentino Rossi und Ducati zur Zeit nur hinterher. Doch auf dem Markt ist der Hersteller aus Bologna weiter eine Macht: Bis Oktober 2011 wurden 36.000 Sportmotorräder weltweit verkauft; in Deutschland allein liegt Ducati gegenüber dem Vorjahr mit 31 Prozent im Plus. Mit dem neuen Supersportler, der gestern auf der Bühne des Teatro dal Verme in Mailand enthüllt wurde, wird die Erfolgsgeschichte weitergehen.
„Ein Sportmotorrad wie die 1199 Panigale haben wir noch nie gebaut,“ verkündete Claudio Domenicali, der CEO der Bologneser. „Das ist keine Evolution mehr, sondern eine Revolution.“
Herzstück der Panigale ist der brandneue Superquadro-Motor. Lediglich das Zweizylinder-Motorenkonzept mit 90 Grad Zylinderwinkel und die desmodromische Ventilsteuerung wurden von den vorhergehenden Ducati-Aggregaten übernommen. Die Panigale-Technik stammt zu großen Teilen aus der MotoGP und der Rennsportabteilung Ducati Corse; z.B. sorgt eine Pumpe für ein konstantes Vakuum im Kurbelgehäuse unterhalb der Kolben, wodurch der Widerstand gegenüber der Kolbenbewegung reduziert wird. Mit satten 195 PS bei 10.750 U/min liegt der weltweit kräftigste Zweizylinder-Serienmotor auf Augenhöhe mit der BMW S 1000 RR; das Trockengewicht von 164 kg liegt allerdings um fast 20 Kilogramm niedriger als bei dem Supersportler aus München.
Auch beim Monocoque-Chassis und Fahrwerk haben die Ducati-Entwickler Anleihen beim hauseigenen Rennstall und Abschied vom Ducati-typischen Trellis-Gitterrohrrahmen genommen. Der Aluminium- und Magnesium-Vorderbau und der Heckrahmen sind direkt an den Motor angeflanscht; die Auspuffanlage liegt kompakt unterhalb des Motorblocks. Scharfe Brembo-Bremsanlagen, leichte, filigrane Schmiedefelgen und Einarmschwinge sind inzwischen Ducati-Standard.
Die Rakete gibt Geschwindigkeiten jenseits von 270 km/h her. Um das Gerät fahrbar zu halten, wird alles, was der Elektronikbaukasten derzeit hergibt, in das Ducati-Flaggschiff verbaut. Je nach Ausführung – die Panigale gibt es in den drei Ausführungen 1199, 1199 S und 1199 Tricolore – sind an Bord: digitales Ride-by-Wire-System, Ducati-Bosch ABS, Traktionskontrolle DTC, und eine Quick Shift-Schaltanlage DQS.
Erstmals zum Einsatz kommt in einem Supersportler auch die Engine Brake Control EBC, mit dem die Spurstabilität bei harten Bremsmanövern erhöht werden soll, und die Ducati Electronic Suspension (DES). Mit diesem System wird bei der Auswahl aus den drei Fahrmodi Race, Road und Wet die Einstellung der Öhlins-Gabel und des Federbeins mit kleinen Elektro-Stellmotoren automatisch nachjustiert.
Auch im Cockpit geht es futuristisch zu: Die Kontrollarmaturen und -anzeigen liegen allesamt digital auf einem TFT-Farbbildschirm, dessen Darstellung sich je nach Fahrsituation, Modi und Zustand des Motors intelligent ändern: z.B. wandert der Beginn des kritischen „gelben“ Drehzahlbereich während der Einfahrperiode, der ersten Tausend Kilometer, herunter auf 6.000 U/min. Danach springt er automatisch zurück auf 10.500U/min.
Optisch ist die Panigale – benannt nach dem Bologneser Vorort, in dem das Ducati-Werk liegt – ganz auf Kontinuität getrimmt: enge Verkleidung mit scharf konturiertem Gesicht und LED-Scheinwerfern (S und S Tricolore), schmale Taille und leicht fliehendes Heck. Die Auspuffendrohre sind nach den Phase der Underseat-Anlagen wieder nach unten gewandert. Auch die Farbwahl ist ganz Ducati-Tradition: Rot und italienische Tricolore, was sonst?
Die Panigale soll ab März 2012 bei den Händlern stehen und in der Grundversion 19.490 Euro kosten. Deutlich teurer ist die S Version mit 24.490 Euro und die Tricolore (28.690 Euro).
Fahrzeugschein
Hersteller: Ducati
Typ: 1199 Panigale
Karosserie: Motorrad
Motor: Zweizylinder-L-Motor
Getriebe: Sechsganggetriebe
Hubraum: 1198 ccm
Leistung: 195 PS bei 10.750 U/min
Drehmoment: 132 Nm bei 9.000 U/min
Trockengewicht: 164 kg
Tankinhalt: 17 Liter
Höchstgeschw.: > 270 km/h
Mehr Infos: http://www.ducati.de







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