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20 März 2009

Branchenkrise: Chinesische Qianjiang-Gruppe stützt Benelli


Nach Recherchen von Motociclismo sind die chinesischen Investoren beim italienischen Hersteller Benelli weiter gewillt, Geld in die ungewisse Zukunft der Marke zu versenken.

Seit Benelli im Oktober 2005 von der chinesischen Qianjiang-Gruppe übernommen wurde, die pro Jahr rund eine Million Motorräder bis 150 cm³ baut, haben die Chinesen nach Marktkennern ungefähr 10 Mio. Euro in die Modernisierung der Benelli-Fertigung und die Entwicklung neuer Modell investiert.

Jetzt ist Qianjiang offensichtlich bereit, für neue Modelle noch einmal 20 Mio. Euro nachzuschiessen. Der Vorstandsvorsitzende von Quanjiang, Haimei Yan, hat dies am Rande einer Konferenz in Mailand verlauten lassen und gleichzeitig angemerkt: "Benelli ist nicht profitabel, aber wir glauben an die Marke." Als größten derzeitigen Probleme bezeichnete Yan nicht die aktuelle Absatzkrise, sondern unverblümt die italienische Bürokratie: "Es ist die Art, wie hier business gemacht wird. Ausufernde Bürokratie, Papierkrieg bei Importen aus China und unklare Geschäftsabläufe behindern die schnelle Entwicklung."

Der Einstieg der Chinesen bei Benelli war 2005 mit gemischten Reaktionen aufgenommen worden. Während Finanzinvestoren den neuen Cashflows begrüßten, hatte die Branche selbst abwartend reagiert und höchste Heuschreckengefahr vermutet: Der Abfluss des technischen Know-hows nach China könne auf Dauer auch dazu führen, dass die Marke ausblute.

Benelli hat angekündigt, zu Jahresende wohl auf der EICMA in Mailand die neue DUE 756 zu präsentieren, einen wohl 90 PS starken Parallel-Twin. Kommen soll auch eine völlig neue Linie mit einem 600er Vierzylinder, der angeblich um die 130 PS leisten soll.

01 August 2008

China: 14277 Motorräder planiert...

Die Chinesen sind eigen - das wurde vorgestern mit dem Blockade solch subversiver Internet-Server wie dem der Deutschen Welle mal wieder bewiesen.

Und chinesische Behörden sind rigide; dafür haben sie am gleichen Tag den Beweis angetreten: In Shenzen, der Economic Zone, die an Hongkong angedockt ist,wurden auf einen Schlag von Baggern und Bulldozern 14277 konfiszierte Motorräder platt gemacht, berichtet die Lokalzeitung "Daily Sunshine.

(Wie würde sich eigentlich eine deutsche Boulevard-Zeitung mit dem blumigen Titel "Nie mehr Regen!" machen...)

Die Daily Sunshine vermeldet nicht, wie der Tatbestand der Illegalität in Shenzen erfüllt wird, berichtet aber, dass seit 2005 über 580.000 "illegale" Motorräder zerstört wurden.

Die regelmäßigen Aktionen - im April wurden schon einmal fast 10.000 Bikes niedergewalzt - sind Teil der Verkehrsberuhigung in Shenzen und "aktive VErbrechensbekämpfung", weil ein Großteil der Taschen- und sonstiger Habseligkeitsdiebstähle mit Rollern und Motorrädern begangen werden.

05 Juni 2008

Schräglage: Genosse von Kuenheim, übernehmen Sie!

Keine Lust auf asiatische Zweiräder und amerikanisches Heavy Metal? Dann waren BMW-Motorräder bisher die erste Wahl. Inzwischen kommen einige Motoren der weiß-blauen Bikes aus Fernost. Für die Münchner könnte das aus zwei Gründen gefährlich werden: Die Marke "Made in Germany" droht zu verwässern und schon haben Chinesen einen bayerischen Bike-Klassiker geklont. Mehr in der Kolumne "Schräglage" bei SPIEGEL Online.

Der Platzwart