
Seibeb ist Farmarbeiter und wohnt seit über zehn Jahren mit Frau und mittlerweile vier Kindern auf dem Okambara Wildlife Resort rund zwei Stunden Fahrzeit von Windhoek entfernt. Er steuert einen der Jeeps, mit denen die Gäste frühmorgens oder vor Sonnenuntergang auf Fotosafari gehen.
"Wir haben 10.000 Hektar für unseren Wildbestand - ich schätze, inzwischen sind es fast 200 Gnus, 400 Impalas und auch 400 Kudus. Von den Großtieren wie den Giraffen, den Nashörnern und den Elefanten kennt man natürlich jedes Tier ganz genau, wenn man täglich im Park unterwegs ist - da hat jedes seinen Charakter, seine Eigenheiten und seine Stimmungen und Launen. (...)"
"Die Elefanten und Nashörner gehen sich in der Regel aus dem Weg; es gibt ja auch genug Platz hier im Park. Ich habe es aber auch schon erlebt, dass sich die beiden Herden bis auf zwanzig Meter nahe gekommen sind - dann sind es immer die Elefanten, die sich zurückziehen. Die sind schlauer, und mit dem Nashorn-Bullen will sich wirklich keiner anlegen.(...)"
"Am Anfang hatten wir drei Bullen und drei Elefantenkühe, die bis auf eine Ausnahme alle sehr ortstreu wurden. Nur einer der Bullen ist mehrmals durch den äußeren Zaun gebrochen, hat beim Nachbarn einiges verwüstet und ist dann Richtung Süden gewandert. Das kriegt man aus den Tieren nicht mehr raus; wir mussten ihn erschießen lassen. Die restlichen fünf Tiere haben sich prächtig entwickelt und letztes Jahr kam das zweite gesunde Kalb zur Welt."
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© Jochen Vorfelder
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