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21 Juli 2009

BMW: Sieht so der kommende E-Scooter aus?

Die Spatzen pfeifen und twittern es ja schon länger von den Dächern: Auch BMW wird in den wachsenden Markt mit Elektrofahrzeugen einsteigen. Gemutmaßt wurde bisher - wohl zu Recht - , dass das (gescheiterte) Experiment C1 eine geeignete Fahrzeugplattform sein könnte.

Die Spanier von www.soloscooter.com haben sich nun in der Gerüchteküche weit vorgewagt und einen Entwurf von Oberdan Bezzi sowie eine optisch modifizierte C1 ins Netz gestellt.

Spekuliert wird in dem (spanischen) Artikel auch über die technischen Details des Gefährts: Lithium-Batterien sollen drei Stunden Fahrzeit bei einer maximalen Geschwindigkeit von 120 kmh bringen. Soloscooter - und damit geht die zur Zeit haltlose Spekulation weiter - kündigt den Prototypen des Elektro-BMW-Scooter für 2010 und den Sprung in den Verkauf für 2011 an ... man wird sehen, vielleicht schon auf der nächsten EICMA in Mailand im Herbst.

10 Juli 2009

Elektro-Scooter: Piaggio kündigt Hybride für 2010 an

Als erster Roller- und Motorradhersteller wagt sich Piaggio auf den Hybid-Markt: Der Hersteller nahe Pisa will ab 2010 einen Hybridantrieb für Motorroller anbieten. Der Hybridantrieb ist nach Angaben von Piaggio derzeit als Prototyp in den Rollermodellen Vespa LX, Vespa X8 und dem dreirädrigen Mp3 zu sehen.

Bei dem nach einem Forschungs- und Entwicklungsaufwand von zehn Mio. Euro patentierten Antriebsaggregat handelt es sich um die Kombination eines Verbrennungsmotors mit einem Elektromotor. Die Ladung des Lithium-Akkus wird bei normalem Fahrbetrieb konstant aufrecht erhalten und reicht im Alleinbetrieb über Batterie 20 Kilometer. Wenn die Batterie leergefahren ist, kann sie über einen beliebigen 220-V-Wechselstromanschluss wieder aufgeladen werden.

Der Durchschnittsverbrauch bei gemischter Fahrweise liegt bei 1,66 Liter je 100 Kilometer und damit deutlich unter dem eines handelsüblichen Motorrollers mit vergleichbarer Hubraumklasse.

"Es handelt sich nicht nur um einen Scooter mit zwei Motoren, sondern um ein Antriebskonzept, das einen herkömmlichen Verbrennungsmotor und einen Elektromotor zu einem sparsamen und umweltfreundlichen Verkehrsmittel vereint", so Piaggio. Die ersten in Italien montierten Fahrzeuge sollen Mitte kommenden Jahres in den Handel gebracht werden - zum Verkaufspreis unter 10.000 Euro.

Mehr Infos: pressetext.deutschland

02 Juni 2009

E-Bike Elmoto: Das schwäbische Stadt-Stromerle

Pedelecs sind Fahrräder mit Elektromotoren - leider sahen sie bisher meistens aus wie vom Orthopäden verschrieben. Zwei Stuttgarter Designer beweisen jetzt mit dem schnittigen Strom-Moped Elmoto, dass Öko-Zweiräder Stil haben und Spaß machen können.

Zugegeben: Ganz legal ist es nicht, mit Oliver Seme auf dem Kleinkraftrad über den Stuttgarter Schlossplatz zu brettern. Doch am Elmoto scheint sich keiner der Passanten in der Fußgängerzone zu stören. Beim Stopp an einem der In-Cafés wird der motorisierte Eindringling eher freundlich und neugierig beäugt: "Ja, das isch ja schick. Aber habt ihr kein Motorle?", fragt eine Frau mit Einkaufstüten und Kinderwagen im Schlepptau.

Natürlich hat das Gefährt einen Motor, erklärt Seme geduldig, aber eben kein konventionelles Verbrennungsaggregat: Das Elmoto, das aussieht wie eine Kreuzung aus Mountainbike und Motocrosser, säuselt wie eine Nähmaschine und wird von einem Akku und einem Elektromotor in der hinteren Radnabe angetrieben. Auch Seme, einer der Erfinder, hat noch Schwierigkeiten, seine Kreation einzuordnen: "Also ein richtiges Pedelec ist es definitiv nicht, aber auch kein Moped."

Aus Italien, wie ein anderer Betrachter zu wissen glaubt, stammt das Elmoto jedenfalls nicht: "Wir verbauen aus Kostengründen natürlich Technikteile und Batterien aus China und Taiwan", erklärt Oliver Seme. Aber die Idee, das Niemandsland zwischen Fahrrad, Elektroroller und Moped neu zu besetzen, komme ganz klar aus dem Ländle: "Alles schwäbisch!"

Zu gewagt für den Stromriesen

Genauer gesagt: aus der Stuttgarter Innenstadt. Dort sitzt im achten Stock eines Bürohochhauses die Design-Schmiede IPDD. "Wir haben vor ein paar Jahren einem großen Energieversorger vorgeschlagen, langfristige Stromverträge so ähnlich wie im Mobilfunkgeschäft mit einem coolen Produkt zu koppeln. Also kostenloses Fahrzeug statt kostenloses Handy", sagt Stefan Lippert, einer der Chefs von IPDD und die zweite treibende Kraft hinter dem Elmoto. Die Idee wurde abgelehnt. Lippert, ein im Süden eingebürgerter Norddeutscher, und Seme, den auch als IT- und Management-Consultant arbeitet, fingen an, das Fahrzeug auf eigene Rechnung zu entwickeln.

"Anfang 2008 hatten wir uns schon auf den Elektroantrieb festgelegt, sind aber noch ganz anderen Vorstellungen nachgegangen. Die ersten Entwürfe haben nach voll verkleideter Ducati gerochen", erinnert sich Lippert. Doch der kühlen Analyse der technischen Beschränkungen und einer klaren Definition möglicher Zielgruppen fiel nicht nur die Verkleidung zum Opfer: "Wir mussten radikal abspecken, weil wir drei Prämissen erfüllen wollten", sagt Lippert. "Das Elmoto sollte erstens möglichst leicht sein, dann möglichst charmant daher kommen und sich vor allem ohne zusätzlichen Führerschein so einfach wie ein Fahrrad bedienen lassen."

>> FOTOSTRECKE: Unterwegs mit dem Elmoto: Stuttgart unter Strom <<

Das Stuttgarter Profi-Tüftler-Team, inzwischen auf ein halbes Dutzend Mitarbeiter angewachsen, hat sein Ziel erreicht: Das Elmoto wiegt fahrbereit gerade einmal 50 Kilogramm. Der Akku wird hinter einer Plastikverschalung versteckt. Und der Prototyp, der zurzeit mit geringen Modifikationen im nahen Balingen in Serie montiert wird, fährt sich flott und leicht wie ein Mountainbike.

Der Lithium-Ionen-Batterieblock liefert bis zu zwei KW. Damit überwindet das Bike problem- und emissionsfrei die Höhenunterschiede, die in Stuttgart gang und gäbe sind. 65 Kilometer weit reicht eine Akku-Ladung bei gedrosseltem Tempo 45 (dem Versicherungskennzeichen und der Fahrerlaubnis L1E geschuldet), dann muss das Elmoto wieder für ein paar Stunden an die Steckdose. Kosten auf hundert Kilometer: je nach Strompreis um die 50 Eurocent.

Stilsicher abfahren zum Bäcker

"Klar ist das Elmoto auf die Ökozielgruppe zugeschnitten", skizziert Lippert sein Marketing-Konzept. "Und Elektro-Flitzer sind für die Fahrt zum Bäcker, die kurzen Wege ins Büro oder fürs Cruisen in die Innenstadt von den Kosten her nun mal erste Wahl." Aber ein Fahrzeug muss, das betont er immer wieder, auch Spaß machen und Emotionen bei den hippen Urbanisten wecken: "Wir wollen der rollende iPod oder der Smart auf zwei Rädern werden für die First Movers und die Väter, die erst zahlen, und sich dann von ihren Jungs das coole Spielzeug leihen."

Cool ist beim Elmoto allemal der Stil- und Komponentenmix: ein leichter Alu-Rahmen, hochwertige Mountainbike-Armaturen, Hydraulikscheiben-Bremsen von Magura, eine Gabel von Marzocchi, Doppel-Ölfederbeine hinten, spezielle Bereifung von Schwalbe - gelabelt werden die Teile in der ausgelieferten Version allerdings allesamt unter der Marke Elmoto. "Also das Beste aus den zwei Welten Mountainbike und Moped, damit kriegen wir die Leute", hofft Lippert.

Lippert und Seme konnten sich im vergangenen Herbst der Nachfragen von kaufwilligen Interessenten und potentiellen Investoren kaum erwehren. Mit der Finanzkrise hat sich der Wind gedreht. "Die Taschen sind wie zugenäht", sagt Lippert. "Keiner will zurzeit ins Risiko gehen." So steckt inzwischen fast ausschließlich privates Geld der Firmengründer im Elmoto. Seme gibt zu Protokoll, dass sie bis dato "der Gegenwert von drei netten Einfamilienhäusern" versenkt hätten. Die Schlaglöcher auf der Finanzierungsstrecke, die das Elmoto bisher zurückgelegte, haben auch die Auslieferung verzögert. Geplant war der März, inzwischen ist Ende Juni aktuell. "Wir ziehen das jetzt durch", gibt Seme fast trotzig zu Protokoll. "Dieses Jahr wollen wir noch hundert Stück verkaufen, 2010 soll es eine vierstellige Zahl werden."

Damit das klappt, wollen Lippert und Seme beim Verkauf einen besonderen Weg einschlagen: über den Fahrradhandel. "Das Elmoto ist das logische Aufsteigermodell im Fahrradladen, wo für ein handgefertigtes Rad schon 3000 bis 4000 Euro auf den Tisch gelegt werden", sagt er.

Zudem sei man mit diesem Vertriebskanal näher in der Innenstadt - wo das Elmoto für Furore sorgen soll. Klar wolle man auch Motorradhändler beliefern, die in der Regel aber weit ab vom Schuss im Industriegebiet sitzen: "Und wenn man ehrlich ist - der hart gesottene Motorradkunde, für den ist das Elmoto im besten Fall eine Zweitfahrzeug."

Jochen Vorfelder

12 Mai 2009

E-Bikes: Frankfurter Solartankstelle bewährt sich

Die erste Solar-Tankstelle in Frankfurt, die Ende März den Betrieb aufgenommen hat, wird von den Fahrern der Frankfurter Velo-Taxis und E-Rollern gut angenommen. Nach den Eindrücken der ersten Wochen - mit überwiegend Sonnenschein - hat sich die Zahl der Kunden stabilisiert. Die Steckdosen, so ein Mitarbeiter der traffiQVerkehrsinsel, seien in der Regel immer belegt.

Frankfurts erste Solar-Tankstelle unterstützt nicht nur die beliebten Velo-Taxis. Auch Schülerinnen und Schüler können die Batterien ihrer E-Scooter laden, während sie auf der Zeil bummeln. Auch Fahrräder mit Elektrohilfsmotor – so genannte Pedelecs – oder Segways können an den beiden Zapfsäulen im Stil der 60-er Jahre andocken.

In die stilisierte Retro-Tanksäulen-Anlage sind sechs Steckdosen integriert, an denen während der Öffnungszeiten der Verkehrsinsel (Mo bis Fr 9.00 – 20.00 Uhr und Sa 9.30 – 18.00 Uhr) Elektrofahrzeuge angeschlossen werden können. Überschüssiger Strom wird ins Netz der Mainova AG eingespeist und auf 20 Jahre hinaus mit 43 Cent pro Kilowattstunde vergütet.

Der E-Wart

23 März 2009

E-Scooter: Vision für den Stadtverkehr


Vor ein paar Tagen hatten wir über die Subventionen der Pariser Stadtverwaltung beim Kauf eines E-Scooters berichtet, hier nun ein Bericht aus der amerikanischen Wired über ein weitergehendes Model zu Beruhigung des urbanen Verkehrs: Mitnahmestationen für elektro-getriebene Roller. Gefällt mir fast noch besser als der eigene E-Scooter für den Pendler, auch so etwas würde deutschen Großstädten mit verkehrsberuhigtem innerstädtischem Raum gut anstehen.

09 März 2009

Branchenkrise: Paris subventioniert den Neukauf von Elektro-Rollern

Während hier zu Lande die Motorrad- und Moped-Branche noch mit der entgangenen Abwrack-Prämie hadert, hat man in Frankreich einen wesentlich innovativeren und perspektivisch klügeren Zugang gefunden, um den mangelnden Absatz von Zweirädern anzukurbeln.

Die Stadtverwaltung von Paris subventioniert den Kauf eines neuen E-Rollers oder E-Mopeds - mit max. 45 Stundenkilometern - inzwischen mit bis zu 400 Euro und hat übers Stadtgebiet derzeit 40 Tankstellen - sprich Akku-Ladestationen - verteilt, an denen registrierte Benutzer des Programms ihr Töff kostenlos nachladen können.

Organisiert wird der Feldversuch und der Zugang zu den Ladestationen, der auch der wesentlich dringlicheren CO2-Krise geschuldet ist, durch einfach Chip-Karten, die jeder Fahrer eines registrierten E-Zweirads erhält.

Wie wäre es mit einer entsprechenden Kampagne der deutschen E-Roller-Hersteller im Verbund mit der europäischen Öko-Hauptstadt 2011 - Hamburg?

Der Elektrowart