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01 Juli 2009

E-Bikes: Brammo-Chef Craig Bramscher schaut in die Zukunft


Wir hatten darüber berichtet - das Enertia Elektro-Bike von Brammo - hat in einer aufgebohrten Rennversion beim ersten E-Grand Prix auf der Isle of Man vor zwei Wochen einen guten dritten Platz belegt.

In einem Interview mit Wes Siler, einem der Kollegen vom "Hell for Leather"-Blog hat nun der Mastermind von Brammo, Craig Bramscher, ausführlich erklärt, wie er sich die kommerzielle Zukunft seiner Firma so vorstellt: "Wir werden der nächste große amerikanische Motorrad-Bauer sein."

Hier der Link zum Feature-Interview (auf englisch...)

Der Blogwart, Foto (c) Hell for Leather Magazine

28 August 2008

Isle of Man 2009: Strecke frei für Elektro-Racer


Die Tourist Trophy-Rennen auf der Isle of Man werden grüner: Ab 2009 werden auf der Insel auch Rennläufe mit Elektro-Motorräder ausgetragen. Aktuell allerdings haben die Veranstalter noch mit türkischen Hackern zu kämpfen.

Die empörten Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten: "Was soll das? Kriegen wir bald gentechnisch modifizierte Hamster im Rad, die unsere Maschinen antreiben sollen, statt dem Parfüm von Zweitaktern und Castrol-Rennöl?" schreibt Harley Davidson aus Liverpool auf der Website der "Isle of Man Today".

Sieht ganz so aus, Harley. Gestern wurde in London der TTxGP angekündigt. Die Veranstaltung wird das erste emissionsfreie Grand Prix-Rennen ausschließlich für Fahrzeuge sein, die von Elektromotoren oder anderen "alternativen Antrieben" befeuert werden.

Der TTxGP soll in der ersten Juniwoche 2009 auf dem traditionsreichen Rundkurs in verschiedenen Klassen ausgefahren werden. Neben Herstellern von Elektrorollern und -motorrädern sowie Universitäten sollen auch "Garagenfirmen" und private Bastler durch die Klassifizierung eine Chance auf den Gesamtsieg erhalten.

Vorgestellt wurde der TTxGP, der mit dem konventionellen Rennbetrieb radikal bricht, von John Shimmin, dem Umweltminister der Isle of Man: "Seit über hundert Jahren werden hier Rennen gefahren, mit Maschinen, die Beispiel stetiger Innovationen waren. Jetzt läuten wir ein neues Kapitel ein, nämlich state-of-the-art und umweltfreundliche Technologie."

Die ersten von 30 angekündigten Starter mit Maschinen, die Geschwindigkeiten bis zu 175 km/h erreichen sollen, waren auf der Pressekonferenz dabei: Gemeldet haben bereits Brammo Motorsports mit einer Rennversion des Elektrobikes Enertia und ein Team der Kingston University aus South West London.

Initiator des Rennens ist der englische Unternehmer Azhar Hussain, der allerdings noch mit Pech und organistorischen Problemen zu kämpfen hat: Der angekündigte Phototermin für das Enertia-Rennbike wurde abgesagt, weil der Fährbetrieb zur Isle of Man wegen einer Kollision in Liverpool eingestellt wurde. Und gestern war die eigene Website des Öko-Rennens nicht sehr aussagekräftig: Sie war zeitweise gesperrt, nachdem sie von türkischen Hackern mit Tiraden gegen die USA und dem Slogan "No War"gehijackt worden war. Siehe screenshot ...

18 Juli 2007

Enertia-Update: Elektromotorrad soll auch nach Europa kommen

Das Elektromotorrad Enertia, das wir hier vor ein paar Tagen vorgestellt hatten und das auf dem US-Markt für einige Debatten wie z.B. bei WIRED gesorgt hat, soll im nächsten Jahr auch auf den europäischen Markt kommen.

Daniel T. Wood, der Sprecher des Herstellers Brammo Motorsports, kündigte gestern auf Anfrage von moto1203 in einer Mail an: "Brammo is primarily focused on a domestic launch of the bikes for 2008 but we have plans for Europe shortly after."

Deutschland scheint allerdings nicht zum zentralen Markt-Segment zu gehören: "We do not have appearances planned for the bike in Germany at this time." Also tippen wir mal auf UK.

Der Platzwart

PS: Zur Frage, wie schnell ein Elektromotorad praktisch fahren kann, vielleicht hier dieser Link zu einem Eigenbau aus der Dragster-Szene...

09 Juli 2007

Antriebe: Elektro-Motorrad stark unter Strom ab 2008

Die weltweiten LiveEarth-Konzerte sind vorbei; die Kritiker schlagen zurück.

Was soll das gebracht haben? Was soll das, da fahren Hunderttausende von Zuschauern sinnlos zu einem Veranstaltungsort, um ihren Pop-Heroen zu wallfahren, die just zu diesem Zwecke mit dem Flugzeug eingeschwebt sind? Haben die Konzerte den weltweiten Klimawandel gar noch verschlimmert?

Nicht irre machen lassen. Wenn nur einer etwas dazu gelernt hat, wenn nur eine Zuschauerin in Zukunft häufiger mit dem Bus fährt oder eine Energiesparlampe reindreht, sind die journalistischen-Großkritiker, die jetzt die "sinnlose Krawallaktion" (Süddeutsche) oder den "Kommerz" (SPON) geiseln, im Unrecht. Was haben Sie an sinnvoller Aktivität anzubieten? Nichts. Dann doch mal lieber Schnauze halten.

Wer an einer interessanten Klima-Front wirklich etwas unternimmt, sind Firmen wie die amerikanische Brammo Motorsports.Die Entwickler haben zeitgleich zu den Konzerten auf MSN ihre Enertia vorgestellt, ein voll funktionsfähiges und auch noch ziemlisch chic aussehendes Elektromotorrad, das in den USA ab Frühjahr 2008 zu kaufen sein wird. Die Daten sind wiedersprüchlich: Auf 50 Kmh in 3,8 Sekunden, aber nur 120 Kilometer Reichweite. Und natürlich ein Preis von über 10.000 USD; in der limitierten Karbonrahmen-Ausführung sogar knapp 15.000 USD.

Das hört sich im ersten Moment verheerend an - zu teuer, zu schwach. Doch halt. Was würde das Fahrzeug kosten, wenn ein größerer Hersteller - sagen wir mal BMW - den Antrieb noch effizienter machen und massive Stückzahlen produzieren würde? Doch dazu gehört ein Wille - zur Erziehung des Kunden und zum Klimaschutz. Ob sich der findet bei BMW? Wohl kaum.

Zur Microsite der Enertia mit interessanten Bilder und Videos

(c) Jochen Vorfelder