18 September 2009

Studie über Markenwert: Harley schmiert heftig ab

Es geht im Verkauf zwar auch um PS bei Motorrädern, doch viel wichtiger ist die Marke, und was der Käufer damit verbindet: Abenteuer & Freiheit, das Gefühl von Easy Rider. Damit werden etwa Harleys verkauft.

Doch mit dem Markenwert gehts bei Harley nun bergab. Das haben die Markenanalysten von Interbrand in ihrem aktuellen Ranking festgestellt, das am Freitag vorgestellt wurde. Interbrand ermittelt die Rangfolge der wichtigsten Marken jährlich gemeinsam mit dem US-Magazin "Business-Week".

Harley-Davidson hat danach im Vergleich zum Vorjahr satte 43 Prozent verloren, der errechnete Firmenwert liegt nur noch 4,3 Milliarden USD. Mehr verloren im Ranking haben nur noch zwei Firmen und übliche Verdächtige - die Bank UBS und die Citibank.

Mit dem Verlust von 43 Prozent in den letzten zwölf Monaten ist Harley in dem von Analysten und bei der Kreditvergabe als wichtigen angesehenen Markenranking von Platz 50 auf Platz 73 abgerutscht. Auf Platz 1 hält sich seit Jahren Coca-Cola.

Andere Top-100-Marken-Firmen, die auch Motoräder herstellen, sind BMW und Honda. Sie swind vergleichsweise ungeschoren davon gekommen und haben jeweils nur moderate 7 Prozent verloren.

Im Handelsblatt wird ein deutscher Vertreter von Interbrand, Nik Stucky, zum Verlust von Harley zitiert: "Das Unternehmen hat seit Jahren ein Markenproblem." Das Handelsblatt schreibt weiter: "Nun komme obendrein ein finanzielles Problem hinzu."

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