Wir haben Euch aus den vielen möglichen Reisezielen in Namiba eine Auswahl der Highlights zusammengestellt - zu jedem Punkt gibt es jeweils Anfahrts- und Unterkunftsinfos. Schön kopieren und abspeichern für den nächsten Trip in eines der beeindruckendsten Reiseländer überhaupt.
1 Nach der Ankunft: Gästefarm DüsternbrookRund um den internationalen Flughafen buhlen mindesten zwei Dutzend Jagd- und Gästefarmen um Neuankömmlinge in Namibia. Einige sind eher auf Jagdgäste (ein kleineres, aber beständiges Klientel), die meisten jedoch auf Foto-Touristen eingestellt. Die beiden Gruppen gehen sich nach dem gemeinsamen Anflug erfahrungsgemäß eher aus dem Weg. Eineinhalb Fahrstunden von Downtown Windhoek entfernt bietet z.B. die Gästefarm Düsternbrook den idealen Einstieg für Besucher ohne Jagdschein: endloses Buschland, ein geschmackvolles Farmhaus, ruhige Gästezimmer, lauschige Standplätze für Camper, excellentes Abendessen und vor allem: Giraffen, Zebras, Nashörner, Leoparden und Geparden satt. Täglich zwei Ausfahrten durch Freiland und Gehege. Besitzer Johann Vaatz erhielt 2005 den namibischen Eco Award.
Anfahrt / Übernachtung / Verpflegung:Auf der B 1 nach Norden nach ca. 35 Kilometer in Pad D 1499 abbiegen. Ausgeschildert. Camperstandplatz pro Person incl. Dinner und 2 Beobachtungsfahrten 490 N$. Kein Laden. Kontakt & Buchung:
www.duesternbrook.net2 Waterberg PlateauRund 250 Kilometer nördlich von Windhoek liegt in der rotbrauen Savanne eine weithin sichtbare Erhebung - ein etwa 50 km langes und 15 km breites Plateau (höchster Punkt 1890 m) mit ungewöhnlich grüner Vegetation. Seit 1972 ist das ehemalige Farmgebiet im Herzen des Herero-Stammlands - Schauplatz der blutigsten Schlacht zwischen Herero und deutschen Kolonialtruppen - ein Nationalpark und Tierparadies. Die Tiere können auf Fußwanderungen am Fuß des Plateaus (Mountain View Walk) oder während Safaris mit Geländewagen der Parkverwaltung beobachtet werden.
Anfahrt / Übernachtung / Verpflegung:Anfahrt nur über die C 22 und Pad D 2512 möglich. Die D2412 ist in der Regenzeit extrem verschlammt; nur 4x4. Am Eingang des Waterberg Plateau Parks liegt neben dem deutschen Soldatenfriedhof das staatliche Barnabé de la Bat Camp mit Bungalows, schattigem und ausgedehntem Campingplatz, einer Tankstelle und Einkaufsmöglichkeiten. Stellplatz für bis zu 4 Personen 120 N$. Bungalows in der Hauptferienzeit vorbuchen über:
www.nwr.com.na3 Caprivi StripNamibia ganz anders - in der nach dem deutschen Reichskanzler Graf von Caprivi benannten und gut 400 Kilometer langen Landzunge ist Namibia üppig grün, tropisch feucht und voller Sumpfgebiete entlang des Sambesis und des Ovagango-Flußes. Sehenswert sind neben den Popa Falls bei Bagani vor allem die Fahrt auf dem Trans-Caprivi-Highway durch den Caprivi Game Park und der Mudumu Nationalpark am Kwando-Fluß. Der Park läßt sich nur per Boot und einem ortskundigen Führer richtig erfahren. Zu allen Jahreszeiten sind freilebende Elefanten und Flußpferde zu sehen.
Anfahrt / Übernachtung / Verpflegung:Im Caprivi-Zipfel empfiehlt sich aus Sicherheitsgründen und wegen der hohen Malaria-Gefahrt die Übernachtung in einer Lodge. Die Namushasha Lodge südlich von Kongola hat 27 Luxus-Bungalows mit Bad und Mosquitonetzen. Organisiert werden Bootsfahrten und Angeltouren auf dem Kwando und Safaris in die Parks. Pool, Bar und Restaurant. Camping möglich. Infos & Buchung:
www.namibialodges.com4 Epupa FallsIm Kaokoveld im Westen Namibias wechseln sich unter der gnadenlosen Sonne karge Hochsteppen mit ausgetrockneten Flußtälern - den so genannten Riveren - und ausgedehnten Sandebenen ab: die weitgehend noch unberührte Heimat der Himba, die sich hier teilweise noch ihre traditionelle, nomadische Lebenformen als Hirten erhalten haben.
Ganz im Norden stößt die karge, archaische Landschaft bei den Epupa Falls am Kunene Grenzfluß an das üppige und tropische Angola. Der Kunene stürzt über mehrere Kaskaden 40 Meter in die Tiefe - vor allem bei Hochwasser im April und Mai ein beeindruckendes Bild.
Anfahrt / Übernachtung / Verpflegung:Nördlich der letzten Versorgungsstation Opuwo (Tanken!) ist die Weiterfahrt nur für erfahrene Allrad-Piloteure zu empfehlen; die Pads sind extrem schlecht und selten beschildert. An- und Abfahrt über die C 43 / D 3700; Hin- und Rückfahrt dauern je nach Beschaffenheit der Piste bis zu vier Tage.
Gute Übernachtungsmöglichkeit im staatlichen Epupa Camp direkt bei den Wasserfällen; wird betrieben in Kooperation mit einem nahe gelegenen, traditionellen Himba-Dorf. Infos & Buchung:
www.epupa.com.na5 Etosha Nationalpark - NamutoniDas absolute Muß jeder Namiba-Reise - über asphaltierte Straßen leicht zu erreichen und eines der besten und größten Wildschutzgebiete in Afrika. Mit 22.270 Quadratkilometern ist der Park etwas größer als Hessen; das Zentrum ist die etwa 120 km breite und 70 km lange Etosha-Pfanne mit ihrer grauweißen Salzkruste. In der Regenzeit oft überraschend grün. Vor allem der südliche Rand der Pfanne ist durch rund 1000 Kilometer Piste zur Wildbeobachtung an gut drei Dutzend Wasserlöchern sehr gut erschlossen. Drei Tage und Übernachtungen für den Park einrechnen.
Anfahrt / Übernachtung / Verpflegung:Die meisten Besucher kommen von Tsumeb aus über die B1 und C 38 durch das Von Lindquist Gate in den Park und machen dort im staatlichen Namutoni Resort erste Station. Namutoni wurde rund um eine alte deutsche Festung aus dem Jahr 1903 errichtet. Die Anlage bietet neben Bungalows in verschiedenen Preisklassen, Swimming Pool, Restaurant und Läden. Eine riesige Campinganlage mit offenen Grillplätzen, Stromanschlüssen und in der Trockenzeit oft nur tröpfelnden Duschen. Chalets in der namibischen Hauptferienzeit um Weihnachten vorbuchen! Camper-Stellplatz pro Nacht 240 N$, Parkgebühr pro Tag/Person 80 N$. Weitere Infos und Buchung:
www.nwr.com.na 6 Etosha Nationalpark - OkaukuejoDas älteste und größte Camp im Etosha Park nördlich des Anderson Gates ist der ideale Ausgangspunkt für Fahrten zu den zahlreichen Wasserlöchern. In der Regenzeit ziehen riesige Herden von Antilopen, Gnus, Zebras und Giraffen durch die Steppenlandschaft westlich von Okaukuejo.
Anfahrt / Übernachtung / Verpflegung:Anfahrt entweder über das dritte staatliche Resort Halali auf halbem Weg zwischen Namutoni und Okaukuejo oder von Süden kommend durch das Anderson Gate. Standard und Preise vergleichbar mit dem Namutoni Resort; z.B. Chalet mit 2 Zimmer / 4 Betten, Küche, Bad, offener Grillplatz 490 N$ pro Nacht. Weitere Infos und Buchung:
www.nwr.com.naAlternativen sind die außerhalb des Parks gelegenen privaten Lodgen mit eigenen Wildschutzgebieten, die teilweise atemberaubend luxuriös ausgestattet sind. Beispiel: Ongava Game Lodge - zwölf edle Chalets in wunderbaren Gartenanlage, Terrassen mit endlosem Blick und eigenem Wasserloch; Tagestouren in den Etosha-Park. Private Landebahn für einfliegende Gäste; die Lodge wird meist gebucht als Teil eines Flug- und Safari-Pakets. Infos und Preisanfrage:
www.wilderness-safaris.com7 TwyvelfontainAuf dem Gelände der ehemaligen Rinderfarm Twyfelfontain - "unsichere Quelle " - wurden 1917 von einem deutschen Landvermesser die ältesten namibischen Felsbilder entdeckt. Die Gravuren in den Sandsteinplatten sind teilweise um die 6000 Jahre alt. Geschaffen wurden die Kunstwerke - oft komplexe Jagdszenen und detaillierte Tierdarstellungen - von den San und Berg-Damara, die in den abgelegenen Bergtälern jagten. Weiter sehenswert in der Region: der 35 Meter hohe Fingerklip, ein senkrecht in den Himmel ragender, erodierter Tafelberg. Skurril.
Anfahrt / Übernachtung / Verpflegung:Von Khorixas (letzte Einkaufs- und Tankmöglichkeit) kommend über die C 39, dann Abzweige D 2628, D 2612 und D3214. Abgelegene Piste. Geführter Fußmarsch vom Parkplatz zu den bewachten Fundstellen und zurück ca. 90 Minuten.
Ein beliebter Stellplatz für Camper ist das Abu Huab Camp rund sechs Kilometer vor Twyfelfontein. Bietet die nötigen Basics - Toiletten, warme Duschen, Grillplätze und kalte Getränke, ist billig und hat einen Billiardtisch in der Rezeption. An der D3254 Pad, Tel 067-331104.
Wer in luxuriösem Ambiente übernachten will, fährt in die Twyfelfontain Country Lodge. 56 Doppelzimmer, komfortable Lounge mit Bar, offener Speisesaal, Pool, eigener Flugplatz. Viele organisierte Ausflüge. Fügt sich unter Reetdächern vollständig in die bergige Umgebung ein. Mehr Infos und Buchung:
www.namibialodges.com8 Brandberg-MassivDer Brandberg, ein rund 150 Kilometer südlich von Khorixas gelegenes Granit-Massiv, mißt rund 750 Quadratkilometer und ragt wie ein schwarz glänzender Vulkankegel aus der Namib-Wüste. Höchster Punkt ist der 2573 Meter hohe Königstein. Am Brandberg wurde 1918 von dem Landvermesser Reinhard Maack die inzwischen wohl bekannteste Felsmalerei Namibias, die White Lady, entdeckt. Bisher sind im Brandberg-Massiv über 48.000 Malereien an rund 880 Fundstellen katalogisiert.
Anfahrt / Übernachtung / Verpflegung:Man erreicht das Massiv und die zugänglichen Felsmalereien um die White Lady über die C 35, die Khorixas und Uis verbindet, und den Pad D 2359. In der Tsisab-Schlucht liegt die Ranger-Station, von der aus ein Fußweg zu den Funden führt.
Nach Uis keine Tank- und Verpflegungsmöglichkeit mehr. Alle Camper stehen über Nacht auf dem schön angelegten und weitläufigen Stelplatz der Brandberg White Lady Lodge - 12 Kilometer privater Pad ausgehend von der D 2359, auch kleine Chalets, Bar und Pool, Abendessen nach Bestellung, Chalets für 2 Personen inkl. Frühstück und Dinner 950 N$, Standplatz für Camper 45 N$ pro Person. Kontakt: Tel. +264 64 500245 oder E-Mail:
ugab@iway.na9 SwakopmundDie zweitgrößte Stadt Namibias ist zugleich das touristische Zentrum des Landes. Wo 1892 vierzig deutsche Siedler vom Kanonenboot "Hyäne" an Land gesetzt wurden, ist das beliebteste Seebad der Namibier entstanden; 35000 Menschen leben heute hier. In der Innenstadt mit den kolonialen Gebäuden hat sich eine historische, fast deutschtümelnde Athmospäre erhalten, die sich mit dem afrikanischen Treiben auf den Touristenmärkten mischt.
Straßennamen wie Kaiser-Wilhelm-Straße sind in den letzten Jahren verschwunden. Doch tradionsbewußte Cafes, Bäckereien, Buchhandlungen und Museen laden wie der historische Bahnhof, das alte Kaiserliche Bezirksgericht und die Mole von 1911 zu einem ausgedehnten Spaziergang durch einen Teil der deutschen Geschichte ein. Fazit: ein Freilichtmuseum.
Wichtigste Anlaufstelle und eine fast unerschöpfliche Fundgrube für Informationen ist das Tourismus-Büro Namib-i in der Sam Noyoma Avenue.
Hotel / Restaurants:In Swakopmund - in den letzten Jahrten von einem Bauboom ereilt - gibt es ein ausuferndes Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten für jeden Geldbeutel - jedenfalls außerhalb der namibischen Sommerferien um Weihnachten. Wir empfehlen:
Villa Wiese Backpacker's, zentral gelegen und sehr beliebt, saubere Doppelzimmer und sanitäre Anlagen, 245 N$ pro Nacht und Person im DZ inkl. Frühstück.
Infos:
www.villawiese.comSwakopmund Beach Lodge, sehr ruhig und etwas außerhalb gelegen, erinnert an ein Schiff mit Bullaugen, 15 Zimmer mit viel Komfort und direktem Strandzugang, excellentes Frühstück! Doppelzimmer ab 340 N$ pro Person / Nacht.
Infos & Buchung:
www.beachlodge.com.naWer in Swakopmund essen geht, muß frischen Fisch und die Atlantik-Austern probieren. Die unwidersprochen beste Adresse: The Tug Restaurant an der Jetty Area Promenade mit Blick aufs Meer. Herz der Anlage ist ein ausrangierter Schlepper. Zum Niederknieen romatische Sonnenuntergänge, eine endlose Speisekarte mit exquisiten Gerichten und erlesene Weine. Unbedingt Tisch reservieren unter Tel. +264 64 402356.
Nicht vergessen: Vor der Weiterfahrt durch die Namib-Wüste Proviant auffrischen - und und vor allem frisches Vollkorn- oder Landbrot bei "Putensen", der ältesten Bäckerei der Stadt, kaufen. Putensen Bäckerei, Sam Nujoma Avenue.
10 Walvis BayEinziger Tiefseehafen Namibias, bis 1994 eine südafrikanische Enklave, 35 Kilometer von Swakopmund entfernt. Touristisch gibt Walvis Bay wenig her, wir empfehlen Durchfahren bis zum Hafen, denn dort starten die Boots-Touren durch die Lagune und zur vorgelagerten Pelican Point-Halbinsel mit Seevögeln, Delphinen und Robben-Kolonien. Die Robben kommen an Bord. Touren organisiert: Mola-Mola Safaris, www.mola-namibia.com. Mola-Mola bietet auch 4x4-Tagestouren nach Sandwich Harbour an, einer der schönsten Lagunen an der Küsten Namibias.
Weitere Aktivitäten um Walvis Bay: Sandbording in den Dünen, siehe
www.duneseven.comRundflüge Swakopmund, Walvis Bay, Namib Naukluft Park, siehe
www.scenic-air.comGeführte Ausflüge mit Quads in die Dünen zwischen Swakopmund und Walvis Bay, Anbieter: Dare Devil Adventures, Tel. 081 1284492 oder Desert Tours, Tel. 064 209844
Unterkunft/Camping:Etwas viel Asphalt und nicht sehr heimelig, aber eigener Gezeiten-Pool und saubere Anlagen mit Restaurant in der Nähe. Vor allem aber verkehrsgünstig in der Mitte zwischen Swakopmund und Walvis Bay gelegen: der Long Beach Leisure Park, Long Beach, Walvis Bay. Selten voll. Infos & Buchung:
www.wbresorts.com.na Die kostspieligere Alternative mit dem besonderen Etwas: The Burning Shore Resort. Erinnern Sie sich an das Spektakel, als "Brangelina", das Ehepaar Brad Pitt und Angelina Jolie, sich zur Geburt ihres ersten gemeinsamen Kindes nach Namibia zurückzogen? Wo wohnten sie da? Im Burning Shore, einer sehr netten Anlage in Sichtweite des Campingplatzes von Langstrand. The Burning Shore ist sogar erschwinglich: 395 N$ pro Person und Nacht im Doppelzimmer. Nach der Senior Suite von Brad fragen. Infos & Buchung:
www.burningshore.na11 SolitaireAuf dem Weg von Walvis Bay zum Sossusvlei passiert man nach der Namib-Wüste und dem grandiosen Kuiseb-Pass unweigerlich die "Siedlung" Solitaire. Ein faszinierender Ort: auf der Karte ein wichtiger Knotenpunkt auf dem Weg nach Süden, doch in Wirklichkeit nur eine verschlafene Lodge, ein winziger Kaufladen (der einzige im Umkreis von 150 Kilometer) und eine antiquierte Tankstelle. Unbedingt stoppen, voll tanken und rasten: Im Laden gibt es täglich frischen und köstlichsten Apfelkuchen mit Sahne.
Anfahrt / Übernachtung / Verpflegung:Solitaire liegt am Schnittpunkt der geschotterten "Fernstraßen" C 19 und C 14. Man könnte in der Solitaire Country Lodge übernachten (
www.namibialodges.com), doch in der Praxis empfiehlt sich die Weiterfahrt nach Sesriem (C 19 und Anzweig D 826), wo es am Eingang zum Namib Naukluft-Park bessere Camper-Stellplätze gibt.
12 Sesriem / Sossusvlei Sesriem (eine Lodge, ein Camp, eine Tankstelle und sonst nichts...) ist der Ausgangspunkt für die Fahrt in das wohl bekannteste Dünengebiet Namibias: eine sechzig Kilometer lange Senke, die tief in die mächtigen roten Dünen der Namib Naukluft-Wüste führt. Am Ende der teilweise asphaltierten Knüppelstrecke liegt Sossusvlei, eine in der Regenzeit zeitweise überschwemmte Lehmpfanne - umgeben von den angeblich höchsten Wanderdünen der Welt. Definitv der Ort für die besten Sonnenaufgänge in Namibia. Aber Achtung: Selbst für geübte 4X4- Geländefahrer sind die letzten fünf Kilometer vom Parkplatz bis zur Pfanne eine Herausforderung.
Anfahrt / Übernachtung / Verpflegung:Wer mit dem Camper unterwegs ist, sollte unbedingt im staatlichen Sesriem Camp übernachten: schattige Stellplätze, sanitäre Anlagen, Pool und die Bar sind völlig ausreichend und die Anlage liegt - wichtig - innerhalb des Nationparks: Dadurch wird man morgens bei der Einfahrt zum Sonnenaufgang die entscheidenden 15 Minuten früher eingelassen. Stellplatz 240 N$ pro Nacht, Eintritt Park 80 N$ pro Tag und Person. Infos & Buchung:
www.nwr.com.naDie Alternative zum staatlichen Sesriem Camp ist die Sossusvlei Lodge vor den Toren des Nationalparks. Späterer Einlaß in den Park, aber sehr elegante Anlage mit alleinstehend Bungalows, Pool und edlem Restaurant. Bietet quad-Exkursionen sowie Rund- und Ballonflüge über die Namib Naukluft-Wüste an. Bungolow für zwei Person je nach Saison zwischen 1900 und 2100 N$. Infos & Buchung:
www.sossusvleilodge.com13 WolvedansDiese Lodge mit dem prosaischen Afrikaans-Namen "der mit dem Wolf tanzt" am Rand des Namib Naukluft-Parks ist in jeder Beziehung gigantisch. Drei verschiedene Camps - Luxuszelte mit festen Fundamenten, eine sehr individuelle Bungalow-Siedlung und Highend-Chalets, ein Pool, die excellente Küche und der wohl beste Weinkeller außerhalb von Windhoek - sind mehrere Kilometer voneinander entfernt in die Dünen versteckt.
Gäste fliegen ein oder lassen ihr Fahrzeuge an der Rezeption stehen: Die empfindliche Wüstenvegetation wird geschont wo möglich. Wolvedans verfolgt ein striktes ökologisches Integrationskonzept auf dem privaten Namib Rand Nature Reserve, einem Gebiet aus 13 ehemaligen Farmen, das mit knapp 200.000 Hektar so groß ist wie das Saarland. Aktivitäten: Ballooning, Pirschfahrten, Fotosafaris, die Wüste auf sich wirken lassen.
Anfahrt / Übernachtung / Verpflegung: Die Anfahrt nach Wolvedans liegt an der C 27 zwischen Sesriem und der Siedlung Betta. Von der Schotterpiste aus führt ein zwanzig Kilometer langer Privatweg zur Rezeption. Wolvedans lohnt nicht für eine Nacht; pro Person und Nacht ab 1750 N$. Keine Camper-Stellplätze. Infos & Buchung:
www.wolvedans.com14 TirasbergeSüdlich von Betta wird Namibia immer archaischer, schroffer und bizarrer - die Tirasberge etwa thronen wie riesige farbenprächtige Zinnen über der trockenen Savanne und den drohenden Wanderdünen. Ein Wunder, daß Farmerfamilien mit oft deutschen Wurzeln hier schon seit mehreren Generationen überleben.
Wer einen Eindruck vom Leben auf einer dieser Farmen - wo die nächsten Nachbarn oft 30 oder 50 Kilometer entfernt sind - bekommen will, sollte vor Ort übernachten: Die Besitzer haben meist einen kleinen Campingplatz für Gäste.
Anfahrt / Übernachtung / Verpflegung: An der D707 zweigt rund 60 Kilometer südlich Spes Bona eine privater Weg (geschlossenes Metall-Gatter) ab, über den man nach 20 Kilometer die Gästefarm Koimassis erreicht. Die Besitzer Wulff und Anke Izko haben einen wunderschön gelegenen und liebevoll gestalteten Campingplatz und Chalets mit grandioser Aussicht, organisieren Reitausflüge und verkaufen selbst geschossenes Grillfleisch und frisches Gemüse. Standplatz 95 N$ pro Person / Nacht. Infos & Buchung:
www.koiimasis.com und
www.tirasmountains.com15 LüderitzLüderitz erhitzt die Gemüter: Kann man sich sparen, sagen die einen, muß man unbedingt gesehen haben, antworten die anderen. Auf alle Fälle ist wohl keine andere Stadt in Namibia noch so kleinstädtisch deutsch wie der oft im Morgennebel versunkene Hafen, in dem die deutsche Kolonial-Geschichte in Namibia ihren Anfang nahm. 1883 kaufte Heinrich Vogelsang für den Bremer Tabakhändler Lüderitz die Bucht und einen ersten, fünf Meilen breiten Uferstreifen von einem Nama- Häuptling. Heute sehenswert: Altstadt, Lüderitz-Halbinsel und die ehemalige "Diamantenhauptstadt" Kolmanskop, die langsam unter den Sanddünen verschwindet. Die Wüste südlich Lüderitz ist heute Diamanten-Sperrgebiet.
Anfahrt / Übernachtung / Verpflegung:Lüderitz ist nach Walvis Bay oder Keetmanshoop der erste Ort, an dem man seine Vorräte grundlegend auffrischen kann. Mehrere Hotels in der Stadt, ganz oben in der Rangliste: Lüderitz Nest Hotel mit dem Spitzenrestaurant "Penguin", DZ je nach Saison ab 795 N$. Buchung:
www.nesthotel.comZu empfehlen ist auch der staatliche Campingplatz Shark Island auf der gleichnamigen Halbinsel mit Blick auf die Stadt. Den Schildern "Lüderitz Memorial" zum Leuchtturm folgen. Buchung nicht notwendig. Infos:
www.nwr.com.na16 Fish River CanyonGanz im Süden des Landes hat sich der längste Fluß des Landes, der Fish River, auf 160 Kilometer Länge durch Sand und Kalkstein gefressen und 200 Mio. Jahre Erdgeschichte freigelegt. Der gleichnamige Canyon, zweifellos eines der landschaftlichen Highlights im Südlichen Afrika, ist bis zu 27 Kilometer breit und stellenweise über 500 Meter tief.
Die Gegend um den Canyon steht unter Naturschutz; die Zufahrt zu Aussichtpunkten ist nur an einem Dutzend Stellen wie dem Hell's Bend oder dem Hikers's View Point möglich. Den Fuß des Canyons erreicht man mit dem Camper am südlichen Ende beim staatlichen Camp Ai-Ais an.
Anfahrt / Übernachtung / Verpflegung:Die meisten Besucher kommen über die B 4, C 12 und C 37 von Keetmanshoop (letzter Supermarkt!)und übernachten in Ai-Ais ( Camper-Stellplatz 150 N$). Achtung: Das staatliche Camp Ai-Ais mit den heißen Quellen wurde 2006 während eines Hochwassers des Fish Rivers komplett überspült. Das kann durchaus jedes Jahr passieren, von Anfahrt nachfragen. Infos & Buchung:
www.nwr.com.na17 Schloß DuwisibDas quadratische Unikum mit Wehrtürmen, Wohnräumen unter Zinnen, Schießscharten und einem geräumigen Innenhof ist der steingewordene koloniale Größenwahn - das Abbild eines deutsches Schloß in einer unwirtlichen Halbwüste, 1908 in Auftrag gegeben vom Schutztruppen-Offizier Hansheinrich von Wolff und seiner vermögenden amerikanischen Frau.
Die Inneneinrichtung - heute noch erhalten und zu besichtigen - kam per Frachter und Ochsenkarren aus Deutschland, die Steinmetze und Zimmerleute aus Irland und Skandinavien. Wolff erlebte die Fertigstellung nicht mehr, sondern starb 1916 im Ersten Weltkrieg. Das Schloß befand sich bis 1979 in Besitz einer Frankfurter Pelzfirma, die von Duwisib aus ihre weiltläufige Karakulschaf-Zucht verwaltete.
Anfahrt / Übernachtung / Verpflegung:Duwisib ist ein idealer Stopover an der geschotterten "Fernstraße" C 14 zwischen Lüderitz/Helmeringhausen und Marienthal/Windhoek und liegt direkt am abzweigenden Pad D 826 auf halber Strecke nach Betta. Campingplatz mit guten sanitären Anlagen am Flußbett zu Fuß des Schloßes, kleines Cafe hinter dem Schloß, sonst keine Versorgungsmöglichkeit vor Ort.
18 Intu AfricaIm Osten Namibias beginnt die riesige Kalahari-Wüste, die einen Großteil Botswanas ausmacht. Die charakteristischen Ausläufer der Kalahari sind bis in die Gegend von Marienthal und der Intu Africa Lodge zu sehen: halbhohe Längsdünen, die wie Wellen mit einem Schaumkranz aus rotem Sand übers Land rollen.
Wer bis kurz vor dem Rückflug keine Löwen gesehen hat, kann dies im Intu Afrika Game Reserve noch nachholen: Dort werden Männchen und Weibchen in überaus weitläufigen Gehegen zu Zuchtzwecken gehalten. Tägliche Safari-Ausfahrten durch das Reservat auch zu den Löwen.
Anfahrt / Übernachtung / Verpflegung:Intu Afrika ist von Marienthal aus über die C 20 und D 1268 zu erreichen. Übernachtung in der geschmackvollen, aber nicht billigen Lodge mit Vollpension für 2 Personen 1820 N$. Kein Camping. Infos:
www.namibweb.com/intuafrica.htmlEine Alternative dazu ist die Bitterwasser Lodge rund 50 Kilometer nördlich an der D 1218: Bitterwasser Flying Center ist das Eldorado der Segelflieger im südlichen Afrika und besonders zwischen November und Februar mit excellenter Thermik gesegnet. Einen Abstecher wert; perfekt ausgestattete Lodge, gutes Restaurant. Infos & Buchung:
www.bitterwasser.com 19 Okambara Lodge & Wildlife ResortIm Gegensatz zu vielen anderen Gästefarmen, die in den letzten Jahren das Rinderfarming mehr oder weniger aufgegeben haben und auf Fototourismus umgestiegen sind, ist Okambara seit der Eröffnung vor rund einem Dutzend Jahren ein reines Tier-Resort; initiert und betrieben von Christian und Uschi Schmitt.
Okambara mit seinen Giraffen, Zebras, Straußen, Antilopenherden, Nashörner und Elefanten auf knapp 10.000 Hektar ist die ideale Station, um vor dem Rückflug noch einmal Namibia pur zu geniessen.
Anfahrt / Übernachtung / Verpflegung:Die Abzweigung nach Okambara liegt liegt rund 120 Kilometer östlich von Windhoek an der D1808 / D 1800. Ab der D 1800 den Wegweisern folgen. Okambara hat ein Haupthaus, das an die alten deutschen Schutzforts erinnert, und kann 16 Gäste in Appartments und rietgedeckten Bungalows aufnehmen. Es empfiehlt sich, über die Website (Kontakt in Deutschland) zu reservieren. Aktivitäten: Spaziergänge, Fotosafaris, Wasserloch und Wildgehege direkt am Haupthaus. Doppelzimmer incl. Vollpension pro Person und Tag je nach Saison 640 N$. Infos & buchung:
www.okambara.de20 Vor dem Rückflug: WindhoekIn der Hauptstadt Namibias und näherer Umgebung wohnen rund 300.000 Menschen, als etwa jeder siebte Bürger des Landes, doch die Kapitale vermittelt einen eher ruhigen, schläfrigen Eindruck. Kaum Kultur, wenig Entertainment, null Zeitgeist - um das prickelnde, urbane südliche Afrika zu erfahren, sollte man nach Johannisburg oder Kapstadt fahrten.
Windhoek - das ist der vor allem Ausgangs- und Endpunkt für das echte Namibia draußen im endlosen Land. Vom Stadtzentrum - jenseits der armen schwarzen Vororte wie Katutura und Khomasdal - ist der Besucher dennoch angenehm überrascht: ausgedehnte schattige Parkanlagen rund um die teilweise noch aus der Kolonialzeit stammenden Parlaments- und Regierungsgebäude, einige wenige Flanierstraßen und Einkaufszentren zwischen Bahnhof, Independence Avenue und dem Ausspannplatz - Windhoek hat man in wenigen Stunden im Griff.
Hotels/Restaurants:In und um Windhoek ist Camping nicht zu empfehlen. Hotels und Pensionen gibt es dafür in allen Preisklassen:
Hotel Heinitzburg - Immer noch die beste Adressen in der Stadt; von der Terrasse der 1914 errichteten und 1996 als Hotel eröffneten Festung überblickt man das Tal mit Downtown Windhoek. Gehobenes Niveau, hoch gehandeltes Rastaurant "Leo's" und ein erlesener Weinkeller.
Heinitzburgstr.22, Windhoek, Tel. +264 - 61 - 24 95 97
www.heinitzburg.comCasa Piccolo - Ein Geheimtipp im Vorort Klein Windhoek. Schöne Doppelzimmer in einer sehr farben-freudigen Anlage rund um den kleinen Pool. Doppelzimmer pro Nacht inkl. Frühstück 550,00 N$. Auch hier wird wie überall in Windhoek deutsch gesprochen.
Barella Street, Klein Windhoek, Tel. +264 - 61 - 22 11 55, e-mail: casapiccolo@iafrica.com.na
Restaurants:Unser Top-Tipp: Das "Gathemann". Der Schweizer Küchenchef Urs Gamma kocht in einem restaurierten Kolonialhaus mit genialer Terasse direkt im Zentrum der Stadt. Gourmet-Karte und Weinkeller für Kenner. Unbedingt vorher reservieren.
Gathemann Restaurant, 169 Independence Avenue, Tel. 061 - 22 38 53
Wer es rustikaler mag, ist in "Joe's Beerhouse" gut aufgehoben: sehr rustikales Ambiente mit Reet-Dächern, oft Live-Musik, Open Air-Grill. Das Essen - z.B. die leckeren Antilopen-Steaks - quillt über die Teller. Nicht zu überhören und -sehen an der Nelson Mandela Avenue Richtung Okahandja.
Shopping:In der Tal Street - parallel zur Independence Avenue - ist in einer ehemaligen Brauerei das Namibia Crafts Centre entstanden. Auf drei Etagen stellen alle Ethnien Namibias Kunsthandwerk, Schnitz- und Webarbeiten, Mode und Fotokunst aus. Alles ist zu finden - vom kunstvoll verzierten Straußenei über das hippe T-Shirt bis hin zum kleinen Schlüsselanhänger.
Außerdem: Im Crafts Centre gibt es eines der besten Cafes Windhoeks.
Namibia Crafts Centre, Tal Street, Windhoek
Wer sich hier eingedeckt hat, kann getrost nach Hause fliegen ....
© Jochen Vorfelder