29 April 2008

Elektro: Bastler rollt auf nur einer Achse

Zugegeben: Das Konzept ist nicht ganz neu - wie der Erfolg und die kürzlich erfolgte Straßenzulassung des Elektrorollers Segway in Deutschland beweist.

Doch die Schönheit des Fahrzeugs liegt wie bei allen Dingen im Auge des Betrachters - und deshalb hat der erst 18-jährige Kanadier Ben Gulak einen Treffer gelandet. In mühsamer Handarbeit hat er aus den Rahmenresten einer Yamaha R1, zwei Felgen mit Bereifung sowohl einer handgezogenen Verkleidung das einachsige Experimentalmotorrad UNO gebaut.

Herz des Einzelstücks ist allerdings die komplexe elektronische Anlage - zwei Gyrokompasse überwachen jeweils die Neigung des Fahrzeugs nach Vorne, Hinten sowie nach der Seite; die Impulse werden von der elektronischen Motorsteuerung in Antriebsgeschwindigkeit und Koordination der Doppelbereifung bei Kurvenfahrten umgesetzt.

Über Geschwindigkeit und Reichweite des Bastlerstücks, das mit handelsüblichen Batterien bestückt ist, hat Ben Gulak nichts bekannt gegeben; auch die Wahrscheinlichkeit, dass der UNO jemals in dieser Form in Serie über die Straßen rollt, ist eher gering.

Doch als Kopfgeburt eines 18-jährigen Mechanikers ist die UNO allemal bemerkenswert. Well done, Ben!

Mehr dazu beim MotorcycleMojo-Magazin.

28 April 2008

Heide - Indien: Enfield-Fahrer sind an der tükischen Schwarzmeer-Küste

Vergangene Woche hatten wir über die Handvoll Enfield-Fahrer berichtet, die auf dem alten Hippie-Trail unterwegs nach New Dehli sind.

Inzwischen ist der Konvoi - er schleppt sich relativ Enfield-typisch von einer kleinen Reparatur zur nächsten - am Schwarzen-Meer angelangt. Neueste Berichte und Fotos vom jeweiligen Tag findet Ihr unter http://paul.blog.ch.

Wen nun das Fernweh gepackt hat, für den bietet sich immer noch die Gelegenheit, eine Enfield bei Wheel of India zu chartern für die Rückreise, die am 15. Juni in Delhi beginnt.

Ihr müsstet Euch bis spätestens Pfingsten entscheiden, da Visa für 3 Länder - Iran, Pakistan, Indien - besorgt werden müssen. Das dauert ca. 4-5 Wochen. Und wer einen Blick auf die aktuellen Bilder geworfen hat: Die Rückfahrt garantiert mehr Sonnenschein!

Der Reisewart

25 April 2008

Ducati: neues Modell A47-72 in Hannover vorgestellt

Für eine knallige Überraschung hat Ducati auf der Hannovermesse gesorgt. Die Italiener aus Bologna stellten auf der weltgrößten Technikschau, die noch bis zum 25. April ihre Tore offen hat, völlig überraschend zwei neue Modelle vor.

Die neue Duc A47-72 - in den Dimensionen sehr kompakt gebaut - glänzt vor allem durch die überragende elektronische Ausstattung - mit insgesamt vier farblich in Ducati-rot gehaltenen LED-Anzeigen stehen dem Käufer nun Informationen zur Verfügung, die andere Anbieter nicht im Programm haben.

Das Spitzenmodell A47-72-SP bietet zusätzlich noch RS 485 an, eine Technologie, die bisher in dieser Verbindung bei noch keinem anderen Hersteller zu finden ist. Ducati hofft, mit den beiden Modellen, die ab sofort zu moderaten Preisen zu bestellen sind, vor allem den in letzter Zeit schwierigen europäischen Markt zu erreichen.

Erste Bilder der beiden neuen Modell gibt es hier ...


(Mit Dank an Ingo; da merkt man doch gleich, was ein guter Rechercheur ist.)

23 April 2008

Reisefieber: Auf dem Weg nach Indien

Ziemlich unbemerkt von der Öffentlichkeit, aber gleichsam fest entschlossen hat sich am 20. April eine Handvoll Motoristen aus Deutschland, Schweiz und Österreich auf den Weg von Schneverdingen in den Lüneburger Heide nach Neu Delhi in Indien gemacht.

Das zum Reiseziel passende Transportmittel: die guten alten indischen Enfields, allesamt vom Veranstalter des Trips Wheel of India direkt aus dem Werk in die Heide geschafft.

Seit der Trupp am 20. April losgezogen ist, wird die Reise nicht nur mit der Kamera, sondern auch für das gute alte Medium Radio - das ja nun Audio-Web-Stream heisst - dokumentiert.

Wer heute abend zwischen 19:00 und 20:00 Uhr Zeit hat, kann im Livestream bei Radio ZuSa mithören, wie die Teilnehmer Jörg und Olaf über die Überlandtour Deutschland-Dehli berichten - mit O-Ton einiger Mitreisender, die Jörg am Samstag noch kurz vor der Abreise interviewt hat.

Die beiden bestreiten mit der Interview-Reportage heute die 50. Sendung von "Radio Rastenschleifer", ein ehrenamtliches Programm von Motorradfahrern für Motorradfahrer, das alle 2 Wochen immer mittwochs ausgestrahlt wird - in bestimmten Teilen Niedersachsens auch im Rundfunk zu empfangen. (Frequenzen unter "Links" bei Wheel of India).

Zum Radiohören am Rechner geht man auf die Seite http://www.rastenschleifer.net/, klickt dann auf den Unterpunkt "Livestream von Radio ZuSa", und schon gehts los.

Update: Inzwischen hat uns ein Bild der Enfield-Karawane aus Ungarn erreicht. Voila.


Der Medienwart

21 April 2008

Ausflug: Warum nicht mal zu ner Ausstellung in Hannover?

Nachdem der Frühling sich jetzt langsam und zumindest tageweise durchsetzt, gilt es die Frage zu beantworten, wohin die Kurzausflüge führen könnten. Von Mai bis Mitte Juli definitv nach Hannover.

Ok, der Vorort von Hamburg ist grundsätzlich zwar kein erstrebenswertes Moppedziel, doch das Historische Museum vor Ort hat bis 20. Juli eine ohne Einschränkungen sehenswerte Ausstellung zu bieten: "Halbstark auf zwei Rädern", eine Kulturschau der Fünfziger Jahre, die Zeit also, in der die Massenmotorisierung begann und nicht nur Jugendliche, sondern alle Mobilitätsfreunde aus der (finanziellen) Not geboren das Moped als Lieblingsspielzeug entdeckten.

Dank der Unterstützung von engagierten Privatsammlern sind nun viele Mopeds hannoverscher und niedersächsischer Marken zu sehen. Doch die Ausstellung richtet sich nicht nur an Technik-Fans: Originelle Museumsstücke wie etwa jener Klepper-Mantel, mit dem ein Moped-Pilot jahrelang dem Fahrtwind trotzte, oder der Pantherkopf, mit dem die Mopedbauer in Braunschweig ihren Arbeitsplatz schmückten, ergänzen die kleine, feine Fahrzeugschau. Für Zeitkolorit sorgen Fotos, Dokumente und Werbematerial.

"Erzählt werden Geschichten vom Mopedalltag, in dem sich das kleine Zweirad getreu der damaligen Werbung als „Fahrzeug des Berufstätigen“ bewährte, erzählt wird aber auch von aufregenden Mopedtouren über die Alpen ins Land der Vespas und Lambrettas. Und natürlich geht es um die „Halbstarken“. Zu deren durch Vorbilder in Kino und Medien gezeichneten Bild gehörte das Moped beinahe ebenso wie die Haartolle, die Rock’n’Roller-Lederjacke und die Zigarette im Mundwinkel."

Die Ausstellung wurde schon am 1. April eröffnet und bleibt noch bis 20. Juli in Hannover. Am 25. Mai 2008 findet ab 11:00 Uhr ein Moped-Frühstück statt; Sammler und Fahrer von historischen Mopeds und Rollern treffen sich zum „halbstarken“ Frühstück, zum Staunen und Bestaunen lassen, sowie zum Fachsimpeln über alles, was Pedale hat und historisch knattert.

Mehr Infos über Anfahrt, Öffnungszeiten usw. siehe hier.

Der Kulturwart

17 April 2008

Ducati: VW-Piech meldet angeblich Kaufinteresse an

Neues aus der Ducati-Gerüchteküche: Nachdem im vergangenen Herbst noch Harley-Davidson als potentieller Investor oder Käufer der italienischen Motorrad-Edelmarke genannt wurde, ist nun VW an der Reihe.

Ferdinand Piëch, nicht unumstrittener Aufsichtsrat des größten europäischen Fahrzeug-Mischkonzerns und bekannt für seine unternehmerischen Alleinfahrten, hat in einem Gespräch - vermeldet von der Süddeutschen Zeitung - anklingen lassen, dass der Konzern sehr wohl am Erwerb eines "kleinen, wertvollen Motorradherstellers" interessiert sein könnte.

Nach den Informationen der SZ trauert Piëch noch immer dem Jahr 1985 nach, als Ducati in Not war und man den Hersteller "für einen Apfel und ein Ei" hätte kriegen können. Piëch outete sich selbst als Duc-Fahrer - es ist eine 1098: "180 PS - und mehr Leistung pro Kilogramm als eine 1001-PS-Bugatti."

Seit 1985, als Ducati tatsächlich völlig am Boden lag, hat die Edelschmiede im Bologneser Stadtteil Borge Panigale einen beachtlichen Turnaround hingelegt: „Ende der Achtziger ging es bergab, es wurde nichts mehr investiert, und Mitte der Neunziger waren wir völlig am Boden. Die Technik und die Maschinen wie die 916 waren Spitzenklasse, aber Geld gab es keins in der Kasse“, erzählt der Museums-Kurator und Chronist der Marke Livio Lodi. „Erst der Einstieg der TPG 1996 hat uns gerettet.“

Die TPG ist die Texas Pacific Group. Die amerikanischen Investoren kauften Ducati von der Cagiva-Gruppe der Gebrüder Castiglioni und standen bei der Übernahme unter Heuschrecken-Verdacht. Doch die Amerikaner zerschlugen die Firma nicht, sondern setzten auf eine langfristige Strategie: Sie tauschten unter der Leitung von Federico Minoli das Management aus, führten japanische Fertigungseffizienz ein, und krempelten die Produktion komplett um.

Mit neuen Modelle wie dem Superbike 996 und 1098, der Hypermotard und dem Reiseliner Multistrada ist die Marke inzwischen wieder gut aufgestellt und in die Gewinnzone gefahren. Die TGP hatte wie Kurator Lodi erkannt, dass die Marke Ducati ein noch ungehobener Schatz war.

2006 hat die TPG Ducati wieder abgegeben – an die italienischen Eigentümer von InvestIndustrial S.A. und sicher mit einer netten Rendite. Seit 2007 hat InvestIndustrial immer wieder signalisiert, dass die Investoren an einem Weiterverkauf durchaus interessiert wären. Ein Angebot von VW, das angeblich mit einem Co-Investor - einer kanadischen Finanzgruppe - bereits die Ducati-Zahlen unter die Lupe nimmt, würde also nicht auf taube Ohren treffen.

(c) Jochen Vorfelder

16 April 2008

Ducati: Irgendwie läufts nicht so rund bei den Jungs aus Borgo Panigale ...


Nach drei MotoGP-Rennen trägt Italiens zweirädige Flag-Gondel Trauer: Casey Stoner ist in den letzten Wochen extrem schmallippig, die enttäuschenden Plätze in Spanien und Portugal entsprechen in keiner Weise den hohen Erwartungen. Düsterer siehts für den mit viel Hoffnungen angekauften Marco Melandri aus - er dödelt abgeschlagen hinterher; die Handhabung seiner Maschine ist ihm immer noch so fremd wie der Gebrauch die englische Sprache.

Dabei hatten die Meistermacher in Bologna vor der Saison voll auf MotoGp und Konzentration aufs Wesentliche, nämlich die Titelverteidigung, gesetzt - alles vorgeblich Nebensächliche war über den Löffel barbiert worden.

Beispiel 1: Die amtierende Superstock-Europameisterin der Frauen, Nina Prinz, war noch Anfang Dezember 2007 bester Erwartung, ihren Titel auch dieses Jahr auf einer 1098 verteidigen zu können. Dann kam Mitte Dezember per lapidarer Mail das Aus: kein weiterer Support für den Frauen-Rennstall mehr. Freiwillige Aufgabe des Meistertitels durch Ducati Corse, aber nicht einmal eine offizielle Presseerklärung. Eine Nachfrage bei der Pressestelle erzeugte - betretenes Schweigen. Hinter vorgehaltener Hand war lediglich zu vernehmen, dass alle verfügbaren Gelder in die MotoGP gepumpt werden sollten.

Jeder Euro ist da offensichlich nötig: Nach inoffiziellen Schätzungen kostet eine Renn-Saison der MotoGP - von Bayliss und den Supersports gar nicht zu reden - derzeit um die 45 Millionen Euro, von denen zwar der Löwenanteil von den Sponsoren gebracht wird, aber Ducati selbst muß etwa 3 Millionen beisteuern.

Sparen ist also angesagt - und nicht nur bei den Frauen.

Beispiel 2: Ducati ist zwar weiterhin noch auf der Sponsorenliste der Motogiro d'Italia, aber das in den letzten Jahren unentbehrliche Know-How, die Pressefahrzeuge, die Mechaniker und der Werkstattwagen wird abgezogen. Drastisch ausgedrückt: Die Motogiro d'Italia 2008 steht auf dem Schlauch, und der ist platt.

Wohin geht die Strategie: Über den Atlantik, in die USA. Ducati hat mit massivem Aufwand die diesjährige und erste Motogiro America supportet und alle verfügbaren Mittel dort hineingepumpt, weil auf dem amerikanischen Markt - so die Hoffnung der Verkaufsstrategen - in Zukunft die Musik beim Verkauf von Premium-bikes spielt.

Wenn sich da die Jungs mal nicht täuschen - und der in Deutschland und Italien gerade wieder bröckelte Marktanteil abgeht wie eine Lawine ins Tal.

Nina Prinz fährt jetzt übrigens Yamaha... nicht nur bei den Frauen, sondern erstmals auch bei der IDM. Die Flagge für die ersten beiden Läufe fällt am 27. April auf dem Lausitzring.

Der Sportwart

04 April 2008

Japan: Moppet-Garage mit Haus oder Haus mit Moppet-Garage?


Toyko gehts nicht anders - oder vielleicht noch schlimmer - als anderen weltweiten Metropolen: Der Wohnraum ist begrenzt, der umbaute Raum fast unbezahlbar; der moderne Urbanist muß zurammenrücken und lebt Wabe an Wabe.


Da ist Leidensfähigkeit gefragt und Phantasie bei Architekten: Solche haben die drei Japanischen Gestalter Yuji Nakae, Akiyoshi Takagi und Hirofumi bewiesen, die gemeinsam die NE Appartements entwickelt und ihren Bau überwacht haben.


Das besondere an dem Block mit acht Wohneinheiten außer dem geschmeidigen Äußere und Innere: Das Gebäude ist mit direkter Zufahrt zu einer kleinen Garge mit Werkstatt und Trockener speziell für Motorradfahrer konzipiert.

Mehr Infos: hier bei dezeenmit weiteren guten Fotos.

Der Stylewart

31 März 2008

Video: Maradona eröffnet Fußballfilmfestival

Nachdem gestern die Übertragung des spanischen MotoGP-Laufs ganz großen Sport geboten hat - mein Ducati-Herz weint - wenden wir uns heute einer anderen Kultsportart zu: Fußball.

Da verhält es sich wie beim MotoGP-Lauf: Am besten ist die Angelegenheit vor Ort zu goutieren, und wer von der wochenendlichen Stadionbesuchen nicht genug bekommen kann, dem bietet sich nun am kommenden Wochenende in Berlin die Gelegenheit, das 5. Internationale Fußballfilmfestival "11mm" auf Großleinwand zu geniessen.

Lassen wir die Macher zu Wort kommen: "Besonders stolz sind wir, dass es uns auch in diesem Jahr gelungen ist, wieder Produktionen aus insgesamt 12 verschiedenen Ländern und diverse Deutschland-Premieren nach Berlin zu holen“. Wow, ganz schön staatstragender Text für ein Alternativ-Festival ...

Neben dem in Italien und Spanien gefeierten Maradona-Eröffnungsfilm gibt’s beispielsweise die Dokumentation "Once in a lifetime" über den amerikanischen Fußballverein New York Cosmos, der in den späten siebziger Jahren einen rasanten Aufstieg erlebte, als es gelang, Spieler wie Pelé und Beckenbauer nach New York zu holen.

Aus Argentinien kommt der Spielfilm „El camino de San Diego" über einen Fußballfan, der quer durch Argentinien reist, um Diego Maradona eine diesem ähnelnde Wurzel zu übergeben, die ihm helfen soll, seine gesundheitlichen Probleme in den Griff zu bekommen.

Außerdem im Programm der diesjährige Berlinale-Beitrag „Football Under Cover“ über eine Kreuzberger Frauenfußballmannschaft, die nach Teheran reist, um dort gegen die iranische Frauenfußball-Nationalmannschaft anzutreten.

„Ein weiteres Highlight wird sicherlich die Verleihung unseres Fußball-Kurzfilmpreises 11mm shortkicks“, so die Organisatoren. Filmemacher aus aller Welt waren seit vergangenem Jahr dazu aufgerufen, sich mit ihrem Beitrag um den Preis zu bewerben. „Bei der Kino-Endausscheidung wird eine prominent besetzte Jury gemeinsam mit dem Publikum die Gewinner bestimmen.“

Aber "11mm" ist nicht nur Kino. So zeigen die Festivalmacher erstmals in Deutschland außerhalb der letztjährigen Documenta die viel besprochene WM 2006-Installation „Deep Play“ des Berliner Künstlers und Filmemachers Harun Farocki im Kinofoyer.

Wo findet das Festival nun statt? wie gesagt in Berlin, im babylon, Berlin-Mitte, Rosa-Luxemburg-Str.30, 10178 Berlin, ab Freitag, 4.04.08, 20:00 Uhr.

Hier der offizielle Trailer von der Website www.11-mm.de



Der Videowart

18 März 2008

Äthiopien: Die chinesischen Billigheimer reiten ein

An einer staubigen Ausfallstraßen von Addis Ababa: Der metastasenartig wuchernde Stadtverkehr schleppt sich vorbei. Überfüllte Minibusse liefern sich Stopp- and Go-Rennen um die Fahrgäste am Straßenrand. LKW-Fahrer, die ob der schieren Größe ihres Fahrzeugs immer Vorfahrt haben, hupen sich ihren Weg durchs Chaos.

Was fehlt, sind Motorräder. Sind Mopeds. Kein Vergleich mit Asien; mit Thailand, Indonesien oder Vietnam, wo er Erwerb eines Rollers oder Mopeds quasi das öffentliche Zeichnen für das persönliche Wohlergehen und ein ökonomischer Indikator für eine sich herausbildende Mittelschicht ist.

In Äthiopien gibt es keine Mittelschicht; keinen Markt für Mopeds und Scooter. Die wenigen Zweiräder, die auf dem Land unterwegs waren, stammten meist von Suzuki und Yamaha - am verbreitesten waren die TS 185 und die DT 175, zwei Maschinen, die so nicht mehr gebaut werden, aber auf dem Gebrauchtmarkt immer noch horrende Preise erzielen.



Gut erhaltene Exemplare kosten bei den Gebrauchthändler an der Bole Road bis zu 28.000 Birr - also bis zu 2.000 Euro: kompletter Wahnsinn bei den lokalen Löhnen. Eine Arbeiterin beim Sortieren und "Handpicking" von Kaffee geht nach acht Stunden Arbeit mit 14 Birr - einem Euro - nach Hause.

Die Mopeddichte wird sich jetzt ändern - glaubt jedenfalls der chinesische Massenhersteller Lifan. Er hat seit zwei Jahren einen Importeur draußen an der Bole Road und der hat nach eigenen Angaben in dieser Zeit 1800 Stück ausgeliefert. Ob die Käufer auf die Qualität schauen? Eher nicht. Schlagendes Argument ist eher der Kampfpreis von 10.500 Birr.


(c) Jochen Vorfelder

29 Februar 2008

Out of town: Wo der Kaffee wächst...

Ja, das wars jetzt erst mal wieder für ein paar Tage.

moto1203 ist bis 14. März incommunicado weil im Süden Äthiopiens unterwegs - in der Privinz Kaffa, wo in einigen weniger erhaltenen Regenwaldfetzen der Kaffee noch im Wald statt auf Plantagen wächst ...

Aber auch da müssen die Leute mobil sein, mal schauen welche witzigen Zweiräder mir so unterkommen.

Avanti dilettanti.

28 Februar 2008

Beirut: Mit welcher Maschine fahrn wir heut? Honda oder Simson?


Die ersten Frühlingssonnenstrahlen lassen nicht nur hier in Hamburg und weiterer Umgebung die Herzen schneller schlagen und die Gashand etwas unruhig werden.

Folgende Geschichte erreichte mich von einem Bike-Bruder aus dem Libanon: "Yeah, ich habe meine CB 750er Honda wieder. Habe sie bei exakt dem Typen gefunden, der sie von mir 1981 in Beirut gekauft hatte. Sieht natürlich frustrierend aus...

Aber als Bonus hat er noch seine 70er Simpson draufgepackt ... alles für schlappe 1350 Euro, inkl. neue Reifen, Taschen für die Honda und eine Kiste voll sonstiger Teile …


Die Zonen-Simpson, Baujahr 1983, hat nur 600 km auf dem Tacho; sie wird schnell wieder auf Trab gebracht sein, schätze ich ...

Die Honda, Baujahr 1977, wird etwas länger brauchen, bis sie wieder fahrbereit ist. Sie hat zwar nur 40.000 Km auf dem Tacho, ist aber seit 1997 nicht gefahren worden ...

Basteln ist also angesagt. Aber wenn die CB wieder fliegt, wird es nur noch voran gehen, auch wenn das Land jede Minute auseinander fliegen kann."

Good luck, F. Ich komm dann vorbei für die Tour runter ins Bekaa-Tal ... und die gute DDR-Simson nicht verwechseln mit den Simpsons ausm Fernsehn...

27 Februar 2008

Vietnam: zu Fuß durch den Norden


Dreißig. Zwanzig. Zehn. Geschafft. Nächster Anstieg. Noch dreißig, noch zwanzig, noch zehn Schritte, wieder geschafft. Pause. Der Schweiß läuft von der Stirn; der Rucksack klebt an Hemd und Rücken. Es ist ein diesiger Wintertag und die Sonne strahlt nur verborgen hinter dichten Wolken, doch der Trekk heizt gewaltig ein. Seit zwei Tagen sind wir zu Fuß im äußersten Norden Vietnams unterwegs und seit zwei Tagen geht es bergauf, bergab.

Noch einmal dreißig Schritte, noch ein Anstieg; wir hangeln uns zur nächsten Rast. Der steile Hohlweg durch den Bambushain öffnet sich und gibt den Blick auf das Tal frei. Grandios. "Dort hinten liegt Ban Ho, dort wollen wir bis heut nachmittag hin. Kein Problem", erklärt Tranh, unser Führer, und deutet in die Ferne, wo der Moung Hoa-Fluss sich durch die Reisterrassen windet und im Dunst verschwindet.

Zu Beginn hatte sich das viertägige Wanderabenteuer, spontan gebucht in Hanoi, noch bequem angelassen. Eine kurzweilige Nacht hatte die Fahrt im Schlafwagen nach Lao Cai gedauert; von dem öden Endbahnhof war es nach der Ankunft am frühen Morgen nur noch ein Katzensprung nach Sapa. Rund zwölf Stunden - doch zwischen den beiden Orten liegen Welten.

Dort das Herz Vietnams mit der pulsierenden Altstadt um die 36 Gassen der Handwerkszünfte - volle Märkte für über drei Millionen Einwohner, kokelnde Feuer am Straßenrand, Garküchen und Motorrad-Werkstätten, fliegende Händler und schicke Kunstgalerien. Hier die verschlafene, von den Franzosen vor einem Jahrhundert gegründete Sommerfrische. Die kleine Stadt an den Flanken der Hoang Lien-Berge dient als Marktflecken für die umliegenden Dörfer der Hmong-, Dzao- und Tay-Tribes. Seit ein paar Jahren ist sie auch das Ziel aller Trekking-Touristen im Norden Vietnams.



Ban Ho. Auf der Terrasse des Gästehauses ist die Anstrengung des Sechs-Stunden-Marschs längst vergessen. Tranh ist mit dem Hausherren in der Küche verschwunden; das Söhnchen lukt mit großen Augen um die Ecke. Das Dorf, das ausschließlich von Tay-Montagnards bewohnt wird, liegt schläfrig im späten Nachmittagslicht. Wasserbüffel suhlen sich im Schlamm; Enten schnattern vorbei.

Autos gibt es hier keine. Gelegentlich knattert ein Moped. Doch die staubige Hauptstraße gehört den Kindern und den vagabundierenden Hängebauchschweinen. Vor dem Kiosk halten die Dorfältesten und die Parteikader Hof; eine Gruppe von amerikanischen Touristen kommt vom Bad am Wasserfall zurück und deckt sich mit Marlboros ein. Die Amis spendieren eine Runde: Geredet wird mit Händen und Füßen, gelacht aus vollem Hals.

Vor Jahrzehnten wäre die Eintracht zwischen Amerikanern und vietnamesischen Berglern noch Hochverrrat gewesen. Die ethnischen Minderheiten lebten abgeschottet in dem politisch sensiblen Grenzgebiet zu China; von der kommunistischen Partei in Hanoi misstrauisch beäugt. Die Hill-tribes bauten Opium zum Eigenbedarf an und darbten an den kargen Erträgen, die ihre Reisfelder hergaben.

Sapa und Umgebung war vergessenes Land. Erst "Doi Moi" - die große wirtschaftliche Neuorientierung gen Westen zu Anfang der Neunziger Jahre - öffnete Vietnam. In den Jahren darauf versöhnten sich die Reformer an der Spitze der Sozialistischen Republik mit den kapitalistischen Nachbarn wie Japan und Thailand; 2000 folgte ein Handelsabkommen mit den USA.

Binnen kurzer Frist ist so aus dem vom Krieg geschundenen Land einer der erfolgreichen asiatischen Tiger-Staaten geworden - mit enormer Anziehungskraft auch für westliche Touristen. Der Aufschwung gab auch den Bergstämmen eine Perspektive. Ausländische Entwicklungshilfe floss in die abgelegenen Hochtäler; Geld für die Wasserleitungen wurden genauso begierig angenommen wie Kochkurse für westliche Homestay-Gäste. Die Kinder der Hmong und Tay gingen zur Schule, lernten jede erdenkliche Sprache, die mit den Besuchern ins Dorf kam, und sind heute die cleversten Guides der Gegend für die steigenden Zahl der weißen Wanderer und Mountainbiker.


"Das Geld kommt durch Trekks, die Übernachtungen und den Verkauf von Souvenirs", sagt Thranh beim Abendessen, das wir gemeinsam mit der Gastfamilie im Schneidersitz einnehmen. "Ja, es geht in riesigen Schritten vorwärts", bestätigt Hausherr Herr Van Minh und schenkt noch eine Runde Reisschnaps nach. "Unglaublich, was sich hier bei uns in den letzten Jahren getan hat."


Die Hill-tribes - allen voran die Hmong-Frauen, die den Trekkern gelegentlich im Dutzend auflauern - haben den lukrativen Färberei- und Webdecken-Markt fest im Griff. Sie seien die geborenen Entrepreneurs, sagen anerkennend sogar die Tieflandvietnamesen, die selbst ob ihrer Geschäftstüchtigkeit gefürchtet sind.

Nach einer zweiten Homestay-Nacht - von November bis März kann es in Sapa und den umliegenden "tonkinesischen Alpen" unangenehm kalt werden - machen wir uns auf den Rückweg. Die bisherigen Tagesetappen waren fast dreimal so lang; die letzten zwei Stunden Aufstieg können jetzt nicht mehr schrecken. An der Asphalt-Straße wartet der ausrangierte Militärjeep, der uns wieder in die Stadt zurückbringt.

Und siehe da, nach den zwei Tagen in den abgelegenen, friedlichen Dörfern wirkt Sapa, dieser kleine Flecken, plötzlich so geschäftig wie Hanoi. Markttag: Vor den überquellenden Gemüseständen drängeln die Einheimischen. Wildes Palaver. Alte Dzao-Damen mit hochrasierter Stirn unter dem roten Turban feilschen um einige hundert Dong Nachlass. Das sind Cent, aber es geht um die Ehre.

Am Stand der Motorrad-Taxen unter der roten Fahne mit dem gelben Stern werden die Maschinen mit Einkäufen vollgepackt. Junge Hmong-Mädchen mit schwarzen Hüten und strammen Wadenwickeln flanieren untergehakt die Hauptstraße entlang und signalisieren, dass es Zeit für Brautschau und Heirat wird.

Ihre Mütter haben derweil einige arglosen Rucksacktouristen umzingelt und handeln sie routiniert in Grund und Boden: "You buy me, I give you special price." Zehn. Zwanzig. Dreißig. Dollar. Die erste Decke ist verkauft. Zehn. Zwanzig. Wieder Dreißig. Das nächste Andenken wechselt flottt den Besitzer - ein wunderbares Schauspiel.

Schade, dass der Nachtzug nach Hanoi schon gebucht ist.

(c) Jochen Vorfelder

20 Februar 2008

Andorra: US State Departement zahlt neues Motorrad für jeden Andorraner

Gute Nachricht für alle Andorraner und Andorranerinnen: Die beiden Staatsoberhäupter Co-Fürst Joan Enric Vives i Sicília und Co-Fürst Nicolas Sarkozy haben gestern bekannt gegeben, daß noch dieses Jahr jeder Einwohner des Zwergstaates ein kostenloses Motorrad der eigenen Wahl aus dem wohlgefüllten Staatssäckel finanziert wird. Der Ansturm der insgesamt etwa 82.000 Anwohner (Stand 2007) auf die beiden Roller- und Bikeshops im Lande ist enorm.

Die finanziellen Mittel für die überraschende Aktion stammen aus einem unerwarteten Spendensegen in Höhe von 3 Milliarden US-Dollar allein für das Jahr 2007, der durch ein Versehen im US-amerikanischen State Department (Außenministerium) zu Stande kam.

Die Behörde in Washington hatte versehentlich angenommen, dass Andorra - eine begüterte politische Enklave in einem Hochtal der Pyrenäen vergleichbar mit Liechtenstein - irgendwo im Süden Afrikas liege. Das State Department in einer ersten Stellungnahme: "Der Name klang afrikanisch, und wir nahmen an, dass das Land furchbar arm sei. Da wollten wir helfen."

Amerikanische Medien haben den Geldtransfer und die Verwendung des Geldes inzwischen scharf kritisiert. Siehe CNN:


Nation Of Andorra Not In Africa, Shocked U.S. State Dept. Reports

Daß die unerwartetn Einnahmen dafür verwendet werden, die Andorraner noch mobiler zu machen, steht im Zusammenhang mit dem Hobby von Fürst Joan Enric Vives i Sicília, der das Land gemeinsam mit dem französischen Amtskollegen Nicolas Sarkozy führt:

Vives ist passionierter Harley-Fahrer und ein begeisterter Fan des italienischen MotoGP-Piloten Valentino Rossi. Fürst Vives soll Rossi für den Fall von weiterer Verfolgung durch die italienischen Finanzbehörden bereits eine der seltenen Ehren-Staatsbürgerschaften Andorras angeboten haben. Zuletzt hatte die Staatsbürgerschaft der Schweizer Dramatiker Max Frisch für sein Stück "Andorra", durch welches das Fürstentums überhaupt der breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde, erhalten.

Der Nachrichtenwart

15 Februar 2008

Perth & Fremantle: Australiens ungleiche Schwestern

Während das geschäftige Perth den Ruf der steifen Metropole loswerden will, lockt das quirlige Fremantle mit Laissez-Fair und Nightlife.


In Perth gehen die Uhren anders. Die Millionen-Metropole von Western Australia ist bar jeder geografischen Logik an der Zeitzone des weit westlicher liegenden Singapur andockt. Den Sinn erschließt erst ein Spaziergang durch den zentralen Business-Distrikt – in Perth denken die Locals derzeit nur an Geschäfte. An der Hay Street schießen die neuen Wolkenkratzer von internationalen Banken und asiatischen Konzernen in den Himmel. Der Laden Perth brummt.

Die Folge: Die Nadelstreifen- und Krawattenträger-Dichte ist die höchste in Western Australia. Das verbreitet Downtown in den Fußgängerzonen und Coffee Shops eine gewisse Hektik. Gut, dass es den pieksauberen Kings Park, die relaxten Stadtquartiere wie Northbridge und Subiaco sowie die sportlichen Strandvororte am Indischen Ozean gibt.

Dort liegt auch Fremantle, das - wenn man Einheimische aus „Freo“ befragt - weitaus bessere Perth. Seit 1983 die Yacht Australia II in den Gewässern vor Fremantle den America’s Cup gewann, boomt das Städtchen an der Mündung des Swan Rivers. Außer dem imposanten Maritime Museum gibt es einiges zu sehen und erleben: Die alteingesessen Hippies gehen mit der Zeit und haben schicke Designer-Läden eröffnet.

Die University of Notre Dame sorgt für junges lustiges Volk und interessantes Programm. Und die Brauereien, Restaurants und Pubs rund um den Hafen und auf dem „Cappuccino-Strip“ an der South Terrace sind längst auf dem Trend-Radar der internationalen Party- und Club-Szene.


Was tun vor Ort? Wir haben fünf Tipps.


Natur und Staat en Miniature

Seit 1901 wurden 400 Hektar im Herzen von Perth zu einer wunderbaren Parklandschaft und einem Spiegelbild von Western Australia, seiner Bewohner und ihrer wechselhaften Geschichte kultiviert.

Die Gärtner haben ein Refugium für 2500 Baum-, Blumen- und Pflanzenarten geschaffen. Die ranken rund um das moderne Design- und Kulturzentrum und die Memorials für die australische Expeditions-Korps vom Ersten Weltkrieg bis aktuell in den Irak; die Palmen an den Alleen wurden von den Müttern der toten Soldaten gestiftet. Der grandiose Federation Walkway aus Glas und Stahl schwebt durch die Baumwipfel und gibt den Blick auf Innenstadt und Swan River frei.
Kings Park, Fraser Avenue, Perth
Tel: +61 8 9480 3600
www.bgpa.wa.gov.au/kingspark


Wo das Herz schlägt

Nach Büroschluß ist das Zentrum von Perth – mit Regierungsviertel, Shopping-Malls und Financial Centre - ziemlich ausgestorben. Der Puls der Stadt schlägt weiter in den Stadtteilen Subiaco und vor allem im begehrten Wohnquartier Northbridge rund um die Francis Street.

Trödler, Straßenkünstler und Musikanten vor und in Designer-Boutiquen, hippen Restaurants, coolen Bars und Nachtclubs – wenn etwas trendy ist in Perth, liegt es meist nördlich der Innenstadt in dem Viertel mit dem leicht verruchten Ruf. Was in den angesagten Läden läuft, listet das wöchentlich erscheinende Xpress-Magazin auf.
www.xpressmag.com.au


Neues Wahrzeichen am historischen Landepunkt
Näher können Tradition und Gegenwart nicht zusammen rücken. Nur wenige Fußminuten vom ältesten Gebäude West Australiens, dem „Round House“, ragen an der Mündung des Swan Rivers die strahlend weißen Stehlen des Western Australian Maritime Museums in den Himmel.


Das Gebäude macht architektonisch der Sydney Oper locker Konkurrenz und auch seine Exponate haben viel zu bieten. Hier erfährt man alles über die maritime Vergangenheit des Fünften Kontinent, die alten Kontakt zu Asien, die Geschichte der modernen Handels- und Containerschiffahrt und die verrückte Liebe der Australier zur See.
The Maritime Museum, Victoria Quay, Fremantle
Tel: +61 8 9431 8334
www.museum.wa.gov.au/maritime


Designer-Bier aus der Blechgarage
Auf so eine Idee muss man erst mal kommen: Auf ein Grundstück am Hafenrand eine Billig-Blechhalle hochziehen, eine komplett transparente Brauerei und einen riesigen Pizza-Ofen installieren, und das Ensemble als Designer-Ambiente mit dem verwirrendem Namen „Little Creatures“ vermarkten.

Die Szene von Perth und Fremantle hat es begeistert angenommen; der Laden mit ellenlanger Bar und wechselnden Fotoausstellungen ist jeden Tag brechend voll und kann neben Italo-Küche und preisgekrönten Bieren eine großartige Stimmung bieten.
Little Creatures
40 Mews Rd, Fremantle, Tel. +61 8 9430 5155
www.littlecreatures.com.au


Früher Gefängnis, heute Wochenendparadies
Als die holländischen Entdecker 1696 auf dem Eiland 12 Seemeilen von Fremantle landeten, verwechselten sie die kleinen Quokkas – nachtaktive Beuteltiere – mit Ratten; daher der Name „Rattennest“. Bis weit ins 19. Jahrhundert wurden verurteilte Aborigines nach Rottnest Island deportiert.

Heute ist die Insel mit den langen Sandstränden ein autofreies Paradies für Surfer, Segler und Taucher. Am Wochenende und in den Schulferien sollte man den Besuch tunlichst meiden; unter der Woche dagegen sind die Bungalows und Pensionen selten ausgebucht.
Tägliche Fährverbindung nach Rottnest Island, Returnticket ab 53 A$: Rottnest Express, C' Shed, Victoria Quay, Fremantle
www.rottnestexpress.com.au

Wo kann man bleiben?

Hotel Northbridge
Grand Hotel von 1912 im Herz von Northbridge, etwas verblichen, aber mit viel Charme. DZ ab 149 A$.
210 Lake Street, Northbridge, Perth, Tel: +61 8 9328 5254
www.hotelnorthbridge.com.au

Norfolk Hotel
Absolut zentral gelegen auf der Party-Meile von Fremantle, mit beliebtem Biergarten, funktionale DZ ab 82 A$.
47 South Terrace, Fremantle, Tel: +61 8 9335 5405 www.norfolkhotel.com.au

Esplanade Hotel Fremantle
Vier-Sterne-Komfort, 2006 renoviert, 300 Zimmern, aber überraschend familär. Zentral und ruhig. DZ ab 235 A$.
44-54 Marine Terrace, Fremantle, Tel: +61 8 9432 4000
www.esplanadehotelfremantle.com.au

Wo gibts was auf den Teller?

The Cappucino-Strip
Die heiße Meile von Fremantle, besteht aus Market Street und South Terrace mit Cafes, Snackbars, Restaurants und Nachtclubs. Hier tobt das Leben.

Sail & Anchor Pub Brewery
Eine Aussie-Institution. Sports-Pub, feines Restaurant, eigene Biersorten.
64 South Terrace, Fremantle
Tel. +61 8 9335 8433
www.sailandanchor.com.au

Thai Elephant
Wenn Asiaten in Perth Essen gehen, dann in den thailändischen Gourmet-Tempel.
3/323 William Street, Northbridge, Perth, Tel. +61 8 9227 5738

Wo kann ich mein Geld loswerden?

Fremantle Markets
Souvenirs, Krimskrams und erlesene Antiquitäten in historischen Markhallen.
Henderson Street Ecke South Terrace, Fremantle, geöffnet Fr. (9-21 Uhr), Sa. (9-17 Uhr) und So. (10-17 Uhr)
www.fremantlemarkets.com.au

Weiter Infos zur Güte:

Western Australian Visitor Centre
Albert Facey House, Wellington Street, Perth, Tel: +61 8 9483 1111 www.experienceperth.com

Fremantle Visitor Centre
Kings Square, High Street, Fremantle, Tel: +61 8 9431 7878 www.fremantlewesternaustralia.com

(c) Jochen Vorfelder